Frage von xJoshyx, 21

Wie entstehen Tropfsteinhölen (chemisch)?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von vach77, Community-Experte für Chemie, 10

 Im Laufe vieler Jahre wird der wasserunlösliche Kalk, das Calciumcarbonat (z.B. in den Kalkalpen), durch Wasser und Kohlenstoffdioxid in wasserlösliches Calciumhydrogencarbonat umgewandelt. Dieses ist dann im Quellwasser enthalten.

CaCO₃ + H₂O + CO₂ --> Ca(HCO₃)₂

Da jetzt ein Teil des Kalks aus dem Berg verschwindet, entstehen Hohlräume (Höhlen). Durch einen Luftzug in den Höhlen verdunstet Wasser. Das darin gelöste Calciumhydrogencarbonat wandelt sich wieder in Kalk um, und es entstehen die Tropfsteine (Stalaktite bzw. Stalgmite). Die Reaktionsgleichung (siehe oben) läuft jetzt rückwärts ab.

Übrigens: Wird hartes Wasser, es enthält u.a. viel gelöstes Calciumhydrogencarbonat, erhitzt, so läuft ebenfalls diese "Rückwärtsreaktion" ab, und es bildet sich im Kochtopf der "Kesselstein" (Kalk).

Expertenantwort
von indiachinacook, Community-Experte für Chemie, 8

Das Wasser in so einer Trpfsteinhöhle kann ein bißchen Kalk lösen. Das geht deshalb, weil es CO₂ gelöst hat und deshalb eine Spur sauer reagiert.

Wenn das Wasser aus dem Gestein tritt (an der Decke der Höhle), dann hängen die Tropfen dort herum, und das CO₂ kann aus­gasen (es ver­duftet sich in die Atmo­sphäre). Deshalb kann das Wasser weniger Kalk lösen als zuvor. Der über­schüssige Kalk scheidet sich ab und bleibt an der Decke kleben.

Wenn die Wasseradern so verlaufen, daß die Tropfen immer an derselben Stelle an die Luft kommen, dann sammelt sich der Stein im Lauf der Jahre zu einem Stalaktiten.

Antwort
von Striker310501, 13

Weiß jetzt nicht ob du das mit chemisch meintest aber: durch die Decke sickert Wasser. Im Wasser ist Kalk. Davon bleibt bei jedem tropfen ein bisschen hängen. Nach ca sau lang hat man dann nen mega Kalk Batzen an der Decke.

Kommentar von xJoshyx ,

so ungefähr meinte ich das - Aber trotzdem danke :)

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