Frage von MagicalRat, 48

Wie entstand den Chaos?

Hallo, ich mache im Moment ein Referat über die griechische Mythologie.Wollte mal fragen ob in irgendeiner Sage erwähnt wird wo der herkam.
Danke schon mal für Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Albrecht, 16

Das früheste Zeugnis griechischer Mythologie über den Gott Chaos ist ein Gedicht von Hesiod mit einer Darstellung der Götterentstehung. Chaos ist dort ein Urgrund und erste Gottheit. Bei Hesiod, Theogoneia (Θεογονία; Thegonie; lateinischer Titel: Theogonia) 116 – 153 ist Chaos (Χάος) in der Darstellung der Weltentstehung (Kosmogonie) die zuerst auftretende der göttlichen Mächte.

Chaos ist kein Schöpfergott, der die Welt aus dem Nichts erschafft.

Nach Chaos entstanden dann Gaia (Γαῖα; Erde) und Eros (Ἔρως; Liebe/Begehren). Bei Hesiod steht dies einfach als eine zeitliche Abfolge.

Chaos ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein von einem Verb χαίνειν bzw. χάσκειν (»klaffen, gähnen«; 1. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv: χαίνω bzw. χάσκω) abgeleitetes Wort.

Die ursprüngliche Grundbedeutung von Chaos ist räumlich. Die Vorstellung von einem ungeordneten Durcheinander ist erst später entstanden.

Wenn Chaos der gähnende leere Raum ist, stellt sich die Frage, wo Gaia und Eros entstehen. Eine Möglichkeit ist, sie als in Chaos (dem leeren Raum als Urgrund) entstehend/hervortretend aufzufassen, eine noch weitergehende, sie als aus ihm entsprungen aufzufassen. Bei Hesiod steht so etwas aber nicht ausdrücklich da.

Chaos hat keine Kinder mit Gaia. Gaia gebiert nach Hesiod zuerst Uranos/Ouranos (Οὐρανός; Himmel), dann die großen Berge und auch Pontos (Πόντος; Personifikation des Meeres) ohne zeugenden Vater. Aus der Verbindung mit ihrem Sohn Uranos/Ouranos gebiert Gaia Okeanos (Ὠκεανός; der die Erde ringförmig umfließende Weltstrom, nach späterer Vorstellung auch das Weltmeer), Koios (Κοῖος), Kreios (Κρεῖος), Iapetos (Ἰαπετός), Hyperion(Ὑπερίων), Theia (Θεία; »die Göttliche«),Rheia (Ῥεία), Mneomsyne (Μνημοσύνη), Themis (Θέμις), Phoibe (Φοίβη), Tethys (Τηθύς), Kronos (Κρόνος), die drei 3 Kyklopen (Κύκλωπες) Brontes (Βρόντης; »Donnerer«), Steropes (Στερόπης; »Blitzer«) und Arges (Ἄργης; »Strahler«) und die drei Hunderthändigen (Ἑκατόγχειρες [Hekatoncheires]) Kottos (Κόττος), Briareos (Βριάρεώς) und Gyes (Γύης).

Aus Chaos entstehen Erebos (Ἔρεβός; Dunkelheit/Finsternis) und Nyx (Νὺξ; Nacht). Aus der Liebesvereinigung mit Erebos gebiert Nyx Aither (Αἰθήρ; der leuchtend klare Himmel) und Hemere/Hemera (Ἡμέρη/ Ἡμέρα; Tag).

Chaos ist bei der Weltentstehung leerer Raum (als räumlich deutet auch Aristoteles, Physik 4, 1, 208 b Chaos bei Hesiod). In naturphilosophischer Spekulation kann der Gedanke auftreten, aus einem bloßen leeren Raum könne keine Welt entstehen, sondern zum Raum gehöre auch Masse bzw. Stoff/Materie. Bei dieser Auffassung kann bei Chaos außer an Raum auch an einen feinen Urstoff (Nebel und Finsternis) gedacht werden, noch ungeformt/formlos und ungeordnet.

Chaos ist Personifikation eines Urzustandes, eines Urgrundes. Indem sich die Welt (der Kosmos) ausformt und aus dem Urzustand herausentwickelt, ist es schwierig, sich Chaos noch direkt im ursprünglichen Zustand existierend vorzustellen.

Chaos besteht fort, bezeichnet einen Raum, dessen Lage ziemlich unbestimmt ist. Gewaltige Gluthitze ergreift Chaos (Hesiod, Theogonie 700: καῦμα δὲ θεσπέσιον κάτεχεν Χάος·), als Zeus im Kampf gegen die Titanen (Titanomachie) Blitze wirft.

Nach einer beschreibenden Bemerkung wohnen die Titanen vorne, fern/außerhalb von allen Gottheiten, jenseits des dunklen/finsteren Chaos (Hesiod, Theogonie 813 – 814: πρόσθεν δὲ θεῶν ἔκτοσθεν ἁπάντων Τιτῆνες ναίουσι, πέρην Χάεος ζοφεροῖο.).

In einigen Fassungen der orphischen Kosmogonie ist der Gott Chronos (Χρόνος), Personifikation der Zeit, Urgrund und der Vater des Chaos (Χάος). Aus Chronos entstehen Chaos und Aither (Αἰθήρ; Himmelsluft), in einer Erzählung auch noch Erebos (Ἔρεβος; Finsternis). Es gibt Erzählungen, in denen Nyx (Νύξ; Nacht) am Anfang steht und ein Ei in Chaos ablegt, aus dem Eros (Ἔρως; Liebe/Begehren) hervorgeht. Eine Parodie auf solche Kosmogonien ist Aristophanes, Ornithes (Ὄρνιθες; Vögel; lateinischer Titel: Aves) 685 – 722.

Eine Kosmogonie unbekannter Herkunft, die wohl griechischer Mythologie entstammt, steht bei Hyginus, Fabulae, Praefatio am Anfang:

Ex Caligine Chaos: ex Chao et Caligine Nox Dies Erebus Aether.

„Aus Caligo [Dunst/Nebel/Dunklelheit/Finsternis] Chaos: aus Chaos und Caligo Nox [Nacht], Dies [Tag], Erebus [Finsternis] und Aether (Äther/Himmelsluft].“

Caligo kann als Entsprechung zu griechisch Achlys (Ἀχλύς; Dunkel/Nebel/Finsternis) verstanden werden. Nox entspricht Nyx (Νύξ), Dies entspricht Hemere/Hemera (Ἡμέρη/ Ἡμέρα), Erebus entspricht Erebos (Ἔρεβος), Aether entspricht Aither (Αἰθήρ).

Gian Andrea Caduff, Chaos. In: Der neue Pauly (DNP) : Enzyklopädie der Antike ; Altertum. Herausgegeben von Hubert Cancik und Helmuth Schneider. Band 2: Ark – Ci. Stuttgart ; Weimar : Metzler, 1997, Spalte 1093 – 1094 gibt an:

Mit dem Chaos, vermutlich einer Ableitung von χαίνω/χάσκω (»klaffen«) mit der Bedeutung »Loch«, »klaffende Öffnung”(Aristoteles, Physik 4, 1, 208b 25ff.: ‹leerer Raum›), als dem nicht weiter Ableitbaren, aber gleichwohl Entstandenen, leitet Hesiod, Theogonie 116 und 123 die Weltschöpfung ein. Das Chaos ist der von Himmel und Erde zu schließende Abgrund.

Spalte 1093 -1094: „Das Ch. besteht über seine kosmogonische Funktion hinaus weiter (theog. 700; 814) und bezeichnet dann einen Raum kaum bestimmbarer Lage […]. Eine andere alte Auffassung verbindet Ch. z. T. mit χέω »gießen«, in den Deutungen a) lufterfüllter Raum (Bakchyl. 5, 27; schol. Hes. Theog. 116, b) Wasser (Pherekydes fr. 1 a DIELS; Vorsokr. Zen. fr. 679 HÜLSER und c) rudis indigestaque moles (Ov. met. 1, 7), das heutige Verständnis von Ch. prägend.“

Ch. = Chaos  

theog. = Theogonie  

z. T. = zum Teil  

Bakchyl. = Bakchylides  

schol. = Scholion  

Hes. = Hesiod  

fr. = Fragment  

Vorsokr. = Vorsokratiker  

Zen. = Zenon  

Ov. = Ovid  

met. = Metamorphosen

Gerhard Fink, Who's who in der antiken Mythologie. 9. Auflage. München : Deutscher Taschenbuch-Verlag, 2001 (dtv ; 32534 : Sachbuch), S. 78 – 79:

Chaos

»Fürwahr, zuerst entstand das Chaos, aber danach die Erde … «. So leitet Hesiod (Theogonie 116) seine Weltenstehungslehre ein, eine Kette von Zeugungen und Geburten, an deren Anfang aber das spontan entstandene Chaos steht, woraus die Nacht und das finstere Totenreich, der Eerebos, hervorgehen. Nach Sinn und Wortbedeutung ist Chaos für Hesiod der leere Raum, in dem das später Gewordene sich ausbreiten kann, jedoch, da aus ihm weiteres wird, keineswegs etwas Nichtiges und Unpersönliches. Ovid, der seine Metamorphosen ebenfalls mit einer Weltentstehung beginnt, wobei er einen Schöpfergott nicht so klar ausschließt wie Hesiod, versteht unter dem Chaos »eine riesige Masse, formlos und wüst, nichts als lastende Schwere, einen Haufen noch unverträglicher Keime« (Metamorphosen I 7 – 9). Hinter dieser Ansicht steht naturwissenschaftliche Spekulation, die sich bis zu den vorsokratischen Philosophen zurückverfolgen läßt.“

Edward Tripp, Reclams Lexikon der antiken Mythologie. Übersetzung von Rainer Rauthe. 8., bibliographisch aktualisierte Auflage. Stuttgart : Reclam, 2012, S. 135:  

Chaos, der leere Raum, der bei der Entstehung des Universums als erstes auftaucht. Es ist nicht klar, wie die Griechen sich das C. dachten, das nicht von Anfang an vorhanden war, sondern erst entstand. Aus ihm (oder zusammen mit ihm) entstanden Ge (Erde), Tartaros und Eros (Liebe), der erst in späteren Werken als Sohn der Aphrodite erscheint. C. gebar Erebos (Dunkelheit) und Nyx (Nacht). Manchmal stellte man sich C. auch als Teil der Unterwelt vor (Hesiod, Theogonie 11, 223, 814).“

C. = Chaos

Wolfgang Fauth, Chaos. In: Der Kleine Pauly : Lexikon der Antike, auf der Grundlage von Pauly's Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter bearbeitet und herausgegeben von Konrat Ziegler und Walther Sontheimer. Band 1: Aachen bis Dichalkon. Stuttgart : Druckenmüller, 1964, Spalte 2112 – 2113 gibt an:

a) als präkosmischer Zustand der »gähnende« Urgrund Bei Hesiod, Theogonie 116 ist Chaos die negative primäre Potenz einer mythisch-genealogisch verkleideten Kosmogonie, die selbst ohne eigentliche schöpferische Funktion ist, aber den »Raum« für die Entfaltung der positiv schaffenden Gewalten Gaia und Eros bietet. Chaos selbst bringt nur die ihrerseits negativen Dunkelmächte Erebos und Nyx hervor.

Die stoische Etymologie von Chaos war χέω (1. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv vom Verb χεῖν »geißen, schütten«). Die geläufige Auffassung einer Vermischung der Elemente (σύγχυσις στοιχείων) ist auf Anaxagoras zurückzuführen.

b) unermeßlich klaffender Weltraum im Unterschied zu Himmel und Erde (Hesiod, Theogonie 700, Ibykos Fragment 28; Bakchylides 5, 27; Aristophanes, Ὄρνιθες (Ornithes; Vögel; lateinisch: Aves) 1218), oft als finsterer Abgrund der Unterwelt (Hesiod, Theogonie 814; Vergil, Aeneis 6, 265, Ovid, Metamorphosen 14, 404; Ovid, Fasti 4, 600)

Josef Ternus, Chaos. In: Reallexikon für Antike und Christentum : Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt. Band 2: Bauer – Christus. In Verbindung mit Franz Joseph Dölger und Hans Lietzmann und unter besonderer Mitwirkung von Jan Hendrik Waszink und Leopold Wenger herausgegeben Theodor Klauser. Stuttgart : Hiersemann, 1954, Spalte 1031 – 1040

Spalte 1032: „In die ursprüngliche räumliche Grundbedeutung geht vom Kosmos her zugleich mit der Zustandsbestimmung eine zeitliche Vorordnung ein. Ch. als der urzuständliche Stoff der noch formlosen Welt.“

Ch. = Chaos

Spalte 1033: „Im Mythos erscheint Ch. als gegensinniges Urwort u. steht einerseits für den Schoß des Werdens, aus dem Ordnung wächst, Licht entsteigt, Leben entspringt, anderseits für Schlund des Verderbens, Abgrund lebensfeindlicher Mächte, besonders auch für die Unterwelt als nächtige Behausung der Toten bzw. als Strafort der Gottlosen. Der wohl älteste Kronzeuge für diese Ambivalenz mythologischer Ch.-Vorstellung ist Hesiod (theog. 116. 119. 123. 726f. 740. 841). Umstritten ist sein Verhältnis zur entsprechenden orphischen Kosmogonie u. Eschatologie […]. Während bei Hesiod (theog. 120 ff.) Gaia, Tartaros und Eros als ungeschlechtliche Ausgeburten des Ch. erscheinen, tritt in der gemein-orphischen (jüngeren) Kosmos-Theogonie Ch. mit Aither aus dem Urprinzip Chronos hervor. Nach einer anderen orphischen Tradition ballt sich die Ursubstanz u. –leere zum silberglänzenden Welt-Ei zusammen, aus dem Eros entspringt. Es gehen also nach antiker Vorstellung auch Chaoskräfte in den Aufbau des Kosmos ein. Die ambivalente bzw. gegenseitige Bedeutung von Ch. findet ihren Widerhall im Widerstreit der Mächte des Kosmos u. menschlichen Daseins. Beim Übergang vom Ungeschiedenen zum geschiedenen tritt schon auf mythischer Bewußtseinssstufe die Übertragung der Ch.-Vorstellungen auf das Geistige ein: nicht nur Gliederung des Ungeschiedenen, sondern auch Entscheidung der Unentschiedenen. Bei Hesiod (theog. 129 f.; vgl. 901 ff. u. Orph. Hymn. 59 Quandt) gelten die nach theog. 123 dem Ch. entstammenden Schicksalsgöttinnen als Töchter der Nacht, Schwestern der Horen, des finsteren Moros, der schwarzen Ker u. des Thanatos, wie denn auch neben Glücks- und Unglückslos die Entscheidung nach Recht –Unrecht in der Mythologie der Rachegöttinnen u. der Tartarosstrafen der protologisch-eschatologischen Zusammenhang mit der ursprünglichen Ch. -Vorstellung wahrt.“

Ch. = Chaos  

u. = und  

theog. = Theogonie  

Orph. Hymn. = Orphische Hymnen

Herbert Jennings Rose, Griechische Mythologie : ein Handbuch. Aus dem Englischen übertragen von Anna Elisabeth Berve-Glauning. 3. Auflage. München : Beck, 2011 (Beck'sche Reihe ; 1530)., S. 16:  

„In den homerischen Gedichten finden wir sie schon nach Art einer menschlichen Sippe organisiert, Hesiod dagegen hat noch alte Vorstellungen vom Entstehen der Welt und den ältesten Göttern bewahrt, mit denen er die homerischen Götter genealogisch verknüpft. Am Anfang aller Dinge, so erzählt er uns, war Chaos. Dieses Wort, das eigentlich «gähnende Leere» zu bedeuten scheint, meint aber wohl nicht nur den leeren Raum, denn schon für diese Zeit ist es unwahrscheinlich, daß die Griechen von irgend etwas annahmen, es stehe am Anfang ein Nichts. Auch sagt Hesiod nicht, daß Chaos von aller Ewigkeit her war, er gebraucht lieber das Wort γένετο, «entstand», ein Ausdruck, der später den Philosophen großen Spielraum für ihre Spekulationen ließ. Als nächstes entstanden, anscheinend dem Chaos entsprungen, die Erde, der Tartaros (den er als einen dunklen Ort «in den Tiefen des Bodens» erklärt), die Liebe (Eros), die Finsternis (Erebos) und endlich die Nacht. Von Nacht und Erebos wurde der Aither (Himmel, obere Luft) und der Tag geboren, während die Erde ohne Mithilfe den Himmel, die Berge und den Pontos (das Meer) hervorbrachte. Bis hierher handelt es sich eher um Theologie oder Philosophie als um Mythologie.“

Otto Wasser, Chaos. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft : RE III, 2. Campanus ager bis Claudius. Stuttgart : Metzlersche Verlagsbuchhandlung, 1899, Spalte2112 – 2123 gibt an:

Chaos ist in der Entstehung des Kosmos der gähnende Raum, der vor allen Dingen war, bereits erfüllt von einem feinen Urstoff des Nebels und der Finsternis.

im ausgeformten Kosmos:

a) der weite Weltraum, das Weltall (Hesiod, Theogonie 700; 814)

b) der von verwaschenen Nebel erfüllte Raum zwischen Himmel und Erde, der Luftraum

c) der von Finsternis erfüllte Raum unter der Erde, der gähnende Schlund der Unterwelt

Antwort
von HorizonToGo, 28

In der Theogonie wird das Chaos an den Anfang gestellt. 

Die Welt wird bei Hesiod nicht aus dem Nichts geschaffen; es gibt schon Materie, jedoch keine Form und keine Ordnung. 

Aus dem Chaos entsteht als erste Göttergeneration die Erde Gaia (zuerst in „Erdgestalt“, später in „Menschengestalt“), die Unterwelt Tartaros, die Liebe Eros, die Finsternis Erebos und die Nacht Nyx

Die Quelle und weiter Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Mythologie

Antwort
von GrafvonSpee, 34

Laut dem griechischen Urmythos war das Chaos der Anfang der Welten, aus dem sich Titanen wir Uranos, Gaja oder Chronos erhoben, die als die Stammväter der griechischen Götter gesehen werden.

Antwort
von MaxGuevara, 22

Das Chaos selber hat keinen Ursprung, weil es selber der Ursprung ist. 

Das Chaos ist quasi die Leere aus dem alles enstanden ist. 

Zuerst entstand Gaia, die Erde. Danach folgten Tartaros, Erebos, Eros und Nyx.

Kommentar von Agnodike ,

Zur persönlichen Hinwendung:

Wenige Quellen - in Sonderheit Hyginus Mythographus (Fabulae, Sagen der Antike) - stellen die Achlys/Ἀχλύς/Urnacht dem Chaos voran, demgemäß es zwar Ursprung der Weltentstehung jedoch nicht Ursprung seiner selbst bleibt.

Kommentar von MaxGuevara ,

Naja ist immer die Frage welche Quelle die bessere ist. 

Kommentar von Agnodike ,

Es darf - ungeachtet entsprechender Verweise - zumindest nicht ausgelassen werden, wenngleich sich das Gros der Geschichtsschreibung Deinem Beitrag einhellig anschmiegt.

Ohne einen Ton der Herkunft, liest sich das beinahe apodiktisch, im Anscheine der Unbedingtheit, als hätte man hier irgendetwas selbst gesehen . .  

Bessere Quellen, das heißt, ältere und dadurch gültigere, den Götter nähere Quellen, kann ich bezüglich Achlys jedenfalls nicht vorweisen.

Kommentar von MaxGuevara ,

Also ich habe keinerlei Info zu deiner Quelle gefunden, sonst hätte ich das erwähnt. Aber du hast es ja nun ergänzt. :) 

Kommentar von Agnodike ,

Nein, habe ich nicht.

Die Quelle respektive Info zur Quelle ist meinem ersten Kommentar bereits enthalten gewesen (Hyginus Mythographus, Fabulae, herausgegeben von Moritz Schmidt, 1872, https://archive.org/stream/hyginifabulae00hygigoog#page/n46/mode/2up)

Caligo wurde hier als römisch-mythologisches Pendant zur Achlys dem Chaos vorangestellt. Ferner findest Du einen anderweitigen Verweis in Albrechts sehr eingehenden Beitrag.

Kommentar von MaxGuevara ,

nein nein. Ich meinte, wenn ich vorher eine Quelle gefunden hätte wie deine, dann hätte ich das bereits in meinem Beitrag oben erwähnt. 

Aber du hast meinen Beitrag ja korrigiert. Alles gut. 

Kommentar von Agnodike ,

In Ermangelung einer Quellenangabe, galt mein Ansinnen lediglich der Vorhut, dass sich nicht allzu selbstredend über etwas wie die Theogonie sprechen lässt, ohne entsprechende Verweise zu beachten.

Entschuldige das Missverständnis.

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