Frage von Sauerkrautmann, 84

Wie beweise ich eine Überweisung?

Ich musste vor 4 Wochen 60€ für Schwarzfahren mit gesperrter Fahrkarte zahlen. Leider hab ich vergessen direkt nach der Überweisung den Beleg auszudrucken und habe folglich keinen Beweis. Vor 2 Tagen kam jetzt die Mahnung der DB samt zusätzlichen Gebühren an, da das Geld noch nicht angekommen wäre. 

Auf dem Kontoauszug steht nichts über eine Überweisung. Ich habe also auf dem Papier nie überwiesen.

Wie kann ich jetzt beweisen, dass ich das Geld bereits bezahlt habe bzw. kann ich das überhaupt noch? 

Antwort
von marcussummer, 84

Bei einem Girokonto gibts auch die Möglichkeit, einen Kontoauszug zu erstellen. Auf dem sollte die Buchung dann stehen.

Antwort
von hsbgefragt, 42

Hallo Sauerkrautmann!.

Wenn ich eine Überweisung tätige, bin ich gehalten, zu prüfen, ob diese korrekt ausgeführt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, so habe ich zu klären, warum, und bin, für eventuell anfallende zusätzliche Kosten, erstattungspflichtig.

Kann ich nachweisen, dass die ausgebliebene Zahlung nicht ursächlich von mir zu verantworten ist, wäre der Verursacher, hier, die Bank, mir gegenüber Erstattungspflichtig. Der eigentliche Zahlungsempfänger ist dabei überhaupt nicht involviert!

In deinem Fall, kann ich dir daher nur raten, die Forderung der DB, inklusive der Mahngebühren(!), schnellsten zu überweisen!

Bitte beachte:
Es handelt sich um zwei unabhängige Vorgänge. Die Bahn, hat nichts mit deiner Überweisung, oder einem vermeintlichen Fehler der Bank zu schaffen.

Zur Beachtung:

Erfolgt weiterhin kein Ausgleich der Forderung, und entstehen daraus weitere, höhere Kosten, bist du für diese ganz allein Erstattungspflichtig, da dir mit dem Mahnschreiben bekannt war, dass die Forderung der DB noch offen ist, und dir gleichzeitig die Pflicht obliegt, eine Schaden so gering wie möglich zu halten.

Im Klartext: Hat die Bank einen Fehler gemacht und lässt sich dies zu deinen Gunsten beweisen, haftet sie für die aktuell im Mahnschreiben angegebenen, zusätzlichen Kosten. Die Strafe als solches, ist ja unstreitig. Alles darüber hinaus, also ab jetzt auflaufende Beträge, ginge allein zu deinen Lasten!

Warum?

Dir ist, mit dem Zugang des Mahnschreibens, der aktuelle Sachstand - die weiterhin offene Forderung - bekannt. Damit bist du, erst einmal, verpflichtet, diese, inklusiver der Mahngebühren, auszugleichen. Alles andere ist eine Sache zwischen dir und der Bank! Wobei ich anmerken möchte, dass es mir schwer nachvollziehbar erscheint, dass gerade diese eine Überweisung an die DB, nicht korrekt gebucht wurde. Ein Gericht würde dies wahrscheinlich ähnlich sehen.

Will sagen: Ein Fehlverhalten der Bank wird nur sehr schwer nachzuweisen sein. ;-( 

Sollte sich nach deiner Prüfung herausstellen, dass der Fehler bei der Bank oder der Bahn lag, und/oder du zu viel/doppelt gezahlt hast, wird deiner Rückforderung sicher ohne Weiteres stattgegeben werden.
Sicher ist aber, dass nicht noch zusätzliche Kosten (Inkasso/Anwalt) anfallen!

Sauerkrautmann, ich könnte gut verstehen, wenn dich meine Antwort überhaupt nicht zufriedenstellt. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus, kann ich dir aber nur raten, den Vorgang in dieser Reihenfolge zu versuchen, zu klären.

Viel Erfolg!

Gruß

hsb

Kommentar von hsbgefragt ,

Korrektur, dritter Absatz von unten: " :-( "

Kommentar von hsbgefragt ,

@Sauerkrautmann

Zum letzten Absatz deiner Frage:

Wenn auf den Kontoauszügen keine Überweisung aufgeführt wird, ist auch keine Zahlung erfolgt. Alles andere wäre sehr verwunderlich. Auf jeden Fall aber, nicht nachweisbar! :-((

hsb

Antwort
von Cooki3monster, 66

Du kannst zur bank zum überweisungsautomaten gehn da kannst du deine geld transaktionen nachschaun da wirst du sehn obs überwiesen wurde oder nicht

Kommentar von Sauerkrautmann ,

das ist das problem. es wurde nicht überwiesen obwohl ich die überweisung bereits getätigt habe

Antwort
von Luke91Nukem, 43

Wenn nichts auf dem Kontoauszug angegeben wird, fand wohl folglich auch keine Überweisung statt. Ich rate dir hier, die Geldbeträge einzeln zu überprüfen und um festzustellen, ob tatsächlich nichts abgebucht wurde oder ob ein Fehler vorliegt.

Sollte alles stimmen, gab es keine Überweisung. Folglich ist die Mahnung seitens der DB gerechtfertigt. Und dir würde überhaupt kein Schaden entstehen, wenn du das Geld "erneut" überweist. Immerhin fehlt dir nichts.

Kommentar von Sauerkrautmann ,

also einfach nochmal die 60€ überweisen und die mahngebüren nicht bezahlen?

Kommentar von Luke91Nukem ,

Wie gesagt vorher einmal ganz genau die Kontoauszüge auf Fehlbeträge überprüfen. Also abgleichen, ob das Guthaben von einem Kontoauszug mit dem Guthaben auf dem anderen übereinstimmt und ob überall auch nur das abgezogen wurde, was auf dem Kontoauszug steht.

Nur wenn da nichts fehlt würde ich die 60€ erneut überweisen, ansonsten erst mit der Bank abklären und die DB solange schriftlich oder telefonisch um Geduld bitten (und die Probleme erläutern).

Wenn du freundlich nachfragst und erklärst, dass du die Überweisung eigentlich gemacht hast, bekommst du die Mahngebühren evtl erlassen

Antwort
von sonrec, 52

Kopie von Kontoauszug wäre meine Vorschlag. Natürlich nur die betreffende Seite.

Kommentar von Sauerkrautmann ,

da steht nichts über eine entsprechende überweisung

ich weiß aber dass ich an dem tag überwiesen habe weil ich noch vorher geld abgehoben hab

Kommentar von Cooki3monster ,

Geh doch mal zum Schalter und sag das die können dir besser helfen.

Kommentar von sonrec ,

Wenn dort kein Geld abgebucht wurde ist auch kein Geld geflossen. Da wirst du um die Zahlung + Mahngebühren nicht drumherum kommen.

Antwort
von Doesig, 44

Die Überweisung steht in deinen Kontoauszügen. Wenn du online-Banking machst, kannst du auch da nachgucken.

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