Frage von katwal,

Wie denkt Ihr über "Prinzipienreiter" im Gegensatz zu "charakterfesten Menschen mit Grundsätzen"?

Wie Ihr wisst, haben die Menschen unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen.

Nach meiner Auffassung hat eine "richtige Persönlichkeit" feste Charakterzüge, wonach man sie einschätzen kann; dazu gehören Grundsätze.

Menschen mit Grundsätzen wissen, was sie wollen; man kann sie gut einschätzen, während "Menschen ohne Grundsätze" (Opportunisten!) sich bewegen wie "ein Fähnchen im Wind". Letztgenannte erschweren es einem, mit ihnen befreundet zu sein, denn sie sagen manchmal "ja" und "nein" gleichzeitig, und man weiß dann nicht, woran man ist.

Allerdings können - so meine ich - Prinzipienreiter auch schwierig im Umgang sein. Sie erkennen keine Ausnahmesituationen, wo man mal "fünfe gerade sein lassen sollte" und beharren auf ihren Grundsätze "um jeden Preis", sind "zugeknöpft bis zur Halskrause" (nicht offen für Neues!) und festgefahren wie ein im Schlamm stecken gebliebener Lkw.

Beispiel: Vor kurzem unterhielt ich mich mit guten Bekannten darüber, dass wochentags um 18.00 h eine TV-Sendung ausgestrahlt wird, die Interessantes vermittelt. Daraufhin meinte eine Person mit festgefahrenen Grundsätzen: "Um diese Zeit sehe ich NIE fern (Punkt!)!"

Mich interessiert, wie Ihr darüber denkt. Bin sehr gespannt.

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Liebe/r katwal,

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Hilfreichste Antwort von DasNeutrum,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Leider ist es mir nicht möglich, OHNE eine gewisse Portion Arroganz und Selbstgerechtigkeit zu antworten, aber ich werde versuchen, es damit nicht allzu arg zu übertreiben:

Personen mit festen Grundsätzen und eisernen Prinzipien pauschal als kleinkariert und rechthaberisch zu verurteilen, hat selber was von einer verkappten Form der Kleinkariertheit. Antworten die Inhalte in dieser Richtung beinhalten waren daher auf Deine Frage regelrecht zu erwarten. Diesen Antworten kann ich immerhin zugute halten, daß sie nicht komplett daneben liegen. Allerdings treffen sie ebenso keinen Nagel auf den Kopf, wie man so schön sagt.

Der feste Grundsatz und das eiserne Prinzip sind, soweit ich das in meinen Horizont hineinzwingen kann, zwei in die gleiche Richtung stoßende abstrakte Bezeichnungen, die unbedingt ambivalent gewertet werden müssen.

Mit Sicherheit kann man sagen, daß allzuviele Prinzipien dem Klischee des Zwangsneurotikers entsprechen (wobei der immerhin an einer bösen Krankheit LEIDET), und nicht selten ergeben sie eine Affinität zu allzu eng geschnürten Regelwerken, abgeschlossenen und engstirnigen Weltbildern und anderen übermäßig konventionellen Allüren. Allerdings ist es denn nicht exakt der von Immanuel Kant beschriebene "kategorische Imperativ", die Integrität des Individuums, die lutherische Haltung "Hier stehe ich und kann nicht anders!", oder ist es nicht das Stauffenberg-Zitat, in dem vom "Verräter an seinem eigenen Gewissen" die Rede ist, was eine enge Verbundenheit zu eigenen Prinzipien ja geradezu vorraussetzt? Ich finde schon! Daher haben Prinzipien und Grundsätze durchaus ihre Daseinsberechtigung. Es liegt am jeweiligen Ethos des einzelnen Menschen, ihnen zu entsrpechen oder es nicht zu tun. Solange ein Mensch sich selber diesen scharfen Selbstregulierung unterwirft, mag es (abgesehen von bestimmten Fällen) seine freiwillige Entscheidung sein. Gefährlich KANN es mit der "Prinzipienreiterei" werden, wenn andere die Last dafür zu tragen haben.

Ich bin wie Du und diejenigen, die Du mit Deiner Frage hervorgekitzelt hast, auch kein Freund absoluter Sichtweisen, und fange auch gerne hier und da mal an, zu relativieren. Allerdings kenne ich die schmerzhaften Grenzen des vergeblichen Bemühens um einen vagen Ausgleich, der in etwa den schemenhaft erkennbaren Relationen entspricht.

Absolutheitsansprüche genehmige ich mir daher auf der anderen Seite auch. Es liegt an mir, sie in einem ausgewogenen Verhältnis anzuwenden. Und ja: das wiederum ist relativ... ;o)

Kommentar von sanne172,

Tolle Antwort! DH.

Antwort von Mizi59,
22 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hay liebe Katwal,ich habe zu dem Thema grad ein schönes Video gefunden...und musste ein wenig lachen!

Antwort von Birgitwunder,
13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Liebe Katwal !

Das ist eine interessante Frage, welche schon ein paar Erfahrungen mit Leuten notwendig macht.

Sicher ist es wichtig, jemanden ganz gut einschätzen zu können. Von daher ist es auch zu begrüßen, wenn Menschen Grundsätze haben. Wie streng sie nach diesen Grundsätzen leben können, ist aber leider manchmal auch vom Geldbeutel abhängig. Allgemein ist noch dazu zu sagen, daß einen das Leben ab und an in Situationen hineinwirft, daß man aus Verzweiflung ganz anders handelt, als man es eigentlich normalerweise tut...

Die von Dir angeführten Prinzipienreiter sind weltfremde Personen, mit denen der Umgang meist mehr als schwierig ist. Das zu merken und mit solchen so wenig wie möglich zu verkehren, erleichtert einem sein eigenes Dasein :-) Diskussionen sind zwecklos und kosten nur Deine Nerven ! Verschwendete Zeit !!

LG -- Birgitwunder

Antwort von KatzeNini,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn Sinn und Wichtigkeit im Vordergrund stehen, darf man daraus ruhig eine Prinzipsache machen! Dann ist es richtig auf einer Regel/Ansicht zu beharren, denn das läßt auf eine folgerichtige Handlung, einen zuverlässigen Charakter schließen.

Anders sieht es aus wenn jemand stur auf seinem Standpunkt beharrt, obwohl dies keinen Sinn macht. Besonders heikel wenn die Umstände, der gesunde Menschenverstand dafür sprächen bzw es gute Gründe gäbe, eine Ausnahme von der Regel zu machen und andere von dieser Entscheidung betroffen sind.

In einem solchen Fall müßte man sich den Vorwurf Mangel nicht flexibel zu sein gefallen lassen. Dazu hat man zwar das Recht, doch steht man dann leicht im Verdacht einen Mangel an Interesse oder Einsehen zu haben, träge und bequem zu sein.

Daher ist es nicht verkehrt gelegentlich den eigenen Standpunkt zu überprüfen, um entweder an Grundsätzlichkeiten festzuhalten oder alte Zöpfe abzuschneiden!

Antwort von Christa251248,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Liebe katwal.....du stellst wirklich eine Frage, die zum Nachdenken anregt. Also, meine Meinung ist die. Im grossen und ganzen, mag ich schon Menschen mit festen Prinzipien. Meist haben sie eine feste Tagesstruktur, und man weiss genau wie sie so ihren Tag verbringen. Ich habe aber festgestellt, dass von diesen Menschen aber auch für mich eine Langeweile ausgeht. Sie haben so feste Charakterzüge, sind selten bereit auch mal über ihrer Schatten zu springen. Lachen wenig, und haben ihre ganz feste Rituale.

Menschen ohne Grundsätze, leben meiner Meinung nach mehr so in den Tag hinein. Ohne feste Rituale. Sie machen sich selten Gedanken über ihr Leben, nehmen es so wie es kommt. Diese Menschen sind aber auch für mich nicht das gelbe vom Ei.

Ich denke,.......Individualität, und Vielseitigkeit....Ja, das sind die Menschen, bei denen ich mich persönlich wohlfühlen würdem, die viel lachen, aber mit denen man auch tief ernst Gespräche führen kann. Aber diese Kategorie Mensch die ich mir vorstelle, gibt es zwar, aber sehr selten. Schade eigentlich.

Kommentar von garteln,

Es gibt genügend solcher "Exemplare" wie du sie dir wünschst,nur begegnen sie einem nicht so oft.Aber jetzt hast du ja mich :)))))))))

Kommentar von Christa251248,

Danke dir garten für deinen lieben Kommentar. Ja, Ausnahmen bestätigen die Regel. Liebe Grüsse Christa

Antwort von powerfraqu6464,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich müßte hier direkt eine Gegenfrage stellen.Deine Frage und die Antworten interessieren mich sehr, da ich nach dem Lesen nun nicht mehr weiß, wer oder was ich bin.... Ich habe Grundsätze widerum aber auch nicht. Ich bin weit davon entfernt ein Fähnchen im Wind zu sein und schon garnicht berechenbar. Menschen mit festen Grundsätzen sind berechenbar und für mich schon fast langweilig dadurch. Ich mag schillernde Persönlichkeiten mit Facettenreichtum. Ich lasse mich gern überraschen und immer freue ich mich, wenn mein Gegenüber mir so nah und dann doch wieder völlig "fremd" erscheint. Das belebt und das finde ich auch ansprechend. Ich möchte nicht in eine der Schubladen wandern, sei es mit oder ohne Grundsätzen. Ich bin sicherlich auch nicht einfach im Wesen und habe viele Bekannte und wenige Freunde, wirkliche Freunde. Da ich äußerst vorsichtig bin, mich jemandem zu öffnen. Sicherlich auch nicht immer förderlich, tut mir aber gut. Wer aber den Weg zu mir gefunden hat, den verliere ich kaum aus den Augen, geschweige denn aus dem Herzen. In diesem Sinne: Feuer frei!

Antwort von osmond,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hi, etwas Fuzzy Logic gehört stets dazu. Ich trinke NIE während der Arbeit. Jedoch an Geburtstagen trinke ich ein kleines Schlückchen mit. Ich sehe nie um 18.00°° fern, jedoch bei der Weltmeisterschaft mache ich eine Ausnahme. Prinzipienreiter brauchen feste Regeln, da sie ansonsten keine Übersicht mehr haben. Andere lassen 5 gerade sein, Opportunisten haben auch ihre Prinzipien, so ist das nicht! Das Eigenwohl steht an Nr. 1. Im Grunde ist ein Prinzipienreiter einem willenlos sich Treiben lassenden gegenüber im Vorteil. Gruß Osmond

Antwort von Momo1965,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also... ich habe Grundsätze... relativ feste sogar. Das beinhaltet z.B. meine Moralvorstellung, die Einhaltung gewisser Regeln in einer Gemeinschaft, auch die ein oder andere Vorgehensweise oder Reaktion in bestimmten Situationen… usw. usf.

Ich habe auch Prinzipien... einige sogar. Es gibt z.B. Dinge und Vorgehensweisen, die schließe ich einfach für mich aus. Prinzipiell! :-)…. Nun ja… andererseits zitiere (und beherzige) ich auch immer wieder gerne folgenden Spruch:

Ich setze meine Prinzipien so hoch an, dass ich bequem drunter herspazieren kann. ;-)

Tja, und manchmal richte ich mich auch wie ein Fähnchen im Winde aus. ...

Und nun sage mir, bitte, liebe Katwal, in welche Deiner Schubladen ich nun Deiner Meinung nach gehöre.

Ich denke, ich bin kein Einzelfall. Es wird noch zig Menschen ebenso ergehen. Insofern kann man auch niemals behaupten, jemand sei ein „Prinzipienreiter“, nur, weil er in diesem Moment an seiner Meinung festhält. Ebenso kann man in diesem Zusammenhang auch nicht pauschal von einem Grundsatz-starken, also charakterfesten Menschen sprechen, denn auch er wird in bestimmten Situationen durchaus auch mal völlig unberechenbar sein können. Und die Opportunisten? Haben die wirklich keine eigenen Grundsätze? Nach Deiner These haben sie zumindest einen Grundsatz, nämlich den, keinen haben zu wollen….. und damit gehören sie schon wieder… tja, wohin denn nun?

Zu Deinem Beispiel mit der „Person mit festgefahrenen Grundsätzen“, die abends um 18.00 Uhr nie fern sieht: Ich selbst habe genau diesen Satz schon unzählige Male gesagt. Ebenso wie vermutlich diese Person, von der Du sprichst. Und ich kann Dir versichern, ich habe auch schon etliche Male um genau diese Uhrzeit vor dem Fernseher gesessen… ebenso, wie vermutlich diese Person, die zwar „grundsätzlich“ um diese Zeit nicht fern sieht… aber möglicherweise an arbeitsfreien Tagen oder Wochenenden wohl.

Lange Rede, kurzer Sinn: Vergiss dieses Schubladen-Denken und vor allem die Vorstellung von einer „richtigen Persönlichkeit“. Das funktioniert bei Deinem Beispiel nicht, ebenso wenig, wie überall anders auch! ;-)

Antwort von schulle2,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich hab ja da auch meine Prinzipien, aber da muß man ja nicht stur drauf pochen. Gute Argumente können auch überzeugen. Das verlangt aber eine vernünftige Diskussion darüber. Ich laß mich ja auch manchmal überreden, gegen meine Prinzipien. Aber nicht gegen Pünktlichkeit und Ordnung!

Antwort von elenore,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo liebe Katwal, Prinzipienreiter sind für mich die sogenannten Paragraphenreiter, sture Menschen, die an ihre feste Meinung keine Luft lassen, sich also nicht bekehren und auch nicht überzeugen lassen. Sie sind rechthaberisch, bürokratisch und in gewisser Weise eine Spezie Mensch, welche mit Sturheit immer alles nach einem Schema durchsetzt. Flexibilität ist ein Fremdwort.

Prinzipien und Regeln dagegen haben ihren obersten Sinn für sie und geben ihnen Halt und helfen ihnen im Arbeitsalltag zurecht zu kommen. Ohne sie fühlt sich der Prinzipienreiter eher hilflos.

Charakterfeste Mensch mit Grundsätzen sind mir wesentlich lieber, haben einen festen Willen, sind sehr selbstbewusstund stehen mit beiden BEINEN im Leben und führen ein standhaftes individuelles Leben. Ihnen ist aber Flexibilität nicht fremd und sie lassen gute Argumente zu, eventuell etwas an ihren Grundsätzen zu ändern.

Menschen mit festgefahrenen Grundsätzen, wie deine gute Bekannte, sind mir eher suspekt, denn das Leben läuft nicht nur in einer ausgerichteten Spur entlang, man muss heutzutage flexibel und offen für Veränderungen sein. So wie der Charakter sich im Laufe der Jahre verfestigt, so sind aber auch Grundsätze der Zeit anzupassen.

Das ind meine persönliche Zeilen zu deiner Frage, denn ich bin auch der Meinung, eigentlich hast du alles gesagt, was zu sagen war und ist!!!!

LG elenore

Antwort von Mucker,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

"Beispiel: Vor kurzem unterhielt ich mich mit guten Bekannten darüber, dass wochentags um 18.00 h eine TV-Sendung ausgestrahlt wird, die Interessantes vermittelt. Daraufhin meinte eine Person mit festgefahrenen Grundsätzen: "Um diese Zeit sehe ich NIE fern (Punkt!)!" "

Es werden auch zu anderen Zeiten interessante TV-Sendungen ausgestrahlt - er strukturiert seine Zeit eben anders - was soll das mit festgefahrenen Grundsätzen zu tun haben?

Alles Gute!

Antwort von ereste,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Starrheit ist eine Rigidität, um sich "zusammenzuhalten", Flexibilität macht Angst. Aber eigentlich hast du sonst schon alles gesagt ... ich sehe nicht, welcher Rat dir dazu noch fehlt ;)

Kommentar von ereste,

Man braucht im Leben beides. Wie im Körper: das "ganz Harte", das nicht brechen darf, ist das Knochengerüst - das "ganz Weiche", das fließend bleiben muss, sind die Flüssigkeiten. Wenn etwas nicht stimmt, treten Probleme auf (zum einen Glasknochenkrankheit oder Osteoporose, zum anderen Arterienverkalkung oder Blutgerinnsel).

Genau so ist es mit den Gefühlen, Eigenschaften, Einstellungen oder in Beziehungen. Man braucht sowohl Festigkeit, Überzeugungen, Prinzipien, Regeln, Rituale, Sicherheit als auch Nachgiebigkeit, Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, Ungewissheit, Überraschungen, Ausnahmen.

Eine starke Persönlichkeit kann das in Balance halten und je nach Situation bei ihren Entscheidungen abwägen. Weder das Beharren noch das Unverbindliche müssen ihr Angst machen, weil in beidem eine Fähigkeit steckt.

Antwort von gloy53,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das Beispiel ist sehr schlecht gewählt, weil hier eine Toleranz verlangt wird, die mit Prinzipien rein gar nichts zu tun hat! Ich würde es als unannehmbar empfinden, nur weil etwas empfohlen wird, was als Ausschließlichkeits-Charakter gemeint ist, dem quasi zu gehorchen! Der Fragesteller selber will Macht ausüben und ist dadurch ein ultimativer Nichts-Anderes-Zulasser. Das nimmt einem die Luft! Wenn dem nicht so ist, dann ist hier wahrscheinlich so, das 2 Betonköpfe aufeinander getroffen sind. Hier will jemand -vermute ich- seine negative Dominanz mit Grundsätzen verschleiern und sein Verhalten als das einzig richtiges hinstellen. Nach der Regel, ich bin keine Geisterfahrer, die anderen sind die Geisterfahrer, man sieht es hier ja eindeutig, alle fahren verkehrt, außer mir! Flexible Menschen sind da dann -immer- Opportunisten, weil sie nicht mein Verhalten haben. Das ist ekelhaft, hochgradig intolerant und das man mit so einem Menschen nichts zu tun haben will, ist glasklar! Tut mir leid, wenn ich was falsches schreibe, aber die Fragestellung ist eindeutig intolerant und nur danach kann ich meine Antwort geben.

Kommentar von alchemist2,

Wohl wahr, das Beispiel ist nicht das beste, aber genau bei diesem Beispiel käme es auf den Tonfall des Redners an. Ist es empört, also gleichzeitig belehrend für die anderen (wie kann man sowas bloss machen?), oder ist es der sachliche Ton der Überzeugung (macht was ihr wollt, aber für mich kommt das nicht in Frage)?

Antwort von slick533,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Aussage deines Bekannten zeugt von Desinteresse.

Antwort von Zwuckelle,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn diese Person das so lebt, dann ist es doch okay.

Ich habe auch manche Prinzipien, die niemand umstoßen kann. Punkt.

Antwort von MichaelSelm,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Aus der Antwort der Person kann man nichts ableiten denke ich.

Man kann nicht ersehen ob das ein Grundsatz von ihr ist.

Man kann davon nicht ableiten das es ein stures Prinzip ist.

Vielleicht ist sie um die Zeit generell auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und kann nicht Fernsehen.

Oder sie ist mit irgend einer anderen Sache beschäftigt, die sie davon abhält Fernsehen zu können.

Alles was hier gesagt wird kann nur eine Spekulation sein. Denn weitergehende Ausführungen gibt es nicht.

Und daher würde ich die Betreffende nicht abwerten als "eine Person mit festgefahrenen Grundsätzen".

Da halte ich mich lieber an das Zitat von Heinrich Nordhoff:

„Man wird nicht dadurch besser, dass man andere herabsetzt.“

Antwort von Odysseus247,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn ich das Meinungsfrei beantworten soll, möchte ich an dieser Stelle an die "Big 5" der Persönlichkeitspsychologie erinnern! Es geht überhaupt nicht darum, etwas als "besser" oder "schlechter" zu bezeichnen. Es geht darum, die blosse Existenz von Unterschieden festzustellen, eben anhand z. B. der Big five.

http://de.wikipedia.org/wiki/BigFive%28Psychologie%29

Antwort von freezyderfrosch,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Jeder Mensch ist eine Mischung aus Beidem!

Antwort von Georg999,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Menschen mit GRUNDSÄTZEN darf man i.d.R. auch Charakterfestigkeit zutrauen, ohne sie als borniert oder ewiggestrig zu apostrophieren. Eine andere Spezies sind die Leutchen mit >Standpunkt<. Für diese gilt die bewährte Erkenntnis: "Standpunkte sind geistige Horizonte mit dem Radius NULL". - Leider werden beide Kategorien in der Umgangssprache nicht scharf gezeichnet und damit verwechselt. Beispiel: Wenn jemand sagt: >Keine Drogen zu nehmen ist für mich ein Grundsatz (kann also kein Standpunkt sein)<. Anderes Beispiel: "Ich stehe auf dem Standpunkt, daß die Jugend zu wenig lernt." Hier fließt ein Vorurteil ein; Kommentar überflüssig.

Antwort von dawala,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hier in Karlsruhe wird mir regelmäßig Prinzipienreiterei mindestens unterstellt wenn ich fordere als Frau gleichberechtigt behandelt zu werden. Oft heißt es auch dies sei Ausdruck einer psychischen Störung. Ich habe auch RicherInnen erleben dürfen welche mir deswegen Grundrechte entzogen. Ich bleibe dabei dass unser Grundgesetz Gültigkeit auch in dieser Stadt hat. Nach meiner Erfahrung handelt es sich um Angstbeißen. Nun denn. Da stoßen verschiedene Prinzipien oder eben Grundsätze aufeinander.

Bei mir erlebe ich in den letzten Jahren dass manche Ansicht sich verändert hat seit ich mehr Informationen zum Thema bekam. So würde ich heute einen Privatkredit nicht ablehnen. Vorausgesetzt er würde so auch festgehalten. Das Leben ist ja ein Eichhörnchen. Früher fehlten einfach die Argumente dafür.

Mit Menschen die nicht fassbar sind, ihr Fähnchen ständig im Wind drehen, mag ich nicht verkehren. Das ist mir zu anstrengend. Wer Grenzen setzen kann ist fassbar. So wie eine Tasse nur deshalb Flüssigkeit aufnehmen kann weil sie Grenzen hat, Grenzen umschließt. Zudem sind solche Menschen nach meiner Erfahrung auch zuverlässig. Im Gegensatz zu den Zeitfressern, Zeitstehlern. Um nicht an die Geschichte zu denken.

Menschen mit Grundsätzen sind fein um eine Diskussion zu führen. Gerade wenn die Prinzipien gegensätzlich zu meinen sind und die Argumentationsführung ein gewisses Niveau hat. Anders scheint mir Wachstum schwierig. Aber Stillstand auch in den Ansichten ist nun mal Tod. Das mag ich nicht so. Ist zu langweilig.

Antwort von jockl,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Was sollte an dem Beispiel falsch sein ? Der um 18 Uhr nicht TV-Sehende hat doch Grundsätze welchen prinzipiell nicht entgegengesetzt werden kann. Wie sich dies sowohl als auch negativ auf Persönlichkeit oder Charakter projezieren lassen kann, vermag ich nicht zu erkennen. Ausserdem kann "grundsätzlich" 2 + 2 nie 5 sein. Das würde prinzipiell gegen mathematische Grundregeln, da eine der 4 Grundregeln des Rechnens, heute einfache Mathematik genannt, verstossen.

Tatsächlich (Tatsache, der Begriff fehlt in der philosophischen Frage) lassen im Schlamm steckende Lkw´s daraus entfernen, so man das grundsätzlich auch will, also ist das prinzipiell eine Frage des Wollens oder nicht.

Antwort von Equinoxe,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Solange sich alles in normalen Bereichen bewegt, ist nichts dagegen zu sagen, dass man eiserne Grundsätze hat, nach denen man lebt - aber man kann, wie bei allem, von beiden Seiten vom Pferd fallen, wie man an den Opportunisten und Korinthenkackern dieser Welt sehen kann ...

Antwort von LedZeppelinFan,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

suum cuique

Kommentar von fritzhund,

Aber mir das meiste...

Antwort von SueHatFrage,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich denke jeder Mensch sollte Prinzipien haben, allerdings nicht zu festgefahren darauf sein. Offen für Neues zu sein ist immer gut. Allerdings sollte man auch mal an seinen Gewohnheiten oder eben Prinzipien festhalten, denke ich. :)

Antwort von Naturkind,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ausserdem ändern sich die Prioritäten in Laufe seines lebens. Es gibt keinen normaLEN MENSCHEN,der mit 40 die gleichen Ansichten hat wie mit 20.

Antwort von alchemist2,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo Walli,

scharfe Grenzen wird es zwischen diesen beiden "Extremformen" nicht geben. Je penibler und sturer ein Mensch auf Regeln und Grundsätze pocht, desto eher kann man, ganz kurz und knapp brutalstmöglich zusammengefasst, ihn als hilf- und charakterlosen Typ mit Kontrollzwang bis hin zum Autisten bezeichnen.

Klar, Regeln brauchen wir alle, aber sie können und dürfen uns nicht den gesunden Menschenverstand, den freien Willen, den Lustfaktor und auch die Freude am "kontrollierten Ausscheren" nehmen.

Früher habe ich den Satz "Ausnahme bestätigt die Regel" nie verstanden. Heute weiss ich was das bedeutet: Erst wenn ich Ausnahmen zulasse, merke ich, dass Regeln da sind, dass sie gut sind und dass sie ein GELÄNDER sind zum freien Gehen, kein Korsett oder eine Rolltreppe ohne Richtungswechsel.

Antwort von Naturkind,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das Leben ist schnell und man muss mithalten können oder Eremit werden. ich selbst bin recht flexibel und änder auch sehr heufig meine Meinung oder Ansichten. Eben weil es so viele Seiten und Facetten des lebens gibt. Dennoch bleibe ich einer Prinzipie bedingungslos treu-und das ist der Tierschutz!! Reine Prinzipienreiter langweilen mich und ich umgebe mich auch nicht mit solchen. Reine "Flattermänner" find ich zu Oberflächlich und kann ich auch nicht ab. Ich sehe mich als das gesunde ;Mittelmass.

Antwort von frettlein,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn wir von Gewalttätern bedroht werden, werden wir alle zu Opportunisten, weil wir überleben wollen.

Kommentar von DasNeutrum,

...werden wir FAST alle...

Wie in der Tictac-Werbung: Man kann ja nie wissen! ;o)

Antwort von knubbl81,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

prinziepienreiter sind einfach nur nervige menschen die uneinsichtig sind und auf ihre meinung pochen

Kommentar von DasNeutrum,

Echt jetzt? XD

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