Frage von SafeWork, 93

Wie bringt man sein eigenes Buch in die Buchläden?

Hallo,

angenommen Jemand schreibt ein Buch über sein bisheriges Leben. Es ähnelt einer Erzählung mit einer schier unglaublicher Geschichte.

Nun möchte er es veröffentlichen, er möchte es in den Läden der großen Buchhandlungen sehen.

Wie mach er das?

...Er geht zum Oberboss des größten Verlag in Deutschland und knallt es ihm auf den Schreibtisch und hört gespannt was der Oberboss dazu sagt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Marbiherz, 17

Die Grundvoraussetzung, um mit einem Buch Erfolg zu haben ist immer, dass es sich von der breiten Masse abhebt. Es sollte durch Deine Persönlichkeit und durch Deine Art zu schreiben auffällig sein - zumindest solange Du Dir noch keinen Namen als Schriftsteller erarbeitet hast. Später reicht der leider mitunter aus, um gute Verkaufszahlen zu erhalten. Um ein gutes Manuskript zu erarbeiten, würde ich Dir die Hilfe eines Lektors/Korrektors anraten, denn möglichst frei von groben Stilfehlern, die den Lesefluss beeinträchtigen und von Rechtschreib- und Grammatikfehlern muss es sein, um Erfolg zu haben, egal ob bei der Einreichung bei einem Publikumsverlag oder als Selfpublisher. Die eigene Leistung richtig einzuschätzen, ist nach Fertigstellung eines Manuskriptes eine der größten Hürden, die es zu bewältigen gilt. Es ist unerlässlich, neutrale und erfahrene Einschätzungen über die Arbeit einzuholen. Testleser zu finden, die ein fundiertes Urteil abgeben, ist gar nicht so einfach, denn der Familienkreis ist meist voreingenommen, ebenso wie Freunde und Bekannte. Es gibt Schreibforen, in denen man sich austauschen kann und Gruppen bei Facebook etc. die Testleser und Autoren zusammenführen. Hier ist es Zufall, an wen man gerät. Empfehlen kann ich seit Jahren die Seitwww.Autoren-Service.comce.com , bei dem viele, auch namhafte Autoren versuchen, jungen Autoren zur Seite zu stehen und auch Manuskripte lesen und ihr Urteil abgeben. Mitunter können auch Kontakte zu deren Verlagen hergestellt werden, was aber nicht sicher ist. Ob man es als Selfpublisher oder mit dem Klinken-Putzen bei Verlagen versucht, ist sicher eine Frage der Persönlichkeit und der Bereitschaft und des Könnens eines jeden Autors, aktiv Marketing zu betreiben und später auch die Distribution des Buches zu übernehmen. Ein gutes Buch wird irgendwann immer seinen Weg gehen, egal welchen Weg man wählt - es dauert nur, bei manchen Schriftstellern Jahrzehnte.

Antwort
von MarkusKapunkt, 27

Nein. Er geht den Weg, den alle seriösen Autoren gehen: Über einen Verlag. Er reicht eine Leseprobe und ein Exposé ein - am besten gleich bei mehreren Verlagen - und wartet auf Antwort. Wahrscheinlich wird er an viele verschiedene Türen klopfen müssen, bevor ihn jemand hört. Mit Glück und Talent kann er es schaffen, dass ein Verlag sein Werk herausbringen möchte - dann steht es irgendwann tatsächlich in den Buchläden.

ODER er veröffentlicht sein Buch selber, über die heutigen Medien geht das relativ enfach. Online-Händler wie Amazon bieten Self-Publishig für unbekannte Autoren an, oder man gründet einfach seinen eigenen Verlag und versucht, diesen mit Crowd-Funding zu finanzieren. Erfolg damit zu haben ist aber eine ganz andere Geschichte, weil man alleine nicht die Mittel hat, effektiv Werbung zu betreiben und einen großen Personenkeis auf sein Werk aufmerksam zu machen.

Antwort
von BieneSabine1, 41

Du kannst mit E-Books oder Books on Demand anfangen, dann hast du keine Kosten und kannst das Buch direkt verkaufen.

Verlage drucken das Buch nur, wenn sie sich sicher sind, dass das ein Erfolg wird. Das wird schwer jemanden zu überzeugen, aber mit Books on Demand kannst du sofort verkaufen ohne jemanden überzeugen zu müssen.

Antwort
von Gummibusch, 21

Einen Versuch wert wäre es wohl am ehesten es bei Amazon zu veröffentlichen.

Die Konkurrenz ist zwar groß aber es ist aus meiner Sicht die einzig realistische Chance auf eine Leserschaft.

Mit ein wenig Glück kann man so sogar Geld verdienen aber interessant sollte das Buch natürlich sein ☺

Antwort
von HrKoemmlich, 35

Er würde es wahrscheinlich an einen Verlag schicken. Der Verlag wird sich das Manuskript anschauen und dem Autor vielleicht mitteilen, mit welchen Kosten er zu rechnen hat um das Buch veröffentlichen zu lassen - sofern der Verlag an einer Vermarktung interessiert wäre.

Antwort
von Bambi201264, 36

Naja, einen Verleger/Verlag solltest Du schon finden. Ob der "Grösste" das annimmt, ist die Frage.

Du solltest das Manuskript wohl an mehrere Verlage schicken.

Antwort
von Mignon4, 29

Du würdest das Manuskript von den Verlagen ungelesen zurückgeschicht bekommen, wenn du Glück hast. Viele Verlage werfen es gleich in den Müll. Niemand wartet auf  dich. Die Verlage erhalten täglich viele Manuskripte von Hobbyautoren. Verlage haben hohe Kosten mit der Veröffentlichung und wollen kein Verlustrisiko eingehen. Deshalb haben sie kein Interesse an deinem Buch.

Es gibt sogenannte "Bezahl-Verlage". Die veröffentlichen das Buch auf DEINE Kosten. Dann kann es dem Verlag gleichgültig sein, ob das Buch letztendlich gut verkauft werden kann oder nicht. Das Kostenrisiko trägst DU.

Sei mit Bezahl-Verlagen vorsichtig. Es gibt eine ganze Reihe von schwarzen Schafen!

Alles Gute!

Antwort
von Altenberger, 32

Zwei Möglichkeiten, entweder schickst du das Manuskript an diverse Verlage die dann bei Interesse das Buch vermarkten und auch die Kosten übernehmen. Oder du lässt es in einem Selbstverlag, auf eigene Kosten drucken und musst es dann bei Buchhändlern selber vermarkten.

Kommentar von AnnJabusch ,

Das ist definitiv falsch! Man schickt nie ein Manuskript an einen Verlag, sondern bestenfalls ein Exposé + Leseprobe. Und auch dafür sollte man vorher die Bereitschaft abklopfen.

Antwort
von Flimmervielfalt, 37

Klar, weil du als NoName natürlich direkt zum Verleger durchgeschleust wirst. ...

Antwort
von andreasolar, 16

Schau dir mal an, wie Nele Neuhaus vorgegangen ist:

http://www.neleneuhaus.de/files/user_upload/Welcomebox/Neuhaus_Essay_A5_DE.pdf

Kommentar von gschyd ,

Eine sehr interessante Lektüre - herzlichen Dank :)

Antwort
von Ninombre, 30

Ziemlich genau so (weil nur dieses Vorgehen zu seinem unglaublichen Leben passt) und der Oberboss knallt ihm dann den Vertrag zurück. Natürlich erst nachdem er drei Tage am Stück das Buch mit der fesselnden Geschichte gelesen hat.

Andere Menschen gehen so vor:

https://www.google.de/search?q=verleger+finden+buch liefert diverse Ansätze bspw.
http://www.andreaseschbach.de/schreiben/verlagssuche/verlagssuche.html

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community