Frage von ouukroker, 81

Wie bekommt man ein Fuchsbandwurm oder ähnliches?

Hallo

Wisst ihr wie man ein Wuchsbandwurm bekommt?

Ist das schmerzhaft?

Wie merkt man es?

Was sollte man dann am besten machen?

Muss man dann ins Krankenhaus wenn ja wie lange und was wird dann gemacht? Ich bin über jede Frage dankbar!

Antwort
von sheepdogfarmer, 1

Also wenn du im Wald bist und z.B. eine Walderdbeere isst auf dem Eier des Fuchsbandwurmes sind; dann gelangen diese natürlich auch in deinen Körper. die Larven des Bandwurmes ( genannt Finnen ) schlüpfen und breiten sich im Körper aus. Es bildet sich dann ein tumorähnliches Geschwür, das wenn es nicht behandelt wird weiterwächst. Sie bevorzugen ( also "gehen" ) meistens auf die Leber und Lunge. Finnen können wichtige Teile des Körpers zerstören indem sie diese zerfressen ( Lebensgefahr ! ).

Auswirkungen: Tumorähnlich,man spürt ein Druckgefühl im Bauch, man fühlt sich schlapp und müde, man nimmt an Gewicht und Blut ab und man kann sogar an Gelbsucht erkranken.

( Ich muss in Bio ein Referat darüber halten. )

Antwort
von schleudermaxe, 47

Ich höre immer wieder, daß dieses Zeugs meist fatal verläuft und es keine Medikamente gibt.

Kommentar von schleudermaxe ,

Siehe ggf. Ärtzezeitung u.a..

Bei Waldarbeitern sei der Fuchsbandwurm sogar als Berufskrankheit eingestuft, in einigen Bundesländern gebe es für sie regelmäßige Routineuntersuchungen auf den Parasiten.

Von verschmutzten Händen über den Mund aufgenommen, gelangen die Wurmlarven in die Leber, tumorartige Wucherungen bilden sich. "Unbehandelt verläuft die Infektion tödlich", sagt Brehm. "Mit einer lebenslangen Chemotherapie lässt sie sich zumindest verlangsamen, nicht aber beseitigen."

Die Behandlung sei teuer und könne für den Patienten erhebliche,
möglicherweise lebensverkürzende Nebenwirkungen haben. "Niemand kann sagen, wie lange jemand ohne Fuchsbandwurm gelebt hätte."

Immer wieder müssten einzelne Betroffene die Therapie abbrechen, weil sie nicht vertragen werde. "Darum gibt es noch immer
Echinokokkose-Todesfälle.

Antwort
von Luftkutscher, 24

Der mensch ist kein Endwirt des Fuchsbandwurms, sondern ein sog. Fehlzwischenwirt. Das bedeutet, dass der Fuchsbandwurm nicht im Darm des Menschen lebt, sondern es leben sog. Oncosphären im Körpergewebe des Menschen. 

Um sich zu infizieren müssen infektiöse Eier, die von ausgewachsenen Fuchsbandwürmern ausgeschieden werden, irgendwie in den Magen-Darmtrakt des Menschen gelangen. Dies kann über das Essen von verunreinigter Nahrung oder durch Schmierinfektion erfolgen. 

Die ausgewachsenen Fuchsbandwürmer leben im Darm von Füchsen, Hunden, Wölfen, Schakalen, Katzen und einiger anderer Fleischfresser. Zur Vermehrung benötigen diese Würmer wie alle Bandwürmer eine Wirtswechsel. Zwischenwirte sind normalerweise Feld- und Schermäuse, in deren Körpern sich die Zwischenstadien entwickeln, nachdem sie die Eier des Bandwurms gefressen haben. 

Gelangen solche Eier in den Darm von Menschen,schlüpfen aus den Eiern auch dort die sog. Oncosphären, bohren sich in die Darmwand und werden mit dem Blutstrom in den Blutgefäßen weiterbefördert. Dort wo sich die Blutgefäße stark verengen, also z.B. in der Leber, in der Lunge oder im Gehirm setzen sie sich fest und vermehren sich dort ungeschlechtlich und warten darauf, dass der Zwischenwirt von einem Fuchs oder einem anderen geeigneten Endwirt gefressen wird. Da dies bei menschen nicht der Fall ist, vermehren sie sich ständig weiter und wachsen infiltrativ in das Gewebe der befallenen Organe ein. .

der betroffenen Mensch bemerkt dies erst nach Jahren, wenn das betroffene Gewebe schon stark zerstört ist. Symptome sind dann Schmerzen und Störungen der Organfunktion. 

Im Anfangsstadium kann das befallene Gewebe meist chirurgisch entfern werden, aber in weiter fort geschrittenen Stadien ist dies meist nicht mehr möglich. Medikamente können das weitere Wachstum stoppen, aber nicht die Zwischenstadien der Bandwürmer abtöten, so dass der Betroffene auf eine lebenslange Dauermedikamention angewiesen ist. 

Ein ähnlicher Bandwurm ist der dreigliedige Hundebandwurm, der bei uns allerdings nicht vorkommt.   

Antwort
von DatSapu, 53

Bei einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm

(alveoläre Echinococcose) ist überwiegend die Leber betroffen. Durch

das tumorartig wachsende Larvengewebe wird das Organ nach und nach

zersetzt. Nach Jahren kommt es dadurch häufig zu einem Druckgefühl im

Oberbauch. Durch das Larvenwachstum werden Blutgefäße oder die

Gallengänge zusammengedrückt. Daher kann es als Folge der Infektion

schließlich zu einem Gallestau (Cholestase) mit Gelbfärbung der Haut und

Schleimhäute (Ikterus) kommen.

Kommentar von DatSapu ,

Endet übrigens ohne Behandlung tödlich.

Antwort
von Modem1, 33

Den kann auch ein Hund bekommen .. beim Waldspaziergang.Weil Hunde gerne am Menschen herumlecken ist das auch gefährlich.

Antwort
von thlu1, 58

Bekommen tut man ihn, in dem man im Wald zum Beispiel ungewaschene Blaubeeren oder Walderdbeeren isst.

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