ich fühle mich sehr stark mit der kath.kirche verbunden, und finde es sehr schade das immer mehr menschen austreten! wieso ist das so? was haltet ihr von kirche,und was würdet ihr anders machen???

jeder soll nach seiner fasson glücklich werden - ich bin aus der kirche ausgetreten, weil ich mit der geschichte der kath. kirche und ihren autoritären strukturen nicht meinen frieden machen konnte. die kirche müsste sich radikal öffnen, das zölibat und das papsttum abschaffen, ganz allgemein offener werden. dann könnte ich mir einen wiedereintritt vorstellen.
Hi Nicole, auch ich finde es sehr schade, dass so viele Menschen der Kirche den Rücken kehren und austreten. Hm, warum ist das so? Einerseits vielleicht, weil Kirche selbst in der heutigen Zeit sich immer mehr von den Problemen und Fragen der Gläubigen und der heutigen Zeit entfernt hat und nur noch um sich selbst dreht und eine gewisse Art von Kampf zur Machterhaltung und "Überlebenssicherung" begonnen hat - und andererseits vielleicht auch, weil sie, was auch mit oben genanntem zusammenhängen kann, von vielen als nicht mehr glaub-würdig erlebt wird. Wenn man selbst erfährt, wie groß oft der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, zwischen Predigt und öffentlichem Handeln von Kirche ist, ist es kein großes Wunder mehr, dass aus Enttäuschung viel den Glauben an die "Amtskirche" verlieren und austreten. Übrigens nur so zur Information: Einmal getauft, immer getauft! Daher kann man nie vollkommen aus der Kirche austreten und gehört nach wie vor dazu, - in Deutschland mit dem kleinen Unterschied eben, dass man keine Kirchensteuer mehr zahlt. Hm, eigentlich halte ich von Kirche viel, nur dass mich die Sparmaßnahmen in den letzten Jahren, und vor allem die Art und Weise, wie gespart wird/wurde etwas an der Glaubwürdigkeit von Kirche, bzw. worum es Kirche geht zweifeln hat lassen. Wenn ich könnte, würde ich vieles mehr in die Verantwortung des einzelnen Gläubigen übergeben - gleichzeitig aber auch wieder verstärkt dafür sorgen, dass die, die getauft werden und der Gemeinschaft der Kath. Kirche beitreten, durch verstärkten Unterricht und Katechese, von dem was sie Glauben überzeugt sind und dies auch überzeugt vertreten können, wenn sie wollen/ bzw. wenn es ihrer Meinung nach darauf ankommt. Mehr Qualität als Masse wäre da meine Devise. Ciao
Sehr schöne, sachliche und wirklich reflektierte Antwort !

wenn du oben rechts in der suche das wort kirche eingibtst, wirst du mindestens 20 seiten finden zu dem thema, welches schon zig-fach bei gf ausdiskutiert wurde.

Viele die hier antworten wissen gar nicht, was ein Leben in einer Kirchengemeinde bedeutet und was die Kirchen heute noch für soziale Aufgeben tätigen. Viele Menschen z.B. wollen in der Kirche heiraten, obwohl sie nicht an Gott glauben. Um ein paar Euros zu sparen, werden immer wieder Gründe angeführt wie das Zöllibat und die Haltung der Kirche im Mittelalter. Du solltest dich in deinem Glauben nicht beirren lassen und deinen Weg gehen, der sicherlich nicht der schlechteste ist.

Nichts gegen den christlichen Glauben - aber das Bodenpersonal gefällt mit gar nicht.
Die kath. Kirche ist für mich ein Glaubensverein, dem man beitreten oder nicht beitreten kann. Sie ist an und für sich so verlogen, dass sie immer wieder Schlupflöcher für ihre eigenen Regeln öffnet. Siehe: Ehe-Anulierung, oder auch die Lügen und das Verschweigen über Beziehungen von Priestern zu Frauen (hab selbst einen Fall aus der Nähe mitbekommen, was mich letztendlich auch zum Austritt bewegte- hab es bis heute nicht bereut)
Bin vor 20 Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten, war meine einzige Möglichkeit, meinen Protest zu äußern. Nur soviel: Die kath. Kirche ist für mich nur noch eine Institution, der größte Arbeitgeber überhaupt und auch der intoleranteste, von christl. Nächstenliebe keine Spur. Der Austritt aus der Kirche bedeutet natürlich nicht, dass ich gleichzeitig meinen Glauben beim Amtsgericht abgegeben habe.
Ich schliesse mich im großen und ganzen den bereits gegebenen Antworten an. Ich bin zwar nicht aus der Kirche ausgetreten, weil ich so blöd es klingt, mal eine vernünfige Beerdigung haben will, so mit Messe u.Pfarrer. Und ich gehe eigentlich auch nur in die Kirche, wenn ich nicht drum herum komme.Ausser Heiligabend, da würde mir was fehlen, wenn ich nicht hinginge. Vieles was die kath.Kirche predigt, kann ich nicht teilen, für vieles fehlt mir das Verständnis.Bin bei vielen Dingen im Zwiespalt.Ich habe auf meine Art und Weise meinen Glauben, den ich auch an meine Kinder weitergebe. Richtig finde ich nicht, das wir für unseren Glauben zahlen müssen, sprich Kirchensteuer.
emjay am 18. August 2007 13:35 Niemand zwingt dich für deinen Glauben zu bezahlen. Nur Heilig Abend zur Kirche zu gehen und auf Friede, Freude, Eierkuchen zu machen finde ich genauso verlogen, wie in weiß zu heiraten, obwohl man nicht an Gott glaubt.
Gott hat nie verlangt, daß man weiß heiraten muß.
Ich habe auch nicht in weiß u. auch nicht kirchlich geheiratet, aber das hatte damals andere Gründe. Ich glaube trotzdem an Gott u.glaube auch fest daran, das nach dem Tod noch was kommt...Um daran zu glauben brauche ich aber nciht in die Kirche zu gehen.Und wenn ich nur Heiligabend in die Kirche gehen, ist das nicht verlogen, sondern es bringt mir schon etwas z.B. das Feierliche, mit meinen Kindern die Krippe anzuschauen u. Stille Nacht,Heilige Nacht zu singen. Ich habe ja nicht behauptet, nicht gläubig zu sein.Ich bin nur mit einigen Dingen die die kath.Kirche predigt, nicht immer einer Meinung. Daher bin ich noch lange nicht verlogen.
Ich fühle mich auch stark mit der kath. Kirche verbunden. Allerdings hat diese Kirche irgendwie keinen Willen sich den neuen Zeiten anzupassen. Das Zölibat ist total veraltet und war auch bestimmt nicht Jesus-gewollt. So würden heute bestimmt auch mehr junge Männer den Beruf des Priesters wählen und somit wären in den Kirchen nicht nur alte Priester mit ihren alten Ansichten. Dazu meine ich, daß im Vatikan so viele Geheimnisse schlummern, die von den Menschen gerne entdeckt werden wollen. Das würde bestimmt auch wieder viele Menschen motivieren. Teufelsaustreibung gibt es immer noch.....wo leben wir denn??
Starbuck am 19. August 2007 14:37 Zum Thema Zölibat, das hier angeführt wird, habe ich folgendes gefunden, das ich gerne mit allen Interessierten teilen möchte: "Oft, wenn von Zölibat die Rede ist, wird lautstark votiert, diesen doch abzuschaffen, da er nicht mehr zeitgemäß...und schließlich nicht mehr lebbar ist. Jeder kennt die (künstliche) Entrüstung, über diesen oder jenen „gescheiterten“ Priester... Überhaupt kennt man sich mit dem Thema aus und kann das beurteilen. Ja ?! Fakt ist, jeder, der in der katholischen Kirche zum Priester geweiht wird, hat den Zölibat bereits bei der Weihe zum Diakon versprochen.
Das eigentliche, worum es beim Thema Zölibat aber geht, kommt seltenst zur Diskussion. Nämlich, daß der Herr Menschen beruft, Ihm ganz zu gehören. UND der Herr schenkt die Gnade dazu. Der Herr ruft zu einem ehelosen Leben… Dieser Ausdruck kann mißverstanden werden. Deshalb noch einmal, der Herr beruft Menschen, sich ihm ganz zu weihen. Die Initiative geht also von GOTT aus. Die Gnade zu erhalten, ist Sein Geschenk - unser Teil dieses Bündnisses, heißt manchmal Kampf. Das wollen wir nicht verschweigen. Aber auch da haben schon die Wüstenväter eine ganz einfache Pädagogik: Sie sagen : Bruder, da bist Du schwach geworden, nun geh und bemüh Dich um die Reinheit deines Herzens… d.h. bemüh Dich, dem Ruf zu größtmöglicher Liebe auf allen Ebenen treu zu sein.
Der entscheidende Grund, warum katholische Priester nicht heiraten, steht im Evangelium : "um des Himmelreiches willen" (Mt 19,12) . Er folgt Jesus in der Ehelosigkeit nach – um des Himmelreiches willen. Wo das "Himmelreich", das Reich der göttlichen Liebe, aus dem Blick gerät, da wird keiner mehr den Zölibat verstehen, geschweige denn, leben können. Und damit fällt gleich noch etwas anderes unter den Tisch : die Unauflöslichkeit der Ehe. Denn im Kern hängen Zölibat und Ehe eng zusammen.
In der Ehe, genau wie im Zölibat, geht es um die lebenslange Treue. (Es ist hier nicht die Rede von Ehescheidungen aufgrund von körperlicher und/oder seelischer Gewalt, ...es geht hier um die grundsätzliche Möglichkeit der Treue) Manche behaupten, daß für den Menschen aufgrund der Natur diese Treue gar nicht durchzuhalten ist! Auf dieser Ebene haben gewisse Leute sicher übersehen, daß der Mensch mehr ist, als Spielball seiner Triebe!
Zugegeben: Früher haben manche Kirchenleute den Wert der Ehe unterschätzt und den Zölibat als einzig sicheren Weg zum "Himmelreich" überbetont. Die Kirche ist aber längst darüber hinaus – auch dank der Theologie von Papst Johannes Paul II. Die öffentliche Meinung dagegen, schlägt geradewegs ins andere Extrem um und tut so, als sei nur der sexuell aktive Mensch in der Lage, sich voll zu verwirklichen. Daß ein ehelos lebender Priester hier nicht ins Bild passt, ist eine logische Konsequenz dieser Richtung. Merkwürdig ist auch, daß oftmals gerade solche Leute gegen den Zölibat Sturm laufen, die selbst gar nicht davon betroffen sind. Anscheinend verhält es sich mit der " Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen" ähnlich wie mit dem Kreuz: Für viele wird sie immer ein "Ärgernis" und eine "Torheit" bleiben (1 Kor 1,23) . Auch hier macht sich der Priester Jesus ähnlich, der ehelos gelebt hat.
Um so mehr kommt es darauf an, daß wir den Wert des Zölibats gut verstehen. Es gibt praktische Gründe, warum ihn die Kirche – nach einem Wort des Zweiten Vatikanischen Konzils - für "angemessen" hält. Der ungeteilte Einsatz für die Seelsorge ist sicher einer der geläufigeren.
Ausschlaggebend aber ist: In unserer durch und durch sexualisierten Welt ist die Ehelosigkeit "um des Himmelreiches willen" die wohl sinnfälligste Bestätigung dafür, daß der Mensch nicht nur Fleisch ist; daß er auch - ja vor allem - Vernunft, Wille und Freiheit ist, wie es Papst Paul VI. in einem Lehrschreiben über den Zölibat ausdrückt.
Weil aber ohne die Gnade Gottes bei der lebenslangen Treue nichts geht, müssen wir alle unablässig darum beten – Verheiratete genauso wie Ehelose." Habe ich zitiert aus: http://www.erzbistum-koeln.de/seelsorge/kommundsiehneu/haeufiggestellteFragen.html#warumzoelibat
obwohl ich in letzter zeit oft den glauben verlieren hätte können, bin ich nicht aus der kirche ausgetreten, mir kommt es nicht aufs geld an, dann müßte ich auch aus dem finanzamt austreten, die kriegen nämlich viel mehr und tun noch weniger... jeder soll nach seinem willen leben, ob mit oder ohne gott und wer sonntags lieber in den wald als in die kirche geht, kann sich auch vom förster beerdigen lassen. tut aber auch keiner, weil es sich halt so gehört. geheiratet und beerdigt wird nun mal in der kirche. ich war vor meiner krankheit sehr aktiv in der kirche und habe mir desöftern von ältern gemeindemitgliedern anhören müßen: du bist etwas zu rebellisch eingestelt. dabei muß man die fenster der kirche von innen einwerfen.
Die Kirche ist eine geld- und machtgierige Institution, die die Menschen belügt, betrügt, bestielt und ihnen Sand in die Augen streut und dann auch noch behauptet, sie täte das im Namen und nach dem Willen Gottes. Und ich bin sehr neugierig, wie lange sich das noch so viele gefallen lassen.
Starbuck am 19. August 2007 14:39 Ach ja? Und welcher "Richter" der Kirche behauptet das und weiß das so genau?
Kennst du das Märchen "des Kaisers neue Kleider"? Die Unbelasteten, Unbeeinflußten und deshalb Unverdorbenen können das ganz deutlich sehen, dazu braucht es keine Richter.
Eine wichtige Antwort dazu findest Du unter: www.milieus-kirche.de Die Kirche muss sich fragen, wie sie wieder alle sozialen Schichten unserer Gesellschaft erreicht und nicht nur die bürgerliche Mitte.
Hätte ich nicht besser formulieren können - möchte dies noch als Ergänzung zu meiner Antwort werten.
@uvauka selbst wenn all das passieren würde, wäre ein Wiedereintritt für dich mit Kosten verbunden. Ich bin mir ziemlich sicher, daß du dann andere Gründe finden würdest um gegen die Kirche zu wettern.
gut, dass du mich besser kennst als ich ;-)
DH !!!
Wenn mich nicht alles täuscht, erfüllt die Evangelische Kirche alle ihre Bedingungen...