Frage von Picolino98, 62

Wie erhalte ich eine Abfindung, wenn ich nicht dem Kündigungsschutzgesetz unterliege?

Ich arbeite seit 11 Jahren in einem Kleinbetrieb und unterliege nicht dem Kündigungsschutzgesetz. Seit März letzten Jahres bin ich krankgeschrieben und zur Zeit in einer Klinik. Nun hat mir mein Arbeitgeber die betreibsbedingte Kündigung zum 30.06.2016 geschickt. Kann ich, trotzdem ich nicht dem Kündigungsschutz unterliege, eine Klage beim Arbeitsgericht einreichen und evtl. eine Abfindung erwirken?

Antwort
von derhandkuss, 39

Klage beim Arbeitsgericht kannst Du immer erheben. Das ist wohl eher das geringere Problem. Um eine eventuelle Abfindung zu erwirken benötigst Du allerdings meist die Hilfe eines Fachanwalts für Arbeitsrecht. Der zu erwartenden Abfindung stehen also Kosten gegenüber. Dies solltest Du bei Deinen Überlegungen bedenken.

Als Faustregel für eine mögliche Abfindung gilt bei Entscheidungen von Arbeits-gerichten meist ein halbes Nettogehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit.

Kommentar von Familiengerd ,

Klage beim Arbeitsgericht kannst Du immer erheben. Das ist wohl eher das geringere Problem.

Es ist nur die Frage, ob sie auch zulässig ist!

Eine Klage beim Arbeitsgericht ist bei Tätigkeit in einem Kleinbetrieb - wenn also das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar ist - nur dann möglich, wenn die Kündigung sozial ungerechtfertigt, also nicht verhaltens-, personen- oder betriebsbedingt ist.

Der Fragesteller kann zwar klagen, wenn er die Betriebsbedingtheit der Kündigung anzweifelt; er muss dann aber den entsprechenden Beweis erbringen.

Antwort
von Ernsterwin, 28

Schau mal hier: http://www.abfindunginfo.de/abfindung-bei-kuendigung.html

Da findest Du Anregungen und auch die jeweiligen Bedingungen erläutert.

Antwort
von Aren89, 42

Abfindungen sind Zahlungen zu dem der Arbeitgeber nicht verpflichtet sind!

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