Wie entsteht Teilurlaub?

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3 Antworten

Du hast Anspruch auf 4/12 des Jahresurlaubs.

Das Bundesurlaubsgesetz sagt im § 5:

 "Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der AN 

1 a: für Zeiten eines Kalenderjahres für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt

1 b: wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Das Bundesurlaubsgesetz spricht von vollen Beschäftigungsmonaten und nicht von vollen Kalendermonaten. Vom 11. April bis 10. August sind es vier volle Monate und so ist Dein Anspruch auf 4/12 des Jahresurlaubs entstanden. Bei zwei Tagen pro Monat beträgt Dein Anspruch 8 Urlaubstage.

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Kommentar von xPokaPonx
16.08.2016, 10:00

Vielen Dank für die Antwort! Woher weiß man, dass das Gesetz von Beschäftigungsmonaten ausgeht? 

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Ein voller Monat ist in diesem Fall die Zeit vom 11. April bis 10. Mai und jeweils weitere volle Monate jeweils zum 10. Juni, Juli und August.

Bestätigung, wegen der nichtleeren Hände:

BAG, Urteil vom 15. 11. 2005 – 9 AZR 626/04

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Aus dem Bundesurlaubsgesetz geht eindeutig hervor, dass die Aussage deiner Chefin richtig ist:

  • § 4 Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.
  • § 5 Anspruch auf ein Zwölftel des Jahrenurlaubs für jeden "vollen Monat" des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer a.) für Zeiten eines Kalenderjahres, für die wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen  vollen Urlaubsanspruch erwirbt;b.) wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Ich hoffe,dass ich dir mit meinen Ausführungen helfen konnte, da leider keine andere Lösung möglich ist.

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Kommentar von Maximilian112
13.08.2016, 16:48

Das Gesetz spricht nicht von vollen Kalendermonaten.

Der Kollege hat 4 volle Monate dort gearbeitet und also auch Anspruch auf 4/12 des gesetzlichen Urlaubes.

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Kommentar von lenzing42
14.08.2016, 12:54

Es war nicht meine Absicht, die Aussage der Chefin als richtig anzusehen. Durch die Verkettung widriger Umstände ist leider der falsch Satz entstanden.

In meiner Antwort habe ich sogar beim Zitat des § 5 im ersten Satz

den "vollen Monat" in Anführungsstriche gesetzt und Fett geschrieben.

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