mir ist in letzter zeit öfter schlecht und ich fühle mich schlapp. eine freundin von mir sagte, dass das eine lactoseallergie sein könnte. stimmt das? wie sind denn die symptome einer lactoseallergie? und was sind die konsequenzen?
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Bitte nicht "Lactoseallergie" sagen, das trifft es nicht ganz. Es heisst Lactose-/ Laktoseintoleranz (Abk. LI).
Normalerweise verliert jeder Mensch nach dem Kindesalter die Fähigkeit, Laktose (Milchzucker) aus der Nahrung zu spalten, da das dafür notwenige Enzym - die Lactase - abgebaut wird. Man sagt, etwa 80-90% der Weltbevölkerung können im Erwachsenenalter keinen Milchzucker mehr verdauen. Ist ja auch plausibel, da die Muttermilch nur während der ersten Jahre die Ernährung eines Kindes darstellt und eine Frau nicht noch ihr 10-jähriges oder erwachsenes Kind stillt.
Vor einigen Hundert/ Tausend Jahren hat die Milchwirtschaft/-viehhaltung Einzug gehalten und so haben einige Menschen/ ethnischen Gruppen die Fähigkeit Laktose auch nach dem Kindesalter spalten zu können entwickelt und behalten, vorrangig wir Nordeuropäer.
Aber im Grunde genommen ist es nicht "normal", die Milch einer fremden Art (Rind, Ziege etc.) zu verzehren ;-) Und somit sind auch Leute, die Milch nicht vertragen, nicht krank, sondern eher normal.
Bauchbeschwerden, Übelkeit, Blähungen, ggf. Durchfall etc. sind schon mögliche Symptome für eine LI. Ich würde ganz gezielt beobachten, wann es auftritt bzw. in Verbindung mit welchen Nahrungsmitteln (Milch? Joghurt? Sahne? Butter?).
Ansonsten beim Arzt anfragen, ob ein LI-Test gemacht werden kann.
Meine Ma hat auch eine LI und trinkt seitdem gerne Soja-Reismilch. Manchmal weicht sie aber auch auf die lactosereduzierte Milch aus... (gibt es eigentlich in jedem Supermarkt).

Zuerst einmal: lass Dich nicht verrückt machen. Lactoseintoleranz ist heute ein gern genommenes Schlagwort und Mode (wie Burnout), aber vielleicht hilft Dir das: Bei Laktoseintoleranz gelangen nach dem Konsum von Milch und Milchprodukten größere Mengen Milchzucker, die eigentlich im Dünndarm verarbeitet werden sollten, in den Dickdarm und werden dort von der Darmflora als Nährstoff fermentiert. In der Folge kommt es vor allem zu charakteristisch riechenden Darmwinden und Blähungen, Bauchdrücken bis -krämpfen, Übelkeit, Erbrechen und häufig auch zu spontanen Durchfällen. Die Symptome nehmen mit der Menge der konsumierten Laktose zu.
Bei angeborener absoluter Laktoseintoleranz sind die Symptome bedeutend schwerer als bei der 'natürlichen' mit dem Alter zunehmenden Form.
Andauernde schwere Durchfälle bedeuten eine Reizung der Darmschleimhaut und können außerdem zu einer Störung der Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen führen, ggf. sogar zu vermehrten Infektionen. Längerfristig kann es zu einer Schädigung des Dünndarms kommen (Verkümmerung der Dünndarmzotten). Dadurch vermindert sich dann auch die Aufnahme von Nahrungsmitteln insgesamt.
Diagnose [Bearbeiten]Für eine Selbstdiagnose von Laktoseintoleranz gibt es zwei Möglichkeiten:
Diättest: Eine mehrtägige konsequente Diät ohne Laktose, vor allem ohne Milch, Rahm und „versteckte“ Laktose (viele Fertigprodukte enthalten Milchzucker oder Milchbestandteile). Treten in dieser Zeit keine Symptome mehr auf, ist eine Laktoseintoleranz wahrscheinlich. Ein Expositionstest wird dann Klarheit schaffen. Expositionstest: Nach einigen Tagen Laktose-Verzicht wird ein Glas Wasser mit 50 bis 100 g gelöstem Milchzucker (gibt es in Drogerien, Reformhäusern und Apotheken) getrunken. Treten danach innerhalb von einigen Stunden die typischen Symptome auf, besteht eine Laktoseintoleranz. Häufig ist die Diagnose aber nicht eindeutig, weil nur eine unvollständige Intoleranz besteht. Diese nimmt bei der häufigeren Form im Verlauf des Lebens zu, nicht bei der angeborenen Mutation für das Enzym.
Folgende Tests sind wesentlich aufwändiger:
H2-Atem-Test: Dieses Verfahren basiert auf dem Nachweis von Wasserstoff (H2) in der Ausatemluft. Es ist ein indirekter Nachweis des Lactasemangels. Bei der bakteriellen Aufarbeitung der Laktose im Dickdarm entsteht neben Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid auch gasförmiger Wasserstoff. Dieser gelangt über das Blut in die Lungen und wird abgeatmet. Da normalerweise kein Wasserstoff in der Ausatemluft vorhanden ist, deutet ein positives Ergebnis auf eine mögliche Laktoseintoleranz hin. Gemessen wird bei diesem Test die Wasserstoff-Konzentration vor und nach der oralen Verabreichung einer definierten Menge an Laktose (Milchzucker). Als positiv gilt der Befund, wenn das Messergebnis vor und nach der Laktosegabe einen Unterschied von 20 ppm Wasserstoff aufweist. Allerdings führt dieser Test bei jedem fünften Laktoseintoleranten zu einem negativen Ergebnis: Diese Patienten haben in der Darmflora bestimmte (harmlose) Bakterien, die Methan erzeugen, wodurch der Nachweis des Wasserstoffs nicht möglich ist. Blutzucker-Test: Dieses Verfahren basiert auf der Messung des Glukose-Gehalts im Blut (venöses Blut oder Kapillarblut), die Lactaseaktivität wird also über einen Anstieg der Konzentration an Glukose im Blut festgestellt. Da normalerweise Laktose in Galaktose und Glukose gespalten wird, müsste der Glukosewert (Blutzuckerwert) ansteigen, wenn Laktose eingenommen wird. Ist dies nicht der Fall, liegt der Verdacht einer Laktoseintoleranz nahe. Auch bei diesem Test nimmt der Patient eine definierte Menge an Laktose (üblicherweise 50 g) zu sich. Vor der Einnahme, sowie eine Stunde und zwei Stunden nach der Einnahme erfolgt eine Blutprobe und es wird der Blutzuckergehalt gemessen. Normal ist ein Anstieg von über 20 mg/dl (1,11 mmol/dl) Glukose in venösem Blut oder von 25 mg/dl in Kapillarblut. Pathologisch ein Anstieg von unter 10 mg/dl in venösem Blut. Falsch negative Ergebnisse sind bei Patienten mit latentem oder manifestem Diabetes mellitus möglich. Gentest: Seit kurzem kann bei Verdacht auf Laktoseintoleranz ein Gentest auf den LCT-Genotyp durchgeführt werden. Als Untersuchungsmaterial genügt ein Wangenschleimhautabstrich. Biopsie: In seltenen Fällen muss eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm entnommen und untersucht werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Laktoseintoleranz#Auswirkungen.2C_Symptome
Minax am 14. Dezember 2007 15:24 "angeborene absolute Laktoseintoleranz"
Was soll DAS denn sein??
Wenn eine angeborene Unfähigkeit, die Laktose zu spalten gegeben wäre, dann würde ein Säugling verhungern!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine angeborene Form - von Anfang an - gibt, denn die Muttermilch enthält nunmal Laktose! Und die Muttermilch ist nunmal die artgerechte, natürliche Nahrung eines jeden Menschenbabies (und anderer Säuglingsbabies).
koira1975 am 16. Dezember 2007 20:33 Gibt es aber, bei ganz wenigen und diese Kinder sind früher trotz Nahrung verhungert.

Hallo , ich und meine 2 Kinder haben alle die Laktoseintolleranz ( LI ).Wir haben alle Wangenschleimhautabstrich gemacht ,das genügte schon um die LI zu feststellen. Ich muss dazu sagen das wir alle unterschiedlich darauf reagieren , am schlimmsten ist es immer die normale Milch . Mein Sohn bekommt immer nur Durchfall , meine Tochter Magen-Darm Beschwerden. Bei mir selber ist es am schlimmsten - Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit , Schläfrigkeit, Leistungabfall. Die Micl kaufe ich immer nur die Laktosefreie , alle andere Lebensmittel wie Käse& Co können wir gut vertragen ,weil die fermentiert sind. Allerding muss ich immer gucken ob in irgendwelche Medizin Laktose drin ist. Auch in Lebensmitteln wird meistens als Milchzucker versteckt. Habe auch festgestellt das nach der Einnahme von Antibiotika die LI meistens sich verschlimmert für paar Wochen