Frage von bit77, 191

Wie denkt Ihr über fremde Kulturen?

Die BRD ist ja ein Land, das sehr viele Ausländer aufnimmt. Wenn man sich deren Kultur so betrachtet, fällt mir etwas besonderes auf: Immer, wenn in einem muslimischen Land ein durch die Bevölkerung herbeigeführter Regierungswechsel stattfand, kamen danach immer radikal-konservative Muslime an die Macht, die natürlich gewählt wurden.

Wenn wir dieses Szenario auf uns übertragen, könnte man in einigen Jahren damit rechnen, daß bei der anwachsenden Zahl der Muslime sich die ersten Muslimischen Parteien bilden könnten und ihren Einfluß auf die Politik geltend machen.

Deshalb eine kleine Umfrage:

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 51
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht
  1. Muslime, die deutsche Staatsbürger sind, dürfen selbstverständlich eine politische Partei gründen - es gibt ja auch christliche Parteien wie die CDU und die CSU.
  2. Wenn sie eine Partei gründen, dann muss diese auf dem Boden unserer Verfassung, des Grundgesetzes, stehen und darf sich nicht gegen unsere freiheitlich-demokratische Ordnung bzw. extremistisch betätigen. Tut sie es doch, dann wird sie nicht erlaubt oder wieder vom Bundesverfassungsgericht verboten.
  3. Angesichts der Tatsache, dass muslimische Staatsbürger nur eine deutliche Minderheit darstellen, wird eine muslimische Partei, sofern sie oppositionelle Zielsetzungen verfolgt, keinen großen Einfluss auf politische Entscheidungen haben.

MfG

Arnold

Antwort
von Limisus, 52
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

Die Zahl muslimischer Einwanderer ist im Vergleich zum Rest der deutschen Bevölkerung zu klein, um einen signifikanten Einfluss auf die Politik zu haben. Allerdings ist die Angst vor der sogenannten Islamisierung ebenso groß wie irreal. Wie so oft in der Geschichte, macht Angst die Leute blind vor den eigentlichen Tatsachen. Zum einen sind nicht alle aufgenommenen Flüchtlinge radikal-konservative Muslime, und zum anderen sind leider die radikal-konservativen Ur-Deutschen das größere Problem. Auch wenn die Aufnahme von Flüchtlingen der Auslöser dieses Problems ist, heißt es noch lange nicht, dass diese auch das Problem ist. Leider sieht man gerade in Deutschland immer wieder die Tendenz, dass Angst und Verwirrung dazu führt, dass Menschen sich rechtsextremen Parteien anschließen oder neuerdings dem Populismus unterliegen.

Zurzeit studiere ich zum Beispiel in den Niederlanden, wo auch viele Deutsche studieren. Und es fällt auf, dass die meisten deutschen Auslandsstudenten sich nicht die Mühe machen, ein bisschen Niederländisch zu lernen. "Die Holländer können ja sowieso alle Deutsch, ansonsten muss es halt Englisch sein". Und in diesem Fall handelt es sich nicht um Leute, die aus Kriegsgründen(oder auch wirtschaftlichen) dazu gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, sondern um Leute, die sich freiwillig dazu entschieden haben, im Ausland zu studieren. Aber die Niederländer sind eben in dem Punkt ein sehr tolerantes Volk.

Ich habe in meiner Heimatstadt in Deutschland ein paar syrische Flüchtlinge kennengelernt, von denen ich weiß, dass sie alles geben, um die deutsche Sprache zu lernen, um in Deutschland ihr Studium vollenden zu können. Natürlich trifft das nicht auf die Gesamtheit der eingewanderten Asylbewerber zu, aber manchmal müssen die Deutschen als Volk auch ein bisschen mehr Toleranz zeigen. Je mehr Ausländer die Möglichkeit haben, Anschluss zu finden zu anderen Deutschen, desto weniger folgen der Stimme der radikalen Muslime. Ebenso wie manche deutsche Studenten im Ausland nur Kontakt mit anderen Deutschen suchen, so ist es auch verständlich, dass andere Ausländer das gleiche tun wollen. Ihnen bei jeder Gelegenheit mit einer Abschiebung zu drohen, steigert nicht gerade ihre Motivation sich zu integrieren. Der bessere Weg, meiner Meinung nach, ist, ihnen mit Offenherzigkeit entgegenzutreten. Kleinigkeiten reichen da manchmal schon aus. Aber auf der anderen Seite muss man ihnen auch klare Grenzen zeigen und die deutsche Kultur vermitteln.

Antwort
von randomhuman, 32
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

Der Ausländeranteil ist in Deutschland nicht erst seit gestern so hoch. Türken, oft Muslime gibt es schon seit einem halben Jahrhundert in größeren Zahlen hier. Siehst du irgendeine größere muslimische Partei? Ich sehe keine und das wird sich auch durch 1Mio. Menschen mehr oder weniger nicht ändern. 

Ich verstehe nicht, was da der großartige Deal ist. Der Ausländeranteil in Deutschland beträgt rund 10% und das schon seit Jahren. Bis jetzt ist darüber aber keine große Debatte aufgekommen. Klar gibt es sicher auch in diesem Zusammenhang Probleme, aber sicher keine, um den Ruck nach Rechts zu rechtfertigen. Und das 1% am Ende mehr macht nun auch nicht die Welt. Hätte die EU zusammengearbeitet, wie von Frau Merkel angestrebt, so hätten wir jetzt gar keine Debatte dieser Art. Aber jeder ist sich ja heutzutage wieder selbst am nächsten. Hauptsache, der Ostblock streicht die Milliarden der anderen Länder ein aber Solidarität fehl am Platz... Unverschämtheit

Kommentar von don2016 ,

@randomhuman...absolut meine Meinung, so oder ähnlich wäre meine antwort auch ausgefallen...liebe Grüße

Antwort
von Rosenblad, 20

Das Problem stellt sich nicht für den Staat in seinen verfassungsrechtlichen Gehäuse, sondern für Teile der Gesellschaft, die – aus welchen soziologischen und psychologischen Gründen auch immer -  in der gegenwärtigen Transgression eine fast schon gespenstische Bedrohung affizieren (emotional einordnen).

Oft physisch und psychisch im Arbeitsleben überfordert, im sozialen Abstiegskampf vulnerabilisiert (gekränkt, verletzt) in den technologischen Herausforderungen einer Multistaking -Welt gleichsam in Stress-Verläufe geradezu gezwängt, in einer Beschleunigungsgesellschaft immer stärker destabilisiert, in ökonomischen Weichenstellungen von Deregulierung, Flexibilisierung und Kapitalisierung gleichsam menschlich entwertet und betriebswirtschaftliche Hyperrationalität die eine „…gesellschaftliche und kulturellen Lage [schafft], in der es um ein einziges Prinzip geht, nämlich überall günstige Bedingungen für Investitionen zu schaffen“ (Oskar Negt) greift der Einzelne – verstärkt im nostrozentrischen Kollektiv gleicher Meinung und Einstellung – auf Deutungskurven zurück die in ihrer narrativen Generalisierung zu soziologischen Mustern zurückgreifen, die eine Gesellschaft in ihren sozialen Bestand erheblich destabilisieren kann. Und zwar in der Weise, das „überforderte“ Bevölkerungsteile auf spezifisch redundante Einrastpunkte von z.B. gesellschaftlicher Orientierung, Identität, Vertrauen, Narration oder Wertinventarien zurückgreifen – die oft in verdichteter Form als nationalistische Brandfackel angeboten werden.

Es stellt sich also nicht allein die Frage ob eine Gesellschaft solche dynamischen Abläufe – die sukzessiv in autodynamische Zirkelprozesse einlaufen können – nicht aushält, sondern deren mögliche inflationäre Punktierungen austarieren kann resp. ob ein gesellschaftliches System in der Lage ist Einflüsse (Stichwörter: Flüchtlinge, Islam) dieser Art als Störungskurve in Konfliktüberschüsse zu projizieren oder als Lernkurve in Agreementeinschlüsse zu implementieren.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 52
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

Ich halte dieses ganze Gerede von "Überfremdung" für völlig überzogen.

Deutschland nahm Flüchtlinge aus Ostpreußen, dem Baltikum usw. auf und ist daran nicht kaputt gegangen.

Deutschland nahm Gastarbeiter aus der Türkei, Italien, Portugal, Spanien usw. auf und ist daran nicht kaputt gegangen.

Westdeutschland nahm DDR-Bürger auf und ist daran nicht kaputt gegangen.

Ich sehe also keinen Grund für Panik.

Und wenn man jeden ausweisen würde, der sich nicht der demokratischen Grundordnung akzeptieren will, da müsste man am Südpol aber viel Platz für Nazis und andere Radikale machen.

Kommentar von Sagittarius1989 ,

Deutschland nahm Flüchtlinge aus Ostpreußen

Westdeutschland nahm DDR-Bürger auf und ist daran nicht kaputt gegangen.
 

Das waren ja auch deutsche und keine Ausländer.

Kommentar von Enzylexikon ,

Das waren ja auch deutsche und keine Ausländer.

Das sah die Bevölkerung, im Fall der "Heimatvertriebenen" bisweilen durchaus anders.

Mit anderen Gebräuchen und fremdem Dialekt wurde man als "zusätzlicher Esser" auch nicht gerade jubelnd empfangen.

Antwort
von Sisalka, 63

Ein heißes Eisen und keine Antwort, die sich über ein paar Halbsätze erledigen lässt.

Zuwanderung ist im Prinzip eine feine Sache, sie hilft dabei die Wirtschaft anzukurbeln und bereichert auch sonst das Leben. Es ist steht uns als wohlhabenden Staaten ebenfalls an, Flüchtlingen zu helfen. Alles nicht ganz einfach und muss irgendwie geregelt laufen (wie genau, darüber zerbrechen sich zur Zeit unzählige kluge Menschen den Kopf....)

Schwierig kann es werden, wenn die kulturellen Ansprüche der Zuwanderer sehr von denen abweichen, die die 'Einheimischen' haben. Dann gibt's Stress. 

Für mich ganz persönlich sehe ich es so, dass Zuwanderer sich in die Kultur des Gastlandes einfügen sollten. Ich erwarte schließlich auch nicht, dass ich in einem muslimischen Land in kurzen Hosen rumlaufen kann.

Ich lebe selber auch nicht in meinem Ursprungsland und finde es ganz normal, dass ich mich in meiner neuen Heimat anpasse und übernehme, was hier als 'normal' gilt. 

Für mich heißt das z.B. dass in Deutschland alle offen ihr Gesicht zeigen, denn diese Offenheit ist ein Teil unserer Kultur. Das heißt auch, das Frauen gleichberechtigt behandelt werden. Wer das nicht tut, ist in Deutschland am falschen Platz und sollte in ein anderes Land ziehen. Unsere Mütter und Großmütter sind für den Kampf um Gleichberechtigung etc ins Gefängnis geschickt worden, verprügelt und verlacht worden. Wir sind's ihnen schuldig diese sehr schwer erworbenen Freiheiten nicht mit Beliebigkeit zu verspielen.

Antwort
von Aleqasina, 51
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

Die Flüchtlinge, die mir begegnet sind, waren geradezu begeistert von unserem demokratischen Staatswesen. Von Schulen, auf die alle Kinder gehen dürfen. Von Polizeiwachen, wo einem geholfen wird und wo keine Folter droht. Von Behörden, wo kein Bestechungsgeld verlangt wird. Von Fußwegen, wo man gehen kann, ohne sich das Genick zu brechen. Und wo man auch als Frau rausgehen kann, ohne begrabscht zu werden.

Ich bin sicher, dass sich diese Erfahrungen irgendwann auch in ihren Herkunftsländern auswirken wird. Dort haben sie ja nur zwei Alternativen kennengelernt: entweder korrupt oder islamistisch. Oder beides zusammen, das gibts ja auch.

Antwort
von TomMike001, 20
Abschiebung von Menschen, die sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren möchten

Kurz und knapp: ich bin nicht ausländerfeindlich eingestellt, aber wer sich von den Flüchtlingen nicht mit unserer Grundordnung, unserer Gesellschaft und unsererm Staat arrangieren und anpassen will und vllt. sogar unsere demokratischen Werte bekämpfen will, hat hier definitiv nichts verloren.

Ich befürchte bei weiteren Flüchtlingen / Zuwanderern, dass unsere Gesellschaft es letztendlich irgendwann nicht mehr verkraftet und sich irgendwann doch stärkere Spannungen aufbauen, was den rechten Parteien, wie auch immer sie heißen mögen, in die Hände spielt.

Es gibt genug Beispioele in anderen Ländern um uns herum.

Antwort
von don2016, 31
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

...es gibt noch Länder, die prozentual noch mehr aufgenommen haben als wir in Deutschland; .aber der Osten dagegen also,  unserer Europäischen Gemeinschaft in Osteuropa, d.h. mehrere Länder, können nur von der EU kassieren, wo bleibt da der Zusammenhalt in der EU ?...man kann nicht nur nehmen....ich denke, das wird sich noch für diese Querulanten zum Bumerang erweisen;

als Angela Merkel die Worte nannte : wir schaffen das, war es noch nicht so abzusehen, daß mind. 3 osteuropäische Staaten, ihre eigen Suppe kochen wollen...sollen sie doch..., dann können sie direkt aus der EU austreten, diese Habgierigen; ich schließe mich da voll und ganz der Antwort und Meinung von randomhuman an; die EU erwähnt sogar das Thema, daß EU-Staaten, die die Kriterien der EG nicht erfüllen, auch ausgeschlossen werden können - das größte mit dabei war : eine Mauer zu errichten, um keine Flüchtlinge mehr ins Land zu lassen - und der König von Bayern, wäre dann der Bauleiter der Maurer .-)));

...zu den Muslimen..., also daß die hier in Parteien stark hervorgehen, ist derzeit nicht abzusehen; sie hätten in dem überwiegenderen Teil der Bevölkerung keine Chance; es wird noch weitere solche Protest-Wähler-Parteien, wie die AFD geben...die gab es schon immer..., sie verschwanden aber auch (fast) immer und sei es nur zur Bedeutungslosigkeit; ich erwähne nochmal : Republikaner : verschwunden, Piraten:  fast verschwunden, AFD : verschwindend = geringer werdend; liebe Grüße aus Köln

Kommentar von bit77 ,

Das mit Populismus und Angstmache Politik gemacht wird, um Wählerstimmen abzuschöpfen, sehe ich als großes Problem.

Das es aber überhaupt soweit kam, liegt auch daran, daß viele andere Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen und sich deshalb bei uns eine hohe Konzentration an Flüchtlingen ansammelt.

Im Umkehrschluß sind an der momentanen Situation auch genau diese Länder schuld. Und wenn diese Kandidaten dennoch Flüchtlinge aufnehmen, schaffen sie für die Flüchtlinge Bedingungen, die nicht zu ertragen sind.

Das dabei Gewalt entsteht, ist kein Wunder. Dabei sind gerade aus diesen Ländern in den 90er Jahren viele nach Deutschland ausgewandert. Und die hatten keinen Bürgerkrieg!!

Komisch, das Menschen ausgerechnet aus den Ländern, die selbst mal in der Situation waren die "Flucht" zu ergreifen, so intolerant sind. Erst selbst auf Toleranz angewiesen und dann wird es einfach vergessen, weil es einem nicht in den Kram passt.

Kommentar von don2016 ,

@bit77...diese Meinung vertrete ich auch von "Ostblock-EU-Staaten", die der Merkel in den Rücken fallen, nur kassieren können; aber ander EU-Länder, wir auch, sind so nicht erpreßbar, im Gegenteil irgendwann erhalten sie ihre Quittung und können sich dann auf ein Leben ohne EU einstellen, wie GB...liebe Grüße

Antwort
von Brauchenel, 12
Abschiebung von Menschen, die sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren möchten

Die muslimische Zuwanderung ist tatsächlich langfristig gesehen eine Gefahr. Über muslimische Parteien und eine immer grösser werdende anspruchsvolle muslimische Minderheit wird sich die Kultur Deutschlands sicherlich nicht zum Positiven wenden. Daher sollten alle Menschen, die NICHT assimilieren wollen, abgeschoben werden. Nur leider passiert derzeit in Deutschland genau das Gegenteil.

Antwort
von Hyaene, 42
Abschiebung von Menschen, die sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren möchten

Ich bin schon dafür, dass Kriegsflüchtlingen geholfen wird. Allerdings, bin ich der Meinung, dass sie sich hier anzupassen haben. Und das ist eben oft nicht der Fall. Und diese sollten dann meiner Meinung nach gehen und lieber Platz für ordentliche Menschen machen, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind. Man sollte sich auch mal selbst einiges fragen... 

Wir tolerieren es, wenn Frauen mit Kopftuch hier einreisen und leben. Wir tolerieren ihre andere Religion, wir bauen sogar Moscheen für sie auf. Was aber wäre, wenn Christen/Ungläubige nach Irak oder in den Iran reisen würden, weil bei uns Krieg ist? Würde das dann auch alles toleriert werden? Würde sich dann auch alles an uns anpassen? Würden wir überhaupt reingelassen? 

Was ich mitunter an den Deutschen auch immer wieder furchtbar finde ist, dass sie gar nicht mehr differenzieren, gar nicht mehr ehrlich und realistisch nachdenken können. Oder es wird gleich mal ordentlich geheuchelt. Alle Ausländer sind lieb usw. Ganz beliebt ist dann auch die Nazikeule. Wo ich mich auch wieder frage: Wie lange ist diese Zeit her? Was kann die heutige Generation dafür? War es nicht so, dass auch die Deutschen unter Hitler litten? Und warum wird sich gegen angeblichen Rassismus, was ja eigentlich gar nichts mit Rassismus zu tun hat, wenn man sich gegen eine Religion ausspricht, die ebenfalls zum Teil wirklich menschenverachtend und diskriminierend (alles andersgläubige ist schlecht) ist, ausspricht? Das ist mir immer wieder so dermaßen paradox. 

Ich finde sogar, eben dadurch, dass man schon gar nicht mehr seine ehrlichen Gedanken und zum Teil auch Ängste aussprechen darf, entstehen noch viel mehr Probleme. Viele Deutsche fühlen sich dann unterdrückt und unverstanden. Ja und das führt dann genau dazu, was eigentlich nicht passieren sollte. Nämlich, dass die AFD gewählt wird. Wie oft las ich hier denn schon Texte: "Eigentlich will ich diese Partei ja gar nicht wählen, aber was soll man noch tun? Es sind die einzigen, die Probleme mit Flüchtlingen ansprechen und dagegen vorgehen wollen." Ja... Das passiert eben, wenn man moralisch mundtot gemacht wird. Und viele AFD - Wähler sind auch keine Nazis, denn die NPD wählen sie ja nicht. Es sind einfach Leute, die die Schnauze vom ganzen System und der Heuchelei hier voll haben. 

Ich bin und bleibe trotzdem der Meinung, dass man sich alle Leute im einzelnen angucken sollte. Muslime, wie auch AFD - Wähler und sich die Leute mal anhört, was sie erlebt hatten, wie sie ihre Kultur leben oder warum sie sich für eine Partei entschieden haben, statt sofort mit dem Finger zu zeigen. Denn das ist dann nämlich genau dasselbe, wie zu behaupten, dass jeder Muslime ein Terrorist ist, was nämlich auch nicht stimmt. Nur gibt es eben zu viel Heuchelei und es wird aus diesen Gründen zu wenig kontrolliert. Blöd für die Opfer der Anschläge und auch blöd für die Muslime, die selbst vor diesem Terror geflüchtet sind... 

Roman zu Ende. :-D

Antwort
von muhamedba, 26
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

Die BRD ist ein Land, welches viele Ausländer benötigt. Laut der letzten Studie alle 12 Monate etwa 300.000 bis 500.000 Ausländer (je nach Studie) und es spielt dabei keine Rolle ob Muslime oder Christen. Es werden immer mehr Menschen älter, momentan haben wir über 15 Millionen Menschen, welche ü65 sind, etwa 25 Millionen bekommen Rente. Es werden immer weniger Kinder geboren und wenn nicht in die Sozialkasse eingezahlt wird, dann gibt es bald auch keine Rente mehr und das Land brennt, weil niemand, der 40 Jahre eingezahlt hat, auf seine Rente verzichtet.

Die Muslime werden in Europa die Mehrheit bilden. Das sage ich nicht, weil ich das vermute, mir wünsche oder irgendwo gehört habe... die Familie ist der Kern und 2 Kinder sind schon sehr wenig, für Muslime. Stirbt Vater und Mutter, dann bleiben 2 Kinder übrig = die Zahl der Bevölkerung bleibt gleich. Für Deutsche sind 2 Kinder besonders viel, in der Regel 1 oder gar keins (heutige Stand). Deshalb verändert sich die Einwohnerzahl so gut wie gar nicht. Die letzten 25 Jahre wurden etwa 10 Millionen Ausländer deutsche Staatsbürger.

In Europa gibt es (wenn wir Russland dazu zählen) genau eine Person, die das Spiel verstanden hat und dem Volk hilft, um diesen Trend zu verhindern - Vladimir Vladimirovic Putin - 2016 auch die Achse des Bösen, laut Medien.

Dein Bild über Muslime hast du wohl auch aus der BILD oder aus anderen hochqualitativen Medien in Deutschland. Dass das sicherste Land für Juden in Europa ein Land ist, wo die Muslime die Mehrheit bilden, das die einzigste Stadt in Europa, wo jüdische Einrichtungen keinen keinen Polizeischutz benötigen, eine Stadt ist, wo Muslime 70% stellen und das in dieser Stadt die Muslime einen Christen zum Bürgermeister gewählt haben... ist dir sicherlich auch bekannt.

Deutschland hat momentan keine Wahl. Durch so eine Einstellung wirst du eine AfD bilden, nur von der anderen Seite.

ps hätte für "Abschiebung von Menschen, die sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren möchten" gestimmt, wenn anstelle von Grundordnung Grundgesetz stehen würde.

Antwort
von Diodeicieli, 45

Man sollte bei diesem Thema nicht alles zusammenmischen:

- Flüchtlinge, die wirklich Hilfe benötigen, sollten diese auch bekommen, bis die Konflikte in deren Heimatländern beseitigt sind. Danach sollte jeder Flüchtling wieder in seine Heimat zurückgeschickt werden.

- Es sollte keine Gedulteten mehr geben. Wer sich den Gesetzen widersetzt, oder das Asylgesetz zur illegalen Einwanderung missbraucht, sollte abgeschoben werden.

- Für diejenigen, die weiterhin in Europa leben möchten, sollte es ein Einwanderungsgesetz geben, nach dem jeder einen Antrag stellen kann, der angenommen oder abgelehnt werden kann, je nachdem, ob und inwiefern die Auswahlkriterien erfüllt sind.

Sollten all diese Punkte erfüllt sein, dann würde die Situation in Deutschland/ Europa ganz anders aussehen. Im Moment scheint die deutsche Regierung diesbezüglich nicht konsequent genug. Zuwanderung ist nicht das Problem. Unkontrollierte Zuwanderung schon.

Kommentar von bit77 ,

Das es in der Sache die Du da ansprichst, seitens der Politik hakt, fällt mir auch auf.

Aufgrund solcher Unterlassungen seitens der Politik wird soviel Unsicherheit Produziert, mit der Folge, das Menschen rechts wählen.

Antwort
von Repwf, 70
Abschiebung von Menschen, die sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren möchten

Ich finde wenn ich woanders hin will, dann muss ich mich auch anpassen 

Kommentar von Tige8822 ,

Dann pass dich mal dem Land an in dem du wohnst, hier gilt nämlich Religionsfreiheit!

Kommentar von Repwf ,

Und? Hab ich was dagegen gesagt? Jeder Moslem kann wegen mir 27 x am Tag beten etc, stört mich genauso wenig wie die christlichen Kirchenglocken sonntags früh morgens!

In der Frage ging es um GRUNDordnung! Grundgesetze.., 

Antwort
von Iflar, 45
Abschiebung von Menschen, die sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren möchten

Ich bekenne mich klar für Migration nach Deutschland und die Aufnahme von Flüchtlinge! Dafür ist es egal, aus welcher Nation sie kommen, welche Religion sie haben etc.

Wichtig ist nur, dass alle anhand richtiger Integrationskurse die deutsche Sprache, die Geschichte, Politik, Wirtschaft und Philosophie lernen und verstehen. Zudem sollte es danach eine Bewährung für eingereiste Menschen geben, um sicher zu stellen, dass die sich an deutsche Gesetze halten wollen und können.

Wer also Teil der einen deutschen Gesellschaft werden möchte, soll es auch dürfen, immer! Grundsätzlich zu behaupten, jemand sei ein Anti-Demokrat, asozialer etc. weil er Muslime ist, schwarz ist oder nur 8  Zähne hat, ist nichts weiter als rassistische Fremdenfeindlichkeit, die in keine Demokratie der Welt gehört.

Übrigens stimme ich dem Punkt nur zu, wenn es "Abschiebung von nicht integrierbaren Ausländern..." heißt. Irgendwelche Menschen abzuschieben, die gegen das Grundgesetz verstoßen haben, ist nicht nur verfassungswidrig, sondern auch logistisch gar nicht zu regeln. Welches Land der Welt nimmt denn gerne Kriminelle auf?

Kommentar von bit77 ,

Natürlich hast Du da recht, ich habe aber mit Absicht "Grundordnung" gewählt. Vielleicht hätte ich das auch ein bisschen besser ausführen sollen. Es sollte auch ein bisschen um Anpassung an unsere Gesellschaftsregeln gehen.

Antwort
von Dxmklvw, 49
wir müssen der ganzen Geschichte einen Riegel vorschieben und die Zuwanderung zurückfahren

Für meinen Fernseher ist mein Küchenherd eine fremde Kultur, und er kann es ganz sicher nicht brauchen, daß ich ihm eine Herdplatte einbaue.

Für mich selbst bedeutet das, daß der Fernseher ins Wohnzimmer gehört und der Küchenherd in die Küche. Auf diese Weise ist beides für mich brauchbar.

Ich habe nichts dagegen, wenn mein Nachbar eine Party feiert. Aber ich hätte eine Menge dagegen, wenn mein Vermieter verlangt, daß ich die Party meines Nachbarn bezahlen soll.

Ich habe auch nichts gegen den Besuch meiner Schwiegermutter. Aber wenn sie meint, sich bei mir dauerhaft einnisten zu können, dann hat sie sich geirrt.

Mit fremden Kulturen sehe ich es ebenso. Brauchbar ist nur, was sich an dem Ort befindet, an dem es Nutzen bringt. Unbrauchbar wird es, wenn dadurch das bereits Vorhandene in seiner Brauchbarkeit eingeschränkt wird.

Das ganze Thema sehe ich nicht als ein Toleranzproblem, sondern lediglich als eine Wahrnehmungstrübung der Massen, die nicht erkennen, daß es nur darum geht, Menschen auf andere Weise als bisher zur Beute der Mächtigen und Reichen zu machen, wobei sowohl die alteingesessene Bevölkerung als auch die Zugewanderten zu Opfern werden.

Kein Asylant hat Spaß daran, seine vertraute Heimat aufzugeben. Ebenso wenig hat ein Alteingesessener Spaß daran, seine gewohnten Lebensbedingungen aufzugeben, damit andere davon profitieren. Doch Geschäftemacher haben ein großes Interesse dran, genau das zu ihrem persönlichen Gewinn zu machen, was Asylanten und Alteingesessene durch äußere Zwänge aufgeben müssen.

Ein hitziger Streit "Stammbevölkerung gegen Migranten" ist deshalb nach meiner Ansicht hausgemachter Unsinn, der nur zusätzlich den Zielen derer dient, die mit der Angelegenheit dicke Geschäfte machen wollen. Besser wäre ein gemeinsames geschlossenes Vorgehen gegen diese Art von Geschäftemachern.

Kommentar von BellAnna89 ,

Was? Geschäftemacher? Wer soll das sein? 

Dein Kühlschrank kann die Herdplatte genauso wenig gebrauchen wie die Welt Rassismus.

Kommentar von tucho ,

Gibt es nicht auch Küchen-Kühlschränke mit eingebautem Fernseher ?

Oder findest Du der Vergleich hinkt auch gewaltig ?

Kommentar von randomhuman ,

Die Beispiele sind aber mehr als an den Haaren herbeigezogen. Das ist eine sehr beschränkte Sicht der Dinge. 

Aber um den Vergleich mal fortzuführen.
Es gibt Kühlschränke und es gibt Gefrierschränke, die sich beide natürlich nicht brauchen aber in einer Kühl-Gefrierkombination hat doch jeder einen Vorteil davon. Alles ist näher beisammen und jeder freut sich.

Früher gab es nur Computer mit einem Bildschirm, einer Tastatur und dem eigentlichen Rechner. Irgendwann hat man entdeckt, dass das alles zusammen, heute als Laptop bekannt, eine sehr gute Kombination ergibt. 

Wie du siehst kann man sich irgendwie alles zurecht biegen, wie man will. Aber dafür ist die Meinungsfreiheit ja da.

Antwort
von Misrach, 13

Ich bin mit 3 verschienden Kulturen aufgewachsen. Mit der jüdischen, der italienischen und der deutschen und ich muss sagen es s´chadet mir überhaupt nicht. Ganz im gegenteil, man kann nur dazu lernen.

Antwort
von DawkinsOffical, 43
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

die meisten Muslime hier sind unpolitisch und bildungsfern, wir brauchen uns keine Sorgen zu machen

Antwort
von Meatwad, 8
Unser Staat hält das aus und es schadet der Demokratie nicht

1. Die Anzahl der Muslime ist in Deutschland überschaubar.

2. Die Religiösität nimmt allgemein eher ab als zu. Bildung sei dank!

3. Noch nicht einmal unter Deutschen gibt es eine einheitliche Kultur. Wenn man bei mir und meinen (ebenfalls deutschen) Nachbarn Mäuschen spielen würde, käme man nicht auf die Idee, wir stammten aus demselben Kulturkreis.

Antwort
von MickyFinn, 43
wir müssen der ganzen Geschichte einen Riegel vorschieben und die Zuwanderung zurückfahren

Es ist ja auch kein europäisches Problem... wenn der Islam doch so Brüderlich ist, dann kann er auch die Brüder aufnehmen. Platz und Ressourcen haben die genug.

Es ist doch nicht in fast jedem islamisch geprägten Land der Kessel am Kochen... wenn doch, würde ich mir Gedanken wegen der Religion machen.

Antwort
von howelljenkins, 67

wie passt bitteschoen dein fragetitel auf die umfrage, die sich dahinter verbirgt?

Kommentar von bit77 ,

Ich hätte gerne ein Statement, wie die Leute unsere Zukunft einschätzen, bzw. vorstellen.

Kommentar von hydrahydra ,

Dann hat der Fragetitel aber immer noch nichts mit der Umfrage zu tun.

Kommentar von howelljenkins ,

was hat das damit zu tun, wie wir ueber fremde kulturen denken?

ah, whatever ...

Antwort
von KowloonCN, 19
Nach Kriegsende Rückführung aller Flüchtlinge

Von den allermeisten Kulturen halte ich sehr viel, außer vom Islam.

So hätte es keinen Aufschrei gegeben, wenn 1,3 Mio Chinesen, Eskimos, Brasilianer, Thais oder Kanadier das Land uberschwemmt hätten um sich auf Asyl zu bewerben.

Antwort
von wolfgang11, 48

Sie sind über Jahrtausende gewachsen. Man sollte sie nicht anderen Kulturen aufzwingen.

Antwort
von BellAnna89, 29
Abschiebung von Menschen, die sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren möchten

Allerdings würde ich auch gerne die Deutschen, die “sich nicht mit unserer Grundordnung arrangieren“ abschieben. Nur wohin? Antarktis? Oder ein riesiges umzäuntes Gebiet in Russland errichten, in der Einöde? 

Kommentar von Iflar ,

Oder ein riesiges umzäuntes Gebiet in Russland errichten, in der Einöde? 

Wozu der Zaun?

Man müsste deutsche Kriminelle generell nur mal nach Russland abschieben. Sobald die gemerkt haben, dass nicht jedes Familienmitglied ein eigenes Auto hat und man plötzlich mit Kamera durch die Stadt fahren muss, kommen die heulend zurück!

Kommentar von BellAnna89 ,

Ich wollte durch den Zaun klarstellen, dass ich Russland nicht als ohnehin kriminell betrachte und man darum auch alle anderen Straftäter getrost hinschicken kann ;-)

Antwort
von Succcer, 43

Jaa hahhahahahaha wenn ich nicht lache

Und warum sollten wir muslime das tun?
Is ja nicht so das wir gekommen sind, weil es hier so ist wie es ist?

Kommentar von Iflar ,

Da stimme ich zu 100% als Nicht-Muslime zu!

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