Frage von Petitmonchat, 25

Wie bringe ich lieber Mutter bei, das unsere Wohnungskatze einen Spielpartner braucht?

Hallo, unsere Wohnungskatze wird zunehmend hyperaktiv und aggressiv. Sie ist ca. 9 Monate alt und ist und zugelaufen ( sie hatte also schon Kontakt mit anderen Katzen). Jetzt vermuten mein Vater (er hatte schon viele Katzen) und ich das sie noch einen Gleichaltrigen Spielpartner braucht. Davon will meine Mutter aber nichts hören. Könnte vielleicht jemand der Tierazt oder Tierpsychologe ist mir bestätigen, dass meine Katze noch einen Spielpartner braucht?

Antwort
von melinaschneid, 25

Zeige deiner Mutter mal dieses video:

Du und dein Vater habt vollkommen recht. Eure katze braucht dringend einen Spielpartner. Wieso genau ist deine Mutter so gegen eine zweite katze?

Antwort
von Margotier, 10

Dein Vater hat recht. Katzen sind hochsoziale Tiere, sie brauchen unbedingt Artgenossen, mit denen sie auf Katzenart interagieren können.

Vermutlich ist Eure Katze (noch) nicht wirklich aggressiv, sondern spielt auf Katzenart mit Euch. Katzen raufen gerne spielerisch miteinander, dabei kommen teilweise auch die Krallen zum Einsatz. Fehlt eine Katze als Spielpartner, muss der Mensch herhalten. Für Menschen wird dieses Spiel aufgrund des fehlenden Fells schnell schmerzhaft oder gar blutig.

Wohnungskatzen in Einzelhaltung entwickeln mit ziemlicher Sicherheit irgendeine Form von Verhaltensstörung. Aggression ist eine Möglichkeit, Unsauberkeit eine andere.

Dass der Tierarzt bestätigen kann, dass Katzen Artgenossen brauchen, ist nicht sicher. Tierärzte sind Tiermediziner, sie sind keine Verhaltensbiologen und haben von artgerechter Tierhaltung oft erschreckend wenig Ahnung.

Lest Euch bitte mal Folgendes durch (jeweils www davorsetzen):

.tierheim-hilden-ev.de/2010/10/wohnungskatzen-in-einzelhaltung/

.cat-care.de/cms/index.php/einzelhaltung-ohne-freilauf

Antwort
von prem2010, 3

Hallo petitmonchat, Das ist alles viel zu pauschal! und kann nicht einfach so beantwortet werden. Da kann man auch nicht einfach sagen, ja, Dein Vater und Du habt Recht und jetzt muss man Eure Mutter überzeugen. Erst einmal muss das Verhalten der Katze genauer analysiert werden und geprüft werden, was zu ihrem Verhalten führt, bzw. wodurch sich dieses entwickelt hat. Es ist z.B. Möglich, dass dies durch Euer Verhalten ausgelöst wird, was sich dann, wenn es durch Euer Verhalten ausgelöst wird und ihr Euch einer anderen Katze gegenüber genauso verhaltet, bei einer zweiten Katze genauso entwickeln könnte und dann habt ihr zwei aggressive Katzen Zuhause. Damit ist keinem geholfen. Es ist nicht einfach damit getan, eine zweite Katze anzuschaffen. Je nach Katzen, kann man die auch nicht so einfach zusammen setzen. Nicht selten endet dies mit schlimmen Verletzungen und anschließenden unüberbrückbaren Differenzen. Ich habe schon Fälle erlebt, wo die Katzen Monate brauchten, um sich aneinander zu gewöhnen, d.h. 4-5 Monate in derselben Wohnung aber in verschiedenen Zimmern lebten, anfangs mit geschlossenen Türen, später mit Gittertüren getrennt, so dass sie sich sehen und riechen konnten, und sehr langsamer Annäherung. Nicht alle Katzen sind über Artgenossen glücklich. Natürlich würde ich als Tierpsychologin immer versuchen Katzen zu vergesellschaften, aber es gibt Fälle, bei denen dies eben nicht so einfach ist und vor allem ist es nicht das Allheilmittel. Was macht Ihr denn, wenn die Aggressivität sich gegen die zweite Katze richten würde? Aber da geht es schon los: Was nennt ihr aggressiv? Was macht die Katze denn genau? Springt sie Euch an? Kratzt und beißt sie? Wann macht sie was, in welchen Situationen? Was macht ihr dann, wie sind Eure Reaktionen? Wie alt war sie, als sie von ihrer Mutter getrennt wurde. Wurde sie zu früh getrennt, leider üblich bei Katzen, die eigentlich 16 Wochen bei der Mutter bleiben sollten, hat sie wichtige (ich nenne es jetzt mal:) "Umgangsformen" nicht gelernt. Um so jünger sie war, umso mehr fehlt. Solche Katzen sind in ihrem Spielverhalten oft grob und wirken auf uns daher aggressiv. Sie haben nie richtig gelernt, wie weit sie gehen können. Wenn wir dann ebenfalls grob darauf reagieren, wird das noch verstärkt und kann zusätzlich noch Ängste und Verteidigungsverhalten auslösen. Du siehst, ich habe jetzt mal nur ein paar Punkte angesprochen und es ist schon jetzt ziemlich komplex. Um genauer abzuklären, was in Eurem Fall das richtige ist, kann ich nur empfehlen, sucht Euch in Eurer Nähe einen TierverhaltensberaterIn/ spezialisiert auf Katzen, und dann findet erst einmal heraus wie Katze sich wann, wo, warum verhält. Vielleicht stellt sich dann heraus, dass die Anschaffung einer zweiten Katze genau das Verkehrte ist. Vielleicht ist es genau das Richtige, aber auch dann ist einiges zu beachten, damit das gut geht, es muß geschaut werden, was für eine Katze dann zu Eurer passen würde, ...

Antwort
von beangato, 22

Wenn Deine Mutter das nicht möchte, wirst Du sie nicht überzeugen können.

Mein Bruder hat mal, als er verreist war, meiner Mutter ein Kätzchen mitgebracht, welches er auf der Straße gefunden hatte. Wir wußten nicht mal, wie alt es da war.

Jedenfalls lebte es bei meiner Mutter als Einzelkatze ca. 12 Jahre lang und war nie aggressiv.

Antwort
von sofia424, 16

Es kann aber auch daran liegen das dein Kater noch bucht kastriert ist. Frühestens mit einem Jahr kann man ihn schon kastrieren. Also Man muss jede katzte oder jeden Kater kastrieren

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