Folgendes Problem: Eine Freundin (23) arbeitet seit 3 Jahren in ihrer Firma. Das Betriebsklima hat sich in letzter Zeit sehr stark verschlechtert und heute hat sie mitbekommen, dass andere Mitarbeiter sich (zu Unrecht) über sie beim Chef beschwert haben und sie weg soll. Wir sind jetzt am Bewerbungen schreiben, was an sich kein Problem ist. Aber an der Stelle, wo sie den Arbeitsplatzwechsel begründet, haperts. Man spricht ja nicht schlecht über ehemalige Arbeitgeber. Sie wird dort übertariflich bezahlt und hat einen Festvertrag. Und zu sagen, dass die Kollegen sie mobben ist auch nicht gut. Kann man nach 3 Jahren schon einen "Tapetenwechsel" brauchen? Andere Ideen?

Will sie denn überhaupt wirklich weg von ihrem alten Arbeitgeber? Vielleicht hilft ja schon ein klärendes Gespräch mit allen Beteiligten und vor allem mit dem Chef. (Oder hat sie das schon gemacht?) Ich weiß, das redet sich so leicht, wäre aber einen Versuch wert. Eine gute Stelle mit Festvertrag gibt man doch nicht so leicht auf! Im Übrigen: Muß man denn in einer Bewerbung überhaupt eine Begründung für einen Arbeitgeberwechsel angeben? Ich würde das einfach weglassen. Falls es zu einem Vorstellungsgespräch kommt, kann man sich immer noch was überlegen.

Neue Herausforderung finde ich gut. Weil sie noch jung ist sucht sie einer Chance zur Weiterentwicklung. Auch im Vorstellungsgespräch sollte sie tunlichst nicht über die aktuelle Firma schlecht reden. Denn natürlich wird dann danach gefragt. Hier würde ich sachlich antworten, was die Firma produziert, vertreibt, etc. Bei der neuen Firma würde ich sagen, dass ich mich ausgerechntet dort bewerbe, weil mich das Thema interessiert und ich gerne in diesem Bereich arbeiten würde. (Vorher über den Betrieb schlaumachen.
Gut, dann machen wir es so. Und vielen Dank (natürlich auch an alle anderen Antwortenden.

Über den alten Betrieb würde ich in der neuen Bewerbung garnichts darüber schreiben. Man kann das doch begründen indem man schreibt:
Man möchte sich neuen Herausforderungen stellen und im Betrieb ..... deswegen den Posten eines ..... einnehmen.
Wer heutzutage länger als 3 Jahre in einem Betrieb angestellt ist, gilt häufig schon als unflexibel! Deshalb wird sich kein Personaler etwas dabei denken, wenn sie berufliche Neuorientierung oder ähnliches schreibt.
Lexa1 am 19. Juni 2008 13:02 Ich bin etwa 35 Jahre im Betrieb.Deshalb bin ich noch lange nicht unflexibel.Bei anderen ist es sicher ähnlich.Ich fühle mich einfach im Betrieb wohl und die Arbeit macht Spass und ist abwechslungsreich.Wer öfter den Arbeitsplatz wechselt, gilt auch nicht automatisch als nicht anpassungsfähig.
Es ist nun mal Fakt, dass gerade große und internationale Firmen, ein längeres Verweilen bei einer Firma, als unflexibel deuten. Erlebe es fast täglich, dass gerade "ältere" Bewerber aus oben genannten Gründen abgelehnt werden...
Lexa1 am 19. Juni 2008 17:39 Bei uns( auch internationale Firma, etwa 1400 Mitarbeiter ) arbeiten die älteren die jüngeren ein und gehen dann in den wohlverdienten Ruhestand,Vorruhestand, Alterssteilzeit. So sollte es sein.Man kann nichts verallgemeinern.
schwierig. aber in der bewerbung kann man das besser umschiffen. schreibt einfach sowas wie "ich bin auf der suche nach einem anspruchsvollen Aufgabengebiet, in dem ich eigenverantwortlich handeln kann" oder so ähnlich. ich würde es in der tat nach tapetenwechsel klingen lassen.
beim vorstellungsgespräch muss man dann aufpassen, was man sagt. am besten, man macht kleine andeutungen, aber umschifft das ganze geschickt... es gibt schließlich immer einen grund, warum man ne stelle wechselt. gut wäre als begründung natürlich, wenn es näher am wohnort wäre oder man mehr verdient... sowas eben, oder wenn die firma an sich interessantere abläufe zu bieten hat, weil sie größer ist, naja, ihr macht das schon.
Danke! Auch für die Schnelligkeit, mit der hier geantwortet wird. Danke!

Alles weglassen. Ich würde schreiben, dass ich mich beruflich weiterentwickeln möchte. einen neuen Betrieb mit neuen Perspektiven.
Unüberbrückbare Differenzen .
Yu Ly am 19. Juni 2008 12:55 Das im Bewerbungsschreiben wird meist als "streitsüchtig" interpretiert.
nee. sowas würde ich nicht schreiben und ich würde es auch nicht im vorstellungsgespräch sagen... kommt ganz mies!!
Das war auf amerikanischen Scheidungspapieren :-) Für Bewerbungen, denke ich, nicht so gut.
Es sind schon diverse Dinge vorgefallen und es gab auch schon 3 Gespräche, das letzte vor 1 Monat. Sie will definitiv weg.
Ok, ist verständlich.