KriLu am 03.07.2009 um 13:42 Uhr
Meine Oma ist jetzt 82 und seit ihrem leichten Schlaganfall extrem vergesslich und labil geworden. Sie lebt alleine. Sowohl meine Eltern als auch ich finden, dass sie es einfach nicht mehr problemlos auf die Reihe bekommt, alleine zu leben. Das Einkaufen fällt ihr schwer und auch beim Putzen hat sie ihre Probleme. Mein Vater (der Sohn meiner Oma) weiß einfach nicht, wie er es ihr beibringen soll, denn für ihn ist das wie eine Art Abschiebung der eigenen Mutter und auch meine Mum und ich wissen nicht weiter. In die Wohung meiner Eltern kann sie nicht, die ist zu klein dafür. Es muss ja kein Altersheim sein sondern vielleicht betreutes Wohnen oder so?! Habt ihr einen Rat, wie man es ihr schonend beibringt bzw. hat jemand von euch das selbe erlebt/durchgemacht? Danke und tolles Wochenende!

Es gibt doch auch Hilfe im Haushalt, die regelmäßig nach dem Rechten schauen und ggf. helfen, auch Essen auf Rädern, Frag doch mal beim DRK nach, ob die vor Ort diesen Service bieten. Ansonsten würden ich mit dem Arzt der Oma sprechen, wozu der rät ...
Der Hinweis mit dem Arzt...das also eine "kompetente, außenstehende Person" mit deiner Oma spricht, ist doch gut...
probiert doch mal einen pflegedienst und einen piper vom roten kreuz wenn was ist muß sie nur auf nen knopf drücken und dann kommen die und schaun nach ihr! essen auf rädern und ansonsten die sicherung vom herd abschalten so kann da auch nix passieren ich hatte das bei meiner oma und ging echt gut! der pflegedienst war 3 täglich da um medikamente zu geben da sie das auch vergessen hatte und ne putzfrau aber nicht die volle selbständigkeit nehmen!

Ich würde den sanften Weg gehen: erstmal für eine vertrauenswürdige Putzhilfe sorgen. Dann auch beim Einkaufen unterstützen.
Generell bin ich der Meinung, daß man so lange es irgend geht, den älteren Menschen in seinem vertrauten Umfeld belassen sollte... lieber mobile Pflegedienste in Anspruch nehmen, wenn es nötig werden sollte.
Denn sobald er in ein Heim gesteckt, und quasi "entmündigt" wird, baut er umso schneller ab. Leider. Dessen muß man sich bewußt sein.

Einen alten Baum verpflanzt man nicht, sonst geht er ein!
Hallo KriLu,
versucht es doch mit einem Senioren-Hausnotruf. Somit ist sie in ihrem eigenen Zuhause und bekommt Hilfe wenn sie in Not ist. Schaut doch z.B. mal auf diese Webseite (http://www.expert-security.de/vitaris-Hausnotruf) Da gibts viele Angebote. Wir haben uns auch telefonisch beraten lassen, dadurch haben wir herausgefunden was das Richtige für mein Großonkel ist.
Grüße Emily
Wir laden regelmäßig die älteren Leute zu uns ein (Gedächtnistrainingskreis etc) und bieten "Probewohnen" an. http://www.senioren-wohngemeinschaft-eitorf.de/ Damit kommen die noch geistig agilen älteren Menschen gut zurecht. Ansonsten greift man zum Trick: "wir sind für drei oder zwei Wochen im Urlaub". Dass man das Einziehen in ein Altenheim als "Abschieben" empfindet, kann ich nur zustimmen. Habe lange Jahre in Altenheimen Bausanierungen ausgeführt. Ich habe nirgends in den Altenheimen Angehörige gesehen, die freudig zum Besuch kamen - meist das Gegenteil (allein schon der Geruch). Sieht in den kleinen WGs einfach anders aus.