Frage von Mary135, 68

Wie den Sinn des Lebens erfassen, wenn man verzweifelt ist, Hilfe?

Hallo Community! Ich bin 17 Jahre alt und befinde mich in einer Phase, wo ich am liebsten von meiner Heimat in ein komplett anderes Land ziehen würde. Warum? Weil ich mich von anderen nicht verstanden fühle, weil ich mich von der Gemeinschaft ausgeschlossen fühle und weil ich keinen Zweck für mein Leben sehe. Die momentane Situation sieht von mir aus gesehen so aus: Mein Papa ist auf Reha und hält zu meiner Mama, meine Mama ist verzweifelt und meint dass ich ihr im Haushalt nicht helfe; meine Schwester gibt Schimpfwörter von sich, weil ich es auch tue und mein Bruder stellt hin und da etwas an, was mir nicht gefällt. Und wenn es so wäre, dass ich nicht im Haushalt nicht mithelfe, dann habe ich auch Gründe: wenn meine Schwester nicht mithilft, helfe ich auch nicht / wenn meine Mama nur negativ redet, dass sowieso keiner hilft / wenn meine Mama ausrastet, dann ist auch klar, dass ich nicht ihr helfen werde.

In der Schule sieht die Situation etwas anders aus, aber immer noch schlimm genug, um nicht mehr im Unterricht zu sitzen wollen. In Gruppenarbeiten und Partnerspielen ziehen mich die Mitschüler nicht ein, behandeln mich, grob gesagt, irgendwie wie ein Niemand. Die Zimmerkollegin hat immer Besuch, zu mir aber kommt niemand, ausgenommen den jüngeren Schülern, die mich manchmal hören wollen, wenn ich Gitarre spiele und singe. Meine Zimmerkollegin meint, dass ich und sie, wie Geschwister seien, aber ich sehe das anders. Vielleicht sind meine Zimmerkollegin und ich, ja von Charakter her sehr ähnlich, dass wir uns einigermaßen verstehen. Mit den Lehrern verstehe ich mich wenigstens gut, da gibt es Gott sei Dank, keine Probleme. Und mir kommt es auch vor, dass andere mich wegen meinen Eigenheiten und meinen Beeinträchtigungen nicht mögen. :(

So und in letzter Zeit, seit rund drei - vier Wochen, würde ich mir am liebsten das Leben nehmen, weil ich mich im Leben nicht mehr wohl fühle. Ich habe es schon mit einen Psychologen versucht, aber was soll das bitte helfen? Ich weiß nicht wie es weiter gehen sollte. Ich hatte ein Ziel vor meinen Augen, aber weil andere sagen, dass ich meinen Traumberuf als Lehrerin nie erreichen werde, weil ich eben vielleicht etwas stur bin und nach meinen Kopf gehe, und weil ich halt Kleinigkeiten im Haushalt helfe; ich nicht mehr wie es weiter gehen sollte. Ich schon sehr wenige, die an mich glauben, so wie ich eigentlich immer noch an mich glaube, aber was soll mir das Leben sagen? Und was sagen meine Träume, wenn ich nur von Schule und Familie träume? Will das mir was sagen? Bitte um hilfreiche Antworten, die mir weiterhelfen könnten! Vielleicht auch um gute Ratschläge. Danke im Voraus. Eure Mary135

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gugug, 31

okay also deine situation ist noch lange nicht so aussichtslos wie du denkst.

halte dich nicht an deine schwester. ignorier sie einfach. wenn sie nicht helfen muss, hilf trotzdem im haushalt, das fällt positiv auf.

warum lässt du dir von leuten dreinreden, was deinen traumberuf angeht? probiers doch einfach aus. du arbeitest ja schon mit jüngeren. hast du ihnen schon mal gezeigt, wie man gitarre spiel? vielleicht merkst du dann, ob du fürs unterrichten geeignet bist und ob es dir gefällt. sturheit ist für lehrer manchmal auch nicht schlecht.

mit 17 ist jeder mal in so einer krise und hat das gefühl, niemand mag einen. denk dir eines: schule ist bald vorbei, dann siehst du die ganzen leute nicht mehr. 

hast du irgendein hobby? hier kannst du leute treffen. vielleicht in einem fitnesstudio, beim klettern, joggen keine ahnung ;) es gehört mut dazu, aber wenn man sich traut leute anzusprechen kommt auch mal was zurück.

noch mal zu deinem traumberuf. momentan brauchen viele asylanten und flüchtlingsheime freiwillige, die mit den kids hausübungen machen und/oder deutsch lernen. wäre das nichts für dich? dann hast du eine aufgabe die dicih hoffentlich erfüllt

ich hoffe ich konnte dir helfen

halt die ohren steif ;)

Antwort
von Ladyna, 24

Hallo Ich war mal selber in dieser Situation und kann dich deswegen auch verstehen. Ich denke du solltest wirklich mal zu einem Psychologen. Hier würdest du nicht die Antwort bekommen. Glaub mir ich war selber mal verzweifelt umd habe auch öfter an Selbstmord gedacht. Ich weiss ein Psychologen kann sehr abschreckend klingen aber manchmal ist es auch eine gute Lösung. Ich glaube einfach, dass du jemanden brauchst mit dem du über alles reden kannst. P.s ich denke die Träume möchten dir zeigen, dass du einfach mit der ganzen Situation überfordert bist.

Antwort
von Pauli203, 27

Hey, ich steckte mal in einer ähnlichen Situation, doch ich wusste nicht warum ich mir das leben nehmen wollte... einer hat mor gesagt dass ich vielleicht in einer sinneskriese stecke usw. Das ganze hat sich bei mir wieder gelegt und ist besser geworden, ich könnte jetzt sagen"Geh zum Arzt" oder "Rede mit wem" aber das hilft dir nicht, hänge motivierende Sprüche in dein Zimmer wie :Ich schaffe das. Denk dir Sachen aus die dich motivierten, mach Sachen die dir Spaß machen, lies etwas, es gibt sehr viele Möglichkeiten aber die letzte ist sich das leben zu nehmen. Stärke dein Selbstbewustsein , dann interessiert es dich nicht mehr was andere sagen, hör weg, du hast ein Ziel und das erreicht du!! Viel Glück

Mfg Pauli

Antwort
von LaplacesDemon, 28

Deine Probleme möchte ich haben =) Gib mal mehr nen Sch*** drauf was andere sagen und tun und mach was du willst und für richtig hältst dann wird das wieder.

Antwort
von Ichthys1009, 5

Vielleicht hilft dir dieser
Text ein wenig in deiner Situation:

Du fragst nach dem Sinn des
Lebens?

Nach dem Sinn dieser Welt,

nach dem Sinn von Menschen,

nach dem Sinn deines
persönlichen Lebens?

Jedem von uns drängt sich
die Frage nach dem Sinn auf.

Manche verdrängen diese
Frage,

andere verzweifeln an dieser
Frage.

Vor allem dann, wenn es
einem äußerlich gut geht,

wenn man alles haben kann,

wenn man alles machen darf,

wenn man alles erreichen
kann

und keine Ziele oder Wünsche
mehr hat,

wird die Frage nach dem Sinn
um so quälender.

Ich habe mir nicht
ausgesucht zu leben.

Ich habe mich nicht selber
gemacht.

Auch meine Eltern haben mich
nicht erschaffen.

Meine Eltern wünschten sich
"ein Kind",

wenn ich überhaupt ein
Wunschkind war,

aber sie konnten sich nicht
"mich" wünschen.

Ich bin einfach gekommen,

ohne dass sie mich gekannt
haben.

Der, Der mich gemacht hat,

Der mir das Leben gegeben
hat,

Der mir mit jedem Atemzug

neu das Leben gibt,

Der hat mich gewollt.

Der hat mich gerade so
gewollt,

wie ich bin.

Der wollte "mich",

sonst hätte Er einen
anderen erschaffen.

Und Der hat etwas mit mir
vor.

Aus dem Nichts wurde ich
gemacht,

aber nicht für das Nichts.

Der mich gemacht hat,

hat einen Plan mit mir.

Für diesen Plan braucht er
mich,

gerade so wie ich bin.

Mit meinen Talenten und mit
meinen Schwächen,

mit dem, was ich gelernt
habe,

und mit dem, was ich an
leidvoller Lebenserfahrung gemacht habe.

Wenn ich einen Sinn suche,

werde ich den Sinn nur
finden,

wenn ich mich an Den wende,

Der mich erschaffen hat.

Es ist ein Weg,

ein langer Weg,

manchmal ein Kampf,

mit Dem in Kontakt zu
kommen,

Der mir eigentlich am
allernähesten ist.

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