Frage von Tragosso, 205

Wie entsteht eigentlich aufrichtiger Glaube?

Huhu.

Ich spreche nicht von anerzogenem Glauben in der Kindheit und schon gar nicht von Aufgezwungenem. Auch nicht von Menschen die nur aus Angst an etwas glauben und andere deswegen verurteilen, oder sich 'bewusst' dafür 'entschieden' haben an eine bestimmte Religion zu glauben, einfach weil sie ihm gefällt.

Ich denke, dass jeder gläubige Mensch (egal an was er glaubt) einen Punkt im Leben hatte, an dem er einfach feststellte, dass er von seiner Ansicht aus dem Inneren heraus überzeugt ist.

Ich denke öfter über dieses Thema nach, habe dazu allerdings eine eher agnostische Einstellung und für mich festgestellt, dass ich keinen Glauben in meinem Leben brauche. Ich kann mir nicht vorstellen von so etwas ehrlich überzeugt zu sein und das meine ich absolut nicht wertend, weder positiv noch negativ. Es ist ganz einfach so und das ist in Ordnung.

Dennoch interessiert mich diese Faszination hinter dem Thema. Nicht die Sitten und Bräuche, sondern dieser innere Antrieb der einen Menschen dazu bewegt.

Antwort
von Andrastor, 108

Um es mit den Worten von Sigmund Freud zu sagen:

Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und
Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen versucht.

Sprich man wendet sich Gott als neue Elternfigur zu um sich in einem Gefühl des Schutzes vor der unfairen Welt zu lullen.

Kein Wunder das Gott seit jeher als "Vater" bezeichnet wird, er erfüllt psychologisch genau diese Rolle.

Somit ist der Glaube im Grunde nichts weiter als ein Schnuller.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Demnach wäre aber uns Siggi zurückgeblieben.

Nicht dass dieser Gedanke neu wäre, aber so ganz rumgesprochen hat er sich wohl auch noch nicht.

Und die Kernaussagen könnte ich nicht ohne Sperre hier zusammenfassen.

Kommentar von Andrastor ,

Gedanken die das perfekte Gottesbild schädigen würden, sprechen sich generell nicht wirklich herum. Dafür sorgen die Gläubigen wo sie nur können.

Dass das Grabtuch von Turin (?) eine Fälschung ist, hat sich genausowenig herumgesprochen wie die Tatsache dass die ganze Jesus-Mythologie eine Mischung aus dem Leben Julius Cäsars und dem Horus-Mythos ist.

Jahrelang sperrten Archäologen die Pyramiden vor der Öffentlichkeit, weil dort das Buch der Toten gefunden worden war, welches den Horus-Mythos erzählt.

Der Vatikan rückt bis heute die verlorenen Jahre Christi nicht heraus und nur selten finden Auszüge den Weg an die Öffentlichkeit, wo sie von den Gläubigen erstickt werden.

Denn die Wahrheit können die Religionen nicht verkraften.

Antwort
von Rosenblad, 54

Ein "aufrichtiger" Glaubensakt als psychische Zustandsgröße ist zunächst über die Religiosität anthropologisch präformiert (Stichwort: HAD oder Hyper-Agentur Detection) – ähnlich der Sprachanlegung z.B..
Um zum bewusst-referierbaren Glauben zu werden braucht es dazu spezifische Salienz- oder Aufruffaktoren die neben den sozialen Indikatoren (Erziehung) auf spezifische Lebensereignisse abzielen um zu Deiner Frage zu kommen.

Ein „tiefer“ Glaube wird dann gewonnen, wenn auch ein „tiefer“ Begründungsmoment gegeben ist – eine Lebenstransition (ein schwieriger Lebensübergang) die spezifischer Stützungsfaktoren bedarf, eine Lebenskrise hervorgerufen aus invasiven Bedrohungs- und Zerrüttungsfaktoren (Tod eines Angehörigen, Scheidung der Eltern, ein Unfall mit schweren irreversiblen Folgen wie einer Lähmung z.B. u.v.m.), eine enge Partnerschaft mit einem gläubigen Menschen zu den starke Gefühle aufgebaut werden (das kann ein Freund/Freundin genauso sein wie ein Mensch mit Vorbildfunktion), spezifische Begegnungen mit Menschen, Zeitmomenten oder Artefakten (z.B. einem Sakralgebäude) die einen stark suggerieren können; eine religiöse Gruppe zu der man sich zugehörig fühlt oder fühlen möchte um soziale Anerkennung zu erhalten usw. usw. – die ontologischen Instantiierungen sind vielfältig und müssen den jeweiligen Menschen „treffen“ (d.h. einen psychisch-konformen Eingang finden wo kognitive, affektive und assertive Parameter auch elizitiert resp. „angesprochen“ werden). Letztlich geht es um Bewältigungs-, Verdrängungs-, Kompensations-, Sozialisations-, Konformitätskomponenten die in den seltensten Fällen eigenwertig produziert werden, sondern fast ausnahmslos über vorhandene „Angebote“ (sprich Religionen, Konfessionen und Glaubensgemeinschaften) rezipiert und v.a. internalisiert werden. Die Internalisierung, die Verinnerlich einer Glaubens“lehre“ ist in diesem Gesamtprozess der wichtigste Moment zu einem „aufrichtigen“ Glauben der – und dies ist der zweite Schritt zum einem Bestandteil des eigenen Selbst wird und damit authentisch – der dritte Schritt wäre die empirische Folge – die Sicherung und Konsolidierung des Glaubens über die Alltäglichkeit des eigenen Lebens (als emotionales Erleben, kognitives Erfahren und konatives Intentionieren und Motivieren).

Glauben ist ein existenzieller Akt. Er umfasst das Ganze eines Individuums und bezieht es auf das Ganze einer Handlungs- oder Lebenslage. "(Volker Gerhardt, Sinn, S.9)


Antwort
von Herb3472, 79

Wenn es diesen inneren Antrieb ohne die kulturellen Einflüsse gäbe, die uns von klein auf konditioniert haben, wie erklärst Du Dir dann, dass es viele Agnostiker wie Dich und mich gibt?

Es liegt in der Natur des Menschen, alles erforschen und erklären zu wollen. Und wenn er das mit vernünftigen Argumenten nicht kann, dann muss halt irgendeine überirdisches Phänomen, eine überirdische Macht herhalten. Am besten eignet sich dafür eine Allmacht, in der sich alles konzentriert.

Weil der Mensch mit seiner armseligen, unwichtigen Rolle im Universum und mit seinem kurzen irdischen Dasein nicht zurecht kommt (der Mensch möchte wichtig sein und wahrgenommen werden), erfindet er sich ein Leben nach dem Tod in Form eines ewigen Lebens oder einer Wiedergeburt.

Weil es auf Erden meist nicht "gerecht" zugeht ("Gerechtigkeit" entstammt dem menschlichen Gehirn und ist keine naturgesetzliche Dimension), erfindet er das Jüngste Gericht oder das Karma. Und damit sich die "Krone der Schöpfung" nicht raubend, mordend und plündernd als Gattung gleich selbst ausrottet, wurden die Gebote Gottes, Allahs und der Gottheiten erfunden, die Wohlverhalten belohnen und Übeltaten bestrafen. "Belohnung" und "Bestrafung" sind übrigens auch keine naturgesetzlichen Dimensionen, sondern ebenfalls dem menschlichen Geist entsprungen.

So sehe ich das.

Antwort
von ThomasJNewton, 20

Es gibt keinen aufrechten Glauben, nur einen demütigen, den man kaum
"kriecherisch" nennen darf, ohne dass sich der eine oder andere
beleidigt fühlt.
Und wenn er so tief kriecht, dass ihn Beleidigungen
nicht mehr treffen, fühlt er seinen Gott beleidigt, oder seine Religion,
oder sonstwas.
Die "Nation" ist da sehr beliebt.

Es gibt aber durchaus aufrechte und gläubige Menschen. Die können nicht hinterfragen, weil es ihnen nicht beigebracht wurde.

Ich
kann es mir nicht vorstellen, du wohl auch nicht, dass man einfach nur
ein aufrechter Mensch ist, und zwar genau in der Umgebung, wo man halt
lebt.

Was macht du in einer solchen Umgebung, kämpst du aufrecht
gegen den Glauben, oder bist du deinen Liebsten ein aufrecher Mensch,
und reibst dich nicht in Gefechten im Glauben oder neben dem Glauben
oder gegen den Glauben oder für einen neuen Glauben oder für die
Reformierung des Glaubens oder für eine Öffnung des Glaubens oder
sonstwas auf?

Du bist Einer unter Tausend, in einem Land aufwachsend, wo man sich Religion, Glauben und Meinung frei wählen darf und kann.

Aber
darfst und kannst du dir kein Urteil über Menschen erlauben, die diese
Freiheit nicht hatten oder haben oder einfach nicht erkennen oder
einfach nicht begreifen, oder einfach nicht wahrhaben können oder
wollen, dass es diese Freiheit gibt.

Es gibt gläubige und
ungläubige Menschen, aufrechte und kriecherische, gute und schlechte,
feige und mutige, dumme und schlaue, nette und nervige, liebevolle und
hasserfüllte.

Nichts spricht dagegen, ein aufrechter und liebevoller Mensch zu sein.
All
die christlichen und muslimischen Missionare hier machen kaum den
Eindruck, aus irgendeiner theoretisch ja möglichen Großzügigkeit handeln
zu können.
Sie sind einfach nur kleinlich, vielleicht mit ohne "lich".

Die Propheten des Atheismus sind vielleicht mal verständlich verbiestert und bissig, aber bislang kam mir noch keiner klein vor.

Lies
einfach mal einen Monat alle Fragen, Antworten und Kommentare zum
Thema. Wenn dir dann nichts auffällt, kann ich dir nur die eine Religion
ans Herz legen, die ihre Lehre systematisch verschleiert.
Weil der
Quotient Anspruch/Glaubwürdigkeit nicht nur gegen Unendlich strebt, oder
Unendlich ist, sondern eine neue Definitionen der Begriffe "Quotient"
und "Unendlichkeit" geradezu hervorblubbert.

Blick auf die Menschen, lerne sie kennen, geh auf sie zu, lebe mit ihnen.
Dann reicht ein viermaliges tägliches Repittetieren der Regel "es ist ein Mensch", um dich aufrecht werden zu lassen.

Es gibt keinen aufrechten Glauben, nur einen demütigen, den man kaum
"kriecherisch" nennen darf, ohne dass sich der eine oder andere
beleidigt fühlt.
Und wenn er so tief kriecht, dass ihn Beleidigungen
nicht mehr treffen, fühlt er seinen Gott beleidigt, oder seine Religion,
oder sonstwas.
Die "Nation" ist da sehr beliebt.

Es gibt aber durchaus aufrechte und gläubige Menschen. Die können nicht hinterfragen, weil es ihnen nicht beigebracht wurde.

Ich
kann es mir nicht vorstellen, du wohl auch nicht, dass man einfach nur
ein aufrechter Mensch ist, und zwar genau in der Umgebung, wo man halt
lebt.

Was macht du in einer solchen Umgebung, kämpst du aufrecht
gegen den Glauben, oder bist du deinen Liebsten ein aufrecher Mensch,
und reibst dich nicht in Gefechten im Glauben oder neben dem Glauben
oder gegen den Glauben oder für einen neuen Glauben oder für die
Reformierung des Glaubens oder für eine Öffnung des Glaubens oder
sonstwas auf?

Du bist Einer unter Tausend, in einem Land aufwachsend, wo man sich Religion, Glauben und Meinung frei wählen darf und kann.

Aber
darfst und kannst du dir kein Urteil über Menschen erlauben, die diese
Freiheit nicht hatten oder haben oder einfach nicht erkennen oder
einfach nicht begreifen, oder einfach nicht wahrhaben können oder
wollen, dass es diese Freiheit gibt.

Es gibt gläubige und
ungläubige Menschen, aufrechte und kriecherische, gute und schlechte,
feige und mutige, dumme und schlaue, nette und nervige, liebevolle und
hasserfüllte.

Nichts spricht dagegen, ein aufrechter und liebevoller Mensch zu sein.
All
die christlichen und muslimischen Missionare hier machen kaum den
Eindruck, aus irgendeiner theoretisch ja möglichen Großzügigkeit handeln
zu können.
Sie sind einfach nur kleinlich, vielleicht mit ohne "lich".

Die Propheten des Atheismus sind vielleicht mal verständlich verbiestert und bissig, aber bislang kam mir noch keiner klein vor.

Lies
einfach mal einen Monat alle Fragen, Antworten und Kommentare zum
Thema. Wenn dir dann nichts auffällt, kann ich dir nur die eine Religion
ans Herz legen, die ihre Lehre systematisch verschleiert.
Weil der
Quotient Anspruch/Glaubwürdigkeit nicht nur gegen Unendlich strebt, oder
Unendlich ist, sondern eine neue Definitionen der Begriffe "Quotient"
und "Unendlichkeit" geradezu hervorblubbert.

Blick auf die Menschen, lerne sie kennen, geh auf sie zu, lebe mit ihnen.
Dann reicht ein viermaliges tägliches Repittetieren der Regel "es ist ein Mensch", um dich aufrecht werden zu lassen.

auch beim 2. mal klappt es nicht, für mich war's das 5..

Kommentar von ThomasJNewton ,

Hier hab ich wohl vergessen zu erwähnen, dass es der dritte Versuch war, oder es wurde verschluckt.

Für die Formatierung bin jedenfalls nicht ich verantwortlich, für den Inhalt nur in einem mir unbekanntem Maß.

Antwort
von Giustolisi, 45

Für aufrichtigen Glauben gibt es zwei mögliche Ursachen:

1. Indoktrinierung im Kindesalter

2. besondere Leichtgläubigkeit

3. Psychische Krankheit (z.  B. Schizophrenie)

Ich konnte bislang noch keine anderen Ursachen finden, die dazu führen könnten, dass ein Mensch die ganzen unbelegten, widersprüchlichen Geschichten ernsthaft für wahr hält.

Antwort
von ThomasJNewton, 19

Nee, wieder nixVielleicht ja diesmal:

-------------------------------------------------------------

Es gibt keinen aufrechten Glauben, nur einen demütigen, den man kaum
"kriecherisch" nennen darf, ohne dass sich der eine oder andere
beleidigt fühlt.
Und wenn er so tief kriecht, dass ihn Beleidigungen
nicht mehr treffen, fühlt er seinen Gott beleidigt, oder seine Religion,
oder sonstwas.
Die "Nation" ist da sehr beliebt.

Es gibt aber durchaus aufrechte und gläubige Menschen. Die können nicht hinterfragen, weil es ihnen nicht beigebracht wurde.

Ich
kann es mir nicht vorstellen, du wohl auch nicht, dass man einfach nur
ein aufrechter Mensch ist, und zwar genau in der Umgebung, wo man halt
lebt.

Was macht du in einer solchen Umgebung, kämpst du aufrecht
gegen den Glauben, oder bist du deinen Liebsten ein aufrecher Mensch,
und reibst dich nicht in Gefechten im Glauben oder neben dem Glauben
oder gegen den Glauben oder für einen neuen Glauben oder für die
Reformierung des Glaubens oder für eine Öffnung des Glaubens oder
sonstwas auf?

Du bist Einer unter Tausend, in einem Land aufwachsend, wo man sich Religion, Glauben und Meinung frei wählen darf und kann.

Aber
darfst und kannst du dir kein Urteil über Menschen erlauben, die diese
Freiheit nicht hatten oder haben oder einfach nicht erkennen oder
einfach nicht begreifen, oder einfach nicht wahrhaben können oder
wollen, dass es diese Freiheit gibt.

Es gibt gläubige und
ungläubige Menschen, aufrechte und kriecherische, gute und schlechte,
feige und mutige, dumme und schlaue, nette und nervige, liebevolle und
hasserfüllte.

Nichts spricht dagegen, ein aufrechter und liebevoller Mensch zu sein.
All
die christlichen und muslimischen Missionare hier machen kaum den
Eindruck, aus irgendeiner theoretisch ja möglichen Großzügigkeit handeln
zu können.
Sie sind einfach nur kleinlich, vielleicht mit ohne "lich".

Die Propheten des Atheismus sind vielleicht mal verständlich verbiestert und bissig, aber bislang kam mir noch keiner klein vor.

Lies
einfach mal einen Monat alle Fragen, Antworten und Kommentare zum
Thema. Wenn dir dann nichts auffällt, kann ich dir nur die eine Religion
ans Herz legen, die ihre Lehre systematisch verschleiert.
Weil der
Quotient Anspruch/Glaubwürdigkeit nicht nur gegen Unendlich strebt, oder
Unendlich ist, sondern eine neue Definitionen der Begriffe "Quotient"
und "Unendlichkeit" geradezu hervorblubbert.

Blick auf die Menschen, lerne sie kennen, geh auf sie zu, lebe mit ihnen.
Dann reicht ein viermaliges tägliches Repittetieren der Regel "es ist ein Mensch", um dich aufrecht werden zu lassen.

Viellcht klappts ja beim 7. Versuch. Oder war dies der siebte?

Ich versuch's einfach morgen noch mal, oder nächste Woche, oder nächsten Monat, oder ...

Antwort
von ThomasJNewton, 23

Es gibt keinen aufrechten Glauben, nur einen demütigen, den man kaum
"kriecherisch" nennen darf, ohne dass sich der eine oder andere
beleidigt fühlt.
Und wenn er so tief kriecht, dass ihn Beleidigungen
nicht mehr treffen, fühlt er seinen Gott beleidigt, oder seine Religion,
oder sonstwas.
Die "Nation" ist da sehr beliebt.

Es gibt aber durchaus aufrechte und gläubige Menschen. Die können nicht hinterfragen, weil es ihnen nicht beigebracht wurde.

Ich
kann es mir nicht vorstellen, du wohl auch nicht, dass man einfach nur
ein aufrechter Mensch ist, und zwar genau in der Umgebung, wo man halt
lebt.

Was macht du in einer solchen Umgebung, kämpst du aufrecht
gegen den Glauben, oder bist du deinen Liebsten ein aufrecher Mensch,
und reibst dich nicht in Gefechten im Glauben oder neben dem Glauben
oder gegen den Glauben oder für einen neuen Glauben oder für die
Reformierung des Glaubens oder für eine Öffnung des Glaubens oder
sonstwas auf?

Du bist Einer unter Tausend, in einem Land aufwachsend, wo man sich Religion, Glauben und Meinung frei wählen darf und kann.

Aber
darfst und kannst du dir kein Urteil über Menschen erlauben, die diese
Freiheit nicht hatten oder haben oder einfach nicht erkennen oder
einfach nicht begreifen, oder einfach nicht wahrhaben können oder
wollen, dass es diese Freiheit gibt.

Es gibt gläubige und
ungläubige Menschen, aufrechte und kriecherische, gute und schlechte,
feige und mutige, dumme und schlaue, nette und nervige, liebevolle und
hasserfüllte.

Nichts spricht dagegen, ein aufrechter und liebevoller Mensch zu sein.
All
die christlichen und muslimischen Missionare hier machen kaum den
Eindruck, aus irgendeiner theoretisch ja möglichen Großzügigkeit handeln
zu können.
Sie sind einfach nur kleinlich, vielleicht mit ohne "lich".

Die Propheten des Atheismus sind vielleicht mal verständlich verbiestert und bissig, aber bislang kam mir noch keiner klein vor.

Lies
einfach mal einen Monat alle Fragen, Antworten und Kommentare zum
Thema. Wenn dir dann nichts auffällt, kann ich dir nur die eine Religion
ans Herz legen, die ihre Lehre systematisch verschleiert.
Weil der
Quotient Anspruch/Glaubwürdigkeit nicht nur gegen Unendlich strebt, oder
Unendlich ist, sondern eine neue Definitionen der Begriffe "Quotient"
und "Unendlichkeit" geradezu hervorblubbert.

Blick auf die Menschen, lerne sie kennen, geh auf sie zu, lebe mit ihnen.
Dann reicht ein viermaliges tägliches Repittetieren der Regel "es ist ein Mensch", um dich aufrecht werden zu lassen.

Kommentar von Gatios ,

Deine Wortspiele die hier und da sich selbst widersprechen scheinen nur Fassade zu sein, damit du einfach intelligenter rüber kommst. Traurig.

Zitat: ,,Weil du dir nicht vorstellen kannst, dass Menschen aus anderen Gründen glauben.´´

Wo in meinem Text konntest du eine derartige aussage erlesen? Weil ich anhand des ersten Absatzes nicht verstehen konnte, in welcher Tendenz die Frage zum Glauben steht? 

Textverständnis scheint bei dir auch ein Problem zu sein. Denn anscheinend hast nicht gemerkt, dass es hier nicht um einen aufrichtigen Glauben an einem *Apfel* geht. 

Du scheinst ein Tages Philosoph zu sein, daher möchte ich einem Gespräch mit dir lieber aus dem weg gehen, es reicht wenn die Frage des Fragestellers, von vielen Usern, beantwortet wurde.

Ich habe keine Interesse daran, mich weiterhin mit dir zu unterhalten oder auszutauschen. Daher habe ich auch kein Interesse weitere Kommentare von dir zu Lesen und werde diese auch ignorieren, da ich gerne auf *unnötige* Diskussionen verzichten möchte.

Viele Grüße :) 

Kommentar von ThomasJNewton ,

Du hast mit meiner Antwort überhaupt nichts zu tun, aber gehst in einer unverständlichen Selbstverstädlichkeit davon aus, dass ich mich auf dich beziehe?

Vielleicht hast du ja auch falsch geklickt, oder ich bin nicht das einzige Opfer der heutigen GuteFrage-Editor-Wirren.

Antwort
von Temaki, 105

Ich bin bekenntnislos und vor einigen Jahren habe ich Religionen verspottet. Ich konnte nicht verstehen wieso sich Leute freiwillig einem Regelwerk unterordnen. Wieso soll ich Sonntag in die Kirche gehen? Gibt es einen Gott?

Ich habe über die Jahre verstanden, dass viel mehr dahinter steckt. In meinen Augen ist es schlecht, dass die Kirche mittlerweile so wenig Einfluss hat.

Ich kann hier nur von der katholischen und evangelischen Konfession sprechen. Erstmal bietet der Glaube ein Regelwerk, welches die Leute nicht auf die schiefe Bahn geraten lässt. Man hat ethische und moralische Barrieren. Der Glaube erzeugt Verständnis für andere menschliche Fehler. Verständnis erzeugt Kraft mit Situationen umgehen zu können und verbinden die Menschen untereinander da alle dasselbe Ziel haben, einander zu helfen, füreinander da zu sein.

Nicht jeder benötigt so eine Lektion oder so ein Regelwerk, bei dem man sich auf Ideale wie Verständnis, soziale Gerechtigkeit oder göttliche Zuflucht besinnt. Schlussendlich glaube ich die Kirche ist eine Bereicherung. Ich glaube, das viele Menschen glauben wollen, und auch müssen, um ihren Weg im Leben zu finden.

Ich muss es nicht, aber ich beführworte die Ideologie, das Menschen einander helfen und füreinander da sind.

Kommentar von Tragosso ,

Sehr hilfreich, danke.

Kommentar von Giustolisi ,

Erstmal bietet der Glaube ein Regelwerk, welches die Leute nicht auf die schiefe Bahn geraten lässt. Man hat ethische und moralische Barrieren.

Dann ist der Glaube folglich etwas für Böse Menschen. Gute Menschen tun von sich aus Gutes, böse Menschen brauchen schon die Androhung von Strafe, oder das Versprechen einer Belohnung dafür.
Ich tue Gutes, weil ich es schön finde, Gutes zu tun. Man muss mir dafür nicht den Himmel versprechen, oder mit der Hölle drohen.

Kommentar von Temaki ,

Die von mir beschriebene Sichtweise ist nur eine Auslegung. Man kann es auch so sehen, dass die Religion Leitsätze und Hilfe liefert für Menschen die positives bewirken wollen.

Das mit Himmel und Hölle ist schon eine sehr einfache Auslegung. Letzendlich geht es ja auch viel darum, sich eigene Fehler einzugestehen und darüber nachzudenken.

Kommentar von Giustolisi ,

Man kann es auch so sehen, dass die Religion Leitsätze und Hilfe liefert für Menschen die positives bewirken wollen.

Das ist es ja. Ich kenne Atheisten, die Positives bewirken und Religion scheint dafür nicht erforderlich. Das versprechen vom Leben im Paradies und die Drohung mit Bestrafung ist höchstens Motivation für die, die sonst nichts Gutes täten, der Rest braucht diese Art der "Motivation" nicht.

Das mit Himmel und Hölle ist schon eine sehr einfache Auslegung. 

Ich glaube ja nicht daran, aber eben viele Christen.

Antwort
von bekind, 86

ich bin zum glauben, eher gesagt zum "übersinnlichen" gekommen weil ich vor bald einem jahr einen wunsch hatte den man ohne übersinnliches nicht verwirklichen kann. es hat monate gedauert bis ich alles verstehen und wirklich fühlen konnte. es gibt kein falsch und richtig, es geht nur darum den glauben zu finden mit dem man sich wohl fühlt und jeder glaube ist wahr.

Antwort
von NewKemroy, 49

Aufrichtiger Glaube entsteht durch eine mystische Erfahrung. Also jetzt nicht so ewas das man sich erarbeitet oder herbeigesehnt hat, sondern etwas dass einen wie der Blitz aus heiterem Himmel völlig unerwartet trifft.

Kommentar von DerBuddha ,

vielen trifft aus heiterem himmel und völlig unerwartet eine schlimme nachricht, z.b. der tod eines angehörigen.........und, glaubt man deshalb gleich an einen gott?.............*g*

Antwort
von hummel3, 35

Tja, wie entsteht wohl aufrichtiger Glaube? - Wenn nicht durch massive Indoktrination von außen - darin erkenne ich allerdings keinen "aufrichtigen" Glauben, dann nur durch das Studium und Prüfung der Inhalte einer Religion, auch im Vergleich zu anderen Religionen. Daraus ergibt sich im positiven Fall die persönliche Überzeugung von der Wahrheit und Richtigkeit einer bestimmten religiösen Lehre.

Antwort
von skyberlin, 48

Die Frage ist ja:

1 wie definiert man Glauben?

2. glaubt der Mensch überhaupt an etwas, wenn man es generalisierter verstehen will, als nur im Kontext von religiösem Glauben?

Selbstverständlich glauben alle Menschen an etwas, z.B. dass jetzt Sommer ist und die Bumen blühen. Wer mag das bezweifeln?

Das Spektrum an Glaubensmöglichkeiten ist so unendlich wie die Zeit, und das wissen wir Menschen. Das ist nicht nur Katalysator, sondern auch Ursache für Glauben.

Worauf sich der Glaube dann aufrichtig richtet, ist individuell und unerklärlich.

GLAUBE ich.

Antwort
von muhamedba, 56

Das habe ich eben zu einem anderen Thema geschrieben aber es passt auch hier rein.

Mit Wissen können wir definieren, was wahr ist. Für Muslime ist das
Wissen ist die Grundlage des Iman's. Wenn jemand jetzt z.B. schreibt
"die Wahrheit über den Islam" und dabei lügt, dann kann ich es, mit den
Quellen des Islams wiederlegen, aber dazu benötige ich Wissen. Ich kann
z.B. nichts zur Bibel sagen, wenn ich die Bibel gar nicht kenne. Einige
würden es trotzdem tun, weil Sie nicht nach der Wahrheit suchen.

Die
meisten von ihnen gehen nur Vermutungen nach. Und Vermutungen helfen
hinsichtlich der Wahrheit nichts. Allah weiß Bescheid über das, was sie
tun.

10:36
Aber nein! Sie erklären etwas als Lüge, von dem
sie nichts wissen, und dessen (endgültige) Auslegung noch nicht zu ihnen
gekommen ist. Ebenso (wie sie) haben (schon) die, die vor ihnen lebten,
(unsere Botschaft) für Lüge erklärt. Schau nur, wie das Ende der
Frevler war!

10:39

Bei der Wahrheit gibt es keine zwei
Meinungen. Es kann die Wahrheit sein oder nicht, nichts dazwischen. Wenn
du Deutschland-Slowakei gesehen hast und dann liest "Slowakei hat
gewonnen", dann ist es nicht die Wahrheit - vor dem Spiel hätte es aber
die Wahrheit sein können, du hättest zu diesem Zeitpunkt nicht das
Gegenteil beweisen können. Wenn du aber auch nach dem Spiel nicht weißt,
wie das Spiel ausgegangen ist, dann könnte es trotzdem die wahr sein -
du musst eben mit Wissen das Gegenteil beweisen können.

"Allah
schämt sich nicht, irgendein Gleichnis zu prägen, sei es auch nur mit
einer Mücke oder von etwas Höherem. Diejenigen nun, die glauben, wissen,
daß es die Wahrheit ist (und) von ihrem Herrn (kommt). Diejenigen aber,
die ungläubig sind, sagen: ""Was will denn Allah mit einem solchen
Gleichnis?"" Er führt damit viele irre. Aber er leitet damit (auch)
viele recht. Und nur die Frevler führt er damit irre."

2:26

Das
z.B. habe ich immer falsch verstanden oder besser gesagt nur teilweise
verstanden. Dabei wird genau das angesprochen, wovon ich hier
spreche."mit einer Mücke oder von etwas Höherem" ist falsch übersetzt,
weil es nicht verstanden wurde. Eigentlich müsste da stehen "mit einer
Mücke oder dem was auf ihr ist" und dank dem Koran können wir das
überprüfen (die Wortwahl).

Vor ein paar Jahren hat die Wissenschaft das entdeckt:
http://i.imgur.com/hmLTp4X.gif (Animation um es besser zu
verdeutlichen). Schau dir die Übersetzung an, den verbesserten Satz und
denk ein wenig nach. Kann ein Mensch, der nicht lesen und schreiben
konnte, so etwas gewusst haben? Vor 1400 Jahren? Wenn ja, dann suchst du
weiter und wenn die weitere Suche dir nicht genug beweise bietet, dann
such nach Fehlern, um das Gegenteil zu beweisen.

„Die
Zeit rückt näher, das (göttliche) Wissen wird hinweg genommen, die
Wirren werden offenkundig sein, die Geizigkeit wird überall anzutreffen
sein, und der Haradsch wird sich vermehren.“ Die Leute fragten: „Was ist
ein Haradsch?“ Der Prophet sagte: „Der Mord!

Sahih Muslim Nr. 4827
„Wahrlich,
Allah nimmt das Wissen nicht hinweg, indem Er es aus dem Gedächtnis der
Menschen herausreißt, sondern Er nimmt das Wissen hinweg, indem Er die
Gelehrten sterben lässt; und wenn keiner von ihnen übrig bleibt, dann
nehmen die Menschen unwissende Köpfe in Anspruch, welche gefragt werden
und ein Urteil geben, bei dem jegliche Grundlage des Wissens fehlt.
Somit werden sie selbst abirren und aber auch die Menschen in die Irre
führen.“

Sahih Muslim Nr. 4828
"Zu den Vorzeichen der
Stunde gehört, daß das (göttliche) Wissen verschwindet, die Unwissenheit
herrscht, der Alkohol gewöhnlich getrunken und die Unzucht (Zina)
offenkundig wird."

Muslim Nr. 4824

Für mich
persönlich gibt es keinen Zweifel, es gibt so viele Dinge, welche wir
vor ein paar Jahren nicht verstanden haben und durch das Wissen von
heute bestätigen können. Ob es das Beispiel mit dem Eisen ist oder ein
anderes - wer es nicht hören will, wird es leugnen und leider auch oft
ohne Wissen aber einen Moslem sollte das nicht stören, da er nach diesem
Leben erklären muss, wieso er das getan hat. 

Hier würde ich aber noch etwas zum Punkt "Angst" schreiben. Die Angst vor Gott ist nicht die Angst, welche wir eigentlich kennen. Im Grunde wird uns die Wahl gelassen und jeder wird sich mal im Leben die Frage stellen "was mache ich hier, wieso bin ich hier, wie komme ich hier hin und was passiert, wenn ich diese Welt verlasse?". Durch den Glauben an Gott habe ich die Angst in diesem Leben verloren. Erst einmal gibt es auf dieser Welt keine Gerechtigkeit, wie auch? Wir müssten alle gleich groß sein, die Temperatur müsste an jedem Ort gleich sein, warum sollten Frauen so ein Leid bzw. Schmerz ertragen müssen, bei der Geburt, und Männer nicht, usw. usf.

Antwort
von SandraKathleen, 59

Ich denke, Du hast recht, es gibt einen "gewissen Punkt", an dem sich Glaube manifestiert.

Als einfachste Antwort erscheint mir ein Ausspruch Heisenbergs:

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, doch auf dem Grund des Bechers wartet Gott.

Mit der tieferen Erkenntnis in einem Fachgebiet erfährt man, wie auch Albert Einstein es erkannte, dass man nichts weiß oder nur sehr wenig.

Wenn man dann das gesamte Gefüge der Welt betrachtet, ist die Akzeptanz eines Schöpfers oder ein tiefer Glaube die logische Folgerung.

Aber dafür muß man den Sachen auf den Grund gehen wollen, Du bist also auf dem besten Wege, höre nie auf zu fragen und zu suchen; vielleicht stellt sich dann auch bei Dir Glaube ein.

Alles Liebe, Sandra

Kommentar von Tragosso ,

Das war nicht Ziel meiner Frage. Ich suche keinen Glauben, ich interessiere mich bloß dafür. Es gibt keinen Grund für mich anzunehmen, dass eine höhere Macht existiert und es beeinflusst mein Leben nicht.

Kommentar von stine2412 ,

Tragosso, du hast aber gefragt, wie ein aufrichtiger Glaube entsteht. Das ist dir von Sandra erklärt worden. Ich möchte noch etwas hinzufügen, obwohl du keinen Glauben suchst, aber die Antwort darauf, warum andere das können.

Wenn sogar Wissenschaftler es vermögen, hinter den Naturgesetzen einen Schöpfer zu sehen, dann ist es für uns auch nicht so schwer. Und wenn man dann diese enorme Genialität wahrnimmt, dann fragt man sich vielleicht: Warum können wir das nur ein Menschenleben lang genießen und nicht ewig? Diese Antworten bekommen Gläubige aus der Bibel; es ist einfach logisch, dass der Tod nicht das endgültige Aus sein muß. Aber das interessiert dich ja nicht! Du stellst ja hier nur eine Frage!

Antwort
von saidJ, 7

Hallo
Die Überzeugung kommt davon das man sich mit der Religion intensiv außernander setzt und festellt das es die Wahrheit ist .
Dafür reicht es nicht wenn man über 5 Ecken mal hört das dies und jenes im Koran steht sondern da muss man sich selbst mal hinsetzten und die ganze Religion betrachten und zwar objektiv .
Ob es dir gefällt das man keinen Alkohol trinken darf oder keinen Sex vor der Ehe haben darf muss man dabei außen vor lassen und sich rein objektiv mit der Religion befassen .

Antwort
von DerBuddha, 24

es gibt keinen echten aufrichtigen glauben, warum?....ganz einfach....:

echte glaube kann nur dann entstehen, wenn man von selbst zu einer religion gefunden hat, diese vorher genau STUDIERT und ÜBERPRÜFT und dann erst aus echter eigener überzeugung heraus an diese religion glaubt weil er handfeste fakten und beweise gefunden hat dass sie wahr ist............ da jedoch bei einer echten überprüfung der religionen erkennbar ist, dass nämlich alles nur auf lügen aufgebaut wurde, kann niemand wirklich aufrichtig daran glauben, denn wenn er es doch tut und die wahrheit kennt, belügt er sich selbst.............

kennt er die wahrheit nicht und glaubt einfach nur, tut er es aus einem anderen grund, aber nicht aus überzeugung heraus, sondern weil er in diese religion hineingeboren wurde, dazu gezwungen wurde, aus einer laune heraus oder weil es angeblich alle tun............

und für die hardcor-fanatiker:

klar glaubt ihr, dass ihr aufrichtig glaubt........aber dass ist auch nur ein glaube............zudem ein falscher............*g*

denn komischerweise sind genau die hardcore-fanatiker die, die als erstes ihren glauben runterschrauben, wenn es um ihr eigenes leben und überleben geht............:)

Antwort
von comhb3mpqy, 7

Ich habe mich z. B. damit beschäftigt und nachgedacht. Ich gebe als Antworten auf andere Fragen auch Gründe/Argumente, um an Gott zu glauben. Wenn Sie sich für einige Argumente interessieren, dann können Sie mich in den Kommentaren fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente. Diese Argumente habe ich aber nicht von meinen Eltern.


Antwort
von PolanStronk, 80

Dieser "Glaube" ist dem Menschen (ob du glaubst oder nicht) angeboren. Er lässt sich schon bei kleinen Kindern finden (wenn auch nicht an einen spezifischen Gott). Dies überträgt sich dann entweder auf den Erwachsenen oder wird halt abgewöhnt.

Es liegt also einfach in der Natur des Menschen an etwas zu glauben.

Es gibt zu dem Thema ne tolle Dokumentation mit Morgan Freeman, die ich aber leider nicht auf Youtube finde. Ich glaube sie heißt : "Ist Gott eine Erfindung" (oder halt auf englisch wenn du das Original bevorzugst^^)

Kommentar von Herb3472 ,

Es mag sein, dass uns die Fähigkeit bzw. das Bedürfnis zu glauben angeboren ist. Dass der Glaube selbst angeboren ist, glaube ich nicht. Wir glauben in der Regel an das, was uns von frühester Kindheit an eingetrichtert wurde - bis wir unser Gehirn und unser logisches Denkvermögen einschalten.

Kommentar von PolanStronk ,

Kinder glauben von Natur aus an übermenschliche Mächte, es sei denn, man erzieht es ihnen ab. "Glaube" war bei mir (ausdrücklich) nicht auf den Glauben an Gott, sondern auf den Glauben an alles Übersinnliche bezogen (Was wiederum einen Glauben an einen Gott herbeiführen kann)

Kommentar von Giustolisi ,

Kinder glauben nicht von sich aus an übermenschliche Mächte.
Sie sind einfach nur leichtgläubig, das ist evolutionär bedingt.

Antwort
von Gatios, 88

Also wenn ich mir die ersten beiden Abschnitte von deiner Frage durchlese, frage ich mich, was du eigentlich für eine Antwort erwartest, denn mir kommt es so vor, dass du keine Antwort Akzeptierst die betreffend deiner Interpretation von *Glaube* entspricht. Deswegen, was für eine Antwort erwartest du?

Kommentar von Tragosso ,

Achso? Wo meinst du das zu erkennen? Ich habe extra gesagt, dass mich das Thema ineteressiert, ich es mir aber nicht vorstellen kann, weil ich diesen Glauben eben nicht habe. Ich möchte verstehen wodurch dieser Grundgedanke im Kopf entsteht, woher diese Überzeugung kommt und zwar dann, wenn sie einem eben nicht aufgezwungen wurde, sondern von selbst kommt.

Kommentar von Gatios ,

Zitat: 

Ich spreche nicht von anerzogenem Glauben in der Kindheit und schon gar nicht von Aufgezwungenem. Auch nicht von Menschen die nur aus Angst an etwas glauben und andere deswegen verurteilen, oder sich 'bewusst' dafür 'entschieden' haben an eine bestimmte Religion zu glauben, einfach weil sie ihm gefällt.


Aufgrund diesem Abschnittes von dir, bin ich der Meinung, dass du entweder diesen Absatz falsch formuliert hast, der Absatz eigentlich dort in der Form nicht stehen sollte, oder du eben doch eine bestimmte Antwort erwartest, weil du mit deinem ersten Absatz schon so gut wie jegliche Arten von *Glaube*, den Wind aus den Flügeln nimmst, verstehst du? :) 

Kommentar von Tragosso ,

Ich nehme deshalb einer bestimmten Art von Glauben den Wind aus den Segeln, weil ich diese Formen nicht für aufrichtigen Glauben halte. Das kann ein anderer anders als ich sehen und es mag sein, dass ich damit einige Formen des Glaubens direkt ausschließe. Aber mir geht es eben um das was ich als Fragetitel oben stehen habe.

Dass ein Kind glaubt, wenn die Eltern es ihm beibringen ist eine logische Konsequenz. Natürlich kann es diesen Glauben später ablegen, wenn es will aber erst einmal wird er übernommen und oft prägt er eben sein Leben. Er ist, meiner Ansicht nach, also nicht von sich aus entstanden, sondern wurde 'eingepflanzt'.

Ebenso bei Menschen die sich bestimmten Gruppierungen anschließen, einfach nur weil es gut klingt und nicht, weil sie wirklich daran glauben. Gerade bei Buddhismus heutzutage (in Deutschland) häufiger der Fall.

Kommentar von Gatios ,

Tut mir leid, aber ich sehe immer noch, dass dein erster Absatz einfach einem nicht die Möglichkeit gibt, dementsprechend zu Antworten. 

Sei mir also nicht böse, ich werde deinen ersten Absatz ignorieren, damit ich die Frage beantworten kann, ob es deiner Meinung nach richtig von mir ist und ob die Antwort dir geholfen hat, das entscheidest ja du dann. :)

Bei mir war es so, dass ich in meinen Glauben hineingeboren wurde, jedoch mit diesem wenig zutun hatte, sprich, ich wusste nicht wozu er da war, was er macht, was er zu bedeuten hat, welche Kausalitäten dahinter stecken und welche Bedeutungen dahinter stecken.

Das hatte zur folge, dass dieser Glaube einfach lange Zeit in meiner Umgebung war, von mir aber nie wirklich wahrgenommen wurde. 

Ob Eltern, Verwandte , Freunde diesen Praktiziert haben oder nicht war mir genauso egal, sprich: wenn du es machen willst, dann mach es doch, ich habe nichts dagegen. 

Irgendwann jedoch stellt man sich Fragen und wenn man sich Fragen stellt, dann sucht man Antworten. Also habe ich in verschiedenen Religionen, Philosophien und Weltanschauungen geforscht und diese auch erforscht. 

Letztendlich bin ich dann aus rationaler Überzeugung doch wieder an meinen Angeborenen Glauben gekommen, jedoch nicht aufgrund von anderen Menschen, oder meiner Umgebung, sondern aus eigener Studie, wenn man das so sagen kann.

Hab mal versucht das neutral zu schreiben, ob es dir hilft, weiß ich nicht und wenn nicht, dann tut es mir leid, dass du alles lesen musstest. 

In dem Sinne, schönen Abend noch (oder Nacht) :)

Kommentar von ThomasJNewton ,

Weil du dir nicht vorstellen kannst, dass Menschen aus anderen Gründen glauben.

Oder es nicht wahrhaben willst.

Außerdem interessiert deine Meinung im Zweifel niemanden.

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