Frage von BerlinYouth, 46

Wie betrachtet ihr Menschen mit psychischen Problemen?

Hi, also ich hab ein paar Probleme. Das größte im Moment sind meine Depressionen. Ich fühle mich wie ein Freak eine Aussätzige (auch bei Freunden obwohl mir gesagt wurde, dass es nicht so ist). Ich komme mir einfach wie ein extrem anstrengender Mensch vor der allen in seiner Umgebung das Leben erschwert....

Wie seht ihr Menschen mit psychischen Problemen bzw. wenn ihr selber sowas habt wie fühlt ihr euch sowas betreffend?

Ich weiß nicht genau was ich da machen soll ich hab einfach das Gefühl, dass ich seit ich behandelt werde von jedem schief angeschaut werde und damit komme ich einfach nicht klar...

Danke im Vorraus, BerlinYouth

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zimtsternjagd, 9

Hey ☻

"Psychische Probleme" sind noch immer kein leichtes Thema in der Öffentlichkeit. Ich hab mich selbst jahrelang gesträubt zu einem Therapeuten zu gehen, weil ich dachte, damit werde ich von der "normalen" Gesellschaft ab sofort ausgegrenzt und abgestempelt... - DAS IST ABER NICHT SO: Ich habe festgestellt, dass sehr viele Menschen die gleichen Probleme haben wie ich - das ich NICHT ALLEIN bin, mich mehr Menschen verstehen als ich je gehofft hatte und nun ständig Menschen treffe, die mir mit ihren Erfahrungen helfen können und ich ihnen mit meinen.

Auch psychische Probleme lassen sich behandeln, es dauert eben länger als ein gebrochenes Bein. Deine Familie und Freunde versichern dir, dass es sie nicht stört und das solltest du ihnen glauben. Während dieser Zeit wirst du zwangsweise zu einer negativen Denkweise tendieren, deshalb ist es wchtig, auch die Meinung von außen anzunehmen und einen guten Mittelwert aus deiner und deren Meinung zu finden. Es ist superklasse, dass du dir Hilfe genommen hast und wichtig, dass du dran bleibst! Solltest du aktuell EInzeltherapie haben, vielleicht wäre eine Gruppentherapie auch eine Alternative für dich - da kommst du mit Menschen zusammen, die gleiche Probleme haben und ihr könnt euch austauschen.

Ich selbst habe auch sehr zu einer überkritischen und negativen Denkweise vor allem mir selbst gegenüber tendiert. Ich war in einer Tagesklinik und lernte dort, auch die Meinung von außen zu holen und zu versuchen, es realistisch zu betrachten. Fühle ich mich schlecht, weil ich schlechte Gedankengänge habe, dann muss ich durch mein Handeln das Denken und damit meine Gefühle beeinflussen. Auch wenn mir dann gerade nicht der Sinn danach ist, stehe ich auf und gehe eine Runde spazieren, versuche nichts zu denken sondern mich an Blumen, WOlken, Vögeln und Wind zu erfreuen. Ich mache Denkspiele, um mich abzulenken und aus den negativen Denkkreisen zu kommen. Ich male um mich zu entspannen. Du wirst auch deine Ventile während der Therapie finden und lernen sie einzusetzen.

Antwort
von Prinzessle, 13

Es ist gut hast Du Dir Hilfe geholt und ich denke, das nimmt Dein Umfeld eher als Positiv wahr, denn sie mögen Dich und wünschen sich wahrscheinlich auch nichts sehnlicher als dass es Dir wieder gut geht...

Also mach Dir keinen Kopf darüber, denn Du hast klug gehandelt.

Antwort
von conelke, 8

Ich hatte mal eine BEKANNTE, die unter Depressionen leidet. Ich habe sie dafür nicht schief angeguckt, schließlich kann keiner etwas dafür.

Leute, die einen schief angucken oder sich entfernen sind Menschen, die mit dieser Krankheit nicht umgehen können oder darüber nicht genügend aufgeklärt sind.

Dass Du Dich behandeln lässt, ist ein großer und guter Schritt zum Besseren für Dich, da man das in aller Regel ohne Unterstützung nicht schafft. Du solltest die Therapie positiv betrachten, denn sie wird Dir dabei helfen, mit der Depression besser umgehen zu lernen.

Dass Du scheinbar von jedem schief angeguckt wirst, ist vermutlich nur Deine eigene Wahrnehmung, da Du Dir mit einer Therapie Deine Krankheit eingestehst und das vermutlich nicht möchtest, weil sich andere das Maul zerreißen könnten.

Jedoch ist es ncihts Schlimmes psychologische Unterstützung wahrzunehmen, Du bist nicht verrückt oder so etwas. Du hast lediglich ein psyhisches Problem - woher auch immer dies kommen mag - das es gilt in den Griff zu bekommen.

Antwort
von Nyugan, 10

Hallo, ich als selbst Betroffene, habe zwar keine Depressionen aber leide unter angst- und panikattacken, komme mir genauso anstrengend und angestarrt vor.

Freunde sagen zwar, quatsch das ist nicht so.

Aber ich verstehe dich recht gut.

Jedoch denke ich es liegt an unserer Denkweise.

Frag dich mal wie du eine Person mit einer Psychischen Erkrankung siehst, wenn es ein Freund von dir betrifft.

Das du eine Therapie angefangen hast, ist super und du wirst sehen es wird dir helfen und iwann wirst du es geschafft haben.

Es wird Tage geben an denen du dich wieder so fühlst aber der darauf folgende tag wird es wieder besser sein.

Liebe grüße

Antwort
von einfachichseinn, 4

Ich hatte lange Angst, dass ich anders behandelt werde. Das ist aber niemals der Fall gewesen.

Antwort
von Virginia47, 6

Ich leide selber unter Depressionen. Aber das ist mein eigenes Problem. Deshalb muss ich nicht andere darunter leiden lassen. 

Und wenn du behandelt wirst, ist es doch gut. 

Sicher hinterfragst du nun das eine oder andere, weil du durch die Behandlung die Sichtweise etwas geändert hast. 

Aber ein anderer bist du deswegen nicht. 

Im Gegenteil: Du kannst froh sein, dass deine Freunde so zu dir halten. 

Setze deine Behandlung fort und mache dir nicht so viele Gedanken, die jeglicher Grundlage entbehren. 

Antwort
von kzumollegah, 12

Ich sehe sie als kranke Menschen denen geholfen werden muss.

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