Ich habe mich mit einer freundin darüber unterhalten, wie der Strom in der Steckdose bleibt bis er gebraucht wird bzw. was macht er in der Leitung? Wir wussten es beide nicht. Wäre dankbar für eine Erklärung

wenn du eine steckdose ansiehst, siehst du so messingfarbene teile. das sind die kontakte. sobald du eine stecker hineinsteckst, biegen sich diese kontakte ein stück nach aussen und schliessen somit den stromkreis zum leiter. der strom fliesst dann. sobald du den stecker wieder rausziehst ist der stromfluss unterbrochen, der strom steht dann durch sicherheitseinrichtungen in der steckdose zusagen an und wartet bis er wieder fliessen kann.

Steckt im Stau :-)
Es gibt nur die Spannung, aber kein Strom.
Erst wenn ein Verbraucher "an" ist, wird der Strom "fließen".
Ähnlich wie im Wasserhahn: es gibt Druck, aber kein Wasserstrom.
1loth1 am 4. Januar 2008 21:22 Guter Vergleich !!

Ein Strom fließt ja nicht. Es ist nur eine Bewegung von Elektronen, die weitergegeben wird. Stell dir eine Reihe von Personnen vor: der erste schubst den zweiten an, der den dritten und so weiter....Am Ende kommt die Bewegung an und die Personen selbst haben sich selbst nicht weiterbewegt. Nur die Bewegung ist der Strom., den du nutzt. Die Elektronen im Kupfer (Personen) können also nicht aus der Steckdose heraus.
Danke, dass ist eine super bildliche Erklärung. DH

Das E-Werk produziert ständig "Strom", in der Hoffnung, dass jemand irgendein Gerät einschaltet und ihn verbraucht.
Da der "Strom" im Netz generell nicht gespeichert wird, sind die Kosten für seine Erzeugung aus dem Fenster geworfen, falls gerade weniger verbraucht als produziert wird.
Die Produzenten müssen also versuchen, möglichst genau abzuschätzen, wann wieviel "Strom" verbraucht werden wird.
Produzieren sie zuviel, dann machen sie Verlust, produzieren sie zuwenig, dann geht das Licht aus und sie bekommen Ärger mit ihren Kunden oder sie müssen blitzschnell "Strom" zukaufen von einem anderen Produzenten.
Um dem Problem der "Überkapazitäten" etwas den Energieversorgungsunternehmen entgegenzukommen, dürfen ab 2008 die Spannungsschwankungen nunmehr statt minus 10 Prozent - plus 6 Prozent , minus 10 Prozent und plus 10 Prozent betragen. Die Energiewirtschaft hat also schon reagiert. Heißt im Klartext, die Netzwechselspannung von nominal 230 Volt kann im Extremfalle zwischen 207 und 253 Volt schwanken.(Wobei meine altersschwachen Geräte, die sich von damals üblichen 220 Volt nicht umstellen lassen, wohl sauer drauf reagieren könnten. )
Warte schon drauf, wann dann wohl mein Überspannungsschutz durchknallt. Es ist für bestimmte elektronische Geräte wohl ratsam, diese mit Überspannungsschutz zusätzlich zu versehen, sofern nicht schon in Form von VDR-Widerständen (spannungsabhängige Widerstände - Widerstand wird schlagartig sehr klein bei Erreichen einer bestimmten Spannungsschwelle - folglich Strom wird so groß, daß Sicherung auslöst) eingebaut. (Im Fachhandel erhältlich.)
Um im Fragestellungsjargon weiterzumachen: Der "Strom" wird dann "böse", weil zu wenig Leute "Licht" einschalten.
@demostenes: Der Philisoph Demostenes wußte noch nicht wirklich, was Strom ist, so ähnlich ist es wohl auch bei Ihnen: Die E-Werke produzieren nur soviel Strom, wie die Leute verbrauchen, wenn wenig verbraucht wird, regeln sie die Leistung der Turbinen in den Kraftwerken runter. So wird garantiert, daß die angebotene Spannung immer ca. 230 V +/- 10 Volt bleibt. Das ist gar nicht so einfach, und wenn zu große Lastschwankungen sind, kommt es auch mal vor, daß das Netz zusammenbricht, weil sicherheitshalber alles abgeschaltet wird.
Die Frage ist garnicht so leicht zu beantworten. Ursprünglich muß man unterscheiden zwischen Spannung und Strom, wobei im Sprachgebrauch beides wohl vermischt wird. Ein Strom fließt nur, wenn zwischen elektrischen Leitern Potenzialunterschiede herrschen, und über einen angeschlossenen Verbraucher entladen werden können, will meinen, eine unterschiedliche Anzahl von geladenen Teilchen (Elektronen, die sich im Metall frei bewegen können, ohne das Metallgitter in der Struktur zu verändern.) Die Spannung, die an der Steckdose anliegt, versucht sich natürlich auszugleichen. Da fließen dann bereits Ausgleichsströme geringster Art durch die Isolation. Beim Wechselstrom bewegen sich die Elektronen immer hin und zurück, es findet also kein "Materialtransport" statt, bei Gleichstrom schon, wenn auch gering, deswegen sollten die Plus- und Minus-Leiter in Gleichstromnetzen auch unterschiedlich dick sein. (Katodischer Korrosionsschutz als Beispiel. Tanks können durch den "Materialtransport" bei Stromfluß leck werden deswegen. Oder Galvanisierung als Beispiel.) Die Bewegung der Elektronen ist auch wesentlich langsamer als das elektrische Feld, das die Leistung dann transportiert. Die eigentliche Wirkung des Stromes ist verursacht eben durch das Feld. Da nur ein Bruchteil der theoretischen "Übertragungs-Kapazität" der Leitung ausgenutzt wird, kommt es auch nicht zu einer unzulässigen "thermischen" Bewegung der Elektronen, die eine Leitung dann unter Umständen zum Glühen bringen könnte. Dazu ist der Leitungsschutzschalter vorgesehen.
Um auf die ursprüngliche Fragestellung zurückzukommen: Was mach der Strom in der Steckdose, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist? Nun, es fließt eben kein Strom, die vorhandene Spannung "wartet" nur darauf, "entladen" zu werden. Kommen die Leiter zu dicht aneinander, kann bereits bei ca. 0,5 mm Abstand (230Volt ,50 Hz vorausgesetzt) ein spontaner Überschlag über die Luftionisation stattfinden. Deswegen ist der Abstand der Steckkontakte auch ausreichend groß, um das zu verhindern. Bei Hochspannungsleitungen findet ein Überschlag schon bei größerer Entfernung statt. So bei gefürchteten Unfällen bei Annäherung an die Bahnoberleitung. Deswegen muß der Haushalts"strom" auch so niedrig runtergespannt werden, obwohl das energietechnisch eigentlich sehr verlustbehaftet ist. Die Isolation muß aber für 1000 Volt ausgelegt sein, damit eine ausreichende Sicherheitsreserve vorhanden ist.
Joger am 6. Januar 2008 21:42 Sehr gute Antwort. Hätte ich als Fachmann nicht besser sagen können. DH
weil du erstmal du nen stecker reisteckst schliesst du den stromkreis,der strom fliesst also.wenn du nichst machst bleibt er im verteilerkasten und ´wartet

da hättest du auch fragen können: es ist bereits dunkel und ich mache in der küche das licht aus. wo ist es dann hin? eine mögliche antwort wäre: mach mal den kühlschrank auf. (*_-)
Der Strom an sich ist ja nicht in der Steckdose, sondern im Stromkabel. Und der wartet da nicht, sondern der ist zunächst gar nicht da. Und zwar so lange, bis er über eine Erdung abfliessen kann. Entweder durch das Anstecken eines Gerätes, oder über das Berühren des Kabels durch einen Neugierigen...
warum ist der Strom nicht in der Steckdose. da kommt er doch raus.
Brynhild am 4. Januar 2008 21:08 Er lauert hinter der Steckdose im Kabel bis ihm durch den Stecker und das daran hängende Gerät der Weg freigegeben wird indem der Stromkreis geschlossen wird.
@Peter4711, wenn Du eine Leitung in ein Loch der Steckdose steckst, und dann erdest, kann sein, daß nichts passiert, steckst Du dann die Leitung in das andere Loch, dann hast Du die Phase erwischt, und dann fließt ein verdammt hoher Strom, und dann fliegt die Sicherung raus, und es herrscht Dunkelheit. Erdet so bitte keine Steckdose! Wenn z.B. eine Tischlampe eingesteckt wird, und der Schalter wird geschlossen, dann fließt durch den gegebenen Widerstand der Leuchte ein bestimmter Strom. Ansonsten ist in der Steckdose kein Strom, nur die Spannung ist erst mal da!

Die Steckdose stellt man sich gerne als Stromquelle vor. Sie ist aber eine Spannungsquelle.
(Zwischen den beiden Polen gibt es eine Potentialdifferenz. Damit diese sich nicht ausgleichen kann, sind die Pole gegeneinander isoliert. )
Es muss nicht ständig ein Strom fließen.
Ansonsten müsste auch bei ausgeschaltetem Verbraucher eine Überbrückung der Pole vorhanden sein. Man kann aber einfach den Stecker ziehen.

Der wartet im Kühlschrank! Ehrlich, must mal die Tür aufmachen, dann geht das Licht sofort an! ;-)
Danke, dass habe ich verstanden. Dh
Hej - das ist eine tolle Erklärung! DH
danke!
Die messingfarbenen Kontakte sind Schutzkontakte da fliest kein Strom.Der Strom fliesst mit Kontakten die in den Löchern der Steckdose sind.
Die Schutzkontakte sind nicht messingfarbend sondern vernickelt, also chromfarbend! Tippse hat das schon ganz gut erklärt, zumindest so das es ein Laie versteht. Ich denke sie meinte nicht die Schutzkontakte, sonst wäre ja auch die Frage wie es bei einem Eurostecker ohne Schuko geht. DH für "Tippse"!
Alles falsch, außer reqideurs Kommentar. DU!
tippse, das tut weh!
Wenn man etwas glaubt, aber nicht weiß, dann sollte man das auch so schreiben. Du hast hier Deinen falschen Glauben weiterverbreitet und bekommst auch noch DH dafür, unglaublich! - DU
so, aufgrund der negativen meldungen hab ich mich beim einem eletrikermeister kundig gemacht und muss daher folgendes richtigstellen, was ich falsch dargestellt habe.
die metallstifte an den seiten sind die schutzkontakte, welche lediglich dazu da sind, fehlerstrom abzuleiten (habe aber auch nie behauptet, dass durch diese schutzkontakte strom hindurchfliesst, der fliesst selbstverständlich durch die steckstifte die in die löcher gesteckt werden).
der rest stimmt jedoch, also dass der strom steht, sobald man den stecker rauszieht. strom fliesst immer, es sei denn er kann nicht mehr weiter. er nimmt dabei den einfachsten weg, deshalb muss man ja auch schutzisolierte kabel und drähte verwenden. sobald der strom also durch einstecken eines steckers wieder einen flussweg hat, fliesst er weiter bis zum endabnehmer.
es tut mir sehr leid, dass ich hier erst falsche informationen wiedergegeben habe, mir wurde es leider selbst einmal falsch erklärt. so stimmt es jetzt aber!
Begnadigt ;-)
Du steckst Steckstifte in die Löcher? Das ist aber gefährlich!