Wie motiviert man Kinder am besten, etwas Ordnung zu halten? Langfristig hat es bisher noch nicht geklappt bei unseren, immer wieder bricht das Chaos aus.

Was ein Ordnungssystem betrifft: Gut sind große, bunte Kisten (ggf. mit Bildern statt einer Beschriftung), so dass die Lütten auch eigenständig sortieren können. Ansonsten ist es immer gut, das Ganze spielerisch zu gestalten (welche Faben zuerst, wer hat zuerst einen Kasten voll o.ä. ... einfach ein bisschen kreativ sein). Und bei kleinen Kindern ist es schon gut, sie bei der ganzen Aufräumaktion zu unterstützen, nicht allein zu lassen damit. Der große Überblick, wie wir ihn haben, fehlt halt doch noch manches Mal...;-)

Eine Freundin hat immer alles, was nach dem gesetzten Termin noch herumlag eingesammelt und am nächsten Geburtstag bzw. an Weihnachten wieder ausgegeben. Beeindruckende Wirkung.
kuntzkids am 2. März 2008 20:16 lol
Bei uns ist das Spielzeug wegen Nichtachtung auch schon mal "ausgewandert" -- es hatte sich aus lauter Verzweiflung im Schuppen einquartiert... ;-)
Hier gibt es Tipps:
http://www.gutefrage.net/frage/wie-bring-ich-meiner-tochter-10-ordnung-bei
... und hier noch ein guter Artikel aus dem Familienhandbuch: http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aErziehungsfragen/s_1056.html

Mach es spielerisch ... das Auto parkt jetzt, die Puppe geht jetzt schlafen, die Bausteine wollen nach Hause...dazu loben, loben, loben.
kuntzkids am 2. März 2008 20:11 Cool ist auch nach Farben aufräumen (lassen): erst alle roten, dann alle blauen... Spielsachen

Das kommt natürlich darauf an, wie alt die Kids sind.
Ich habe meinen relativ erfolgreich beigebracht, dass sie Dinge besser und leichter finden, wenn alles seinen (festen und sinnvoll organisierten) Platz hat.
Große Behälter mit Deckel, Schubkästen mit Schildern / Bildchen oder Körbe, die in die Regalöffnungen passen, erleichtern das Einsortieren und Wiederfinden.
Bevor eine neue Sache gespielt wird, muss erst das andere weggeräumt werden -- Ausnahmen wie eine gerade gebaute komplizierte Eisenbahn oder die sperrige Ritterburg bilden die Ausnahme, die die Regel bestätigen.
Außerdem haben wir die Dinge gemeinsam (!) thematisch geordnet -- Puppenecke, Autoecke, Draußen-Spielzeug...
Hilfreich ist es auch, ab und zu Spielsachen "verschwinden" zu lassen und später erneut "anzubieten" -- sie wirken dann wie "neu" und vermögen es wieder, für eine Weile zu fesseln.

Wie alt sind sie denn? Gerade kleine Kinder verlieren in ihrem Zimmer schnell den Überblick. Deshalb sollte man vermeiden, dass es dort zu voll wird, da sie dann mit dem Wegräumen schlicht überfordert sind. Ein Buch, was ich Dir empfehlen kann, heisst: "Aufräumen macht Spass" von Petra Klose/Eva Spanjardt.Einerseits kann man es vorlesen, andererseits sind die Tipps sehr sinnvoll: zB das man Kisten selber beklebt (die Kinder bekleben lässt)und die dann für bestimmte Dinge sind; Wettaufräumen,gemeinsames Aussortieren von Spielzeug, das nicht mehr benötigt wird etc.

Am besten von klein auf und am anfang noch helfen. Und nach dem aufräumen loben. Außerdem alles ein bisschen spielerisch. Bei meinem Sohn klappt das prima.

Wie motiviert man Kinder am besten, etwas Ordnung zu halten: eben mit Erziehung, oder ist diese Methode in der Antiautoritären Erziehung kein Platz...