Frage von iich7, 148

Wie entstand eigentlich die Religion (Christentum)? Jesus hat ja nur gesagt das es einen Gott gibt und wir sollten an ihm glauben?

Jesus hat ja nicht gesagt wir sollten jetzt eine Religion machen. Er hat nur gesagt das es einen Gott gibt und wir an ihm glauben sollten.

Antwort
von Eselspur, 53

Jesus hat mehr gesagt - und auch einiges getan. Er hat unter anderem Menschen gerufen, die ihm nachgefolgt sind.

Nach seiner Kreuzigung und seiner Aufrstehung haben diese Jünger immer wieder Kontakt gehalten. Zu Pfingsten kam der Heilige Geist über sie - damit entstand ds Christentum und die Kirche.

Antwort
von danhof, 48

Das ist das alte Thema Glauben vs. Religion.

Jesus und seine Anhänger sagten sehr viel mehr. In Hebräer 10, 25 mahnte er (Paulus?) beispielsweise, dass wir den Versammlungen nicht fernbleiben sollen. Sprich, wir leben in Gemeinschaften (Kirche, Gemeinde) und das hat auch seine Gründe.

Die Bibel ist teilweise sehr einfach zu verstehen. Vieles ist aber auch komplizierter. Um das alles zu erfassen und sich darüber auszutauschen, ist es gut, wenn man das nicht nur allein versucht, sondern mit anderen darüber diskutieren kann.

Religion in Form der Kirche als Verein sozusagen, wo sich Gleichgesinnte zusammenfinden zum Austausch, Gottesdienst/Messe, Bibelstunde, Hauskreis, etc. Nicht Religion als "Tu dies nicht und tu das nicht" und "Das sage ich aber dem Pfarrer!".

Antwort
von Anorganisch, 56

Religionen teilen die Menschen, eig. sollte man die Menschen nur in gut oder böse einteilen, wie es in der Natur vorliegt ( positiv-negativ )

Antwort
von fernandoHuart, 58

Eigentlich wollt er die jüdische Glaube reformieren die durch einen kleine Elite dominiert war. Dabei war er nicht allein mit solche Gedanken. Dass er als Namensgeber fungieren sollte, hat er bestimmt nicht gedacht.

Dass das Christentum als Religion entstanden ist, ist, wie bei alle Religion, aus der Notwendigkeit und der menschliche Drang zu Organisation zurück zu führen. Ohne Leitbild ist es kaum möglich Menschen zusammen zu führen.

Kommentar von Viktor1 ,
Eigentlich wollt er die jüdische Glaube 
reformieren

Wohl kaum. Er wollte den Weg zum Heil neu definieren, radikal.
Er hat dies auch selbst gesagt. Er wußte, daß man ihn deswegen
hinrichten würde.
Er hat sein Blut für diesen "Neuen Bund" (Luk.22,20) hingegeben der von Jeremia (Jerm.31-43) vorausgedacht wurde.
Das Judentum (Heil durch befolgen von Vorschriften und Geboten) war nicht reformfähig.
Dies hat neben Jesus (man setzt keinen neuen Flicken auf alte Kleider)  dies auch der Autor des Hebräerbriefes (Hebr.8,13) so gesehen, welcher die Aussagen von Jermia aufgegriffen hat.

Antwort
von Hamburger02, 24

In den 4 Evangelien wird vom Wirken und von der Lehre des Jesus von Nazareth berichtet. Das Heilsgeschehen spielt praktisch keine Rolle. Danach wendete sich Jesus ausschließlich an die Juden, denn letztlich wollte er das Judentum reformieren. Bei seinem Missionsbefehl sagte er, wer die Apostel nicht anhören wolle, solle in Ruhe gelassen werden. Er verstand seine Lehre als Angebot, nicht als Zwang. Jesus sah sich selber auch nicht als Gott oder als Christus. Jedenfalls steht nichts derartiges in den Evangelien. Jesus hat definitiv keine neue Religion gegründet.

Das ganze änderte sich mit Paulus. Paulus machte aus dem Verkünder einer Lehre den Verkündigten einer neuen Lehre. Bei Paulus spielt das Wirken Jesu fast keine Rolle mehr sondern er stellt das Heilsgeschehen in den Vordergrund. Er schreibt auch, wer nicht an die Auferstehung Jesu von den Toden glaube, für den sei das Christentum hinfällig. Paulus machte auch aus einer jüdischen Reformbewegung eine Religion für die ganze Welt. Paulus ist der Gründer des katholischen Christentums.

Zu bemerken wäre, dass nicht alle Frühchristen sich auf Paulus bezogen, da sie mit der neuen Lehre nicht einverstanden waren sondern nach wie vor die Lehre Jesu im Vordergrund sahen. Die neue Lehre Paulus wurde aber von den Katholiken übernommen und mit Gewalt gegen andere frühchristliche Strömungen durchgesetzt. Da die Katholiken die Macht des römischen Reiches und dessen Kaiser im Rücken hatte, konnte sich die katholische Lehre gegenüber allen anderen durchsetzen. Die mussten sich entweder zum Katholizismus bekehren oder wurden als Ketzer ermordet. Daher ist es auch einleuchtend, dass Kaiser Konstantin, als die Bibel 325 in Nicäa zusammengestellt wurde, die katholischen Schriften des Paulus aber keine Schriften aus anderen Strömungen in die Bibel übernahm. Andere Schriften wurden systematisch vernichtet. 

Die einzige Ausnahme davon ist die Offenbarung des Johannes. Die ist eher dem gnostischen und weniger dem katholischen Gedankengut zuzurechnen. Darüber gab es daher auch in NIcäa heftige Diskussionen, ob diese Schrift überhaupt in die Bibel übernommen werden soll. Wurde sie dann aber.

Antwort
von Andrastor, 16

Eine Gruppe Spinner hat das neue Testament geschrieben um sich damit eine Religion zu schaffen die über den bisherigen Religionen steht. Dafür hat sie Märchen des Judentums weitergeführt um sich unmissverständlich über diese Religion hinwegzusetzen.

Aus der anfänglichen Sekte ist dann die Religion Christentum entstanden.

Antwort
von chrisbyrd, 11

Jesus hat schon mehr gesagt, z. B., dass wir unsere Mitmenschen (und sogar unsere Feinde) lieben sollen , wie wir uns selbst lieben, dass wir andere behandeln sollen, wie wir selbst behandelt werden wollen usw.

Im Neuen Testament finden sich einige Regeln, die für Christen aufgestellt werden. Paulus nennt das das "Gesetz des Christi" (Galater 6,2).

Christen stehen nicht mehr unter dem Gesetz des Mose, was Paulus im Römer-, Galater- und Epheserbrief erläutert. Es lohnt sich aber, mal im Neuen Testament zu schauen, welche Lebensregeln und Verhaltensempfehlungen für Christen aufgestellt werden.

Allerdings hat sich Jesus öfter mit den Pharisäern angelegt, die ihre eigenen Regeln aufgestellt hatten und diese den Menschen als gleichwertig zum Tanach (= Altes Testament) vermittelten. Diese menschengemachten Regeln sind typisch für Religionen. Deshalb und überhaupt sollten christliche Kirchen und Gemeinden aufpassen, dass sie keine eigenen Sonderregeln, Rituale und Traditionen zusätzlich zur Bibel aufstellen, sondern sich an die Bibel halten, wie es die Beröer taten (Apostelgeschichte 17,11).

Antwort
von Garfield0001, 23

das frage ich mich auch. "Religion" ist für mich alles, was Menschen meinen machen zu müssen, um eine Art "Muster" in ihr Leben zu bringen (zb die Taufe).
Jesus möchte einfach, dass wir an ihn/Gott glauben. Fertig. Wie ich das mache - ist eine ganz andere Geschichte und sollte nicht in "Regeln" festgehalten werden. Ich gebe ja auch keine Regeln, wie meine Kinder mir gegenüber sein sollen.

Antwort
von Sturmwolke, 7

Die christliche Versammlung Gottes.

Bereits bevor die jüdische Nation verworfen wurde und nicht mehr die Versammlung Gottes war, bezeichnete sich Jesus Christus als der „Felsen“, auf den er seine „Versammlung“ bauen würde (Mat 16:18). So verstand es Petrus, zu dem er sprach, denn der Apostel bezeichnete Jesus später als sinnbildlichen „Stein“, der von Menschen verworfen wurde, „bei Gott aber auserwählt, kostbar“ ist, und als „Grundeckstein“, auf den jemand seinen Glauben setzen könne, ohne enttäuscht zu werden (1Pe 2:4-6; Ps 118:22; Jes 28:16).

Auch Paulus identifizierte Jesus Christus eindeutig als Grundlage, auf der die Christenversammlung aufgebaut ist (Eph 2:19-22; 1Ko 3:11). Und da Jehova ihr Eigentümer ist, wird von ihr passenderweise als von der „Versammlung Gottes“ gesprochen (Apg 20:28; Gal 1:13).

Diese Christenversammlung (gr.: ekklēsía), die auf Christus gegründet ist, hat ihn auch zum Haupt. Folglich wird gesagt: „Auch hat er [Gott] alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“ (Eph 1:22, 23; siehe auch Kol 1:18).

Zu Pfingsten 33 u. Z., als in Jerusalem auf die Nachfolger Jesu heiliger Geist ausgegossen wurde, trat die christliche Versammlung Gottes an die Stelle der Versammlung Israels.

Die ersten voraussichtlichen Glieder dieser Versammlung wurden kurz nach Jesu Taufe zu Beginn seines Dienstes auf der Erde ausgewählt (Apg 2:1-4; Joh 1:35-43).

Unter seinen ersten Nachfolgern suchte Jesus zwölf Apostel aus (Luk 6:12-16), und später berief er Saulus von Tarsus zum „Apostel für die Nationen“ (Apg 9:1-19; Rö 11:13).

Die zwölf treuen Apostel des Lammes Jesus Christus, zu denen auch Matthias gehörte, der Judas ersetzte, bildeten die sekundäre Grundlage der Christenversammlung (Apg 1:23-26; Off 21:1, 2, 14).

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Quelle:
it-2 S. 1217-1218 Versammlung (bearbeitet)

Antwort
von fricktorel, 11

Richtig, aber die "Religionen" wurden vom "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) gemacht, um die Menschheit vom wahren Schöpfer abzulenken (2.Kor,4,4).

Ursache dafür war der Ungehorsam der Menschheit gegenüber unserem ewigen Vater (1.Mose 3,1-6).

"Gottes Wort" ist "die Wahrheit" (Joh.17,17) und keine "Glaubensgemeinschaft" , die dem "Verführer" nachfolgt (2.Kor.11,4).

Antwort
von xxalia, 57

Es gibt 3 religionen. Islam, Judentum, Christentum

Weiß selber nur die Geschichte "von Saulus zu Paulus" (bin aber auch erst 13) da hat Saulus zugestimmt das Stephanus gesteinigt wird, weil er Christ war. Hinterher hat Saulus es bereut und wurde sozusagen zum Paulus. Um Christ zu werden musste man erst Jude werden. Das wollten natürlich wenige, weil man musste sich da ja auch beschneiden lassen etc.

Das beantwortet ja nicht richtig deine Frage aber mehr weiß ich NOCH nicht.

Kommentar von glidrisi ,

Ist ja schonn einiges für dein Alter. Doch der Saulus hatte die römische Staatsbürgerschaft noch, und da war sein röm. Name immer schon Paulus.musst du wissen.

Um Christ zu werden musste man sich schon damals Nicht! beschneiden lassen, darum gab es ja Zoff. Lies Apostelgeschichte 15.. naja..mach so weiter

Kommentar von fernandoHuart ,

hmmm. Richtig beschrieben ist es so. Die neue Lehre war für Juden gedacht, Konvertierung war nicht möglich. Neu und entscheidende Kick war das Nichtjuden zugelassen wurden.

Kommentar von xxalia ,

naja danke hatte es letztens so im Reli-Unterricht gelernt

Kommentar von Coldnez ,

Hi Alia.
Um ein Christ zu werden, braucht es nicht vorher ein Jude zu sein. Beispielsweise hat Paulus zwar den Timotheus beschnitten, obwohl er väterlicherseits Grieche war.

Aber nicht weil es so sein sollte, sondern weil die Predigen von Timotheus bei den konservativen Juden so mehr beachtung gegeben wurde.

In Apostelgeschichte 16:3 heisst es:
Paulus drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe, und er nahm ihn und beschnitt ihn der Juden wegen, die sich an jenen Orten befanden, denn sie allesamt wußten, daß sein Vater ein Grieche war.

Ein Jude ist übrigens nicht der, der es äusserlich ist, schrieb Paulus

In Römer 2:28,29 steht geschrieben:
Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist, sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

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