Niklaus am 05.06.2007 um 8:53 Uhr
Sollte ich es selbst schreiben? Was muss ich berückschtigen? Ist es sinnvoll bei einem Notar zu erstellen?

Mein Mann und ich haben ein gemeinschaftliches Testament gemacht und beim Amtsgericht hinterlegt. Notar brauchte ich nicht zwingend da ich mich selber damit auskenne. Wer juristisch völlig ahnungslos ist soll zum Notar gehen! Dort gibt es eine - normalerweise - gute Beratung.

Schon lange vorhanden...

Ich habe derzeit zwar ein eigenhändig geschriebenes Testament, werde es aber auf jeden Fall von einem Notar absegnen lassen. Darin ist eine Klausel enthalten, ich möchte sicher sein, dass sie auch Rechtsgültigkeit hat.
Wenn für Dich die Erbfolge klar ist, reicht durchaus ein handschriftliches Testament. Es kann beim zuständigen Amtsgericht hinterlegt, oder auch in der Wohnung so deponiert werden, dass es auf jeden Fall gefunden werden kann.
Wir die Geschichte komplizierter, würde ich auf jeden Fall zu einem Notar raten.
Wir haben einen Erbvertrag, ein sogenanntes "Berliner Testamen". Es wurde bei einem Notar erstellt. Es besagt, dass der länger Lebende, Alleinerbe ist und die Kinder erst erben, wenn beide Eltern gestorben sind. Falls ein Kind seinen Pflichtteil totzdem nach dem Tod nur eines Elternteils einfordert, muss es diesen bekommen ist dann aber nach dem Tod des zweiten Elternteils "nicht" mehr erbberechtigt. Habe es extra noch einmal nachgelesen um sicher zu sein. Wir haben zwei Kinder und da wir bei Freunden mitbekommen haben was es heißt, wenn ein Partner stirbt und die Frau das Haus nicht verkaufen kann, wegen der miderjährigen Kinder, haben wir dies bereits sehr früh getan, als unsere Kinder noch klein waren. Inzwischen habe ich soviel Erbsteitigkeiten bei Familien die zuvor recht gut miteinander auskamen erlebt, dass ich unbedingt für ein Testament bin. Es kann auch ein handschriftliches sein, das beim Amtsgericht hinterlegt wird.

beim Notar erstellt
Dann kannst du dir nur sicher sein, dass es auch so vererbt wird, wie du es wolltest!

Hallo, also ich finde es schon wichtig, ein Testament zu erstellen, wenn man möchte, dass ausgewählte Menschen dein Erbe erhalten. Es ist zwar irgendwie makaber, aber schließlich muss man sich darüber ja auch Gedanken machen. Ich meine, der "letzte Wunsch" ist schon was Intimes, meiner Meinung nach! Wenn du aber auf der sicheren Seite sein möchtest, dann gehe zum Notar. Dort wird dein Testament auch hinterlegt und man kann am Ende nichts mehr manipulieren ;) Liebe Grüße Jeannie
evistie am 5. Juni 2007 10:19 Wenn Du es für sinnvoll hältst - warum hast Du dann noch keins? "Zu jung"?? Der berühmte Ziegelstein trifft nicht nur Alte!
Zu einem Notar gehn ist immer die bessere Sache. Da ist dann alles richtig und kann auch nicht "verschwinden". Meine Schwiegerletern waren erst. Und die waren dann doch überrascht auf was alles geachtet werden soll. Die haben auch gleich festgelegt die Patientenverfügung und wenn sie nicht mehr können wer Ihre Konton also nennt sich dann Geschäfte verwaltet. Es gibt da so vieles zu bedenken das wir Laien das gar nicht wissen.
Eigentlich brauche ich kein Testament, da ich einfach nichts zu vererben habe. Ich habe ein handschriftliches Dokument verfasst, damit mein Lebensgefährte abgesichert ist, falls mir in den nächsten Jahren etwas passiert.
Ich habe keine Kinder, kein Vermögen, keine Immobilien, kein Geld, das Auto ist auch nur finanziert. Eigentlich bin ich eine arme Kirchenmaus und denke deshalb, dass bei mir kein vom Notar aufgesetztes Testament von Nöten ist.
Meinen Eltern allerdings habe ich dazu geraten ein Testament aufzusetzen, obwohl sich die beiden noch dagegen sträuben. Wir sind vier Geschwister und eine meiner Schwägerinnen hat schon ein Auge auf gewisse Besitztümer meiner Eltern (nur Kleinigkeiten, weil meine Eltern auch kein Vermögen oder Eigentum besitzen) geworfen. Ihr traue ich alles zu.
Fazit: Bei vorhandenem Vermögen und/oder Kindern würde ich zum Notar gehen, ansonsten handschriftlich.

Da wir keine Kinder, aber jede Menge andere Erben haben, haben wir schon vor vielen Jahren ein Testament auf Gegenseitigkeit gemacht und die Erbfolge bzw. Aufteilung der Hinterlassenschaften handschriftlich geregelt.
da ist nichts, was ich verteilen könnte

Ein Testament muss handschriftlich verfasst sein. Ort, Datum und die Unterschrift sind das Wichtigste, sonst kann es angefochten werden.
Wenn es Dir wirklich wichtig ist, wer was und wer auf keinen Fall erben soll: lass' Dein Testament notariell beglaubigen!!! Die Erben eines nicht notariell beglaubigten hinterlassenen Testaments könnten Bücher schreiben, wie schwer (und teuer!!!) es ist, an sein Recht zu kommen. Kein Mensch informiert einen nämlich, dass man Erbe geworden ist und ein Familienkrieg ist unabwendbar! Nur wer den will, spart sich die paar Euro für den Notar!!!