Frage von piknatia1, 94

Wie bring ich dem 6 Monate alten Hund Disziplin bei?

Heii:) Seid gestern ist der 6 Monate alte Hund von meiner Schwester bei mir. Ich werde diese Woche auf ihn aufpassen. Jedoch fehlt es dem kleinen Kerl an Disziplin...Dadurch kommt es zu Problemen ihm Altag. Ich htte Ihn schonmal im Sommer 3 Tage bei mir. Was Ihr auch noch wissen solltet ist das bis jetzt noch keine Hundeschule besucht wurde.Villeicht kann mir jemand zu folgenden Problemen einen Tipp geben: 1. Wie bringe ich ihm das ,,Bei Fuss" richtig bei? Er zieht ständig nach vorne. Ich habe schon versucht einfach die Richtung zu wechselen, so das der Hund dan wider hinter mir ist. 2. Manchmal ist er total hyperaktiv. Er spuhlt wie wild durch die ganze Wohnung, springt auf den Schoss, will schnappen/ das Gesicht ablecken und hört dan auf kein Wort mehr. Meistens fängt er am Ende an zu bellen da ich ihn a) einfach ignoriere oder b) ihn tadle.

  1. Sobald Ihn iregndwas ablenkt (andere Hunde, Geräusche,) oder er vor Freude ganz aufgeregt ist (er liebt Spatziergänge) dan hört er auf nichts mehr und Verhält sich wie bei Punkt 2 beschrieben. Wenn ich möchte das er ,,Sitz" mach damit ich ihm die Leine anlegen kann klappt dies meistens nicht... jedoch kennt er dieses Kommando schon und führt es in 2 vo 3 Fällen aus.

  2. Wie tadle ich Ihn richtig? Reicht ein zorniges, etwas lauteres ,,Nein!" wenn er z.B anfängt zu bellen?

Vielen lieben Dank :)

Antwort
von skjonii, 46

Also zunächst denke ich, dass es nicht richtig ist wenn du versuchst den Hund deiner Schwester zu erziehen. Erstens bist du nicht seine erste Bezugsperson und hast damit wahrscheinlich ohnehin nicht so viel Erfolg wie sie haben könnte. Und zweitens wird alles wieder für die Katz' sein sobald der Hund wieder weg ist. 

Ich denke "Disziplin" ist hier zunächst das völlig falsche Wort. So etwas kennt ein Hund nicht und kann er auch nicht kennen, er ist sich nicht bewusst, dass so etwas "schlechte Manieren" sind etc., er hat es einfach nicht besser gelernt und er ist nicht derjenige, der dafür zur Rechenschaft gezogen werden sollte. Außerdem ist er mit 6 Monaten noch vergleichsweise jung. Ich denke die Hyperaktivität hängt einerseits damit zusammen und andererseits ist er wahrscheinlich einfach nicht richtig ausgelastet.

Das muss nicht unbedingt heißen, dass er zu wenig spazieren geht, sondern auch, dass ihr sein Köpfchen zu wenig fordert. Versuche doch mal, ihm ein paar neue Tricks beizubringen, die alten zu üben und freu dich darüber, wenn er es richtig macht :) Am einfachsten kannst du das wahrscheinlich nach dem Spaziergang machen, weil er sich dann schon ein wenig abreagieren konnte und eventuell eine bessere Konzentration hat, würde ich aber einfach ausprobieren. 

Das Thema mit der Leine ist auch meist nicht ganz so einfach zu lösen. Benutzt ihr ein Geschirr oder ein Halsband? Falls er so stark zieht, sollte er nämlich definitiv ein Geschirr tragen um ihm nicht dauerhaft die Atemwege/Kehlkopf etc zu verletzen. Um das Problem zu lösen, gibt es viele verschiedene Ansätze. Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass ein Hund an der Leine permanent bei Fuß laufen muss, dann kann er ja nirgendwo schnuppern oder so. Mir ist einfach wichtig, dass er lernt, nicht gegen den Leinendruck anzugehen, sondern nachzugeben (ähnlich wie ein Pferd mit dem Zügel). Ich bin dafür einfach konsequent stehen geblieben wenn er zu doll gezogen hat und erst dann weiter gelaufen, wenn er von sich aus aufgehört hat. Er lernt, dass es nur weiter geht, wenn er nicht zieht. Dadurch haben die Spaziergänge zwar einiges an Zeit in Anspruch genommen, es hat aber relativ schnell funktioniert. 

In der Regel sollte man meiner Meinung nach in der Erziehung relativ viel auf Strafe verzichten und stattdessen mit positiver Verstärkung arbeiten. Ein "Nein" darf aber natürlich trotzdem fallen, vorausgesetzt es reicht aus um den Hund davon abzubringen. Ich würde allerdings gar nicht direkt auf sein Bellen reagieren. Ob das in deinem Fall zutrifft, kann ich nicht sagen, aber viele Hund bellen einfach aus Aufregung oder  um Aufmerksamkeit. Das darfst du dem Hund dann genau nicht geben. Wenn er bellt, würde ich ihn also entweder ignorieren oder sogar mich umdrehen und von ihm weg gehen. Wenn sich zwei Hunde angehen, ist das ein ähnlicher Effekt: Dadurch, dass der Halter meist ruft "AUS NEIN AUS NEIN KOMM HIERHIN" und sehr laut wird, fühlen sich die meisten Hunde nur noch weiter angespornt!

Ich denke viele eurer Probleme lösen sich durch geistige Beschäftigung und mehr Abwechslung für den Hund. Falls du da nicht so viel Erfahrung mit hast, schau mal auf YouTube nach Happy Galeo, da werden viele Tricks gezeigt und anschaulich erklärt, wie man seinem Hund so etwas beibringen kann! Aber am allerwichtigsten ist wahrscheinlich, dass du dich mit deiner Schwester zusammen setzt und das Thema ansprichst. Du wirst ihn alleine nicht weiter bringen können.

Liebe Grüße

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 36

Hi,

Eine Woche wird dafür kaum reichen, du würdest den Hund nur zusätzlich verwirren, was ihn noch hyperaktiver machen kann. Bedenke das du nicht der Halter bist und der Hund ja einen anderen Alltag anscheinend gewöhnt ist. Damit ein Hund mit Mensch nachhaltig lernen kann muss ja eine Bindung bestehen. 

Was du nun als Sitter machen kannst:

- um so hyperaktiver der Hund ist, um so ruhiger muss du mit ihm umgehen, lass dich nicht von seiner Unruhe anstecken, zieht er bleibt einfach stehen. Sag dir immer dabei das ihr Zeit habt und nicht auf der Flucht seit :)

-bellt der Hund, so müsste man erstmal erkennen warum, fordert der mit bellen Aufmerksamkeit wäre es falsch drauf einzusteigen zB. Da wäre das Beste ihn ruhig einfach wegzuführen

- damit etwas ruhiger wird, geht schön mit ihm Gassi, beschäftigt ihn mit Spielen zeigt ihn einfach das ihr euch draussen freut wenn er aktiv ist, und ignoriert ihn Zuhause so das er merkt das in der Wohnung eigentlich ruhe herrschen sollte

Mehr würde ich als Sitter nicht machen, deine Schwester muss ihn erziehen weil sie ja mit ihm leben muss ;)

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 14

Es gibt für alles einen Grund warum der Hund das macht. bellen kann viele Ursachen haben,Frust,Aufmerksamkeit,übermütig, Unsicherheit, oder der Hund kommuniziert. 

Wenn der Hund an der Leine zieht. Hat er seid dem er bei deiner Schwester ist noch nicht die Leinenführigkeit erlernt. Zudem ein "bei Fuß" überhaubt nichts mit der Leinenführigkeit zutun hat. Bei korrektem Erlernen der Leinenführigkeit läuft der Hund sowieso an lockerer Leine neben einem, dazu benötigt man weder ein Kommando ,noch brauch man leckerlies dafür. Fürs anständige Laufen an der Leine geht man kommunikativ spazieren,das geht aber nur wenn man Vorarbeit geleistet hat,und schon ordentlich Bindungsübungen aufgebaut hat. 

Immer vor Augen Halten "ziehen sollte niemals zu erfolg führen" geht man dem Gezerre nach,erlernt der Hund selbstbelohnendes verhalten. Und das ist bei vielen unerfahrenen Hundebesitzern der Fall. Der Hund zieht da und da hin. Man geht dem nach und man erzieht sich unbewusst einen Leinenzieher heran. 

Und ein "nein" Kommando bringt nur etwas ,wenn der Hund es auch erlernt hat. 

Auch tadelt man einen Hund nicht weder körperlich noch mit der Leine oder durch anschreien oder sonst was. Man lenkt unerwünschtes Verhalten in ERWÜNSCHTES Verhalten um. Ist man dazu nicht in der Lage ,wäre eine Hundeschule genau das richtige. 

Ihr habt mehrere Baustellen. Mangelnde Führung,mangelndes Verständnis für das Verhalten. Und Fehlinterpretation vom Verhalten des Hundes. Zudem stimmt die Kommunikation nicht. Der Hund hat nicht gelernt auch mal runter zu schalten. Völlig überdreht,nicht erlernen der Beißhemmung,nicht erlernen von Impulskontrolle und Frustrationstolleranz. 

Der Hund kann einfach mit vielen reizen nicht souverän umgehen. Zudem der Hund unter Stress nicht ansprechbar ist. 

Wie ich das sehr habt ihr einen hibbeligen,Hyperaktiven Hund vom dem einfach Zuviel aufeinmal erwartet wird. 

Und zu Punkt 2.) der Hund ist frustriert weil er nicht vorsichtig an solche Reize heran geführt wurde. Du alleine wirst da nichts erreichen. Ebenso deine Schwester. Die es ja bisher in ein paar Monaten nicht geschafft hat. Geht mit dem Hund in eine gewaltfreie Hundeschule und hört auf an dem Hund rum zu experimentieren ohne den Hund in seinem handeln zu verstehen. 

Antwort
von derHundefreund, 41

Um welche Rasse handelt es sich? Das Verhalten, dass du beschreibst, deutet auf einen unausgeglichenen Hund hin, welcher weder genug Bewegung, noch Grenzen gesetzt bekommt. Das Problem dabei ist, du wirst in so kurzer Zeit nicht viel erreichen können, außerdem bist du nicht seine Bezugsperson.

Was ich damit sagen möchte, es bringt nichts, dir jetzt zu sagen, wie du dem Hund Grenzen setzt und wie er Disziplin und Respekt bekommt. Erziehung erfordert eine Beziehung, die du nicht hast. Das ist ja auch logisch, weil es nicht dein Hund ist ;-)

Hunde die "richtig" erzogen sind, benehmen sich meist auch in anderer Leute Obhut. Aber da das hier nicht der Fall ist, wirst du das Problem nicht so schnell lösen können. So etwas erfordert Zeit und eine Menge Geduld. Deswegen gehen Hundebesitzer ja auch über einen längeren Zeitraum in eine Hundeschule und nicht nur ein paar Tage.

Damit ein Hund gehorsam ist, muss alles stimmen. Es reicht nicht, dass er lernt wie man bei Fuß läuft oder auf Kommandos hört. Der ganze Alltag spielt eine Rolle, wie mit dem Hund (von morgens bis abends) umgegangen wird, bestimmt, wie er sich einem gegenüber verhält.

Kommentar von Berni74 ,

Sehr gut beschrieben - das erspart mir die Antwort :-)

Kommentar von derHundefreund ,

Darf ja auch mal andersrum sein ;-)

Antwort
von TheFreakz, 55

In einer Woche kannst Du das nicht schaffen - und selbst wenn, ist der Hund spätestens wieder so drauf wenn er wieder bei deiner Schwester ist. 
Sag deiner Schwester sie soll dringend den Hund erziehen und mit ihm in eine Hundeschule gehen.. Du wirst sonst nicht viel machen können.

Antwort
von xttenere, 6

erstens mal bringt man einem Hund keine *Disziplin* bei, man erzieht ihn.

zweitens, ist es nicht Dein Hund, sondern der Deiner Schwester. Wenn er ihr gut gehorcht, ist alles i.o....wenn er aber auch bei ihr die Kommandos ignoriert, ist dringend ein Besuch in einer guten Hundeschule angesagt.

Mit 6 Monaten muss er allerdings noch nicht allzu viel können...aber sitz und Platz...sowie ein Abbruchkommando ( z.B. pfui...aus...etc. ) sollte er kennen. Ausserdem sollte er kommen, wenn man ihn ruft.

Du darfst auch nicht erwarten, dass der Hund Deiner Schwester Dir auch super gut gehorcht....das ist selten der Fall....schon gar nicht in diesem Alter, und wenn Ihr nicht im gleichen Haushalt lebt.

Antwort
von Schulzike, 43

Hallo, der Zwerg ist doch noch ein Baby. Bis "bei Fuß"  ist noch ein längerer Weg.  Und auch an der Leine ziehen kommt noch mit Training. Wichtig ist Grundgehorsam. Sitz, Platz, Komm. Da er ja nur zwischendurch bei dir ist, ist eine Erziehung eigentlich nicht möglich. Das müssen die Bezugspersonen machen,  das dauert und die Kommandos, Lobwort und Timing  müssen gleich sein. Wichtig wäre wirklich eine regelmäßige Welpen Hundesteuer. Mit einem Kurs sollten die Grundkommandos sitzen und darauf kann man  weiter aufbauen. 

Vielleicht zu Sitz. Wenn er vor einem steht und dich aufmerksam anschaut, mit einem Leckerli über die Nase gehen. Wenn er es haben möchte, muss er sich hinsetzen und dann muss SOFORT Lob und Leckerli bekommen. Das muss gleichzeitig zum Sitzen erfolgen, da Hunde nur wenige Sekunden haben um Kommando, Aktion, und Lob miteinander verknüpfen können. 

Es ist wichtig, dass das Lobsignal immer und bei allen gleich ist. Z.B. Top,  super,  klasse,  prima oder etwas anders.  Nur so kann er erkennen das es gut war was er macht. Am Anfang auch überschwänglich. 

Immer mal wieder üben,  aber achten, wenn die Aufmerksamkeit weniger wird aufhören. Es ist sehr anstrengend für den Hund. 

Kommentar von derHundefreund ,

der Zwerg ist doch noch ein Baby

Das kommt auf die Rasse an, manche sind nach 6 Monaten auch schon voll geschlechtsreif bzw. "fertig".

Kommentar von skjonii ,

Sehe ich auch so. Zwar kann man von ihm natürlich nicht dasselbe erwarten wie von einem 3 oder 4 jährigen Hund, aber ein Baby ist er ganz sicher nicht mehr. 

Antwort
von Biba85, 23

Mit 6 monaten hat ein hund etwas grundgehorsam zu lernen, aber 

1. er is noch baby im kopf, und dazu noch nichtmal dein hund, daher lass es!

2. jemand anderer als ich selbst, hat meinen hund ohnehin nicht zu disziplinieren! Und da kann man bei mir einen extremen streit auslösen.. bzw wäre es ein grund, dass du meinen hund nicht mehr zu gesicht bekommst..

Wenn du denkst, so ein guter hundeführer zu sein, kauf dir selbst einen..

Für mich gilt:

mein hund meine regeln.. er muss nicht bei jedem fuß gehen oder sich auf kommando hinsetzten.. selbst bei meiner freundin macht es nichts aus, wenn sie 2-3 kommandos braucht... ausserdem löse ich jedes fuß sofort auf, wenn jemand denkt, mein hund müsse bei ihm spuren..

Antwort
von Taxifahrer606, 1

Genauso wie einem 1 Monate altem Kind - garnicht. Er ist doch noch ein Welpe. Wenn er Leinenführigkeit lernt - soll heißen das er begreift das die Leine irgendwann zu Ende ist ist das schon viel und reicht aus. Außerdem scheint er unausgelastet zu sein, ich denke du beschäftigst dich zu wenig mit ihm und geht zu kurz mit ihm.

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