Frage von James342, 45

Wie demokratisch sind Bundestagswahlen wirklich?

Ich überlege mir momentan, ob Bundestagswahlen noch ausreichend demokratisch ist. Wenn wir uns die Sitzverteilung, sowie das Wahlrecht anschauen, stoßen wir auf diverse Mängel an dem demokratischen Prinzip dieser Wahl. Das Schlimmste ist aber, dass Parteien einfach nicht in den Bundestag kommen, weil sie knapp an der 5% Hürde gescheitert sind. Bei der letzten Bundestagswahl waren es alleine 15%. Außerdem schaden die Nichtwähler doch auch dem demokratischen Prinzip der Wahl, da eine Demokratie nur bestehen kann, wenn sich das Volk aktiv beteiligt.

Wie seht ihr das? Und habt ihr Reformideen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von surfenohneende, 45

die Überhangmandate solten schon abgeschafft werden, weil Die in 1. Linie den großen Parteien nutzen .. Ich denke ab 20% soltlen Die angerechnet werden

Antwort
von voayager, 42

Demokratisch wäre statt einer 5%- Klausel, eine von 1%, so wie einst in der Weimarer Republik.

Antwort
von glueckspilz08, 45

Das mit den Nichtwählern sehe ich genauso, denn die Menschen, die die rechtsradikalen Parteien gut finden, werden diese auch wählen und durch die ganzen Nichtwähler bekommen diese Parteien dann relativ hohe Wahlergebnisse.

Antwort
von Ninombre, 40

Das ging schon manchem durch den Kopf

https://www.gutefrage.net/frage/ist-die-5-huerde-bei-bundestagswahlen-gegen-die-...

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 42

Wenn wir uns die Sitzverteilung, sowie das Wahlrecht anschauen, stoßen wir auf diverse Mängel an dem demokratischen Prinzip dieser Wahl.

Welche "Mängel an dem demokratischen Prinzip" sollen es denn sein? Diese pauschale Behauptung solltest du schon erläutern!

Das Schlimmste ist aber, dass Parteien einfach nicht in den Bundestag kommen, weil sie knapp an der 5% Hürde gescheitert sind. Bei der letzten Bundestagswahl waren es alleine 15%.

Es ist vorteilhaft für alle Bürger, wenn eine Regierung mit den notwendigen Mehrheiten Politik machen kann. Die Weimarer Erfahrungen haben gezeigt, dass eine reibungslose Regierungsbildung sehr schwierig bis unmöglich ist, wenn es zuviele Klein- und Kleinstparteien im Parlament gibt. Eine handlungsfähige, stabile Regierung ist wichtig für die Innen- wie die Außenpolitik.

Außerdem schaden die Nichtwähler doch auch dem demokratischen Prinzip der Wahl, da eine Demokratie nur bestehen kann, wenn sich das Volk aktiv beteiligt.

In Deutschland haben die Bürger u. a. das Recht, an Wahlen teilzunehmen. Ob sie teilnehmen oder nicht, ist ihre Entscheidung. Wenn sie keiner Partei ihre Stimme geben wollen oder können, ist das insgesamt nicht undemokratisch, aber gleichwohl demokratiegefährdend, wenn daraus ein Massenphänomen wird. Alternative demokratische Möglichkeiten stehen ihnen zur Verfügung. Wenn die Nichtwähler, die wenigstens bundespolitisch noch eine Minderheit sind, sie nicht nutzen, haben sie das selbst zu verantworten und darf nicht als Argument dienen, die von der Mehrheit der Bürger gestützte Demokratie handlungsunfähig zu machen.

MfG

Arnold

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