Frage von sophie1235, 36

Wie bekommt man die Tiefe-Daten für eine nautischen Seekarte?

Es gibt eine Reihe von nautischen Seekarten für die Navigation, beispielsweise die offiziellen des BSH (Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie).

Wie gelangen die Organisationen / Unternehmen / Behörden an die Daten über die Wassertiefe? Die können ja nicht alles vermessen?

Antwort
von blaubeer, 11

Klar, wie mein Vorgänger schon ausführte: es ist alles vermessen worden im Laufe der Jahrhunderte. Zuerst waren es die Weltumseglungen der großen Seefahrer Maggelan, Cook und Genossen, die auf ihren Reisen in's Unbekannte auch Lotungen vornahmen, natürlich nur im Flachwassser bzw. in Küstengewässern. Denn technisch bedingt wurden die Lotungen nur manuell mit einem Handlot durchgeführt, was sicherlich auch ungenau genug gewesen sein wird. Das einige Kilo schwere Gewicht an der Lotleine besitzt am unteren Ende eine Höhlung, in dem die "Lotspeise" hineingedrückt wurde. Diese Lotspeise war meist Pech, Teer oder ähnliches, immer eine Masse, die klebrig ist. Um am daran haftenen Substrat die Beschaffenheit des Bodens festzumachen (Schlick, Sand, Korallen, Steine etc). Die Lotleine selbst ist mit Marken (Bändsel oder Lederstreifen, früher im Fuß-Maß) versehen, die sich farblich unterschieden, um die Tiefe schon ablesen zu können, wenn das Lot auf dem Grund aufsetzte (Lotleine wurde schlaff). So mußte man das Lot nicht ganz hochholen und die Leine etwa auf Benetzung absuchen, was übrigens nur das erste Mal Sinn gemacht hätte.

Auch heute führen Schiffe solch ein Lot mit sich, es ist immer noch ausrüstungspflichtig - für den Notfall. Für den täglichen Gebrauch werden nun Echolote verwendet, die auf Schwingungslaufzeitmessungen basieren. Durch Reflexion am Meeresgrund wird der abgestrahlte Impuls am Empfänger aufgenommen und verarbeitet, die halbe Laufzeit entspricht dann der Wassertiefe.

War es früher im Prinzip jedes Schiff, das Lotaufzeichnungen vornahm, die als sogenannte Lotreihen in den Seekarten vermerkt wurde, wurden mit Aufkommen der elektrischen Messung besonders dafür konstruierte Schiffe, sogenannte Vermessungsboote/schiffe eingesetzt. Anzunehmen wird sein, daß jedes Kriegsschiff seine Lotungen ebenso aufzeichnet und in gewissem Umfang auch der zivilen Schifffahrt zur Verfügung stellt. Heute ist die Besonderheit, daß jede Lotung mit einer genauen Position eine deutlich  höhere Zuverlässigkeit aufweist, im Gegensatz zu den Messungen früher Anfänge.

In summa: es ist eine Fleißaufgabe für alle Beteiligten und bleibt es auch weiterhin, denn in der Tat können die Behörden nicht alles und ständig vermessen oder lassen.

Antwort
von Snarky, 23

Doch es ist alles vermessen. Seit Jahrhunderten geschieht das. Erst mir einem Lot, neuerdings mit Echolot.

Das können fast alle Schiffe machen und die Daten an die nautischen Institute der Länder geben.

Und es gibt auch extra Vermssungsschiffe

https://de.wikipedia.org/wiki/Vermessungsschiff


Kommentar von Agentpony ,

Zusätzlich dazu sind sogar Satellitenbasierte Messungen möglich.

Kommentar von Snarky ,

Wie das? Das glaube ich nicht. Hast Du da eine Quelle. Und Du könntest ja auch selber eine Antwort schreiben, statt meine Antwort mit einem unrichtigem Kommentar zu versehen,.

Kommentar von captjens ,

Zu finden bei Wiki

Wichtigstes Werkzeug der Bathymetrie ist das Echolot, besonders auch das Fächerecholot, welches vorzugsweise zur Vermessung des Meeresbodens eingesetzt wird. Da diese Messmethode jedoch vergleichsweise aufwendig ist, wurde in jüngerer Zeit auch eine Technologie erprobt, Seekarten aus den Daten von Radarsatelliten zu gewinnen. Zwar können diese Radarsatelliten nur die Wasseroberfläche abbilden. Bedingt durch Schwereanomalien unterseeischer Erhebungen und Gebirgszüge liegt der Wasserspiegel an diesen Stellen aber im Mittel um einige Zentimeter höher als an tieferen Stellen. So kann durch Präzisionsmessungen des mittleren Meeresspiegels die Wassertiefe abgeleitet werden.

Kommentar von Snarky ,

Das ist Unsinn, Wird in der Praxis nicht gemacht. Du solltest hier was schreiben, was Du selber genau weißt und nicht etwas kopieren was Du selber nicht verstehst.

Kommentar von captjens ,

Was ich selbst nicht verstehe? Wie kommst du darauf? Nur weil ich es der einfachheithalber aus Wikipedia kopiert habe, heißt es ja noch lange nicht, dass ich es nicht verstehe. Ich bin selber als Kapitän zur See gefahren und habe 4 Jahre Nautik studiert. Da bekommt man so etwas vermittelt du respektlose Rotznase.

Antwort
von josef050153, 17

Sie können sie loten.

Kommentar von sophie1235 ,

Ja, aber doch nicht an jeder stelle des Meeres.

Kommentar von josef050153 ,

An der Küste in einem ziemlich engen Raster, im offenem Ozean etwas weitmaschiger. Der Rest wird dann interpoliert.

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