Frage von R34LRussia, 25

Wie eine gute Kamera finden?

Ich kenne mich kaum bei Kameras aus, liebe aber das fotografieren. Wie finde ich denn nun eine passende Kamera und wo können da Schwerpunkte liegen, was sind zur zeit die besten, in welchem preisrahmen muss man sich bei einer guten befinden, welche objektive sind nötig (würde gerne Viele keine sachen fotografieren aber auch naturbilder & portraits) ? Einfach nur scharfe Bilder wollen ist da, denke ich, zu wenig^^

Antwort
von Airbus380, 12

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es hier:

  https://r.srvtrck.com/v1/redirect?url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FBi...

 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von MetalMaik, 9

Es kommt halt ganz darauf an, wie hoch die Ansprüch und das Budget sind. Wenn man nicht tausende von Euros in eine DSLR oder DSLM Ausrüstung stecken möchte, würde es vielleicht auch eine gute Bridgekamera tun. Da gibt es auch schon Modelle mit guter Bildqualität und es hat den Vorteil, dass man nur eine Kamera mit Objektiv hat.

Bei einer DSLR Ausrüstung hat man schon ziemlich viel zu schleppen. Aber eine DSLR lohnt sich eigentlich auch nur wenn man gute Objektive dafür verwendet (und die sind meist teuer und schwer), von einer DSLR mit Superzoomobjektiv würde ich z.B. abraten. Diese Objektive haben schon einige Nachteile, sind eigentlich alle ziemlich lichtschwach und was Schärfe / Abbildungsleistung betrifft sind die meistens auch ziemlich schlecht, vor allem im Telebereich.

Da gibt es Bridgekameras, die mehr leisten und die enormen Brennweiten, die einige Bridge- bzw. Superzoomkameras haben, wären bei einer DSLR sowieso unbezahlbar und sowas würde wohl auch kaum jemand mit sich rumschleppen. Brennweiten bis 600mm würden gerade noch gehen (Tamron oder Sigma 150-600mm für ca. 1000,- bis 2000,- €), darüber wird es dann kaum noch bezahlbar und transportierbar (ein Canon EF 800mm kostet über 10.000 € und wiegt 4,5 kg, ein Sigma 200-500mm f/2.8 kostet ca. 20.000 € und wiegt 16KG, ein Canon EF 1200mm kostet ca. 60.000,- wiegt 16,5 kg und ist fast 'nen Meter lang (83,6 cm). Wohingegen einige Superzoomkameras Brennweiten bis 2000mm haben (ob die wirklich jemand braucht, ist eine andere Frage). Es gibt für DSLRs zwar auch Telekonverter, die die Brennweite sogar verdoppeln können, dadurch halbiert sich aber auch gleichzeitig die Lichtstärke.

Es kommt halt auch immer darauf an, was man fotografieren will. Ich mache z.B. hauptsächlich Landschaftsaufnahmen und ab und zu mal Makro, daher verwende ich hauptsächlich Weitwinkel-, Ultraweitwinkel- und Makroobjektive. Für Ultraweitwinkelaufnahmen taugen Bridgekameras leider nicht, da fangen die Brennweiten meistens so bei 24mm oder 28mm an. Mein UWW Objektiv fängt bei 16mm an, es gibt aber auch 12mm und 14mm und von Canon sogar eins, das bei 11mm anfängt (kostet aber auch 3.000,- €), außerdem fisheye Objektive, die einen 180° Winkel abbilden. Sowas wäre mit einer Bridgecam nicht möglich.

Gute Kameras gibt es eigentlich von fast allen Herstellern. Welche davon die Richtige ist, kommt halt darauf an, was man fotografieren will, was man ausgeben kann, was man bereit ist durch die Gegend zu schleppen, welche Ansprüche man hat und wie intensiv man die Fotografie betreiben will.

Wenn man sich da noch nicht so sicher ist und eigentlich nur ab und zu mal Fotos, mit ordentlicher Bildqualität, machen will, ist eine Bridgekamera sicher ausreichend. Auch Makroaufnahmen kann man mit einigen Modellen ganz gut machen.

Achten sollte man darauf, dass die Kamera einen einigermaßen großen Sensor hat (am besten APS-C, so einen Sensor haben auch die meisten DSLRs und DSLMs, noch besser wäre ein Vollformatsensor, den gibt es aber, meines Wissens, bei keiner Bridgekamera) und das Objektiv einigermaßen lichtstark ist (umso niedriger der Wert, umso besser. Ein Objektiv mit einer Lichtstärke von f/2.8 ist also viel besser, als ein Objektiv mit einer Lichtstärke von f/5.6).

Antwort
von blackbirdsr71, 4

Wenn die Frage so gestellt wird, würde ich eine Kompaktkamera der höheren Klasse empfehlen. Sony RX100 III, Panasonic LX100, Fuji X70 oder X100S, wenn die Festbrennweite nicht stört (also kein Zoom), Panasonic FZ200/300/1000 und so weiter und so fort (Preisklasse bis 700€). Wenn man Interesse hat, kann man sich selbst durch Bücher und Youtube Videos ausbilden, damit alles klar wird. Es ist nur wichtig zu verstehen, dass wenn man ein Systemkamera kauft (d.h. mit Wechselobjektive und nicht nur spiegellos), man viel mehr in Objektive als ins Gehäuse investieren muss, um die gewünschte hohe Qualität zu erreichen. Und für Landschaften und Porträts (z.B.) braucht man verschiedene Objektive.

Antwort
von Wernerbirkwald, 15

Deine Frage ist sehr schwer zu beantworten,weil es Umengen von Möglichkeiten gibt.

Dir eine Marke zu nennen wäre Blödsinn,den die Anderen nennen ihre Lieblingsmarke,und du hast dann ein größeres Problem,als vorher.

Wenn du nicht ständig Objektive wechseln willst,dann wäre eine Bridgekamera gut.Da hast du einen Brennweitenbereich von ca.24mm-1000mm.Du kannst fast alles damit ablichten.

Für Makrofotos holst du dir eine Raynoxvorsatzlinse (googlen),die ist in Sekunden aufgesetzt und abgenommen. ca 50 Euro

Ich habe verschiedene Kameras von Panasonic Lumix,die sind klein und kompakt.und es gibt für das Mft System jede Menge Objektive.

Die meisten meiner Kameras habe ich gebraucht gekauft,  und würde es immer wieder machen.

Antwort
von christl10, 13

Die Frage ist wieviel bist Du bereit auszugeben? 

- gute Kompaktkamera kostet um die 450€. Da kann ich Dir was empfehlen. 

- gute Spiegelreflexkamera kostet um die 600€ mit Kit Objektiv, also nichts besonderes. Mit gutem Objektiv schon 1000€. 

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