Frage von Jacky089, 20

wie berechnet man die elektronennegativität z.B. von eisen?

Expertenantwort
von Kaeselocher, Community-Experte für Chemie, 8

Das Berechnen vom konkreten Werten für die Elektronegativität ist nicht möglich - oder besser gesagt nicht so zufriedenstellend.

Auf der Mulliken-Skala wurden die Elektronegativitätswerte als Mittelwert der Ionisationsenergie und der Elektroaffinität berechnet.

Albert L. Allred und Eugene G. Rochow haben die Elektronegativität mit der Formel (e² · Z_eff) / r² mit e= Elementarladung, Z_eff = effektive Kernladung und r = Atomradius berechnet.

Aber keine der beiden Skalen ist so zuverlässig wie die Pauling-Skala. Diese wurde experimentell bestimmt, indem man die Dissoziation von Verbindungen beobachtet und miteinander verrechnet hat.

Das entscheidende: Hier konnten nur relative Werte gemessen werden. Dementsprechend sind die Zahlen aus der Skala nur Relativwerte und keine Absolutwerte!

Das ist aber in der Chemie auch eher unwichtig. Denn eigentlich interessiert es keinen welchen absoluten Wert die Elektronegativität hat, das entscheidente sind die Differenzen der Elektronegativität zwischen verschiedenen Atomen.

Man kann also getrost die Werte aus der Pauling Skala verwenden, eine Berechnung ist unnötig, bzw. haben diese Berechnungen schon Leute durchgeführt, sodass du dich auf die in deinem PSE notierten Werte verlassen kannst.

Die Elektronegativität ist ohnehin eher ein Mittel zur qualitativen Beurteilung einer Verbindung. Wenn du genau wissen möchtest wo sich deine Elektronen mit der größten Wahrscheinlichkeit befindet kommst du nicht darum herum die Schrödinger Gleichung für das entsprechende System aufzustellen und das erfordert viel Hirnschmalz, Freude am Zahlen schubsen und eine hohe Frustrationsgrenze.

Expertenantwort
von DieChemikerin, Community-Experte für Chemie, 20

Hi,

da berechnet man eigentlich nichts. Da schaut man, normalerweise im PSE nach. Diese Elektronegativitäten"tabelle" nach Pauling gibt es nur - soweit ich weiß - für die Elemente der acht Hauptgruppen. Man kann aber auch einfach im Chemiebuch nachsehen :D

Die Nebengruppenelemente weisen eine relativ geringe EN auf. 

Hier eine Erklärung:

http://de.wikihow.com/Elektronegativit%C3%A4t-berechnen

Bitte den kompletten Link kopieren. Musst unten gucken. Vielleicht hilft dir der Link weiter. Aber eines steht fest: Du brauchst ein gutes Periodensystem der Elemente.

Mir ist es in meinem Chemieleben und bis jetzt auch im Leistungskurs noch nicht untergekommen, dass ich die EN eines Elements berechnen musste...

Vielleicht konnte ich ja helfen :)

LG ShD

Kommentar von ThomasJNewton ,

Da schaut man, normalerweise im PSE nach.

Das ist aber etwas zu kurz gedacht, denn die Werte wurden ja auch gemessen und/oder berechnet.

Klar, die Frage kann noch kürzer gedacht sein, und ich habe nicht den Ehrgeiz, da nachzuforschen.

Aber ich persönlich halte nichts davon, Sachverhalte zu vereinfachen, wenn sie nun mal kompliziert sind. Auch ein Schüler hat kein Grundrecht auf ein bequemes Leben mit einfachen Regeln.

Und innerhalb der Übergangselemente gibt es welche, die es in der Reaktivität mit Natrium aufnehmen können, und auch Edelmetalle, die es mit den Edelgasen aufnehmen können.

Dass ich da eher das Normalpotential als die Elektronegativität heranziehe, ist rein praktisch bedingt, und auch in meinem mangelndem Wissen, denn ich war nur Nebenfachchemiker, und das weit im letzten Jahrhundert.

Und soweit sollte unsere Kommunikation gediehen sein, dass du entscheiden musst, ob dir das hilft. Ich kann das nicht und bin auch zu faul dafür, im Moment.

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