Frage von Abc123abc789, 136

Wie besser aufs pferd aufsteigen?

Hallo ich reite nun seit 3 monaten und habe probleme beim aufsteigen. Ich bin nicht grade klein und das pferd das ich reite ist ein Tinkerhengst. Mein Problem ist das ich meinen Fuß manchmal nicht in den Steigbügel bekomme (selten) und aber mich nicht aus eigener Kraft so gut aufsteigen kann. Ich denke das liegt daran das meine beine nicht so beweglich sind und ich die nicht so gut hochziehen kann. Kann das an meiner reithose liegen? Die ist zwar gut aber hat einen sehr festen stoff. Danke

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 26

Also ich persönlich mag es gar nicht, wie Reithosen in der Beweglichkeit einschränken - für mich absolut kontraproduktiv. Reithosen, die mir volle Bewegungsfreiheit erlauben, sind schlicht und ergreifend welche, die mir viel zu groß sind. Daher nutze ich keine Reithose, wenn es nicht unbedingt sein muss (z.B. wegen einer Vorführkleidung o.ä.)

Aber das hat bei mir nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Aufsitzen zu tun, denn das sollte man immer von einer geeigneten Aufsteighilfe aus machen. Mit vom Boden aus rauf klettern, ärgert man nicht nur die Wirbelsäule des Pferdes, sondern verzieht sich auch noch den Sattelbaum. Eine Aufsteighilfe ist ja nicht nur ein ganz spezielles Teil, das an der Reitbahn rum steht, sondern jeder Baumstumpf, jede Böschung, jede Bank (bitte vorher Schuhsohlen sauber machen, wir wollen ja die Wanderer nicht ärgern) und so vieles mehr kann eine geeignete Aufsteighilfe sein. Ich musste noch nie weiter als 500 m zu Fuß gehen, obwohl ich definitiv nicht vom Boden aus aufsteige. Meine Sättel sind hochwertige angepasste Investitionen, die möglichst ein Pferdeleben lang halten sollen, dass ich meinen Pferden Gesundheit wünsche, brauche ich hoffentlich nicht zu erwähnen.

Aber grade, wenn Du "nicht grade klein" bist und lediglich einen Tinker reitest - auf den würde ja sogar ich noch rauf kommen und ich war in meiner Jugend schon nicht gut in allen Sportarten, die Beweglichkeit verlangen, war eigentlich in Leistungssportmannschaften nur in anderen Sportarten, wo es eher um Kraft, Schnelligkeit und Taktik ging. Das heißt, Du müsstest nicht mal eine hohe Aufsteighilfe finden, um belastungsneutral rauf zu kommen. Da sollte relativ einfach was zu finden sein. Bei mir, wo das Pferd 10 cm größer ist als ich ist das schon anders.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 51

eher nicht. 

es liegt daran, dass du vermutlich nicht beweglich genug bist.

dann musst du halt üben. mindestens so lange,  bis du auf eine 90cm hohe mauer oder einen 90cm hohen tisch aus dem stand seitwärts und vorwärts hinaufsteigen kannst, ohne die hände zur hilfe zu nehmen und ohne das gleichgewicht zu verlieren.

treppensteigen ist gut dafür (immer 2 stufen auf einmal raufgehen), wechselsprung ist gut dafür. und mit dem "hochsteigen" für die 90cm mauer beginnt man mit einem stuhl und steigert sich dann immer weiter.

und das pferd, das du reitest ist ein wallach, kein hengst.

Kommentar von UnicornJunky ,

Könnte auch ein Hengst sein! :D

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 84

Dann hilft nur eines - Gymnastik und Muskelaufbautraining.

Besonders gut hilft das Training mit Hilfe einer kleinen Mauer zu machen, die ungefähr so ist wie ein Steigbügel.

Das liegt nicht an der Reithose, das liegt an mangelndem Training.

Antwort
von netflixanddyl, 47

Mal ganz davon abgesehen, dass ich es seltsam finde, einen blutigen Anfänger auf einen Tinkerhengst zu setzen, solltest du niemals vom Boden aus aufsteigen.
Nie.
Dennoch sollte man es können, da man das immerhin im Gelände auch können muss. Also: einfach Gymnastik betreiben bis du gelenkig genug bist.

Kommentar von friesennarr ,

Ich bin jetzt 40 Jahre vom Boden aus auf meine Pferde aufgestiegen - das hat denen allesamt nichts ausgemacht und sollte es auch nichts ausmachen.

Man sollte halt immer von beiden Seiten aufsteigen können, dann ist das wieder ausgeglichen.

Einseitige Belastung ist es, aber nur für 2 Sec. am Tag und das i.d.R. ein bis max. zwei mal. Ist dem Pferd völlig schnurz.

Antwort
von Shaquida, 78

Also ich würde immer empfehlen eine Aufsteighilfe zu benutze, da es für dich einfacher ist und fürs Pferd angenehmer! =) So kommst du auch immer entspannt in den Steigbügel und kannst dich das letzte Stückchen hoch ziehen  

Ich denke nicht das es an der Reithose liegt, außer du hast das Gefühl das sie dich zu sehr einengt in den Bewegungen ;)

Kommentar von friesennarr ,

Trotz allem muß man es können. Also ist Übung angesagt. Bei uns steigen viele über die Aufstiegshilfe auf, ist auch o.k., aber aufsteigen vom Boden aus, das muß man können.

Kommentar von Shaquida ,

Ja natürlich ich bin auch in meiner Anfängerzeit vom Boden ausgestiegen - mittlerweile ist jedoch die Pferdegröße gestiegen, ich leider klein geblieben ;) Ich würde daher ohne Aufsteighilfe garnicht mehr alleine auf das Pferd kommen

Kommentar von Baroque ,

Warum MUSS man es können? Ich wüsste keinen einzigen sinnvollen Grund.

Kommentar von Shaquida ,

Ja das MÜSSEN versteh ich auch nicht... wie gesagt ich bin am Anfang alleine aufs Pferd aufgestiegen aber da war das Pony auch einfach kleiner! Mittlerweile reite ich Pferd mit einem höheren Stockmaß und würde auch garnicht mehr ohne Aufsteighilfe raufkommen und würde es auch nie machen =) aber bei uns im Stall ist das auch nicht gewollt ohne Aufsteighilfe aufzusteigen!

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 64

Benutz doch eine Aufstieghilfe. Man steigt nicht vom Boden aus auf das Pferd auf. Das ist schlechtes Horsemanship. Wir sind nicht mehr bei den Soldaten.

ich steige niemals auf meine Stute vom Boden aus auf. Niemals. Und würde es auch eine RB, wenn ich denn eine hätte, verbieten. Es ist einfach rücksichtslos gegenüber dem Pferd.

Kommentar von friesennarr ,

Was du sagst ist einfach übertrieben.

Warum sollte es dem Pferd gegenüber rücksichtslos sein. Das sind (wenn man es kann) gerade mal 2 Sec. einseitigere Belastung - dann wechselt man halt die Seiten.

Man steigt ja auch nicht alle 5 Minuten aufs Pferd, sondern in der Regel 1 mal am Tag.

Und was sollte das mit Horsemenship zu tun haben.

Kommentar von Shaquida ,

Viele besitzen jedoch kein eigenes Pferd und reiten Schulpferde und diese müssen sehr wohl am Tag mehr als einmal die Last tragen beim Aufsteigen!

Man hat meistens eine Aufsteighilfe zur Verfügung, wenn nicht tut es auch mal eine Bank oder ein Stein, also sollte man diese auch benutzen =)

Antwort
von pinked, 84

Ja es kann an deiner Reithose liegen wenn sie sehr eng ist und du deswegen dein Bein nicht hoch genug kriegst. Eine andere Alternative ist aber, den Steigbügel so weit runter zu machen bis du dran kommst. Dann muss aber einer da sein der ihn dir wieder richtig einstellt wenn du oben bist, das kann man zwar auch alleine aber da du erst 3 Monate reitest denke ich nicht das du das schon von oben alleine richtig einstellen kannst 😁😁😁

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