Frage von DarkNightmare, 54

Wie ein NAS System am besten aufbauen?

Moin ihr Lieben,

bald habe ich Urlaub und wollte mich einem lang aufgeschobenem Thema stellen.

Ich möchte endlich ein vernünftiges NAS im Haus haben. Aktuell ist der Zustand ehr traurig. Es befinden sich zwei Time Capsulen im Haus. Die eine von ich glaube 2010 und die andere von 2013. Die beiden Apple Dinger sind leider kriechend langsam...

Ich würde jetzt gerne mal etwas vernünftiges haben wollen. Leider bin ich mir absolut unschlüssig, wie ich das ganze angehen soll.

Ich möchte gerne auf zwei Festplatten (RAID 1 Verbund), die Time Machine BackUps sichern. Hier fällt nicht soviel an, da auf den Geräten meistens nicht mehr als 100GB belegt sind, da nur Software sich darauf befindet. Es sollen insgesamt 3 Macs ihre BackUps dort ablegen. Nur zur Sicherheit.

Danach möchte ich nochmal zwei Festplatten (auch im RAID 1 Verbund) haben, auf denen dann Daten gespeichert werden können.

Der Zugriff sollte von OS X, Windows und Linux möglich sein. Eventuell wäre es schön wenn man auch einige Daten verschlüsseln könnte. Ist aber nicht unbedingt ein Muss. Auch das Streamen auf die Playstation oder den SmartTV wäre schön.

Als kleines I-Tüpfelchen wäre es sehr erfreulich, wenn man noch einen Bereich hat, denn man Online (geschützt) freigeben könnte. Um auf manche Daten wie mit Dropbox oder Owncloud zugreifen zu können.

Das ganze sollte dann mit Gigabit LAN arbeiten und wenn möglich den Datendurchsatz auch erreichen. Zu guter letzt möchte ich nicht, dass das NAS 24H läuft, da nicht immer die Daten genutzt werden oder ein BackUp ansteht. So soll wirklich nur bei Bedarf das NAS anspringen und laufen. Es muss nicht sofort nach dem Gebrauch wieder abschalten, sollte aber nach einer gewissen Inaktivität wieder abschalten.

Nun die große Frage: Gibt es ein NAS das mir das überhaupt ermöglicht, oder wäre die einfache Lösung einen kleinen Server dafür aufzubauen? Ich wäre von der Server Idee nicht abgeneigt, aber wäre froh über einige Erfahrungen und auch hilfreiche Tipps. Der Server sollte dann möglichst stromsparend sein.

Lohnt es sich bei dem Vorhaben auf NAS Festplatten zurückzugreifen oder reichen auch "normale" Festplatten?

Auf diese Frage bin ich gekommen, da mir mal die Festplatte in der älteren TimeCapsule Probleme gemacht hat. Als ich die Festplatte ausgebaut habe, hab ich festgestellt das Apple hier eine WD Black verbaut hatte.

Puh ist das viel Text geworden. Danke an jeden, der soweit gelesen hat und schonmal vielen Dank für konstruktive Beiträge :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von KuarThePirat, 24

Wieviel Ahnung hast du denn von der ganzen Thematik? Ein eigener Server ist dank Software-Paketen wie FreeNAS oder OpenMediaVault grundsätzlich schnell und einfach aufgesetzt. Falls es mal hakt, gibt es eine starke Community bei der man Fragen stellen kann. Je nachdem wie groß und ausbaufähig man es haben möchte, kostet es definitiv weniger als ein fertiges NAS der üblichen Verdächtigen wie Synology oder Qnap.

Falls du gar nicht selbst basteln willst, würde ich dir aber genau so eines empfehlen. Ich würde dir übrigens auf jeden Fall zu NAS-Festplatten raten. Die Ausfallrate ist deutlich geringer und meist hat man mehr Garantie und weniger Stromverbrauch.

http://www.technikaffe.de/kategorie-nas

Kommentar von DarkNightmare ,

Hi, danke für die Antwort :) 

FreeNas habe ich mir bereits angeschaut, bin mir damit aber nicht so sicher ob es alle Kriterien erfüllen kann. 

OpenMediaVault war mir noch nicht bekannt. Das werde ich mir mal anschauen :)

Mein erster Gedanke ging in Richtung eines kleinen Linux Servers. Distribution würde ich vielleicht Ubuntu Server nutzen wollen. Habe mich damit aber noch nicht so auseinander gesetzt. Eine Anleitung für TimeMachine BackUps habe ich bereits gefunden. 

Für die Datenfreigabe (online) würde ich dann Owncloud in Betracht ziehen. 

Mit dem MediaServer Bereich habe ich mich noch nicht beschäftigt. 

Bevor ich das ganze aufbaue, würde ich eine "lite" Version mal in einer Virtuellen Maschine aufbauen um mal zu Testen ob das ganze dann so funktioniert wie ich es mir wünsche.

Am Ende wäre nur noch die Frage, welche Hardware es denn dann werden soll. Ich dachte zuerst an ein kleines i3 System. Aber ich bin mir noch nicht sicher ob das ganze dann nicht zu Overpowerd ist und es vielleicht auch schon ein kleines Celeron System oder eine günstige AMD Basis reicht. Da bin ich noch völlig unentschlossen. 

Falls du gar nicht selbst basteln willst

Wo wäre denn dann da der Spaß ;) 

Kommentar von KuarThePirat ,

Okay, basteln soll es also sein :-). FreeNAS hat das "Problem", dass es aufgrund von ZFS recht anspruchsvoll hinsichtlich der Hardware ist. Da sollte es fast schon ein Supermicro-Board mit ECC-RAM sein.

OpenMediaVault basiert auf Debian und ist daher weniger anspruchsvoll. Vorteil ist, dass man ein Web-Interface hat und zugleich die vielen tausende Debian Pakete zur Verfügung stehen.

Meine Hardware-Empfehlung, wenn es kein FreeNAS werden wird, wäre ein Pentium G4400, MSI B150M Pro, 8 GB RAM (ggf. auch 16 GB RAM) und die passende Anzahl an HGST NAS Platten. Die sind am günstigsten vom €/TB in der 4 TB Variante.

Kommentar von DarkNightmare ,

Danke :)

Meine Hardware-Empfehlung, wenn es kein FreeNAS werden wird, wäre ein Pentium G4400, MSI B150M Pro, 8 GB RAM (ggf. auch 16 GB RAM) und die passende Anzahl an HGST NAS Platten. Die sind am günstigsten vom €/TB in der 4 TB Variante.

Das System sieht ganz gut aus und ist auch recht preisgünstig. Case und Netzteil hab ich hier noch rumfliegen. 

Antwort
von Peppie85, 14

zur auswahl der nas kann ich leider relaitiv wenig sagen, aber erlaube mir statt dessen ezwas über die infrastrukur preis zu geben.

als erstes mal würde ich von allen relavanten geräten aus, also konsolen, smat tv, ggf, acccespoints, natürlich auch PC: Druker uind co sternförmig nezzwerkleitungen, kat7 ziehen und am zentralen punkt in einem kleinen serverschrank, der auch den router und die nas aufnehmen kann, über ein patchpanel an einen gigabit switch anschließen. geräte von level one oder netgear kann ich hier wärmstens empfehlen,

dann würde ich der nas auf jeden fall eine ip adresse mit einer festen endziffer außerhalb des dhcp bereiches deines routers vergeben. wenn du z,.b, einen speedoprt hast, der vergibt m.e. von 192.186.2.100 bis ....150. dann könntest du irhendwas zwischen der endziffer 2 (1 belegt der router) und 99 oder 151 und 255 vergeben, so findest du deine nas auch zwecks wartung etc. im netzwerk auch ohne irgendwelche softwaretools ganz schnell wieder.

ähnliches gilt für festplattenreciver, netzwerkdrucker oder accesspoints. eben alle geräte die über ein webinterface gewartet, bedient oder konfigruiert werden sollen.

lg. Anna

Antwort
von FragaAntworta, 36

Da hast Du Recht, und damit Du auch was zum lesen hast: http://www.pcwelt.de/ratgeber/NAS-Server-So-richten-Sie-Ihren-eigenen-Netzwerksp...

..wäre das ein Anfang für Dich.

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