Frage von Rettsan123, 126

Wie erhalte ich eine Waffenbesitzkarte?

Moin, ich bin seit meinem 13 LJ Sportschhütze, zuerst Luftgewehr, später kleinkaliber. Ich durfte später auch vereinzelt Pistolenschießen ausprobieren, was mir deutlich mehr Spaß gemacht hat. Leider hatte mein Verein keine gemeinschaftlichen Pistolen. Will man Pistolenschießen braucht man eine Pistole und die muss man besessen haben.Ich bin dann irgendwann weggezogen und in der Großstadt kannte ich dann niemanden und bin deswegen nicht in den Verein eingetreten. In meinem alten SV bin ich nach wie vor Mitglied, ich müsste auch noch einen Sportschützenpass haben, allerdings habe ich seit Jahren nicht mehr aktiv geschossen. Nun da ich ausgelernt bin und wieder etwas Geld habe um so ein Hobby zu betreiben ist die Frage wie ich das am besten angehe wenn ich Pistolen schießen will. Zählt mein damaliges Sportschützentum für den Erwerb einer Waffenbesitzkarte? Zumal es damals Gewehre und keine kurzwaffen waren? Wenn es zählt, was muss ich noch tun? wenn es nicht zählt, was muss ich dann tun?

Antwort
von peterobm, 82

Deine Ansprechstelle ist der Verein. Du machst regelmässig Training und bei Wettkämpfen mit. www.dsb.de/infothek/recht/waffenrecht/wichtigstes-zum-waffenrecht/

Antwort
von FloTheBrain, 53

Mindestens 1 Jahr Mitglied im Verein und damit eines entsprechenden Verbandes.

Mindestens 1 Jahr regelmäßig mit erlaubnispflichtigen Waffen geschossen haben.

Waffensachkundekurs. Bestehen der Waffensachkundeprüfung.

Nachweis über die sicherer Lagerung der Waffen und Munition.

Dann stellt dir der Verband ein Bedürfnis aus. Damit gehts zur Waffenbehörde.

Die überprüfen:

- Zuverlässigkeit vor dem Gesetz. (keine Straftaten mit einer Strafe über 59 Tagessätzen oder 3 Monate Haft/Bewährung, solange es keine Gewaltstraftaten sind, oder solche Straftaten die auf eine mangelnde Impulskontrolle oder Aggressivität hindeuten, womit wir schon bei der Persönlichen Eignung sind.)

- Persönliche Eignung. (Amtsarzt und Krankenkasse werden nach geistigen Erkrankungen und nach Suchtmittelerkrankungen gefragt. Zusätzlich sind Einträge wie "mit 0,6 Promille am Steuer- oder alkoholisiert in der Öffentlichkeit angetroffen das Ende vom Lied. Liegt sowas vor, muss ein Psychologisches Gutachten beigebracht werden, was einen entlasstet.)

- Diese Überprüfung findet dann alle 3 statt. Fortan muss man auch regelmäßig am Training teilnehmen, da sonst das Bedürfnis erlischt. Regelmäßig bedeutet an 18 Tagen im Jahr, über das Jahr verteilt, oder ein mal jeden Monat.

Kommentar von FloTheBrain ,

Und ja, die Überwachung in diesem Land geht soweit, das eine positive Alkoholkontrolle z.B. in der InPolAkte vermerkt wird. Dass diese Existenz von InPol in unserem Rechtsstaat niemand laut kritisiert, sich aber die Leute gleichzeitig über die Stasi aufregen ist mir persönlich ein Rätsel.

Dort kann jede "Begegnung" mit Polizeibeamten und der Justiz vermerkt werden. Regelmäßig wird diese Akte dann z.B. bei Flugreisen abgefragt.

Kommentar von Rettsan123 ,

ich bin nie wegen fehlverhalten von der polizei aufgegriffen worden. Bin jedoch beim Feiern 2 Mal Opfer von Straftaten geworden. Da war ich logischerweise alkoholisiert. Ich habe verzichtet zu pusten und war auch nicht so stramm, dass ich unglaubwürdig war, aber hatte eben alkoholisiert polizeikontakt. das kann mir jawohl kaum zum verhängnis werden, oder?

Kommentar von FloTheBrain ,

Du kannst bei den Ordnungsbehörden anfragen was über dich gespeichert ist. Dafür gibts Musterschreiben im Internet. Kostet zwischen 10 und 20 Euro Bearbeitungsgebühr. Dann siehst du ja ob das Aktenkundig gemacht wurde oder nicht.

Antwort
von liheido, 73

Voraussetzung für eine eigene WBK ist, daß du mindestens ein Jahr lang regelmäßig mit erlaubnispflichtigen Waffen ( welche ist egal ) geschossen hast.

Darüber muß dir dann der Verein eine Bestätigung ausstellen.

Vereinsmitgliedschaft allein und / oder schießen mit freien Waffen zählt nicht.

Also anfangen regelmäßig irgendwo schießen zu gehen ( das muß nicht dein alter Verein sein, sondern kann auch ein-oder mehrere andere Vereine sein...), das dann per Schießbuch dokumentieren, irgendwann eine Waffensachkundeprüfung ablegen und dann in einem Jahr den Antrag bei der für dich zuständigen Waffenrechtsbehörde ausfüllen.

Kommentar von Rettsan123 ,

das klingt extrem einfach.....hätte gedacht es sei schwierig in Deutschland an sowas zu kommen. In meinem alten Verein waren sie über jedes Mitglied dankbar, die Vereinsgebüren sind sehr niedrig. Wenn man dann so einen kurs besucht, ein bisschen lernt und in der Vergangenheit keinen quatsch gemacht hat hat man das ding ja schon....

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