Frage von 101Answers, 20

Wie entwickelt sich das System der Parteien?

Antwort
von Machtnix53, 13

Parteien sind Machtvereine. Ihre Position richten sie nicht danach aus, was nötig wäre, sondern danach, ob es mehr oder weniger Wählerstimmen bringt. Sie folgen den Mehrheiten der Wähler, egal wie verdummt diese sind. Diese Verdummung wird aber mehr von Medienkonzernen bestimmt, als von Parteien.

Wenn es Bewegung in den Vorstellungen der Leute gibt, werden die Parteien ihnen folgen. Aber dass Parteien etwas bewegen, kann man nicht erhoffen.

Antwort
von Dxmklvw, 13

Auch für politische Parteien gilt: Wenn die Katze aus dem Haus ist, dann tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

Die wirklich klugen Köpfe (die Katzen) haben sich  von den Parteien verabschiedet. Übrig geblieben sind die weniger klugen (die Mäuse).

Abhilfe dadurch, daß fähige Leute in die Parteien eintreten, halte ich für nicht möglich. Denn wer hat schon Spaß daran, als einziger Vernünftiger stetig von eine Schar Vernunftresistenter überstimmt zu werden?

Die Zukunft der Parteien sehe ich überwiegend darin, daß sie zuletzt so etwas sein werden wie Clubs von Gespenstergläubigen, die sich darüber streiten, welche Schuhgröße die richtige für ein Gespenst ist.

Kommentar von Immofachwirt ,

Liebe Maus, schade, dass anstatt einer sachlichen Antwort so ein Stammtischgeschwätz hier losgelassen wird.

Sinn und Zweck von Parteien ist es die unterschiedlichen Interessen in der Bevölkerung aufzunehmen, daraus Forderungen zu entwickeln und diese dann im Konsens mit anderen Interessen möglichst umzusetzen. Das dabei der Konsens ebenso wichtig ist, wie die Forderung selbst hat zumindest in den letzten 70 Jahren in Europa dazu beigetragen, dass kein Krieg herschte. Diese Bilanz konnte bislang noch kein anders System bieten.

Denn es gilt auch hier: Gerade durch unser Parteiensystem konnte bislang stets der größte Teil der Bevölkerung mitgenommen werden und das auch dann, wenn man anderer Auffassung als die Regierenden war. Folgt man deinen Ratschlägen, hat man in kürzester Zeit Anarchie, wo dann nur noch das Recht des stärkeren gilt.

Kommentar von Dxmklvw ,

Die Realität ist, daß innerhalb der Parteiprominenz der Sinn und Zweck von Parteien kaum noch jemanden interessiert, egal, was da theoretisch und auch zutreffend mal definiert wurde.

Die "Mehrheit des Volkes bedienen" ist fragwürdig. Wo im Tierreich Schwarmintelligenz überwiegend der korrekt gewählte Begriff ist, sollte für die Spezies Mensch besser Schwarmdämlichkeit verwendet werden.

Ein Staatssystem, in dem sich eine Mehrheit zunehmend nur noch danach ausrichtet, ob und wie stark etwas sanktioniert wird oder nicht, und die Politik genau diesen Effekt bedient, betrachte ich eher als eine Edel-Anarchie, sofern aus anderen Gründen die Bezeichnung Willkürherrschaft nicht zutreffend ist.

Doch die Ansichten dazu sind kontrovers. Wer politikhörig ist, wird das alles mit großer Wahrscheinlichkeit gegenteilig sehen, und ebenso jemand, der massenmediengläubig ist.

Antwort
von Immofachwirt, 7

Das kannst du derzeit in Kolumbien gut beobachten.

Entweder man trägt die Konflikte/Meinungsverschiedenheiten "auf der Straße" aus und wird zunehmend gewaltätiger, oder aber man definiert seine Interessen und wirbt um Zustimmung und Konsens.

Dieser Prozess ist nie abgeschlossen, weil ja auch eine Gesellschaft sich verändert. So haben in Europa viele bereits vergessen, was der Sinn und Zweck von Parteien ist, weshalb sie offenbar (bewußt oder ahnungslos) in Kauf nehmen, dass Konfliktbewältigung statt im Parlament mit Reglen wieder auf der Straße ausgetragen werden.

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