Frage von Tastenheld, 34

Wie bilde ich ein optimales Aktienportfolio gemischt auf Basis von EFT und einzelnen Aktien?

Wie bilde ich das Portfolio mit einem Volumen von Rund 130 000 Euro, mit einer Zielrendite von min 10% per anno.

Ich möchte dabei die Grundlast auf EFT bauen, und Aktien nach einem Kriterien Katalog alle halbe Jahre wechselnd neu bewerten und Tauschen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GuenterLeipzig, 19

Bei einem Volumen von 130.000 EUR kannst Du Einzelwerte im Depot übergewichten.

Die Aktienauswahl sollte nach fundamentalen Gesichtspunkten erfolgen.

Gewichte die Titel in etwa gleich.

ETF würde ich zu ca. 15 % ins Depot legen, wobei ich einmal einen ETF, der den EURO Stoxx 50 und einen ETF, der den MSCI World nachbildet, nehmen würde.

Bei dem Volumen halte ich 8-10 unterschiedliche Einzeltitel für eine sinnvolle Streuung.

In meinem Depot herrscht relative Konstanz, all zu viele Bewegungen finden da nicht statt. Je nachdem bis 10 Trades im Jahr.

Allerdings ist Börse keine Einbahnstraße. Eine Renditeganrantie kann keiner geben.

Dividendenerträge sind relativ sicher.

Günter

Antwort
von gschyd, 26

Kontaktiere zwei, drei Banken und bitte sie jeweils ein Portfolio über 130'000 eur vorzuschlagen - dann kannst Du die Vorschläge in aller Ruhe anschauen / vergleichen.

Interessant wird u.a. sein wie sie diversifizieren / gewichten resp. allfällige Währungsrisiken berücksichtigen.

Einen wichtigen Aspekt hast Du ausser acht gelassen - Dein persönliches Risikoprofil (-fähigkeit und -bereitschaft) gemäss welchem Deine Investition erfolgen sollte

Berücksichtige auch, dass mit jeder Portfolio-Umschichtung (Du planst 2x jährlich) Transaktionskosten für Kauf / Verkauf anfallen, diese musst Du wieder über Rendite erwirtschaften.

Antwort
von jsch1964, 18

Hier wirst du keine passende Antwort bekommen. Du willst eine normalerweise kostenpflichtige Beratung umsonst abstauben, wozu sehr offensichtlich die Profis hier keine Lust haben.

Wenn du dich wirklich selber um dein Kapital kümmern willst, dann gehört auch viel lesen und sich fortbilden dazu. Gerade im Bereich Kapitalanlage gibt es genau dafür hunderte Seiten im Internet und ebenfalls viele Bücher. Anlagewissen schüttelt man nicht mal eben aus dem Ärmel, sondern es erfordert viel Zeit und Mühe. Deswegen machen andere Leute ja auch einen Beruf daraus.

Falls du also Einzeaktien im Depot haben willst, dann solltest du unbedingt Bilanzen lesen lernen und/oder dich auf Aktien aus einem Wirtschaftsbereich fokussieren, den du sowieso gut kennst. Bei Fonds wird alle Nase lang eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Viel Spaß, wenn du da jedesmal aufspringen willst. Im Moment sind ETFs populär. Wenn die Leute merken, dass man damit genauso Geld verlieren kann, wie mit anderen Fonds oder Anlagen, dann wird sich das auch wieder ändern.

Möglicherweise bekommst du eine dir besser gefallende Antwort im Schwesterportal finanzfrage.net

Antwort
von Detlef32, 14

Die Frage geht von einer falschen Prämisse aus. Es gäbe ein "optimales Aktienportfolio". Das gibt es nicht. 

Es gibt in der Rückwärtsbetrachtung eines Zeitraumes ein "optimales Aktienportfolio" - aber die Zukunft ist unbestimmt und damit nicht kalkulierbar.

Es fehlt auch die Angabe eines Risikoprofils, der Gewichtung auf Regionen und vieles mehr. 

Die Frage setzt ferner voraus, dass ohne jegliche Kenntnis der Märkte, Absatzzahlen, Geschäftsberichte ein mehr oder weniger starrer Kriterienkatalog eine positive Auswahl definieren kann.

Die einzige feststehende Variable sind "min. 10% Rendite" und damit ist die Rendite deutlich höher als eine risikoarme Rendite die heute erzielt werden kann. Beispiel: Ein Vermögensverwalter eines größeren Vermögens würde heute als Zielrendite vielleicht 1,5 bis 2% seinen Kunden offerieren und schon da auf mögliche Risiken hinweisen müssen.

10% bei einem Einsatz von 130.000 zu erzielen bedeutet deutlich zu zocken.

Antwort
von memirk, 1

eine Zielrendite von 10% ist hoch, aber man kann seine Ziele ja hoch ansetzten. Wahrscheinlich ist 8% realistischer.

Modern Portfoliotheorie ist nach wie vor das Instrument um ein optimales Aktienportfolio gemischt auf Basis von EFT und einzelnen Aktien aufzubauen.

Hier kannst Du ein kostenloses Portfolio aufbauen:

Für eine sichere Geldanlage ist das Risiko bzw. die Volatilität (ähnlich der Bewegungsbreite, Standardabweichung oder Varianz) einer Geldanlage zu berücksichtigen. Eine absolut beste Geldanlage gibt es nicht wirklich mehr, wer aber Geld investieren möchte und dabei eine hohe Rendite erzielen will kommt um Aktien kaum noch herum. Geldanlage in Staatsanleihen oder als Festgeld ist fast nicht mehr sinnvoll möglich, da die Zinsen oftmals nicht die Inflation ausgleichen können und somit ein realer Verlust der Investition damit verbunden ist. 

Aktien als sichere Geldanlage?

Aktien haben als Geldanlage den Vorteil, dass Aktien langfristig historisch betrachtet stets deutlich über dem Inflationsniveau hinzugewinnen. Um die Geldanlage mit Aktien ranken sich viele Horrorgeschichten, die erzählen, wie Anleger mit Investitionen in Aktien Geld verloren haben. Dabei handelt es sich aber zumeist um Randwerte, wer möglichst sicher in Aktien Geld anlegen möchte sollte breit streuen und in starke Werte wie DAX oder EUROSTOXX Unternehmen investieren. Doch schauen wir uns die Zusammenhänge im Detail an.

Mehr dazu unter 

https://www.ways2wealth.ch/investition/PostId/212/geld-anlegen 

Antwort
von christl10, 21

Die Leute die im Voraus eine Zielrendite über 10% berechnen können sind Scharlatane. Im Grunde genommen weiss man die Rendite erst hinterher. Entweder man hatte Glück oder Pech. So ein Portfolio kann Dir niemand zusammenstellen, denn die Zukunft kennt keiner. 

Antwort
von Jan151, 30

Ich habe noch nie von jemandem gehört, der mit Aktien mehr gewonnen als verloren hat.

Musst halt mal nach ein paar Aktien ausschau halten die in der letzten Zeit viel gestiegen sind, dann werden sie wohl auch in der Zukunft weiter steigen.

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