Frage von Zuckerwattemaus, 45

Wie entstehen eigentlich Doppelspitzen bei den Haaren?

Oder spliss der wie man es nennen kann. Wie kann man das verhindern?

Antwort
von BigLittle, 9

Spliss entsteht durch zu häufigem Waschen mit agressiven Shampoos, Fönen mit hohen Temperaturen und chemischen Behandlungen wie Dauerwelle, Glätten, Färben etc. Wenn das Haar bereits Spliss aufweist, dann hilft nur die Scheere um die betroffenen Haarspitzen zu entfernen, bevor das Haar sich auf ganzer Länge spalten kann. Spliss-kuren oder -shampoos sind nur ein Marketinggag. Sie können das Haar nicht reparieren, sondern kleistern nur die gespaltenen Haare wieder zusammen. So richtig gut kann das aber dem Haar nicht tun. Das Beste gegen Spliss ist der schonende Umgang mit dem Haar, damit dies nicht durch die kosmetischen Behandlungen zu sehr geschädigt wird. Die ganzen Shampoos mit den vielen Versprechungen sind allesamt nur Makulatur, da sie alle nur säubern können. Wunder kann keins dieser Wundershampoos bewirken! Sie verkleistern höchstens die Haare und belasten die Umwelt unnützerweise, denn die meisten Bestandteile der Wunderhaarpflegemittel sind, wenn überhaupt nur sehr schwer abbaubar. Den Spliss kannst Du selbst entfernen, indem Du das Haar Strähnenweise zusammendrehst und die abstehenden Haarspitzen abschneidest. Das nennt sich Spliss-Cut-Schnitt.

Antwort
von FlyingCarpet, 21

Gute Pflege (siehe Website "Kupferzopf") und regelmäßig Spliss schneiden.

Antwort
von rebe99, 27

Es gibt anti spliss Shampoo's die du verwenden kannst.
Achte auch darauf, das du nicht zu heiss Föhnst oder besser gar nicht.
Pflege dein Haar mit einer Kur und Öl.
Nach dem Haare waschen das nasse Haar nicht rubbeln mit einem Tuch ( nur abtupfen).
Wenn du stark spliss hast, geh zu einem Coiffeur bevor es zu spät ist.
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen... :)

Kommentar von Andreas Schubert ,

Anti-Spliss Shampoos sind ebenso lediglich Reinigungsprodukte wie alle anderen Shampoos auch und kein Shampoo (oder sonstiges Produkt) verhindert oder heilt Spliss . .. . und wer nicht will, dass sich der Spalt in den Haaren hoch in die Haarlängen erweitert, sitzt möglichst rasch nach dem Erkennen von Spliss beim Friseur und lässt einen fachgrechten Spliss-Schnitt durchführen, der bei "Frischem" Spliss auch noch wenig bis gar nichts an Haarlänge kostet.

Und wenn auch Du noch mehr über die Reduzierung der häufigsten Spliss-Ursachen wissen willst, stöber mal durch meine bisherigen Antworten oder lies in meinem Online-Ratgeber unter "Sliss" nach (Link in meinem Profil)

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 5

Spliss (gespaltene Haarspitzen) entsteht primär, wenn sich Haarspitzen irgendwo reiben (oder gerieben werden) oder wenn sie irgendwo anstoßen.

Komplett vermeiden lässt sich Spliss nicht wirklich, aber einerseits lassen sich die häufigsten selbst generierten Spliss-Ursachen weitgehend vermeiden und wenn man die Haarspitzen immer geschmeidig hält (Thema Öle weiter unten), dann spalten sie sich auch nicht so schnell.

Wichtig ist es, dass Du gleich nach Erkennen von Spliss einen fachgerechten
Spliss-Schnitt durchführen lässt, denn ansonsten erweitert sich der
Spliss immer weiter in Richtung Haarlängen und dann muss auch mehr geschnitten werden.

Bei einem reinen Spliss-Schnitt (solange der Spalt in den Haaren nicht zu weit fortgeschritten ist), verlierst Du kaum bis gar nichts an Haarlänge und wenn Du wirklich nachhaltig sinnvoll und der Natur der Haare entsprechend mit Deinem Haar umgehst, sollten 2, 3 bis max. 4 Spliss-Schnitte pro Jahr völlig ausreichend sein.

Es gibt zwar reichlich Videos und sonstige Anleitungen zum  Spliss-Schnitt im
Internet, allerdings kannst Du mit der falschen Schere, der falschen
Scherenhaltung/-führung mehr Schaden anrichten als gutmachen und
letztendlich "Dauerspliss" generieren.

Die meisten Ursachen für Spliss, die man selbst generiert (bewußt oder unbewußt) lassen sich recht einfach reduzieren/vermeiden:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschan und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut
gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Für die Haarspitzen-Pflege sind diese 4 leichten, reinen Naturöle geeignet
... und auch wirklich ausschließlich die reinen Naturöle: Macadamia-,
Jojoba-, Mandel- und Arganöl (ein paar Tropfen zwischen den Fingerkuppen
verteilen und sachte/sanft bei trockenem Haar an die Spitzen geben.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss - deshalb
empfiehlt sich spätestens ab Schulterlänge die Haaransatzwäsche, die dem
Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser erspart:

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei 
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann 
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für
8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care,
Schönes Sein, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w.   . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz  ...  das ist zwar auch 100% natürlich, aber wir haben jetzt im Betrieb
von Sanoll auf MARIAS umgestellt, weil ca. 5% unserer Kundinnen davon
ein leichtes Jucken auf der Kopfhaut bekommen. Es gibt mittlerweile recht
viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch sehr viele
herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht  nur von denen aus Drogerien
und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul Mitchell, Redken,
Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen "Heiligenschein").

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Und wenn Du natürlich geschmeidges und glänzendes Haar züchten
willst, beherzigstDu nicht nur eine gesunde Ernährung und den stabilen
Flüssigkeitshaushalt Deines Körpers, sondern auch die täglichen Bürstenstriche.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR.  Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die
Bauweise der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen
kannst und so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem
entfällt so die "Hebelwirkung" mit dem  Anfassen am Griff und somit geht
das bei  50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz  ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig!  Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

So solltest Du dann immer geschmeidiges Haar haben, das weniger bis
gar nicht "bruchanfällig" ist und mit max. 3 - 4 Spliss-Schnitten pro
Jahr locker auskommen können.

In meinem Online-Ratgeber rund um Haare und Kopfhaut (Link in meinem
Profil) findest Du auch spätestens alle zwei Wochen ein weiteres,
interessantes und fachlich fundiert aufbereitetes Thema. Ich setze mich
schon seit 32 Jahren für Haare ein, denn niemand muss wirklich kaputtes
Haar bzw. Haare haben, mit denen er/sie nicht glücklich ist.

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