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Wie ensteht naives Denken und Verhalten dauerhaft und verstärkend in hochentwickelten Kulturen ?

gefragt von fennek am 16.06.2007 um 17:27 Uhr
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wj2000
beantwortet von wj2000 am 16. Juni 2007 18:11
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Durch Gleichgültigkeit. Das ist zur Zeit in Deutschland der Fall. Die Zahl der Analphabeten nimmt von Jahr zu Jahr zu. Jeder will nur noch seinen Spass haben, obwohl wir eine Leistungsgesellschaft sind. Die Zahl der Ausbildungsabbrecher nimmt ebenfalls zu. Man kann auch noch weiter Gründe anführen.

Kommentar von fennek am 19. Juni 2007 00:07

Danke, so ist leider unsere verdrängte Degeneration...


anonym
beantwortet von fredand am 19. Juni 2007 00:30
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Gleichwohl in nicht-so-hoch-entwickelten Kulturen, nach dem mehr oder minder komplexe Systeme, wie auch der Mensch, immer ein Gleichgewicht (in sich und mit der Umwelt) auf energieärmsten Niveau anstreben.

Kommentar von placebo am 23. September 2007 01:26

ah, ja


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 16. Juni 2007 17:28
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Durch Reizüberflutung und Desintresse.

Kommentar von fennek am 16. Juni 2007 17:36

Danke! Von der Basis her auf jeden Fall,...ich denke, daß dies nur ein Anteil sein kann, denn mir macht das Dauerhafte und Verstärkende Gedanken ? Es müßte doch jemand in dieser Kultur steuern oder bremsen...

Kommentar von Simple_avatar2smallKatzentatze am 16. Juni 2007 17:40

Je höher entwickelt die Kultur ist, desto höher die Reizüberflutung und das damit verbundene Desinteresse. Einen Stopp dessen könnte man nur mit "Rückentwicklungen" erreichen, was aber zur Folge hätte, das die Kultur nicht mehr hoch entwickelt wäre.

Kommentar von fennek am 16. Juni 2007 17:55

Danke ! Das stimmt, aber entsteht nicht so eine dann gebilligte oder gewollte Dekadenz ? Bringt nicht Rückbesinnung auf eine Normalgröße mit flexiblen Grenzen wahrscheinlich mehr Vorteile für die Gesamtheit ?

Kommentar von Simple_avatar2smallKatzentatze am 16. Juni 2007 18:00

Selbstverständlich bringt das Dekadenz mit sich und eine Rückgesinnung würde auf jeden Fall helfen. Aber da der Mensch ja von Natur aus Egoist ist, und kaum jemand auf seinen Status verzichten würde, wird das nicht funktionieren.

Kommentar von fennek am 16. Juni 2007 18:07

Danke ! Stimmt leider, so ist es ! Zusätzlich wurde ja aus Verantwortung eine bestorganisierte Unverantwortung gemacht.

Kommentar von Simple_avatar2smallKatzentatze am 16. Juni 2007 18:12

Wohl wahr. Aber sieh es positiv. Dadurch, das sich einige "Große" den Kopf machen und die "kleinen" entmündigt haben, können die Kleinen sagen: Eigentlich ganz einfach, das Leben, wenn man es hinnimmt. ;-)

Kommentar von fennek am 17. Juni 2007 16:02

...bin zwar kein Pessimist, aber was nicht positiv ist, möchte ich nicht positiv sehen. Zum anderen habe ich aus Distanz erlebt, wie zuviel positives Sehen und Denken quasi krank oder blind machten.


soust
beantwortet von soust am 16. Juni 2007 19:35
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Große Worte. Das gibt Schwierigkeiten mit der Deutung. "Naiv" heißt sowohl "ursprünglich" und "kindlich" als auch "einfältig".

Ohne irgendwelchem Elitedenken Vorschub leisten zu wollen, behaupte ich hier, dass zu jeder Zeit in der Menschheitsgeschichte die Menschen zahlreicher waren, die es sich einfach machen mit dem Denken. Daraus folgt, dass es immer nur eine Minderheit gab, die vorausschauend und problemorientiert dachte.

Dass in unseren Massenkulturen Einfältigkeit besonders auffällt, wenn sie öffentlich stattfindet, z.B. in den Medien, hat sozusagen rein technische Gründe.

Wenn du jetzt hören willst, dass es heutzutage eine herrschende Schicht gibt, die daran interessiert ist, die Mehrheit dumm und still zu halten, füge ich gleich zweierlei an:

  1. Eine demokratische Grundordnung bietet immer noch die besten Chancen unter den bestehenden, dem gegenzusteuern und

  2. Auch diese Erscheinung hat es schon immer gegeben.

Übrigens will ich mit meinen Ausführungen nicht sagen, dass "naiv" automatisch gleich "dumm" ist - aber das ist wieder ein anderer Diskussionspunkt.

Kommentar von fennek am 17. Juni 2007 16:05

...kann: technische Gründe, durch finanzielle Gründe ersetzt werden ?

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 18. Juni 2007 08:01

...teilweise, vielleicht. Aber auch für den Rundfunk oder die Druckmedien gilt: gut muss nicht immer teuer sein!

So manche Glitter-Dämlichshow scheint mir eine Menge Geld zu kosten.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 17. Juni 2007 13:25
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Im allgemeinen werden Menschen als naiv bezeichnet, denen die notwendige Einsicht in Ihre Handlungen fehlt und die über einen begrenzten geistigen Horizont verfügen. Oft gilt naiv als Synonym für leichtgläubig, leicht verführbar, unwissend oder ungebildet. (Wikipedia)

  • Wenn die Erziehung in der Familie schlecht funktioniert und die "Bildung" in der Schule auch nicht und

  • wenn es als politisch "unkorrekt" gilt, Menschen für die Folgen ihrer Handlungen verantwortlich zu machen und

  • stattdessen aus "sozialen" Gründen jedem eher Puderzucker vor den Hintern geblasen wird,

  • dann erscheint (echte oder vorgetäuschte) Naivität doch fast als Königsweg, um relativ mühelos in unserer Gesellschft zu überleben.

  • Ausserdem: Pisa lässt grüssen!

Kommentar von fennek am 17. Juni 2007 16:08

Danke, das würde ich hochprozentig so stehen lassen...


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