Bei der Lektüre von diversen Finanzzeitschriften bin ich ständig wirklich von neuen Anlagetipps überzeugt (neue trends „next eleven“, Rohstoffe, Solar etc) und stecke immer wieder neues verfügbares Anlagegeld in neue Werte, so dass mein Depot zu viele Werte enthält. Aktuell über 40 kleinere Positionen, die ich natürlich kaum mehr alle beobachten kann. Wie schafft ihr es euch in dem Bereich stärker im Zaun zu halten, ohne auf echte neue Chancen zu verzichten.

Mir helfen zwei Dinge gegen die Versuchung:
breit streuende Fonds beruhigen mich in der Hinsicht, da die Fondsmanager schon einen Teil der neuen Chancen für mich wahrnehmen werden
selber habe ich mir ein strenges Limit von 15 Werten im Depot gesetzt. Wenn also ein neuer Wert ins Depot soll, muss ein anderer raus. Und da das Verkaufen ja Geld kostet, diszipliniert mich das schon
Grüße markusros

Börswninvestoren bevorzugen die buy and hold Strategie. D.h. auf gute Substanzwerte setzen und nicht immer gleich wechseln. Denn ein Grundsatz an der Börse heißt auch "Hin und Her macht Taschen leer"
Kurzfristiges kaufen und verkaufen hat nichts mit investieren sondern mit zocken zu tun.

Hallo.
Wer seine Rahmenbedingungen und seine Anlegermentalität berücksichtigt (und das sollte man auf jeden Fall), für den kommt nur ein relativ genau definierter Anlagebereich in Frage. In diesem Bereich gibt es (auch wenn man mal einen Blick links und rechts über den Bereich hinaus wirft, "nur" eine begrenzte Anzahl an Investitionsmöglichkeiten.
Sieht man sich diese genau an, wird man feststellen, daß z.B. viele Deutschlandfonds in die selben Firmen investieren. Es gibt halt nunmal in Deutschland nur eine begrenzte Anzahl an börsennotierten AG's und von diesen wiederrum ist nur ein Teil als Investment geeignet. Warum also sollte man zwei, drei oder noch mehr Fonds in sein Portfolio aufnehmen, die das Gleiche tun? Wäre doch Quatsch!
Gleiches gilt dann für sämtliche Regionen und Marktsegmente (z.B. sind weltweit nicht sehr viele AG's als wirkliches Öko-Investment geeignet. Dies kann man auch feststellen, wenn man im Morningstar-Analysetool sämtliche Ökofonds anwählt und sich die Aktienüberschneidungen ansieht). Eventuell besteht dann noch ein Unterschied bei der Zielsetzung des Fonds [Dividendenwerte, Wachstumswerte, Steueroptimierung etc.] aber das wars dann auch schon...).
Bei den Recherchen zu einem qualifizierten Portfolio ergeben sich evtl. noch ein paar Alternativen, die man sich zur Seite legt, falls sich einer der Fonds nicht so entwickelt wie gewünscht oder ein Fondsmanagement seine Anlagepolitik ändert...
Ähnlich funktioniert das bei mir auch mit Einzelwerten... aber bei diesen beschränke ich mich sowieso, da meine Recherchemöglichkeiten meist nicht wirklich in die Firmen hinein reichen. Fondsmanager haben da viel bessere Möglichkeiten...
Schöne Grüße justii
Da ich äußerst kritisch gegenüber neuen Strategien bin, die über den "grünen Klee" gelobt werden, kann ich mich da gut im Zaum halten.