wie entstehen messies?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich denke mal, da kommt einiges zusammen. Sammelwut, die vielleicht mal als Hobby oder als Sammlung von Erinnerungen angefangen hat und keine Systematik hat/te - alles Neue wird irgendwo zum alten gestellt, ohne dass es einem dekorativen Zweck dient oder man durch eine Systematik die Sachen schnell finden kann. 

Aus Angst vor Verlusten (von Erinnerungen bzw. Dingen, an denen man emotional hängt) wird nichts weggeworfen, irgendwann entsteht Platzmangel, es kann nicht mehr alles in Schränke oder Regale sortiert werden. Weil man es auch nicht wegwerfen will, weil es "zu wertvoll" ist, oder man sich nicht entscheiden kann, was eigentlich wertvoll ist und was wegkann, nutzt man andere Flächen: Tische, Boden, Platz vor Schränken (so dass man deren Tür nicht mehr aufbekommt) und im schlimmsten Falle auch Orte wie die Badewanne. Weil man jetzt alles vollgestellt hat, verliert man zunächst mal den kompletten Überblick über seine Sachen (wenn der Schrank blockiert ist, weiß man irgendwann nicht mehr, was darin ist) und hat immer größere Probleme mit dem Putzen (wenn alles vollgestellt ist, wird es schwierig, den Boden oder Oberflächen zu säubern, weil es keine alternative Ablage für die Sachen gibt).

Weil man so den Großteil seiner Sachen lange nicht sieht, und der andere Teil, wenn man mal eine Auf-/Ausräumaktion startet, intensive Erinnerungen an die Vergangenheit oder Pläne und Hoffnungen - die Hobbyausrüstug, die man sich gekauft hatte, weil man irgendwann das Hobby ausüben wollte - weckt, wird es immer schwieriger, zu entscheiden, was weg kann und sich von Dingen zu trennen. Hat man erst mal den Boden eines Zimmers komplett in Beschlag genommen, kann man mMn nur noch alles komplett wegwerfen (lassen), denn es überwältigt einen, zu entscheiden, was weg kann. Oft kann man dann nicht mehr zwischen Müll und Brauchbarem unterscheiden (Müll könnte Erinnerungswert haben, z.B. Stoffe, aus denen man mal etwas nähen wollte oder der alte Bilderrahmen von Opa Gerhard). Jede Aufräumaktion endet in Erinnerungen. Jedes Teil könnte man noch gebrauchen (besonders, wenn man wenig Geld hat und es nicht mehr nachkaufen könnte). Jedes Teil könnte man auch noch verkaufen. Oder es ist sinnlos, das wegzuwerfen, wenn man es doch in einem Jahr vielleicht noch braucht.

Zudem ist der Boden ja jetzt voll und es gibt keine Aufräummöglichkeit mehr. Man gewöhnt sich also entweder an den Zustand, oder lässt einen Raum frei und macht die anderen Zimmer zu (das kennen viele von Keller oder Dachboden - alles steht voll, aber man räumt dort nie aus). Öffnet man die Zimmer mal, geht man entweder überwältigt sofort wieder raus oder schwelgt in Erinnerungen, beides führt nicht zum Auf-/ Ausräumen.

Ich denke mal, viele kennen das von irgendeinem Bereich ihres Lebens: Das überquellende Bücherregal, der Kleiderschrank, aus dem man nichts wegwerfen will, die immer größer werdende Hobbysammlung. Messies machen das nun in JEDEM Bereich ihres Lebens und können nicht unterscheiden zwischen Wichtigem und Unwichtigem. Normalerweise kann man z.B. die Hobbysammlung weggeben, wenn man das Hobby seit mehreren Jahren nicht mehr ausgeübt hat oder man merkt irgendwann, dass man bestimmte Bücher nie liest, bestimmte Kleidung nicht trägt, sie zu klein geworden oder aus der Mode gekommen ist und startet eine Ausmist-Aktion. Für den Messie ist aber ALLES potentiell wertvoll, ALLES könnte sein Lieblingsstück sein. Zudem kann er nicht (mehr) aufräumen, weil Platz fehlt - Platz im Schrank, Platz auf dem Boden, Platz für neue Möbel etc.

Normale Menschen beschließen irgendwann, dass der ganze Kram jetzt wegkommt (die Schulunterlagen, die Kleider vom Sommer 2000, die alten Bücher, alles, was man von Oma Gerad geerbt hat bis auf ein paar alte Fotos). 

Messies können das nicht.

Für Messies wäre das so, als ob man ihnen vorschlagen würden, ihre gesamte Wohnung komplett leerzuräumen. Sie wären dann arm, hätten gar nichts mehr. Jedes Teil ist gleich wichtig.

Eventuell würde es helfen, wenn jemand für sie ausmistet oder sie mal einen Feuerschaden etc. hätten und wirklich alles weg wäre. Aus den Augen, aus dem Sinn. Die Entscheidung, was weg soll, bliebe ihnen dann erspart. Man kennt das von sich selbst: Man möchte viele Bücher/ Kleider nicht weggeben, aber wenn sie mal wegkämen, würde man sie nicht ersetzen. Theoretisch sind sie also überflüssig, nur man kann sich nicht zum Abgeben entscheiden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hierzu - was ist ein Messie:

Messie-Syndrom - Spektrum der Wissenschaft

www.spektrum.de/ratgeber/messie-syndrom/1018463
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Entstehen"?

sie sind es höchstens?

Informiere dich erst mal, was "Messies" überhaupt sind!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Daddelpaalme
07.06.2016, 09:58

Messies sind Leute, die für Barcelona Tore schießen

2

Messies sind keine Dinge die entstehen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also, äh, kennst du Bienen und Blumen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

das ist eine krankheit sie können einfach nichts wegwerfen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung