Wie bewältige ich die Angst vor Spritzen?

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6 Antworten

Dein Schmerz beginnt schon mit der Angst vor dem Schmerz und verstärkt ihn dadurch enorm.

Bitte mal den Arzt, vorher einen Tropfen des Betäubungsmittels auf die Einstichstelle zu setzen (und einwirken zu lassen), so dass die Haut hier örtlich betäubt wird. Das reduziert den Einstichschmerz in der Haut. Da kannst und solltest Du dann auch (beim Einstehen) hinsehen. Dadurch lernt dein Unterbewusstsein, dass es gar nicht so schlimm ist.

Als Kind hatte ich dies mal erlebt. Ich hatte irre Panik vor Spritzen und habe jedes Mal gebrüllt, als ob man mich scheibchenweise abschlachten würde.
Bis ein Arzt mir mal eine Spritze auf diese Weise gesetzt hatte. Währenddessen wartete ich die ganze Zeit mit zugekniffenen Augen, zitternd auf den "Todesschmerz". Plötzlich sagte der Arzt: "So, das war's."
Ehrlich, ich bin aus allen Wolken gefallen und genau diese Erfahrung hat mich mit einem Schlag kuriert. Seit dem finde ich Spritzen sogar irgendwie witzig.

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Frag mal deinen Arzt, ob er die Stelle vorher betäuben kann, dafür gibt es z.B. diese EMLA Salbe, kannst du dir auch selbst rezeptfrei in der Apotheke holen, solltest du aber vorher mit dem Doc besprechen...

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du kannst den arzt bitten, dir zu sagen, wann er spritzt. dann brauchst du nicht hinzuschauen.

wenn der arzt sagt, dass er jetzt spritzt, ganz tief einatmen und dann ganz langsam ausatmen.

beim ausatmen entspannst du dich und empfindest den schmerz als weniger schlimm.

anschliessend bewusst ruhig ein- und ausatmen. dich ganz aufs atmen konzentrieren. es hilft ein bisschen. wenn du dich bewusst auf diese art entspannst, konzentrierst du dich ausserdem weniger auf deine schmerzen.

ich benötige diesen "trick" schon beim blutabnehmen. bei mir geht eigentlich alles... bin hart im nehmen. aber schon normales pieksen geht gar nicht.

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Denk mal über andere sachen nach. Zb. Was du nach der OP so machst.☺ hilft meistens.

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Nicht hinschauen. Und kurz bevor er die Spritze reinsteckt denk schnell an was anderes, sodass sich der Schmerz überrascht. Aber bis du es realisierst ist es eh schon vorbei. Also ich tue immer so, als ob ich nicht wusste warum ich beim Arzr bin und schaue nach oben, also ich verdränge quasi meine Logik und meine Gefühle. Bei mir klappts 

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Ein paar gute Ansätze wurden ja schon geschrieben.

Darüber hinaus: Wenn es von Dir dermaßen dramatisch empfunden wird, wäre eine Hypnotherapie eine gute Lösung. Man könnte

A) den ganzen Eingriff ohne Betäubung machen, was Dir nicht nur den Stich ersparen würde, sondern auch noch die Wundheilung verbessern würde. Auch die Einblutungen während der OP wären geringer

B) den Einstich der Spritze begleiten und den Schmerz hierbei ausschalten

C) im Vorfeld die Spritzenangst bearbeiten und den zu erwartenden Schmerz abdämpfen

Das gibts natürlich nicht gratis. Ob Deine Kasse diese zusätzlichen Kosten übernimmt, solltest Du vorab abklären.

Ansonsten bliebe da noch die alte Indianer-Methode.

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