Frage von HeyFCB, 246

Wie entstand das Christentum aus den Judentum?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von chrisbyrd, 147

In Antiochia wurden die Nachfolger Jesu zuerst Christen genannt: "Und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten; und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt." Apostelgeschichte 11,26

Die christliche Bibel besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament. Das Alte Testament enthält 39 Bücher ist und exakt gleich dem Tanach (der Heiligen Schrift) der Juden.

Das Neue Testament besteht aus 27 Büchern, den Evangelien, die vom Leben Jesu Christi berichten, der Apostelgeschichte, den Lehrbriefen und dem Buch der Offenbarung (Apokalypse). Diese insgesamt 66 Bücher bilden den Kanon der Bibel.

Kommentar von Moooses ,

Erklärung für den Fragesteller:

Die Lehre von Jesus verbreitete sich durch seine Jünger (Apostel und Anhänger) im Nahen Osten und kam auch nach Griechenland, das damals bis nach Kleinasien (heute Türkei) ging. Bei den Griechen hiess Jesus "DerGesalbte" also auf griechisch "Christos". Daher nannten sich die Anhänger "Christen". Den Namen übernahmen auch die römischen Anhänger und so verbreitete sich das Christentum bis heute um die ganze Welt.

Kommentar von chrisbyrd ,

Vielen Dank für den "Stern", liebe Grüße und Gottes Segen wünsche ich dir!

Antwort
von Accountowner08, 106

Im 1.-2. Jahrhundert n.Z. war Israel von den Römern besetzt und die Römer versuchten dieses Land zu zerschlagen, z.B. indem die Eliten ins Exil geschickt wurden oder fliehen mussten (sie gingen vor allem in Richtung Irak/Babylon, siedelten sich aber auch in Persien, Syrien, in der Türkei und im römischen Reich an)

Es war eine Zeit der grossen Wirren, wo es viele Weltuntergangssekten und Prediger gab. Der Tempel in Jerusalem war damals noch in Betrieb (wurde 70 n. Z. zerstört).

Das Judentum überlebte, indem es vermehrt auf Gebet statt Opferdienst, Lernen der Tradition und sehr genaue Verhaltensregeln (Halacha) setzte.

Zu Jesus gibt es nun zwei Theorien: Eine besagt, dass es ihn gar nicht gab, sondern dass er eine fiktive Figur war, die sich aus verschiedenen überkommenen Mythen (Jungfrauengeburt, Leben nach dem Tod, Befreier, Messias u.a.) zusammensetzt (siehe dazu Bart Ehrmann u.a.). Die andere besagt, dass es ihn tatsächlich gegeben hat, und dass er ein Prediger war, einer unter vielen, eher einer der weniger berühmten seiner Zeit. (siehe dazu Reza Aslan u.a.).

Im zweiten Fall wäre Jesus Jude gewesen.

Auf jeden Fall war es so, dass die ersten Christen anscheinend Juden waren, und dass erst Paulus die Religion unter Nichtjuden verbreitet hat. Die Juden standen dem Christentum ablehnend gegenüber, weil laut jüdischer Lehre der Messias seine Aufgabe als Messias (Israel von ausländischer Besatzung befreien, Tempel wieder aufbauen, etc.) zu Lebzeiten erfüllen muss. d.h. wenn er stirbt und die Römer herrschen noch immer über Israel, dann war der hypothetische Messias nicht der Messias. Des weiteren kann laut Judentum ein Prophet nicht bestehende Gesetze der Torah als ungültig erklären. Schliesslich ist es laut jüdischer Lehre nicht mit dem Monotheismus vereinbar dass ein Mensch Gott sein soll.

Daher fand das Christentum vor allem bei den Nichtjuden Anklang, und schliesslich wurden die jüdischen Gesetze in der christlichen Religion ganz abgeschafft.

Antwort
von Hyperdinosaurus, 103

Der Wanderprediger Jesus von Nazareth hat zu seiner Zeit die religiösen Ansichten und Dogmen der jüdischen Führung infrage gestellt. Aufgrund seiner Auffassungen wie zum Beispiel, dass das Gebot der Nächstenliebe über allem steht, die Gebote insgesamt für den Menschen geschaffen sind und nicht umgekehrt war er für die jüdische Führung schon früh ein verhasster Prediger, der falsche Lehren verbreiten würde. Noch dazu kam die Behauptung er wäre Gottes Sohn. Am Ende entstand daraus der Plan, Jesus von den Römern als Aufständler hinrichten zu lassen.

Nach Jesus Auferstehung waren seine Anhänger von der Wahrhaftigkeit seiner Aussagen überzeugt  . Von dann an verbreitete sich die Botschaft von Christus wie ein Lauffeuer. Einer der wichtigsten Apostel im Frühchristentum war Paulus  gewesen, dem die Botschaft nach Europa brachte.

Jesus hat die jüdische Lehre zum einem reformiert und zum anderen durch seinen Stellvertretertod den Aspekt der Vergebung neu geschaffen.

Kommentar von Eselspur ,

Hervorragend zusammengefasst! ich ergänze nur einen Aspekt: Nach dem Tod Jesu waren seine Anhänger von der Auferstehung ihres Meisters und von der Sendung des Heiligen Geistes überzeugt.

Antwort
von Eglan, 63

Judentum war zuerst da. > Jesus Christus wurde geboren > von den Juden ans Kreuz genagelt > Jesus stieg in den Himmel auf> Anhänger von Jesus (Namens: katholiken (christen)) verbreiteten die Prädigten von Jesus> Christentum verbreitete sich > Urchristentum=Katholisch > Martin Luther Kirchenspaltung > evangelische (protestantische Kirche) entsteht > HeyFCB stellt diese Frage.

Antwort
von Hamburger02, 66

Gar nicht, das Christentum ist eine Neuerfindung von Paulus.

Es gab im Frühchristentum auch Strömungen, die deutlich dichter an der Lehre Jesu, einem Juden, waren, die aber von den Katholiken verfolgt, unterdrückt und ermordet wurden.

Die von Paulus neu geschaffene Lehre des Christentums bezieht sich zwar nominell auf den jüdischen Wanderrabbi Jesus, hat aber mit dessen Lehre praktisch nichts mehr zu tun.

Antwort
von 1988Ritter, 51

:-))...Durch Christus.....

Die Lehren von Jesus Christus reformierten Teile des alten Testaments (Thora), woraus dann das neue Testament in Form des Christentums entstanden ist.

Kommentar von Hamburger02 ,

Jesus Christus ist eine Erfindung von Paulus, bei dem die Lehre des Messias Jesus von Nazareth praktisch keine Rolle spielt.

Der Messias Jesus von Nazareth der Evangelien hat Lehren verbreitet, war aber kein Christus.

Kommentar von 1988Ritter ,

Deine Annahme....mein Glaube.

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