Blacky2006 am 23.10.2008 um 14:05 Uhr
Heute vor vier Jahren ist meine liebe Oma gestorben. Ich bin heute von der Schule heimgekommen, mein Freund total übermütig, putzt die Wohnung und singt fröhlich vor sich hin. Ich bin natürlich total traurig, gerade weil heute der vierte Todestag von meiner Oma ist. Mein Freund weiß zwar, dass ich heute "Trauertag" habe, aber er geht überhaupt nicht darauf ein. Deswegen bin ich von zu Hause geflüchtet. Wie soll ich damit umgehen?

Nach 4 Jahren soll der Freund mittrauern? Ist das nicht zuviel verlangt?

Ich habe da kein Verständnis für Deine Haltung.
Du kannst Dich zurückziehen und trauern, aber nicht noch andere da reinziehen. Es sieht aus als liefen da völlig unbewußt Spielchen bei Dir ab.
Einer der trauert ist genug. Du solltest Dich von ihm anstecken lassen.
Du hast einen TOP-Feund!!
Verlier ihn nicht auf diese Weise!!

Trauer ist schön, aber Du solltest nun nicht die nächsten 100 Jahre damit verbringen an diesem Tag trauer zu schieben. Eines Tages wird es sooooo viele Menschen geben, die mal gestorben sind, die Du kennst und alle an einem anderen Datum, daß Du dann irgendwann nur noch trauern müßtest.
Nee, Senny, so ist das nicht. Es gibt Menschen, um die trauert man noch Jahre - und bei anderen ist man eher wieder drüber weg.

deinem Freund ist einfach nicht klar,wie viel dir deine Oma bedeutet hat! Hat er deine Oma gekannt? Sag ihm einfach:du bist heute nicht zu Spässen aufgelegt,du hättest gerne ein bisschen Trost,weil dir deine Oma fehlt.
moon73 am 23. Oktober 2008 14:10 Richtig: einfach offen mit dem Partner darüber sprechen. Kommunikation ist alles.

Deine Trauer ist ja angebracht, aber nach 4 Jahren sollte sie dann doch mal vorbei sein.
Das Leben geht weiter.
Warum soll die Trauer nach 4 Jahren vorbei sein? - Es gibt Menschen, um die ich viel, viel länger getrauert habe.
Das kann man doch nicht einfach steuern. Und es gibt Tage, wie den Todestag, an dem die ganze Traurigkeit noch mal wieder kommt.
Mariposa68 am 23. Oktober 2008 14:14 Naja, vielleicht seid ihr einfach noch zu jung.
Meine Oma ist letztes Jahr gestorben.
Ich denk auch oft an sie, aber an ihrem Todestag bin ich nicht traurig, ich erinner mich dann an die schönen Sachen mit ihr.
Sammys am 23. Oktober 2008 14:23 Gut Vor allem wenn Die *Traurigkeit auf den Tag fixiert ist, plötzlich der 4. Todestag!!
Da ist was in einem selbst nicht klar. Irgendwann läßt das nach oder kommt auch akut hoch, aber wenn es natürlich ist, ist das unabhängig vom pünktlichen 4. Todestag. Denn man vermißt den Liebgewonnen doch schon auch im Laufe des Jahres!!
Hmmm eigentlich sollte nach 4 Jahren das ganze durch sein, wenn man die Trauer wirklich zugelassen und nicht irgendwo verscharrt hat...
ansonsten schau mal in "Zuhause in Gott" von Neale Donald Walsch... mir hat es bei meinen Großeltern sehr geholfen...
Warum soll die Trauer nach 4 Jahren vorbei sein? - Es gibt Menschen, um die ich viel, viel länger getrauert habe.
Das kann man doch nicht einfach steuern. Und es gibt Tage, wie den Todestag, an dem die ganze Traurigkeit noch mal wieder kommt.
Helga80 am 23. Oktober 2008 14:13 Dann ist es doch umso schöner, wenn du jemanden hast, der dich aus der Trauer wieder befreit. Wenns dir zuviel ist, mach doch nen Spaziergang im Wald
Nicht soll... sollte... wenn Trauer richtig zugelassen wird, dauert sie nicht so lange, das ist natürlich. Nur, wenn es nicht richtig verarbeitet wird, zieht es einen Jahr für Jahr wieder runter.
Es gibt eine Frau, die den Tod ihrer heimlichen Liebe zu bedauern hatte und die das Trauern nie richtig zugelassen hat, aber jedes Jahr an seinem Todestag herzprobleme bekam.
So etwas muss aber nicht sein, wenn man einmal aus tiefstem Herzen alle Gefühle loslässt. Gefühle sind nämlich normalerweise flüchtig... das ist ihre Natur! Nur das Menschliche Ego hält sie fest, holt sie immer wieder hoch und fügt sich so selbst leid und schmerz zu. Und warum sollte man sich fürs traurigsein entscheiden, wenn man auch leben kann?

So blöd wie es klingt aber man sollte auch loslassen können und wenn dein Freund keine Rücksicht nimmt, sprich ihn doch einfach mal drauf an..

Er muß ja nicht gerade mittrauern, aber aber respektieren muß er dich schon. Mach ihm das klar.
Mariposa68 am 23. Oktober 2008 14:09 Er weiß es doch nicht.
Doch, laut der Fragestellung weiß er es
Mariposa68 am 23. Oktober 2008 14:14 Er wird aber nicht morgens aufwachen und denken: Oh, heut ist Todestag.
kohlebox am 23. Oktober 2008 14:10 Tja, also dann, selber schuld. Sorry, aber wissen sollte er es schon. Er kann ja nicht hellsehen.

Ich geh davon aus das er es gut gemeint hat und dich ablenken wollte. Vielleicht solltest du ihm ganz ruhig sagen das dir heut nicht nach Fröhlichkeit zu mute ist. Das wird er sicher verstehen.

Wahrscheinlich ist er deswegen so "aufgekratzt", weil er Dich damit von Deiner Lethargie runterbringen möchte. Vielleicht seiner Meinung nach, der richtige Weg, aber leider nicht für Dich.

Trauer ist immer etwas egoistisches ! Stell dir vor du stirbst (tust du dir dann selber leid ... ? = NEIN!) Aber anderer Trauern dann ! Wenn du trauern möchtest dann tute das - du trauerst nur weil du den Menschen als Person nicht mehr hast ! Denk mal drüber nach - das hilft ! Man kann auch trauern wenn man glücklich ist oder wenn man lacht - wer schreibt dir vor traurig zu sein wenn du trauerst ?
Nun, meine Oma ist genau am 25. Dezember letzten Jahres gestorben, und ich habe sie sehr geliebt. Die ersten 2 Monate waren schwer und manchmal bekomme ich jetzt so Tränen in den Augen, wenn ich an sie denke....dennoch, ich denke, das Leben geht weiter und sie würde auch nicht wünschen, dass ich jahrelang traurig rumhänge. Behalte sie in guter Erinnerung und zünde mal ne Kerze für sie an..aber belaste damit deine Leute nicht...

Habe volles Verständnis für Deine Trauer, aber, meine Frau ist im Dez.`99 drei Wochen vor ihrem 60ten verstorben!Wir waren 38 Jahre verheiratet. Ich lebe seit drei Jahren mit einer sehr lieben Frau zusammen,sie ist auch verwitwet, jeder gedenkt für sich am Sterbetag des geliebten Menschen! Ich sage manchmal, daß ich spazieren fahre & gehe aber zum Friedhof! Dort bin ich mit meiner Frau "Im Gespräch", ohne jemand zu belasten. So, das ist meine persönliche Ansicht, aber vielleicht kannst Du jetzt mit Deiner Trauer besser umgehen. Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen.
Hat Dein Freund Deine Oma gekannt?
Vielleicht hat er auch noch nie einen lieben Menschen verloren. Dann weiß er einfach nicht, wie das ist.
Ich glaube, er kann das einfach nicht nachvollziehen. Für ihn ist das nur lange her.
Besuche doch nachher noch gemeinsam mit ihm ihr Grab und erzähle ihm ein bißchen von ihr. Dann wird er am ehesten verstehen, was sie Dir bedeutet hat.
Linda51 am 23. Oktober 2008 14:13 anjanni, super antwort sehe das auch so

Der Tot gehört zum Leben ! Du solltest los lassen und den Todestag mit einen Besuch am Grab Ehren.Alles andere wäre sicher nicht im Sinne deiner Großmutter und sie würde das sicher nicht gut finden.
wenn du von zuhause gefüchtet bist, wie kannst du dann im internet surfenßßß
ist zwar uncool,aber bist sicher das er es weis?rede doch mal mit ihm,ich denke nicht das er kein verständniss haben wird...
Jedes Jahr zur gleich Zeit kannst Du ein Fest feiern weil Deiner Oma die Qual auf dieser Erde erspart bleibt. Mal ganz ehrlich der Tod gehört zum Leben. Das mag ganz unsensibel klingen aber ich fand es ganz gut das meinen Großeltern die Herz Lungen Maschiene erspart geblieben ist. Und ich hoffe jeden Tag das es mir auch erspart bleibt.

Ich hätte Ihn fertig putzen lassen und Ihm dann eine gescheuert!

Feiert ein Fest an den Todestagen. Genau wi Mietnormade geschrieben hat! Das ist das beste.(wahrscheinlich)
Das finde ich auch
Ich habe nicht gesagt, dass er mittrauern soll. Er könnte nur mal ein bisschen langsamer tun, oder nicht?
Was heißt das? Soll er sich in Zetlupe bewegen?
Zeitlupe...
Warum sollte er? Er weiß es doch nicht.