Wie dicht sind Feldlinien?

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4 Antworten

Eine Feldlinie ist nur eine Darstellung der Realität. In Wirklichkeit sind es infinitesimal kleine Abstände zwischen den unterschiedlichen Linien, sodass es eigentlich ein dicker Strich sein müsste, weil du zwischen den Linien keinen "Leerplatz" hast.

Beispielsweise ist die Spannung  das Integral des E-Felds über die Strecke. Da das Integral eine Aufsummierung unendlich kleiner Teilstücke beschreibt, ist ansich der Platz zwischen den Feldlinien (Äquipotentiallinien) unendlich klein, bzw. 0.

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Kommentar von Usedefault
18.08.2016, 22:17

Heißt das, ein Feld wirkt von Elektron zu Elektron und dieses ist unendlich dicht und hat keine kräftefreien noch so kleinen Lücken?

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Kommentar von Richard30
18.08.2016, 22:22

Hm obwohl doch auch eigentlich die Linien gequantet sein müssten, oder? Es müsste doch also eine maximal kleine Ausbreitung geben und eine maximal kleine Ladung. Unser Universum ist ja scheinbar in jeder Beziehung gequanted (sowohl Raum als auch Zeit).

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Magnetfeldlinien sind keine existierenden physikalischen Objekte. Es gibt sie physikalisch nicht. Sie sind nur ein zeichnerisches Hilfsmittel, um Magnetfelder anschaulich darzustellen. Mathematisch ist eine Feldlinie eine Kurve, deren Tangente überall parallel zum Feldvektor liegt, d.h. parallel zu der Linie, in die eine kleine Kompassnadel an demjeweiligen Punkt sich drehen würde.

Nun ähneln Magnetfelder einer im Raum zirkulierenden Flüssigkeit. Es gibt einen bestimmten magnetischen Fluß (Einheit: Weber), und je nach der Größe der Fläche im Raum, die dieser Fluß in seinem Verlauf durchquert, ist die magnetische Flußdichte (Einheit: Tesla) größer oder kleiner. Z.B. ist die Flußdichte, wo das Feld aus dem Pol eines Stabmagenten herauskommt, besonders hoch. Beginnt man an diesem Magnetpol Feldlinien zu zeichnen, z.B. mit 1 mm Abstand zwischen den Linien, dann werden diese Linien, wenn man sie weiterzeichnet, einen größeren Abstand haben, wo sich der gleiche Fluß in einigem Abstand von dem Magneten auf größere durchquerte Flächen verteilt. Auf diese Weise veranschaulicht die Dichte der gezeichneten Linien die magnetische Flußdichte.

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Kommentar von Franz1957
18.08.2016, 23:24

Meine Erklärung hier bezog sich auf Magnetfelder, weil ich zu diesem Thema schon früher geschrieben hatte. Für elektrische Felder gilt das fast alles ebenso, nur mit der Einschränkung, daß statische elektrische Felder nicht zirkulieren, sondern Quellen und Senken haben.

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Kommentar von Usedefault
18.08.2016, 23:30

Interagiert das M-Feld des Stabmagneten erst mit Eichbosonen, die an den Magnet gesendet werden, wenn eine Nadel diesem Feld näher kommt, oder existiert das Feld auch, wenn man keinen Kompass in das Feld einbringt?

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Gegenfrage: Wie viel Bildpunkte enthält die Darstellung eines elektrischen Feldes?

Mit Feldlinien werden Charakteristika physikalischer Felder symbolisch grafisch dargestellt. Die Dichte solcher Linien liegt so in der Freiheit des Grafikers wie die Pixeldichte seiner digitalisierten Darstellung.

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Kommentar von Usedefault
18.08.2016, 23:13

Vielleicht gibt es die Feldlinien nur im allzumenschlichen Modell!

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