Frage von VincenzoCa,

Wie berrechnet man die Grundsteuer wenn man ein Unternehmen hat?

Hallo,

ich möchte gerne wissen wie man die Grundsteuer berrechnet. Es wäre sehr net wenn Ihr es anhand eines Beispiel erklären könntet, da ich bei der IHK nichts verstehe. Ich bitte um Antwort.

Ich bedanke mich schonmal im vorraus.

Mit freundlichen Grüßen USA_2009

Antwort von RautenMiro,

Na ja war in vielen Antworten viele richtige Dinge drin.. ich versuche es mal einfach.

Der Unterschied ob betriebliche Flächen o Wohnfläche zu Wohnzwecke hat schon was zu bedeuten, da zur Ermittlung des Einheitswerts eine Jahresrohmiete ermittelt wird.

Diese wird auf die Verhältnisse des 01.01.1964 abgestellt. Und im Grundsatz kann davon ausgegangen werden, dass die Jahresrohmiete für betriebliche Flächen höher ist, als für Wohnflächen (so bisher meine Erfahrung als StB mit EW-Bescheiden).

Diese Jahresrohmiete wird mit dem einem Faktor aus Anlage 6 zum BewG bei Geschäftsbauten und Anlage 7 zum Bewertungsgesetz bei EFH und Anlage 8 zum BewG bei 2FamHäuser multipliziert.

Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass größtenteils die letzte Zeile in Anwendung kommt, da es sich zum größten um Nachkriegsbauten nach dem 20.06.1948 handelt.... (Datum ablesen kann ja wohl jeder.

Was schwieriger ist, dürfte es sein die richtige Gemeindegrößenklasse zu finden. Hier müßte man auch wissen, wieviel Einwohner 1964 im Ort gelebt haben.....

So weiter: Der somit ermittelte Wert (Jahresrohmiete x Vervielfältiger aus der o.g. Anlage aus dem BewG) ergibt dann den Wert des Bauteils.

Dieser wird auf volle hundert DM abgerundet und mit der Steuermesszahl 3,5% multipliziert (jetzt aber in € umrechnen, auf den Cent).

Der sich dann ergebende Wert ist der Steuermessbetrag.

Auf diesen wendet man den Gemeinde spezifischen Hebesatz an und erhält die Grundsteuer.

z.B. Steuermesszahl 171 € x 423% Hebesatz= 723,33 EUR Grundsteuer.

Grüße RautenMiro

Antwort von dididiver,

Die Grundsteuer ist unabhängig davon, ob Du ein Unternehemen hast oder nicht. Zunächst wird eine Steuermeßzahl ermittelt. Dies ist nach § 13 Grundsteuergesetz (GrStG) ein Promillesatz des Einheitswertes (Du bekommst vom Finanzamt einen Einheitswerbescheid), i.d.R 3,5 Promiile. Bei Ein-/Zweifamilienhäusern berechnet sich das nach einer Staffelmethode. Diese Messzahl wird mit dem Hebesatz multipliziert. Das ist dann die jährliche Grundsteuer. Der Hebesatz wird von der Gemeinde bestimmt, in der das Grundstück liegt. In der Regel haben Gemeinden mit guter Innfrastruktur (z.B. Städte) einen höheren Hebesatz als Gemeinden mit schlechterer Infrastruktur. Ich hoffe, dass das hilft.

Antwort von karingoehmann,

grundsteuer erhebt die gemeinde da gibt es einen hebesatz, den die gemeinde festsetzt. du bekommst einen bescheid vom amt, der dich informiert, wieviel g-steuer jährlich anfallen.

die grösse des grunds oder der anteil an einem grundstück (z.B. wenn du noch andere miteigentümer hast) x dem hebesatz....

die hebesätze sind wie bei der gewerbesteuer gemeinde-spezifisch.

mit privat oder firma hat das aber nichts zu tun was die kosten an sich betrifft - ist nur relevant für die geltendmachung der kosten (z.b. betriebsausgaben).

Antwort von Taylorpicker,

Die Grundsteuer wird von der Gemeinde berechnet, in deren Bereich das Grundstück liegt.

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