Wie bringt man Schüler zum Lernen?

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17 Antworten

Zunächst halte ich für wichtig, die eigene Haltung zu hinterfragen:

An mir liegt es auch nicht, denn wie gesagt, es funktioniert in den anderen Klassen wunderbar.

Was in der einen Klasse funktioniert, lässt sich nicht generalisieren.
Jede Gruppe funktioniert anders.
In der 9. Klasse sind sie etwa 15 Jahre alt, richtig?
Sauber, Du unterrichtest gegen die blühende Pubertät an, da geht's ja schon mal los. Sie haben momentan ganz eigene Themen, das hilft zwar nicht unbedingt offensichtlich weiter, aber indirekt:
Mit Verständnis und Akzeptanz ihrer persönlichen Situation wirst Du im Alltag lockerer, wodurch die Schüler_innen hoffentlich erreichbarer werden und ihre innere Blockadehaltung aufgeben.

Dazu kommt Beobachtung:
Wie funktioniert die Gruppe, welche Rolle nimmt wer ein?
Mein Rat wäre, nicht die Klasse als Block wahrzunehmen, sondern ganz gezielt individuelle Beobachtungen durchzuführen. Ein Beobachtungsbogen aus der Pädagogik kann dabei helfen.

Das Problem bei ihr ist, dass fast alle Schüler dieser Klasse so faul sind, und zu faul zum Lernen.

Mit solchen Pauschalurteilen wirst Du nicht weit kommen. Die Schüler_innen spüren Deine innere Ablehnung deutlich. Ihr Verhalten spiegelt nur, was andere vor Dir wahrscheinlich schon verbockt haben, und Dein Verhalten aufgrund Deines Urteils haut einfach nur in dieselbe Kerbe. Das Ergebnis ist eine Verweigerungshaltung auf beiden Seiten.

Überhaupt: Seiten, ich lese aus Deiner Frage einen tiefen Graben zwischen Dir und der Klasse heraus. Du musst natürlich keine wilden Szenen der Verbrüderung feiern, solltest aber signalisieren, dass Du die Klasse nicht als Gegner oder sogar Feind empfindest.

Eine Freundin von mir ist Lehrerin an einer integrativen Gesamtschule mit Inklusion, dort hatte sie eine "schlimme" Klasse übernommen, die genau denselben Ruf genoss wie Deine.
Sie hat Folgendes unternommen:
- Kleingruppenarbeiten in wechselnden Gruppenbesetzungen; mal in selbst gewählten Gruppen, mal nach Zufallsprinzip, mal auf der Basis der oben erwähnten individuellen Beobachtung. Die Gruppenergebnisse wurden dann präsentiert, und zwar ohne Wettbewerbscharakter.
- In die Fachbenotung ließ sie das Sozialverhalten stärker einfließen, aber nur im positiven Sinn.
- Viele praxisbezogene Aufgaben, die aus Alltagssituationen entlehnt waren.
- Starke und intensive Zusammenarbeit mit anderen Fachlehrern, Vertrauenslehrer und Schulsozialarbeiter.
- Gezielte Förderung der Ich-Kompetenz durch positive Rückmeldungen an die Klasse, auch und gerade bei "Kleinigkeiten". Ein Zuzwinkern hier, ein anerkennendes Nicken dort...
- Unterricht an wechselnden Orten, z.B. im Park oder im schuleigenen Garten.
- Auflösung des Frontalunterrichts durch Umstellung der Tische zu Tischgruppen.
- Gemeinsames Lernen mit Spaß und Freude statt Lernen durch Angst und negative Bewertung. Jeder kann was, und jeder ist besonders!
- Ein Gespür dafür, wann nichts mehr geht und eine Lockerungseinheit nötig ist. Arme ausschütteln, Schultern rollen, Nackenmuskulatur entspannen, auf der Stelle treten, solche Dinge halt.

Inzwischen ist diese Klasse zu einer der "besten" der ganzen Schule geworden, ihr Zusammenhalt ist beispielhaft und alle helfen sich gegenseitig.

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Hallo Willibergi
bin Schüler.
Du solltest auf keinen Fall flache Witze bringen.
Sei einfach locker und cool drauf. Erkläre verständlich und rede nicht zu laut und nicht zu leise.

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Heyy ich weiß nicht ob du jetzt noch eine antwort brauchst aber ich würde den schülern nie regelmäßig sagen wie schlimm sie sind. Wir sind angeblich auch so eine Problemklasse und bei uns beginnt fast jede Std damit dass wir 20min erstmal hören wie faul und laut und schlimm und alles wir sind und hinterher hat man dann echt null Motivation mehr noch iwas zu machen und die Lehrer, die das sagen, werden total unbeliebt 

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hey, 

ich denke, dass man dieses ständige Bestrafen nicht tun sollte, da Sie sich so nur bei den Schülern unbeliebt machen, und so die Motivation noch mehr sinkt. Gestalten sie den Unterricht nicht langweilig. Hausaufgaben sollten sie natürlich geben, ansonsten wird wohl gar nichts mehr getan. Machen Sie ihren Schüler klar, dass sie es nur weit schaffen können, wenn sie auch ein wenig dafür tun. Wenn die Klasse so ist, wie Sie es beschreiben, werden die meisten Schüler wohl nicht versetzt werden, wenn das so weiter geht. Machen Sie ihnen das am besten auch klar. Lassen Sie es am besten langsam angehen und überstürzen sie nichts, wenn sie kleinere Aufgaben geben, die die Schüler zuhause erledigen sollen, oder Themen lernen sollen, machen sie es wohl eher, als wenn Sie den Schülern alles auf einmal zum Lernen geben. 

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Ich als Schüler der NEUNTEN Klasse würde ihnen empfehlen die Klasse erst mals zu fragen wieso und weshalb die Schüler keine Lust haben zu lernen !

Man kann davon ausgehen dass die meisten sagen, das sie keine Lust oder kein bock haben.
Und dann sollten sie fragen woran es liegen könnte ... ob die Art der Unterrichtung nicht motiviert oder andere Faktoren. 

Vielleicht könnte man auch einen Stammtisch mit den Eltern und dem/der Klassenlehrer/in vereinbaren und dieses Problem ausführlich klären !

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Ich bin zwar keine Lehrerin, aber mir kommt das auch etwas seltsam vor. Ist diese Klasse denn in allen Fächern so leistungsschwach oder nur in Mathe? Vielleicht war da die Jahre zuvor ein Mathe-Lehrer am Werk, der einfach überhaupt nicht vermitteln konnte, sodass diese Schüler nicht am aktuellen Stand sind und auch die Lust an dem Fach verloren haben.

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Kommentar von Willibergi
08.04.2016, 19:54

Die meisten Lehrer, die diese Klasse unterrichten, sagen, dass diese sehr unruhig, und auch faul sind.

Dies zeigt sich auch bei Stegreifaufgaben...

LG Willibergi

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Zuerst einmal solltest du herausfinden, warum eine ganze Klasse keinen Bock auf Mathe hat.

Hatten sie Lehrer, die sie für Mathe "versaut" haben?

Haben sie überdurchschnittlich viele Schüler die unter Dyskalkulie leiden und die Grundkenntnisse nicht verstanden haben? Die daraus resultierende Frustration, weil man nie auf ein einigermaßen gutes Ergebnis kommt, fördert eine NullBock Eeinstellung, denn warum soll man sich anstrengen, wenn man eh auf keinen grünen Zweig kommt...

Sind die Schüler dieser Klasse auch in anderen Fächern unterdurchschnittlich?

Erst wenn du das alles geklärt hast, kannst du ein Konzept entwickeln, wie du die Kids motivieren kannst.

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Du musst halt die goldene mitte als Lehrer finden. Du darfst nicht zu lasch sein aber auch nicht zu streng. Du darfst auch nicht vergessen, dass man als Schüler nicht nur dein Mathe hat, sondern auch zig andere Fächer und oft lange Schultage. Vielleicht sind sie einfach nur erschöpft, weil dein Mathe z.B. in der früh ist oder spät am Nachmittag. Meine Ratschläge wären folgende:

Du machst Mathe einfach mehr praxisorientiert. Beispiel. Statt der Berechnung irgendwas unnötigem sollte etwas berechnet werden, dass für die Schüler in der Freizeit auch eine Rolle spielt wie z.B. Ich gebe 20 % von meinem Taschengeld meinem besten Freund ab. Wieviel Euro sind das? Sonst können auch eher am ende der Stunde Wettbewerbe helfen. Beispiel was wir oft gemacht haben. Alle Schüler stehen auf und du fragst nach der Reihe jeden einzelnen Schüler Rechenaufgaben.

Wenn er dies nicht innerhalb von 10 Sekunden beantwortet hat, verliert er und muss sich setzen. Das geht so lange bis nur noch einer übrig bleibt. Der letzte könnte ja dann einen kleinen Preis von dir bekommen. Oder bei schwereren Matheaufgaben wie Kurvendiskussionen könnte man so machen die ersten drei die das Beispiel richtig lösen und vorlegen zum kontrollieren bekommen auch einen Preis oder ein Mitarbeitsplus oder so.

Dann könntest du machen diejenigen die eine 1 oder 2 bei der Schularbeit/Klausur machen haben die Erlaubnis 3 Hausübungen zu vergessen ohne dafür bestraft zu werden. Ich hoffe ich konnte dir helfen^^.

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Deine pauschale Darstellungsweise "die sind alle schlecht und faul" outet dich schon mal als Nicht-Lehrer! Ein richtiger Lehrer würde das "Problem" systematisch angehen und erstmal bei jedem einzelnen Schüler den tatsächlichen Leistungsstand abfragen und die Schüler dort abholen, wo sie gerade leistungsmäßig stehen und darauf aufbauen, also die Wissenslücken schließen. Tut mir leid, aber das kauft dir keiner ab, dass du ein Lehrer sein willst. 

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Kommentar von Willibergi
08.04.2016, 19:46

Ich will nicht sagen, dass sie alle "schlecht und faul" sind, aber der Großteil der Klasse tut einfach nichts für dieses Fach - weil sie Mathematik nicht mögen oder keine Lust zum Lernen haben - ich weiß es nicht.
Ob du mir glaubst, ob ich ein Lehrer bin oder nicht, ist mir erst mal egal - wobei eine solche Frage als Nicht-Lehrer unsinnig wäre...

LG Willibergi

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Du kannst sie nicht dazu zwingen. Reden hilft da nicht. Lass sie einfach schlechte Noten schreiben. Wenn sie faul sind gehört es ihnen nicht anders. Vllt. schaltet das Gehirn dann bei ihnen ein dass sie dann lernen. Ohne Fleiß kein Preis. Du bist eh ein guter Lehrer.... vllt. etwas spielerischer gestalten :)


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Kommentar von Lilly0511
08.04.2016, 19:50

Gerade wenn sich ein Lehrer darüber Gedanken macht,wie er seinen Unterricht gestaltet,um den Schülern nicht nur den Lehrstoff nahe zu bringen,sondern sie auch zu motivieren,macht einen guten Lehrer aus!

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Grundsätzlich : Bei Härtefällen,kann man nichts machen.Diese leute müssen dann eben sehen ,wo sie bleiben.

Man kann nur immer wieder darauf hinweisen,wie wichtig eine gute Ausbildung ist.Wieviel man später verdient hängt hiervon ab.

Beispiel : der Sohn meiner Schwester hat vor 15 Jahren sein Abitur gemacht und hatte keine Lust mehr zum lernen.Er hat auf ein Studium verzichtet und hat stattdessen eine Ausbildung als Industriekaufmann gemacht.

Die absoluten Topstellen sind damit natürlich weg.Schlecht geht es ihm aber trotzdem nicht und wird wohl als Einzelkind das Haus erben.

Man weis ja nicht,wie die finanziellen Verhältnisse der Schüler sind.Einige von denen sind bestimmt von Beruf "Sohn" oder "Tochter".

FAZIT : Gib den Schülern alles notwendige um die Aufgaben lösen zu können,Formelsammlung,durchgerechnete Beispielaufgaben usw..Denn Rest müssen die Schüler eben selber machen.

HINWEIS : Es gibt überall Nachhilfe ,wo die Eltern die Schüler hinschicken können,wenn es schlechte Noten gibt.

Ab und zu helfe ich auch Schüler hier bei GF umsonst.Schüler haben von mir schon die gesamte Herleitung des Fadenpendels bekommen (LK Physik am Gymnasium).Die haben das dann nur noch im Unterricht vorgetragen und somit ihre 2 bekommen.

Ich bekam dafür von den Schülern die höchste Auszeichnung "hilfreichste Antwort" mit einen Danke ,du hast uns sehr geholfen . 

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Die Frage ist ein Witz, oder?

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Kommentar von Willibergi
23.04.2016, 10:51

Anstatt hier wild mit Behauptungen um dich zu werfen, könntest du dich einmal informieren, denn ich habe schön des Öfteren gesagt, dass diesen Account mehrere Leute benutzen.

LG Willibergi

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Hallo!

Das Problem bei ihr ist, dass fast alle Schüler dieser Klasse so faul sind, und zu faul zum Lernen.

Daran glaube ich nicht. Ich denke, dass es andere Beweggründe gibt.

Da gibt es doch diese Experimente, bei denen sie den Schülern glaubhaft machten, dass sie besonders gut seien, so war es dann auch.
Vielleicht mal etwas in diese Richtung ausprobieren?

Ich weiß echt nicht mehr, was ich machen soll, ich habe das ihnen auch schon gesagt, aber das hilft leider nichts.

Das denke ich war wohl eher ein Fehler. Bleibe besser nicht in der Opferrolle.

Den Schülern wurde also schon (oft genug?) gesagt, dass sie faul und sonst was seien. Vielleicht glauben sie das ja mittlerweile schon selbst.
Weiter traut ihnen wohl keiner mehr etwas zu.
Vielleicht glauben sie das mittlerweile auch schon selbst.

Weiter willst du jetzt die Schüler vom Gegenteil dessen überzeugen und zu mehr Interesse und Mitarbeit motivieren.

Was aber bringt dem Menschen Motivation? Freude? Sinn? Gute Aussichten?

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt - vielleicht könntest du über diese Schiene etwas bewegen?

Weiter könnte ich mir gut vorstellen, dass du über das genaue Gegenteil dessen, was sie von dir erwarten, viel erreichen könntest.

Ansonsten möglichst oft vielleicht den Unterricht anschaulich (Bilder, Experimente, kurzer Ausflug....) und mit Abwechslung gespickt gestalten.

Darüber hinaus gibt es in der Gehirnforschung noch einige sehr interessante Aspekte darüber, wie das Gehirn z.B. aufnahmefähiger wird, wenn es daran mal liegt.
Z.B. mittels Bilder, die Neues zeigen, wird das Gehirn sofort offener, neugieriger, ......, bei Angst kann das Hirn nicht lernen, nur zwischen Flucht oder Kampf entscheiden....., oder die Verknüpfungen des Gehirns mit Gefühlen.....

Zum Teil wäre es vielleicht auch gut, die Ablehnung der Schüler einfach mal zu akzeptieren, nicht mehr dagegen ankämpfen zu wollen. Fände ich sehr interessant!

Ich denke schon, dass der Lehrer auch ausschlaggebend für die Leistungen seiner Klasse ist, und diese durch eigene Gedanken über die Schüler, über die Klasse beeinflussen kann.

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Kommentar von Willibergi
08.04.2016, 20:20

"die Ablehnung der Schüler einfach mal zu akzeptieren"

Naja, dafür bin ich ja nicht da. Eher für genau das Gegenteil. Ich will ja, dass die Schüler ein Gefühl für Mathematik bekommen, dass es ihnen Spaß macht, weil Mathe ist eigentlich nicht schwer.

Aber bei so einer Klasse ist das schwierig.

LG Willibergi

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Guten Abend :) 

Ich als Schüler bekomme mit das in Problemklassen der Mathe Unterricht nur dann funktioniert wenn der Lehrer Dinge tut wie einen nach dem anderen an der Tafel abzufragen.

 Für mich war dies zwar immer die Hölle aber bei manchen hat es dazu geführt das sie sich richtig reingehängt haben um sich nicht zu blamieren. 

Dies klappt leider nicht bei allen Klassen und ich würde dies auch eher im Notfall raten aber wenn es nicht anders geht muss eben ein extra maß an strenge herbei.

 Die Kombination von streng und verständnisvoll ist schwer zu erreichen aber wenn man beharrlich bleibt sollte dieses Problem bald zumindest verkleinert sein. 

Liebe Grüße und viel Glück :) 

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Das ist auch sehr schwer,Schüler für das Lernen zu begeistern. Gerade für Mathematik. XD

Welche Klasse unterrichtest du denn?

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Kommentar von Willibergi
08.04.2016, 19:47

Mehrere Jahrgangsstufen - die "Problemklasse" ist 9. Klasse Gymnasium.

LG Willibergi

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Da die Darlegung des Problems so undifferenziert und völlig frei von irgendwelchen Kategorien erfolgt ist, zweifle ich daran, dass du Lehrkraft bist. 

Du kannst definitiv nicht vom Fach sein.

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Kommentar von Willibergi
08.04.2016, 19:48

Ist das so?

LG Willibergi

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Kommentar von Willibergi
09.04.2016, 11:53

Nur, dass hier keine Missverständnisse aufkommen:

Einige der Fragen sind von meinem Sohn, zu der auch die oben verlinkte gehört.

LG Willibergi

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Gestalte den Stoff interessant und lustig
Bin ein Schüler

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