Wie bezeichnet man dieses ambivalente Gefühl (Wechselbad der Gefühle)?

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3 Antworten

Du scheinst auch ein verträglicher Mensch zu sein, denn du bist gewillt die schlechten Erfahrungen mit einer Person hinter dir zu lassen, wenn sie bereit dazu ist. Und das mit deinem Vater erscheint mir logisch: als er noch bei euch gelebt hat und ihr immer zusammen ward hats öfter gekracht und nachdem er auszog und ihr nun vielleicht einen gesunden Abstand zueinander gewonnen habt, läuft es besser. Manchmal kann sie die Beziehung zu einem Elternteil erst durch Distanz erholen und verbessern.
Natürlich kann man das nicht pauschalisieren ohne zu wissen was bei euch oder generell in deiner Familie los war. Es kann zB sein, dass es auch auf der Elternebene Probleme gab, die das Familienklima insgesamt angespannt hat, wodurch auch Streit mit den Kindern öfter bzw. leichter entstehen kann. Dann können kleine Schlüsselreize in einer bereits stresserzeugenden Atmosphäre ausreichen.

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Klingt, als hättest du ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis. Das macht es für alle anderen leicht, mit dir zu leben, weil man dich prima anschreien kann, und sobald man wieder nett ist, ist alles gut. 

Nur für dich ist es nicht gut. 

Versuche, ein bisschen mehr bei dir zu bleiben, und nur dann zu verzeihen, wenn du wirklich dazu bereit bist. 

Dein Vater ist vielleicht nicht der richtige, um das zu üben, weil er dir so nahe steht. Aber bei etwas entfernteren Freunden kannst du ja mal ausprobieren, wie es sich anfühlt, konsequenter zu sein. 

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Kommentar von Marvyn
11.12.2015, 18:29

Ja, da ist viel Wahres dran. 

Ich setze mich in der entsprechenden Situation zur Wehr und kann auch unfreundlich oder aufbrausend sein, ärgere mich ja über die betreffende Person.

Es geschieht auch manchmal, dass ich von mir aus auf die Person zugehe und mich überwinde, es wieder mit ihr "zu versuchen". Bin ihr dann auch nicht mehr böse und bin daher auch unabhängig von ihr in der Lage, zu verzeihen (also wenn ich verzeihen möchte).

Wäre ich immer so, dass ich bewusst den Frieden nicht wiederherstellen wollte, ich würde mich nicht wohlfühlen. Irgendwann würde mir die Person leid tun.

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Kommentar von Marvyn
11.12.2015, 18:33

Also ich fühle mich auch nicht überrumpelt, wenn die Person einen Schritt auf mich zu geht oder nehme nur aus Gefälligkeit od. Gefallsucht das Friedensangebot ab. Es ist mein ehrliches Bedürfnis, anzunehmen (belüge mich nicht).

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Idealisierung, dichotomes Denken, Schwarz-weiss-sehen, Gutmütigkeit....?

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