Frage von guzziman, 54

Wie berechnet sich der GKV-Beitrag, wenn meine Ehefrau mehr als 450€ verdient?

Hallo, folgendes Problem: Ich bin verheiratet und Angestellter. Meine Frau ist mit mir gesetzlich versichert (GKV). Sie bekommt eine private Berufsunfähigkeitsrente (BUR) in Höhe von 554€. Somit fällt sie ja nicht mehr unter die Familienversicherung. Bisher war es so, das sie selbstständig war, da aber Minus eriwirtschaftete und somit doch unter die 450€ Grenze fiel. Soweit sogut.

Nun hat sich folgendes geändert:

Meine Frau lebt nun in einer anderen Stadt in ihrer eigenen Wohnung, die Mietwohnung zahle ich. Sie ist nicht mehr selbstständig, bekommt die 554€ BUR von denen sie lebt. Da sie ja nun mehr als die 450€ verdient (private BUR zählt als Einkommen, nicht als Rente, dann wären wir nämlich aus dem Schneider) fällt sie nicht mehr unter die Familien-GKV.

Muss meine Frau sich nun selber GKV-versichern? Was würde sie dann zahlen - den normalen %-Satz (zwischen 14-16%, je nach Krankenkasse) von den 554€? Oder läuft das weiter über meine GKV und ich zahle dann einen gewissen Betrag mehr auf meine momentane GKV?

Freue mich auf Antworten...

Antwort
von kevin1905, 37

Sie bekommt eine private Berufsunfähigkeitsrente (BUR) in Höhe von 554€.

Allein dafür sollte man den Vermittler verklagen. Ein BU-Rente unterhalb des Sozialhilfesatzes ist rausgeworfenes Geld (Beiträge) und wie man sieht führt dies hier zu Problemen.

Bisher war es so, das sie selbstständig war, da aber Minus eriwirtschaftete und somit doch unter die 450€ Grenze fiel.

Für Selbständige gibt es keine 450,- € Grenze in der Krankenversicherung. Der erwirtschaftete Gewinn vor Steuern bis zu dem eine FamV möglich ist beträgt 1/7 der Bezugsgröße, aktuell also 415,- € p.M.

Muss meine Frau sich nun selber GKV-versichern?

Yep.

Was würde sie dann zahlen - den normalen %-Satz (zwischen 14-16%, je nach Krankenkasse) von den 554€?

Freiwillig Versicherte erzielen grundsätzlich ein Einkommen von nicht weniger als 968,33 € (1/3 der Bezugsgröße). Das ist ihre Mindestbeitragsbemessungsgrundlage. Ermäßigter Beitragssatz 14% zzgl. Zusatzbeitrag zzgl. Pflege 2,35 bzw 2,6%.

Kommentar von kevin1905 ,

Wären bei angenommenem Zusatzbeitrag von 1,1% und Kinderlosenzuschlag in der Pflege 171,40 € im Monat.

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