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Wie berechnen die Kaufhäuser ihre Rabatte?

gefragt von AngelflightAngelflight am 22.12.2008 um 15:48 Uhr

Überall steht zu sehen: Rabatte 20%, 50% sogar 70%. Bei einem Händler sah ich einen tollen Frisiertisch mit Spiegel, sollte anfangs über € 800 kosten, jetzt nur noch € 500. Wie können die Händler solch immense Rabatte geben? Sind die ursprünglichen Preise vielleicht absolut überzogen?


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JoWaKu
beantwortet von JoWaKu am 22. Dezember 2008 15:49
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"Sind die ursprünglichen Preise vielleicht absolut überzogen?"

So ist es (besonders in der Möbelbranche).


Chamaeleon1205
beantwortet von Chamaeleon1205 am 22. Dezember 2008 15:51
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entweder wenn ein artikel nicht so läuft wie erhofft oder wenn was aus dem sortiment fliegt. geht der preis runter, damit platz für neue ware geschaffen wird.


anonym
beantwortet von Volvoliebhaber am 22. Dezember 2008 15:51
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Einkaufspreis + 100%= Ladenpreis, wenn du dann 20-50%Rabatt gibst, machst du immer noch Gewinn

Kommentar von 355f8640c1989803387073366fe48b6dsmallsvanny am 22. Dezember 2008 15:54

Was jedoch eine Milchmädchen Rechnung ist, weil die 100% Aufschlag nicht dem Gewinn entsprechen, sondern damit auch einige andere Kosten gedeckt werden müssen.

Kommentar von tucan am 22. Dezember 2008 15:57

Fertigungsmaterial € 1.350,00 Materialgemeinkosten 16% € 216,00
Materialkosten € 1.566,00 Fertigungslöhne € 1.255,20 Fertigungsgemeinkosten 150% € 1.882,80 Fertigungdskosten € 3.138,00 Herstellungskosten € 3.138,00 Verw.+Betriebsgemeinkosten 25% € 784,50
Selbstkosten € 3.922,50 Gewinn 20% € 3.133,50 Barverkaufspreis € 7.056,00 Skonto 2% € 144,00
Zielverkaufspreis € 7.200,00 Rabatt 4% € 300,00 Listenverkaufspreis ohne MwSt. € 7.500,00

Das ist ein Kalkulationsschema aus der Industrie. So ähnlich sieht es auch im Einzelhandel aus.

Setze das ganze mal in Excel untereinander ein, dann sieht das besser aus.

Bei einem 100% Aufschlag würde der Händler Verluste ohne Ende einfahren.

Kommentar von 002b90f5d0a42ed1cc16e36d4de98626smallregideur am 22. Dezember 2008 15:54

Bei 50% in Deiner Kalkulation nicht mehr! Da währe dann Einkaufspreis = Verkaufspreis.


regideur
beantwortet von regideur am 22. Dezember 2008 15:52
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Diese Rabatte sind so nicht kalkulierbar und viele dieser Wahren werden manchmal unter Preis verkauft. In dem Fall mit dem Spiegel denke ich das es etwa der Einkaufspreis ist und somit keine Verluste gemacht werden. Es kann aber manchmal auch sein das Wahren unter dem Einkaufspreis verkauft werden. Unter dem Motto: Hauptsache raus...


svanny
beantwortet von svanny am 22. Dezember 2008 15:52
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Es ist doch so: Es muss bei jedem Produkt ein Gewinn für den Händler abspringen. Der hat ja auch diverse Kosten (Transport, Lagerung, Personal, Werbung).

Und wenn die Ware eben unbedingt raus muss, dann kann man da schon etwas ab und zu geben. Manchmal ist es auch so, dass die Lagerung mehr kosten würde als ein kleiner Verlust beim Verkaufen.

.

Also natürlich sind bei den ursprünglichen Preisen noch Spielräume dabei, aber dennoch ist es nicht so, dass ein Händler jemanden abzocken will mit ungerechtfertigt hohen Preisen.


anonym
beantwortet von tucan am 22. Dezember 2008 15:52
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Rabatte und Skonto sind bereits in den Endpreisen eingerechnet. Alles was der Händler mehr bekommt, ist Gewinn.

Kommentar von Regenmacher am 22. Dezember 2008 15:57

Auch du hast keine Ahnung vom Handel.

Kommentar von 355f8640c1989803387073366fe48b6dsmallsvanny am 22. Dezember 2008 16:03

Also du bist davon überzeugt, dass die Händler die Rabatte einfach nur erfinden und in Wirklichkeit gar nicht so hohe Rabatte geben? Und die betriebswirtschaftlichen Argumente, die hier aufgeführt werden, sind alle falsch?

Kommentar von tucan am 22. Dezember 2008 16:04

Da kannst Du Recht haben. Werde mal meinen Lehrherren das Lehrgeld zurück zahlen. Bin nämlich ausgebildete Einzelhandels- und Industriekauffrau und das schon seit 1969.

Scheinbar habe ich die Scheine im Lotto gewonnen und bei den IHK's die Prüfer bestochen, da ich alles mit "sehr gut" bestanden hatte. Grübelgrübelgrübel


anonym
beantwortet von Regenmacher am 22. Dezember 2008 15:55
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Z.B. in der Möbelbranche: Woher weißt du, dass der Spiegel vorher 800,- Euro gekostet hat? Papier ist geduldig.

Kein Händler kann echte Rabatte in dieser Höhe geben, wenn er nicht zuvor die Preise nach oben gesetzt hat.

Kommentar von 4617dba291005fd368c712197b86352bsmallAngelflight am 22. Dezember 2008 15:59

Steht auf dem Angebotsschild, € 800 durchgestrichen, darunter steht: jetzt € 500.

Kommentar von tucan am 22. Dezember 2008 16:14

Na und, wenn ich etwas habe was ich unbedingt verkaufen will, biete ich es erstmal für eine Zeit lang zu einem höheren Preis an, streiche den dann, vielleicht 2 oder 3 Wochen später, durch und setze den ursprünglichen Preis, für den ich sowieso verkaufen wollte, darunter. Der Kunde hat das Gefühl ein Schnäppchen zu machen und ich bekomme meinen Preis ;-)

Kommentar von 4617dba291005fd368c712197b86352bsmallAngelflight am 22. Dezember 2008 16:19

Richtig fies, aber wohl nicht illegal.

Kommentar von tucan am 22. Dezember 2008 17:22

Was heißt fies? Wenn ich mein Auto verkaufe, weil ich mir ein neues hole, mache ich das auch so. Erst mal schaue ich für was für einen Preis der Wagen so auf dem Markt angeboten wird. Welche Extras etc. Daraus bilde ich dann den Preis den ich haben will. Auf diesen schlage ich jetzt noch so bis zu 5.000 Dollar rauf und lass mich dann von einem Interessenten runterhandeln. Der Käufer freut sich, weil er mich runtergehandelt hat und ich freue mich, weil ich doch den Preis bekomme habe den ich haben wollte :-)


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