Frage von Arina26, 32

Wie bewältige ich eine Depression nach Klinik?

Hallo,

ich war 3 Monate in einer Klinik und fuehle mich seitdem schlechter. Seitdem kann ich meine Themen (Kindheit, Abtreibung, Burn Out) in einer 50 min Gesprächtherapie 1x die Woche nicht mehr bewältigen.

Hat jemand aehnliches erlebt und hat Tipps/ Erfahrungen, die helfen können?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von Tragosso, 20

Ich habe zwar nicht das gleiche erlebt, habe aber selbst diverse Probleme. Als kleinen Anreiz würde ich gerne fragen: Hast du eine Ahnung warum es dir nach dem Klinikaufenthalt schlechter geht als vorher?

Ich war nach meinem Klinikaufenthalt z.B sehr aggressiv. Das kannte ich von mir überhaupt nicht und ich wusste damit zuerst auch nicht umzugehen. War ein eigenartiges Gefühl.

Mein Therapeut sagte mir mal, dass das auch was Gutes sein kann. Ein Punkt, an dem es weitergeht. Auch, wenn es sich erstmal schrecklich anfühlen mag. Sieh es eher als einen Fortschritt als eine Niederlage und gehe unbedingt weiter zu deinen Terminen. Ich wünsche dir alles Gute.

Antwort
von Arina26, 20

Danke fuer eure Antworten.

Früher hab ich die Dinge oft akzeptiert und versucht fuer mich moeglichst das beste daraus zu ziehen. Doch nach der Klinik wurde mir bewusst, dass mein Fundament ein Problem darstellt, denn darauf habe ich 30 Jahre lang was aufgebaut. Meine Kindheit war der Horror. Daraus resultierende Verhalten wie Helfersyndrom,  uebertriebene Emphatie, Griff ins Klo in Beziehungen, Perfektionismus, sehr streng mit sich sein und Angst vor Konflikten haben mich oft in Situationen gebracht, die mir geschadet haben. Seitdem mir das bewusst ist habe ich jegliches Vertrauen an mich verloren. Ich habe Angst in Aktion zu treten, denn vllt bringe ich mich unbewusst wieder in eine schlimme Situation....

Ich habe mit Sport angefangen und bald gehe ich wieder arbeiten. Doch egal wo ich bin,  ich kann nicht aufhoeren mein Verhalten zu kontrollieren aus Angst, dass was schlimmes passiert. 

Freunde und Familie kann ich manchmal nicht ertragen, weil ich nicht verstehen kann, was sie an mir moegen.  

Vor der Klinik war ich gefuehlskalt, abwesend und schrecklich ueberarbeitet, aber ich habe nie meine Handlungen und Entscheidungen in Frage gestellt. 

Ich bin sehr verzweifelt und will mittlerweile mit niemand bekanntem darüber reden, weil ich glaube sie damit von mir wegzu stoßen. 

Kennt jemand diesen Zustand? 

Antwort
von Canteya, 21

Fang mit etwas Neuem an - meiner Meinung nach ist Sport die beste Methode, um neu Fuß fassen zu koennen. Wie siehts bei dir mit Freunden aus? Lernst du gerne neue Leute kennen? Du musst etwas fuer dich finden, was dir wieder Halt gibt und ebenso auch Freude bereitet

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