Frage von MicroSt4r4, 156

Wie entstehen supermassereiche Schwarze Löcher?

Hallo, letztens hatten wir das Thema 'Schwarze Löcher' im Unterricht. Ich weiß, dass normale Schwarze Löcher durch eine Supernova entstehen oder wenn 2 Sterne zusammenstoßen.

Jetzt habe ich gestern mitbekommen, dass es noch sog. supermassereiche Schwarze Löcher gibt. Enstehen diese in der selben Art wie die normalen Schwarzen Löcher?

Wie kann man sie überhaupt sehen oder entdecken, wenn sie überhaupt kein Licht erzeugen, da die Schwerkraft ja so enorm stark ist, dass die Lichtstrahlen von ihrer Bahn abgelenkt werden ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SlowPhil, Community-Experte für Mathematik & Physik, 51

Wie sie genau entstehen und ob sie überhaupt alle auf dieselbe Weise entstehen, ist meines Wissens nicht bekannt und wird es vielleicht auch nicht sein.

Als sicher gilt, dass derartige SL vor allem in Galaxienkernen zu hause sind, wo die Materiedichte ungleich größer ist als in unserer "Ecke" der Galaxie. Das gilt auch für supermassive Sterne geringer "Metallizität"¹), wie sie die Frühzeit unseres Kosmos dominiert haben sollen und es sie nicht mehr gibt, weil diese Sterne enorm kurzlebig waren.

Da mögen sich in einem Gebiet, aus dem später mal die Bulge (das ist dieses "Eigelb", das die Zentren der Milchstraßensysteme bildet und vorwiegend aus alten Sternen besteht) unserer Milchstraße hervorgehen sollte, einige derartige Sterne frühzeitig schon explodiert und kollabiert sein, Schwarze Löcher bildend, die sich dann rasch zusammengeschlossen haben. Es liegt nahe, dass praktisch alle regulären Galaxien ein derartiges SL als dominierende Zentralmasse haben und das sogar damit zusammenhängt, dass sie überhaupt regulär sind.

Entdecken kann man sie indirekt. Sie sind von Sternen umgeben, die sozusagen eine Keplerbahn um "nichts" beschreiben - also, nichts Sichtbares. Dabei erreichen sie große Geschwindigkeiten, was auf eine enorme Masse auf verhältnismäßig kleinem Raum schließen lässt.

..., da die Schwerkraft ja so enorm stark ist, dass die Lichtstrahlen von ihrer Bahn abgelenkt werden?

Lichtstrahlen ablenken kann jede Masse, nur natürlich längst nicht so stark. SL sind die einzigen Objekte, die kompakt genug sind, um von Licht, das in ihrer Nähe emittiert wurde, mehrfach umrundet zu werden. Selbst Neutronensterne scheinen dafür nicht kompakt genug zu sein. Außerdem sind die auch sehr heiß und hell, sodass man nicht wird beobachten können, was sich in ihrer Umgebung abspielt.

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¹) Damit ist gemeint, dass sie praktisch keine Elemente außer den beiden ersten, Wasserstoff und Helium, enthalten. Der Einfachheit halber nennt der Astronom diese Elemente pauschal "Metalle", sogar ausgesprochene Nichtmetalle wie Sauerstoff.
Wasserstoff, das im Inneren von Planeten wie Jupiter tatsächlich metallisch wird, wird hingegen nicht so bezeichnet.

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Ich hätte noch eine Frage zu der Masse bzw. zu der Materialdichte die du beschrieben hast.
Du sagst eine "dominierende Zentralmasse", gibt es eine maximale Masse bzw. Dichte die so ein SL annehmen kann ?
Denn ich habe neulich in einem Artikel gelesen das in der Krümmungssingularität in welcher glaube ich die ganze Masse des SL ist, die Dichte unendlich sei/ist.
Aber wie soll das bitteschön möglich sein ?

Entschuldigung schonmal vorab falls ich mich in irgendeiner hinsicht falsch ausdrücke, das Thema jedoch, finde ich unheimlich interessant und lässt mich nicht mehr los.

Gruß!

Kommentar von SlowPhil ,

Denn ich habe neulich in einem Artikel gelesen das in der Krümmungssingularität in welcher glaube ich die ganze Masse des SL ist, die Dichte unendlich sei/ist.

Ich glaube nicht, dass in diesem unserem Universum etwas den "Wert Unendlich" annehmen kann. Selbst in der Mathematik, die ja Strukturen beschreiben kann, die in der Natur nicht vorkommen, steht ∞ keinesfalls je für eine konkrete Zahl, sondern symbolisiert lediglich, dass eine Größe unendlich ist (etwa die Dimension von Funktionenräumen) oder über alle Schranken wächst.

Unendlichkeiten im Sinne unendlicher Kardinalzahlen oder aber im Sinne der Nichtstandard-Analysis werden anders bezeichnet.

In der Physik sind echte aktuale Unendlichkeiten zumindest nicht bekannt. Natürlich ist die Spitze eines Kegels ein Punkt mit unendlicher Krümmung, da der Krümmungskreis mit dem Punkt identisch ist, aber ein Kegel in dem strengen Sinne existiert nicht als realer Körper aus Materie, sondern auch wieder nur mathematisch, als Teilmenge des ℝ³.

--

Du sagst eine "dominierende Zentralmasse", gibt es eine maximale Masse bzw. Dichte die so ein SL annehmen kann?

Eine maximale Masse oder ein physikalischer Grund dafür, dass es eine solche geben könnte, ist nicht bekannt - von der Masse des gesamten Kosmos einmal abgesehen. Deshalb hat man ja einmal angenommen, der Kosmos werde in ein solches zusammenfallen.

Das Innere eines Schwarzen Lochs ist im Grunde auch ein kollabierender Kosmos oder eine kollabierende Region des Kosmos, denn die Radialkoordinate r in der Schwarzschildmetrik (sie beschreibt genau genommen nur kugelsymmetrische Schwarze Löcher mit Drehimpuls und Ladung 0)

(1) c²(dτ)² = c²(dt)²(1−2µ/r) − (dr)²/(1−2µ/r) − r²(dθ)² − r²·sin²(θ)(dφ)

(mit der Eigenzeit τ dem Gravitationsradius µ = GM/c²) ist für r < 2µ zeitartig, und zwar , d.h. der Schwarzschildradius 2µ ist nicht etwa der radiale Abstand zwischen Zentrum und Ereignishorizont, sondern eine Fläche mit dem Inhalt 4π·4µ².

Dominierende Masse bedeutet, dass das Supermassive Schwarze Loch im Zentrum einer Spiralgalaxie gleichsam als "Ordnungsmacht" innerhalb der Galaxie in Erscheinung tritt, die näherungsweise kelpersche Bahnen ermöglicht, was vielleicht von Vorteil ist, wenn man einen Planeten mit über Jahrmilliarden halbwegs stabilen Verhältnissen braucht.

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Bei der Formel setzt mein Wissen leider aus.
So lange beschäftige ich mich noch nicht damit, aber vielleicht gelingt es mir in später Zukunft auch auf so einem tollen Niveau sich über Atrophysik zu unterhalten wie du es tust. :)

Vielen Dank für deine Zeit!

Kommentar von SlowPhil ,

Die Formel sieht wilder aus als sie ist. Du kennst vielleicht die kartesischen Koordinaten x, y, und z alias x₁, x₂ und x₃, mit denen man eine Position im 3D-Raum beschreiben kann.

Im Rahmen der klassischen Mechanik im Newton'schen Grenzfall ist t einfach ein Parameter, der mit x₁, x₂ und x₃ an sich nichts zu tun hat.

Außerhalb des Newton'schen Grenzfalls, also wenn v≪c nicht mehr gewährleistet ist, zeigt sich, dass dies nicht haltbar ist. Es gibt Beziehungen zwischen (ct) (c ist die Vakuumlichtgeschwindigkeit) und x₁, x₂ und x₃, die denen der Raumkoordinaten untereinander ähneln. Daher setzt man

(1) ct =: x₀.

Die Lorentz-Transformation ist eine Art Drehung in der Raumzeit; wie eine Drehung im Raum die Größe

(2) r² = x₁² + x₂² + x₃³

invariant lässt (die Wurzel daraus ist die Entfernung zum Ursprung), so lässt die Lorentz-Transformation die Größe

(3) (cτ)² = x₀² − (x₁² + x₂² + x₃³) = x₀² − x₁² − x₂² − x₃³

invariant. Falls diese Größe positiv ist, lässt sich τ als Eigenzeit interpretieren.

...

Kommentar von SlowPhil ,

Jetzt haben wir also kartesische Koordinaten im Raum und in der Zeit behandelt. Die Zeit ist keine Raumdimension wie die anderen, sondern nimmt eines Sonderstellung ein, was durch den Index 0 verdeutlicht werden soll.

Wie bei einem räumlichen rechtwinkligen Dreieck der Satz des Pythagoras gilt, und die Summe der Kathetenquadrate das Hypotenusenquadrat sind, so ist das bei einem raumzeitlichen rechtwinkligen Dreieck die Differenz der Quadrate.

Im Raum wie auch in der Raumzeit kann man auch krummlinige Koordinaten benutzen, um die Position anzugeben, wie man dies auf der Erde mit geographischer Länge, geographischer Breite und Höhe über Normalnull tut.

Die sog. sphärischen Koordinaten r, ϑ (auch θ, "theta") und φ (auch ϕ, "phi") verwenden statt der Höhe über Normalnull die Koordinate r, die im "flachen" Fall der Abstand vom Ursprung, auf jeden Fall aber markiert r eine Umkugel von 4πr² Fläche.

Die Koordinate ϑ ersetzt die geographische Breite; sie ist 0 am "Nordpol" der Kugel (auf der +z-Halbachse), 90° bzw. π/2 am Äquator und 180° bzw. π am "Südpol" (auf der –z-Halbachse).

Die Koordinate φ steht für den Azimut oder die geographische Breite, geht aber anders als diese von 0 bis 2π (Auf der Erde der 180. Grad westlicher oder auch östlicher Länge).

Eine kleine Verschiebung ds lässt sich in diesen Koordinaten durch

(1) |ds› = (dr; r·dϑ²; r·sin(ϑ)·dφ)

ausdrücken, mit dem Betrag, also der gegenüber Drehungen invarianten Weglänge

(2)  ds = √{(dr)² + r²·(dϑ)² + r²·sin²(ϑ)·(dφ)²}.

In der Raumzeit ist natürlich die Länge

(3) cdτ = √{c²(dt)² – (dr)² – r²·(dϑ)² – r²·sin²(ϑ)·(dφ)²}

invariant gegenüber der Lorentz-Transformation. Lass Dich nicht vom mathematischen Ausdruck irritieren, es ist im Prinzip dasselbe wie im vorigen Kommentar, nur in krummlinigen, nämlich sphärischen Koordinaten. Dies ist, wohl bemerkt, der "ebene" Fall, also ohne nennenswerte Krümmung der Raumzeit oder gar des Raumes.

...

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Das macht es ein wenig verständlicher, wenn auch trotzdem immer noch komplex. Danke für deine Mühe !

Antwort
von NutzlosAlpha, 45

Hey,

wie dir bereits von anderen Usern hier mitgeteilt wurde, ist es nicht bekannt, woher supermassive schwarze Löcher stammen.Ein paar Informationen wurden dabei aber unterschlagen.

Es gibt verschiedene Ansätze, woher supermassive schwarze Löcher stammen. Sicher ist, dass ihre Entstehungsgeschichte mit der Evolution der
Galaxien Zusammenhängt.

Eine Möglichkeit ist, dass die erstenschwarzen Löcher aus den Population III Sternen des jungen Universums hervorgegangen sind. Sie wären dann grundsätzlich nicht anders entstanden als heutige stellare schwarze Löcher und im Laufe der Zeit immer weiter angewachsen.

Eine andere Möglichkeit ist es, dass die Materieansammlungen im frühen Universum  direkt zu schwarzen Löchern kollabierten, ohne zunächst Sterne zu bilden.

Je nachVersion hätten das Eine das Andere bedingt. In Version 1 hätten sich
zuerst die kleinsten Zwerggalaxien gebildet aus deren Sternen dann die
ersten schwarzen Löcher hervorgegangen wären. In Version 2 hätten die
bereits entstandenen schwarzen Löcher sozusagen als Keime für die ersten
Galaxien gedient.

Grundsätzlich gilt, dass schwarze Löcher bei Aufnahme von Materie und Energie sowohl an Masse als auch an Größte gewinnen. dies schließt die Verschmelzung von schwarzen Löchern mit ein.Es entsteht dann ein entsprechend größeres schwarzes Loch.

Supermassiveschwarze Löcher stellen dabei die Extremform dieses Prozesses dar. Durch etliche "Fütterungen" mit Sternen, Gas, Asteroiden oder haste nichjesehen, konnten sie enorm an Masse zulegen. Daher auch der Name.

Schwarze Löcher werden nicht zwangsläufig durch den Gravitationslinseneffekt entdeckt, auch wenn dies eine Möglichkeit ist.

SagittariusA*, das zentrale schwarze Loch der Milchstraße kann man auch und vor allem durch die Bewegung naher Sterne sehen. Einige Sterne werden dabei in ihrer Periapsis auf 2% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und
fliegen um ein Gebiet, welches völlig dunkel ist. Die einzige Erklärung
dafür ist ein schwarzes Loch, denn jede Form von gewöhnlicher Materie
müsste bei einer derartigen Konzentration hell strahlen.

Was den Gravitationslinsen- bzw. Krümmungseffekt angeht, so bist du vermutlich dem Gerücht zum Opfer gefallen, dass alles unweigerlich vom schwarzen Loch eingesaugt wird. Dem ist aber nicht so.

Schwarze Löcher sind gewöhnliche Schwerkraftobjekte wie Sterne, Planeten oder was auch immer. Der maßgebende Unterschied ist, dass ein schwarzes Loch seine Masse auf einem viel kleneren Raumgebiet hat, als ein Objekt mit
gleicher Masse, welches kein schwarzes Loch ist.

Wenn du es beispielsweise einen Stern und ein schwarzes Loch mit jeweils 10 Sonnenmassen hast, so gibt es für einen Beobachter in einer gewissen
Entfernung keinerlei Unterschied in der Stärke der Gravitation. Ein
Unterschied ist nur dann feststellbar, wenn sich der Beobachter dem Loch
soweit annähert, dass seine Entfernung geringer ist, als der Radius des
Referenzsterns.

Dies ist deshalb möglich, weil ein schwarzesLoch mit 10 Sonnenmassen wesentlich kleiner ist, als ein Stern gleicherMasse. Zum Vergleich: Ein solches schwarzes Loch hätte einen Durchmesser von weniger als 60 km, ein einsprechender Hauptreihenstern hätte rund 15 Millionen km Durchmesser.

Grundsätzlich lenkt jedes Objekt mit Masse andere Objekte die sich durch den Raumbewegen ab,inklusive Licht. Alles was sich durch den Raum bewegt, folgt den Geodäten der Raumzeit. führt so eine Geodäte auf ein schwarzes Loch zu verschwindet das Teilchen auf nimmer Wiedersehen darin.

Allerdingsführen nicht alle Geodäten auf ein schwarzes Loch zu, manche werden auch einfach nur abgelenkt. In dem Falle fliegt das Licht eine Kurve,
ohne in dem Loch zu verschwinden. Das gilt wie gesagt auch für andere
Objekte. Tatsächlich wurde so die Richtigkeit der allgemeinen RT
nachgewiesen, als die Sonne den Lichtstrahl eines Sterns abgelenkt
hatte.

LG, NA

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Sehr ausführlich erklärt, vielen Dank dafür !:)

Mal angenommen unser Planet würde in die nähe eines SL kommen, würde es dann unseren Planeten genauso zerreißen und hell aufleuchten und würden wir das Merken oder wäre die Strahlung zu stark ?

Gruß!

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Sehr ausführlich erklärt, vielen Dank dafür

Gern geschehen!

Mal angenommen unser Planet würde in die nähe eines SL kommen, würde es dann unseren Planeten genauso zerreißen

Für das Zerreißen sind die Gezeitenkräfte verantwortlich, deren Stärke wiederum vom Abstand der beteiligtenMassen abhängt. Die Gezeitenkraft ergibt sich aus dem Gefälle der Stärke der Gravitation die auf einen Körper wirkt, zwischen der der Gravitationsquelle zugewandten und der abgewandten Seite (oh lol, ich hoffe, der Satz ist verständlich).

Simpel ausgedrückt heißt das, dass auf der Vorderseite die Gravitation stärker ist als auf der Rückseite, und die Differenz macht die Gezeitenkraft aus. Da die Stärke der Gravitation nicht linear ansteigt, ist diese Differenz umso stärker, je näher sich ein Objekt  an einer Gravitationsquelle befindet.

Große schwarze Löcher haben aus diesem Grund sehr viel kleinere Gezeitenkräfte als kleine, weil das Gefälle in der Stärke ihrer Gravitation sehr viel flacher ist. Aus diesem Grund könnte die Erde den Einfall in ein sehr großes schwarzes Loch unbeschadet überstehen.

Je kleiner ein schwarzes Loch ist, desto stärker ist das Gefälle, weswegen die Gezeitenkräfte umso stärker werden, je masseärmer das schwarze Loch ist. Deswegen würde die Erde in den meisten Fällen tatsächlich zerrissen werden. Ein schwarzes Loch müsste schon ausgesprochen groß sein, damit dies nicht so ist.

und hell aufleuchten und würden wir das Merken oder wäre die Strahlung zu stark ?

Ich bin mir recht sicher, wenn sich ein Planet unter deinen Füßen auflöst, würdest du das wohl mitbekommen. Was die Strahlung angeht, so setzt diese ja erst ein, wenn sich bereits eine Akkretionscheibe gebildet hat.

Wenn da also nichts war, was eine Akkretionsscheibe hätte bilden können, bevor die Erde ins schwarze Loch fällt, gibt es auch keine Strahlung, ehe nicht der Planet selbst zur Akkretionsscheibe wurde. Ob ein Mensch es überlebt, wenn sich sein Heimatplanet in ein ionisiertes Gas verwandelt, überlasse ich jetzt mal deiner Vorstellungskraft.

Und ja, hat der Planet sich erst aufgelöst, dann strahlt er auch ganz bestimmt. Das ist eines der Wesensmerkmale der ionisiertes Akkretionsscheiben um schwarze Löcher.

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Gibt es denn so viel mehr große SL als kleine ? Was definierst du als "klein" ?
Und ohne folgen stimmt doch auch nicht ganz oder ?
Ich meine, viele behaupten ja, dass wir als eine "Kopie" von uns selbst, also quasi als eine art Hologramm, ganz normal weiterleben. Oder alles was auf der Erde ist, langezogen werden könnte.
Spaghettifizierung.

Korrigier mich wenn ich falsch liege.
Gruß.

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Gibt es denn so viel mehr große SL als kleine ?

Es gibt mehr kleine als große, denn die großen entstehen ja zum großen Teil aus der Verschmelzung der kleinen. stellare schwarze Löcher stellen dabei logischerweise den größten Anteil dar, weil sie das Resultat von Supernovae sind.

Was definierst du als "klein" ?

Es ist weniger eine Definitionsfrage, als eine Frage des Kontexts, also in diesem Fall, ob die Erde zerissen wird oder nicht. Wenn ich in diesem Fall sehr sehr groß antworte, meine ich damit schwarze Löcher mit mehreren Milliarden Sonnenmassen, also die größten die wir kennen.

Ein schwarzes Loch wie das im Zentrum der Milchstraße wäre in diesem Zusammenhang klein - auch wenn es mit seinen 4,3 Millionen Sonnenmassen immer noch ein supermassives schwarzes Loch ist.

Im Vergleich mit stellaren schwarzen Löchern wäre das im Zentrum wiederum groß, denn stellare schwarze Löcher haben ja nur wenige Sonnenmassen.

Und ohne folgen stimmt doch auch nicht ganz oder ?

Dies bezog sich auf den Einfall in das schwarze Loch, bzw. das überschreiten des Ereignishorizonts. Natürlich würde im Innern der Weg zur Singularität fortgesetzt, früher oder später wirst du also dennoch zerstört.

Ich meine, viele behaupten ja, dass wir als eine "Kopie" von uns selbst,also quasi als eine art Hologramm, ganz normal weiterleben.

Sowas habe ich im Zusammenhang mit schwarzen Löchern noch nie gehört.

Oder alles was auf der Erde ist, langezogen werden könnte.
Spaghettifizierung.

Dies ist genau das, wovon ich sprach. Die Spaghettifizierung wird durch eben jene oben von mir genannten Gezeitenkräfte verursacht. Die Frage ist nur, ob dies inner- oder außerhalb des EH passiert.

LG

Antwort
von azmd108, 82

Das ist nicht eindeutig geklärt. Supermassereiche schwarze Löcher sind im Zentrum der meisten Galaxien zu finden, man geht davon aus, dass hier entweder mehrere schwarze Löcher verschmolzen sind, oder dass diese schwarze Löcher im Laufe ihres daseins einfach extrem viel Materie verschlungen haben.

Schwarze Löcher findet man eben genau aufgrund des von dir beschriebene Effekts der Ableitung von Lichtstrahlen, das kann man beobachten.

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Wie macht sich das denn erkennbar ?

Antwort
von AstroMark, 40

Ähhm welche Klasse bist du ? Denn in der Oberstufe würde man dieses Thema bestimmt einmal ansprechen.

Ein Schwarzes Loch entsteht, wenn ein Stern von 1,6 Sonnenmassen Kollabiert. Das heißt wenn seine Wasserstoff Vorräte aufgebraucht sind. 

Ich kenne mich selber Physikalisch damit nicht so gut aus ,aber ein Supermassenreiches Schwarzes Loch ist ein sehr Großes Schwarzes Loch was bis jetzt nur in Galaxienzentren bekannt ist. Ich weiß außerdem noch, dass die Masse von Schwarzen Loch Proportional zum Radius ist.

Also muss es zwei Möglichkeiten geben:

1. Ein sehr großer Stern der Kollabiert ist. ODER

2. Zwei oder mehr Schwarze Löcher , die miteinander verschmolzen sind.

Damit ist es nicht ganz geklärt ,aber Immerhin haben wir nun zwei Möglichkeiten ,die wir nicht ausschließen können.

MfG AstroMark (14)

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Spielt das eine Rolle welche Klasse ich bin ?
Fakt ist, dass ich selber schon weiß wie ein normales Schwarzes Loch entsteht ( Supernova = Wasserstoffvorräte aufgebraucht ), und was ein supermassereiche Schwarzes Loch ist.
Die Entstehung jedoch, ist, wie ich jetzt weiß, noch unerforscht.
Auf die erste Möglichkeit wäre ich auch selber gekommen und die 2te wurde bereits schon erwähnt.

Trotzdem danke für deine Mühe.

PS: 12 klasse ! ;)

Kommentar von AstroMark ,

ok gut in der 12-ten klasse kannst sogar du mir mehr beibringen XD

Frag am besten im Unterreich mal nach Lehrer mögen solch schlaue Fragen. Es sei denn es ist ein komischer Lehrer dann Finger weg !!! XD

Kommentar von scatha ,


Ein Schwarzes Loch entsteht, wenn ein Stern von 1,6 Sonnenmassen Kollabiert.

Ein Stern von 1,6 SM wird zu einem weißen Zwerg. Für ein schwarzes Loch muß der Stern viel schwerer sein.

Für einen Neutronenstern braucht es eine Masse von mindestens 1,4 Sonnenmassen, die nicht durch einen Strahlungsdruck kompensiert wird. Das geschieht, wenn im Inneren eines Sternes von ca. 3-8 Sonnenmassen die Kernfusion zum Erliegen kommt, weil das sich ansammelnde Eisen nicht mehr fusioniert werden kann. Wenn dieser Eisenkern in sich zusammenbricht, weil die Elektronen sich mit den Protonen zu Neutronen vereinigen (und das geschieht eben bei 1,4 Sonnenmassen durch den hohen Druck), entsteht eine Supernova, deren Energie aus der freiwerdenden Potentialenergie gepeist wird, und es bleibt ein Neutronenstern übrig.

Wenn der Neutronenstern dann schwerer als ca. 3 Sonnenmassen würde, -z.B. durch Aufsammeln weiterer Materie- würde er zu einem schwarzen Loch werden.

Manche sehr schwere Sterne hinterlassen schon bei der Supernova ein schwarzes Loch, aber über die genauen Daten streiten sich noch die Gelehrten.

Kommentar von AstroMark ,

Wie gesagt, kannst du mir in der 12ten Klasse mehr beibringen als ich wissen kann und verstehe. Deshalb wollte ich das auch wissen !!! Weil ich nicht weiß ob dein niveau Grundschule oder Oberstufe ist ! 

MfG AstroMark (14)

Antwort
von apophis, 47

Momentan wird die Entstehung noch erforscht. Ich meine gelesen zu haben, dass diese bei der Kollision zweier schwarzer Löcher entstehen, finde gerade aber leider keine passen Quelle mehr dazu.

Wie man schwarze Löcher nachweisen kann, schreibst Du in Deinem letzten Satz schon. Lichtstrahlen werden durch schwarze Löcher beeinflusst bzw. gekrümmt. Diese Krümmung wiederum kann man sehen.

Schwarze Löcher selber sieht man nicht, das hast Du ja schon richtig geschrieben, aber man kann ihre (vorallem gravitativen) Auswirkungen sehen / nachweisen.

Kommentar von MicroSt4r4 ,

Wie wird diese Krümmung dargstellt ?
Wie kann ich mir das vorstellen und in wie Fern wirkt sich das erkennbar aus ?

Kommentar von apophis ,

Ich würde es mal so beschreiben, als würdest Du (aus etwas Entfernung) durch eine Lupe oder einen Wassertropfen gucken. Das Bild ist an dieser Stelle verzerrt.

https://astrokramkiste.de/schwarzes-loch

Diese Seite erklärt das ganz nett und zeigt auch anschauliche Grafiken dazu.

Antwort
von Neutralis, 44

Schwarze Löcher "verschlingen" oft mehrere Sonnenmassen im Jahr, oder stoßen auf andere schwarze Löcher und "vereinen: sich. Nach einer Zeit können dann Supermassereiche Schwarze Löcher entstehen.

Kommentar von scatha ,

mehrere Sonnenmassen im Jahr

Das wäre dann schon ein Quasar, der heller als eine ganze Galaxie strahlt.

Antwort
von yandx, 50

So weit ich weiss entstehen die auf die selbe Weise.

Antwort
von achimhausg, 5

Sie entstehen dadurch, daß ein normales schwarzes Loch nunmal immer weiter Materie anzieht, ihm nichts entfliehen kann und es so immer massereicher wird.

Denken Sie z.B. an das schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße, um die unsere Spiralgalaxis kreist, und  wobei unsere Galaxis im Prinzip nur einen Strudel von Sternen darstellt, die dabei sind in diesem schwarzen Loch zu verschwinden.

VLT hat  dies Zentrum der Milchstraße erforscht.

Hier können Sie sich anschauen, wie unser Zentrum der Milchstraße von Sternen umtanzt wird, sie aufsaugt und wächst und wächst und wächst ....

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