Frage von TheAuthority19, 91

Wie bringt man Marihuana Pflanzen zum Blühen?

Ich schreibe in der Schule ein Referat darüber, und mir fehlen noch einige Daten dazu. Im Netz finde ich so viele unterschiedliche Antworten zu Pflanzen, welche man in Gebäuden blühen lässt. Muss mein Referat über Suchtmittel, dem Suchtmittelgesetz und somit auch der Frage bis zum 7.3. fertig haben! Danke euch schon mal für eure Hilfe. :)

Antwort
von IDoeI, 38

Hi,

Cannabis ist normalerweise eine Kurztagspflanze, d. h. sie beginnt dann zu blühen, wenn die Dauer des Tageslichts merklich abnimmt. In der natürlichen Umgebung der Pflanze ist das dann der Fall, wenn die Jahreszeit von Sommer auf Herbst wechselt. Die Pflanzen beginnen typischerweise bis zu einem Monat vor der herbstlichen Tag- und Nachtgleiche zu blühen und sind in der nördlichen Hemisphäre erst Ende Oktober erntefertig. Einige länger blühende Sorten brauchen sogar bis Ende November oder Anfang Dezember, wenn das Klima warm genug ist, sodass dies möglich ist.

Die vorstehenden Ausführungen gelten für die meisten gewerblich angebauten Cannabis-Sorten, da diese Sorten tendenziell eine signifikante Menge an “Indica”-Genen enthalten, was bedeutet, dass sie von Pflanzen abstammen, die in den temperaturstabilen Hochlandregionen Indiens und Afghanistans heimisch sind, wo der Sommer stets warm und hell und der Winter kühl und dunkel ist. Daher haben sich die Pflanzen darauf eingestellt, erst dann zu reifen und zu blühen, wenn die Winterkälte einsetzt, und sie verlassen sich hierbei auf eine merkbare Abnahme der Tageslänge, die so als Auslöser dient, um mit der Blüte zu beginnen.

Sativa- und Ruderalis-Sorten

Cannabis-Pflanzen, bei denen die Gene der „Sativa“ oder der „Ruderalis“ dominant sind, können dagegen nach etwas abweichenden Regeln zur Blüte gelangen. Die an Kälte angepasste Ruderalis blüht von selbst, was durch mehrere genetische Auslöser bedingt ist, die durch die erreichte Wachstumsphase der Pflanze aktiviert werden, statt durch die Photoperiode (also die Dauer des Tageslichts). Die tropischen Sativas können ebenfalls von selbst zur Blüte gelangen. Die für dieses Phänomen verantwortlichen genetischen Mechanismen sind komplex und noch nicht vollständig erforscht.

Im Falle der Ruderalis haben die Pflanzen ein relativ kurzes Zeitfenster, in dem sie ihren Lebenszyklus abschließen müssen, da die Temperaturen und die Lichtintensität einfach zu niedrig werden, als dass die Pflanzen während des ganzen Jahres weiter gedeihen könnten. Sie müssen daher im Verlauf nur einer Jahreszeit (spätes Frühjahr/Sommer) schnell wachsen und zur Blüte kommen. Daher ist ihre Evolutionsstrategie nicht darauf ausgerichtet, sich auf den Wechsel der Jahreszeiten als Auslöser für die Blüte zu verlassen. Diejenigen Pflanzen, die von selbst zur Blüte gelangenund Samen produzieren, bevor sie den Unbilden des kalten nördlichen Herbstes ausgesetzt sind, sind daher in diesen klimatischen Regionen die „fitteren“ und konnten sich im Laufe der Jahrtausende durchsetzen.

Bei den tropischen Sativas bedeutet das Fehlen der jahreszeitlichen Veränderungen, dass die Pflanze fast das ganze Jahr hindurch wachsen kann. Zudem sind umweltbedingte Auslöser wie die Veränderung der Photoperiode viel weniger dramatisch, obwohl sie auch hier vorkommen und der Cannabis-Pflanze helfen, auch in solchen klimatischen Regionen einen jahreszeitlichen Zyklus einzuhalten. Daher haben Sativas in ihrer natürlichen Umgebung viele Monate Zeit, um erst einmal vegetativ zu wachsen, bevor sie zur Blüte kommen. Und wenn sie dann blühen, hängt das nur zum Teil von Umwelteinflüssen ab, zum anderen Teil dagegen von der Wachstumsphase, die die Pflanze erreicht hat.

In geschlossenen Räumen angebaute Cannabis-Pflanzen zur Blüte bringen

Beim Anbau in geschlossenen Räumen kann die Blütephase normalerweise sehr genau gesteuert werden, indem man einfach die Beleuchtung entsprechend einstellt. Wer Cannabis in geschlossenen Räumen anbaut, versorgt die Pflanzen während der Wachstumsphase normalerweise täglich 18 bis 24 Stunden mit Licht und senkt die Beleuchtungsdauer dann auf 12 Stunden, um so die Blüte auszulösen. Einige Anbauer erhöhen die Zahl der Stunden, in denen Dunkelheit herrscht, auch in einem Zeitraum von 2 bis 3 Wochen in mehreren Stufen, um so den im Freiland herrschenden Lichtzyklus besser nachzuahmen.

Gewisse Sorten blühen ohne Anregung von außen.

Andere Anbauer lassen ihre Pflanzen dagegen für einen ununterbrochenen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden im Dunkeln stehen, um die Blüte auszulösen, bevor sie zu einem Hell-Dunkel-Rythmus im 12-Stunden-Takt übergehen. Dies wird auch als Hilfestellung für einen schnelleren Übergang in die Blütephase angesehen, da man annimmt, dass der Aufbau von Florigen („das Blüh-Hormon“) meist während der Nachtstunden erfolgt. Auch wenn das unter den Cannabis-Anbauern eine weit verbreitete Ansicht ist, scheint sie wissenschaftlich kaum belegbar zu sein. Allerdings wurden auch Studien zu induktiven Dunkelheitsperioden von bis zu 16 Stunden bei Kurztagspflanzen durchgeführt, bei denen sich keine nachteiligen Wirkungen ergeben haben.

Sativa- und Ruderalis-Pflanzen in geschlossenen Räumen zur Blüte bringen

Wird eine Ruderalis-dominierte Sorte in geschlossenen Räumen angebaut, können die Pflanzen während ihrer Wachstumsphase kontinuierlich bei 18 bis 24 Stunden Tageslicht gehalten werden und beginnen von selbst mit der Blüte, wenn die Pflanze etwa 50 cm Höhe erreicht hat (wobei einige “Super-Selbstblüher” auch 90 bis 100 cm Höhe erreichen können).

Normalerweise diktiert die Saison, wann eine Cannabispflanze wächst.

Wird eine Sativa-dominierte Sorte angebaut, wird der Anbauer normalerweise an dem System wechselnder Beleuchtungsdauer (Rhythmus von 18/6 bzw. 12/12 Stunden) festhalten, wobei er den Pflanzen in manchen Fällen auch nur 10 Stunden Licht pro Tag zuführt und sie bis zu 14 Stunden im Dunkeln stehen lässt. Denn es kursieren auch Berichte darüber, dass die zusätzlichen 2 Stunden Dunkelheit die Intensität der Blüte verstärken und ihre Gesamtdauer verkürzen. Entscheidet man sich für einen Beleuchtungszyklus mit 10/14 Stunden, kann es auch ratsam sein, die Blütephase mit einem Rhythmus von 12/12 Stunden einzuleiten und allmählich während eines Zeitraums von einem Monat auf den Rhythmus von 10/14 Stunden überzugehen.

Es ist auch möglich, während der gesamten Lebensdauer der Pflanzen generell an dem Rhythmus von 12/12 Stunden festzuhalten, denn normalerweise kommen Sativa-Pflanzen auch bei diesem Rhythmus nach 3 bis 4 Monaten vegetativen Wachstums von selbst zur Blüte. Eine Beleuchtungsdauer von 18 Stunden pro Tag während der Wachstumsphase der Pflanzen kann allerdings das Wachstum beschleunigen und zu einer schnelleren Reife führen. Die Pflanzen können daher früher zur Blüte gelangen, sobald der Beleuchtungsrhythmus auf 12 oder mehr Stunden Dunkelheit umgestellt wird.

Temperatur und Feuchtigkeit während der Blütephase

Befinden sich die Cannabis-Pflanzen im vegetativen Wachstum, können sie generell höhere Temperaturen vertragen als während der Blütephase. Während des vegetativen Wachstums wird eine Temperatur von 24 bis 32 °C (75,2 bis 89,6 °F) als optimal angesehen; während der Blütezeit sollte die Temperatur dagegen 28 °C (82,4 °F) nicht übersteigen. Nur einige aus den tropischen Klimaregionen stammende Sorten können auch höhere Temperaturen vertragen.

Die Umweltbedingungen sind ausschlaggebend für eine erfolgreiche Ernte.

Während der Blütephase spielt auch der Unterschied zwischen der Tages- und Nachttemperatur eine Rolle. Man geht davon aus, dass eine höhere Temperaturdifferenz für den Beginn der Blüte förderlich ist, da hierdurch die noch warmen Tage, aber schon wesentlich kälteren Nächte zu Beginn des Herbstes nachempfunden werden. Die optimale Temperaturdifferenz wird mit 8 bis 10 °C (14,4 bis 18 °F) angegeben. Wenn die Pflanzen also tagsüber bei 28 °C (82,4 °F) stehen, sollte die Temperatur während der Nacht auf 18 bis 20 °C (64,4 bis 68 °F) abgesenkt werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte während der Blüte etwas reduziert werden, insbesondere in der späteren Phase der Blütezeit. Denn da die Pflanzen nun immer dichter stehen, steigt auch das Risiko eines Schimmelbefalls. Während der vegetativen Phase sollte die Luftfeuchtigkeit bei etwa 60 bis 70 % liegen, in der Blütezeit sollte sie dagegen auf 40 bis 50 % reduziert werden. Auch hier gilt, dass tropische Sorten, die eine leichte und luftige Blütenstruktur haben, oft mit einer viel höheren Luftfeuchtigkeit von bis zu 70 % auch während der Blütezeit fertig werden können.

Generell ist zu empfehlen, die Pflanzen während der Blütephase eher weniger, aber häufiger zu bewässern. Wenn die Pflanze mehr Wasser erhält als ihr Wurzelsystem unmittelbar aufnehmen kann, bleibt das Anbausubstrat feucht und die Verdunstungsrate steigt. Eine exakt dosierte Bewässerung hilft daher auch bei der Steuerung der Luftfeuchtigkeit. Außerdem vermeidet man dadurch andere Probleme wie Pythium (Wurzelfäule) und Botrytis (Grauschimmel). Dies hängt aber auch von dem verwendeten Anbausubstrat ab, da einige Substrate Feuchtigkeit besser speichern als andere und daher eine weniger häufige Bewässerung mit größeren Wassergaben ermöglichen.

Quelle: sensiseeds.com

Kommentar von IDoeI ,

Anzumerken wäre noch das die Männlichen Pflanzen eher blühen als die Weiblichen, bei ca. 14 Stunden Beleuchtung. In der Theorie können, durch absenken der Beleuchtungsdauer, die Männchen so aussortiert werden ohne die Damen zur Blüte zu bringen. das könnte für Stecklinge von Interesse sein. Die Sorte genau zu kennen macht die Sache einfacher.

Antwort
von linus87, 38

grundsätzlich ist es beim indoor grow so:

18h licht für wachstum und wenn die pflanzen groß genug sind nur noch 12h licht. so ist die pflanze der meinung das es gen herbst geht und setzt die blüten an.......mal ganz grob erläutert.

im outdoor berreich ist es nat. ganz anders:

die pflanzen werden durch die zeiten der Sonne gesteuert,wie jede andere Pflanze auch. 

Kommentar von Bitterkraut ,

Nö, outdoor ist es auch nicht anders, indoor ahmt ja outdoor nach. Draußen blühen die Pflanzen auch, wenn die Lichtdauer abnimmt.

Antwort
von elenaaaleo, 46

Nur weibliche Pflanzen können soweit ich weiß blühen und es liegt am Licht Einfluss also wenn die ein paar Stunden zu wenig Licht bekommen blühen sie nicht und ja

Kommentar von linus87 ,

nicht richtig.......^^

Kommentar von elenaaaleo ,

Also ich habe mal im Internet darüber gelesen weil ich mich dafür interessiert habe und ich meine das ich es so gelesen habe 

Kommentar von linus87 ,

ist trotzdem nicht richtig,kann nat. sein du hast es richtig gelesen aber falsch geschrieben...^^

Kommentar von Bitterkraut ,

Es gibt männliche und weibliche Blüten, oft sogar an derselben Pflanze. Ohne männliche Blüten, die ja den Pollen produzieren, gäb es keine Samen, keine Fortpflanzung.

Antwort
von Bitterkraut, 9

Die blühen von selber. Wenn die Tage kürzer werden. August/September.

Ich glaub keine Sekunde, daß du ausgerechnet darüber referieren mußt, wie man eine illegale Pflanze dazu bringt, sich erst richtig illegal zu machen ;).

Antwort
von mamboooo, 33

"Suchtmittelgesetz" heißt es ja in Österreich und da kann ich dir rechtlich alles beantworten, falls du da noch Fragen hast. Das Botanische wurde ja von IDoel schon sehr gut erklärt..

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