Frage von PauIino, 102

Wie bekommt ihr Bilder?

Wenn man Romane liest, dann stellt man sich die Geschichte ja mehr oder weniger bildlich vor

Aber woher kriegt ihr die Bilder? Wenn jemand z.b. nur liest und nichts anderes macht, und immer nur den gleichen Weg zum arbeitsplatz geht, dann sieht er ja immer nur die selben bilder.

Schaut ihr Fernseher, um bildlich kreativer zu werden, und Bilder zu "sammeln" um beim Romane lesen mehr vorstellungskraft zu haben

Antwort
von platon2000, 37

Bilder in deinem Kopf entstehen ja nicht nur dadurch, dass du diese Sachen schon einmal gesehen hast. Dein Gehirn ist in der Lage, sich Sachen vorzustellen, die neu für es sind. Es gibt jedoch wirklich Leute, die sehr wenig Fantasie haben. Das ist schade, aber ich weiß nicht, wie man es ändern oder trainieren kann.
Stell dir einmal vor, du fällst. Um dich herum regnet es Sterne. Unter dir ist nur Schwärze, aber du kommst nicht auf dem Boden auf.
Ich kann mir das vorstellen, obwohl ich das ganz sicher noch nicht erlebt habe.
Kannst du dir das vorstellen?

Antwort
von JoGerman, 29

Das Gehirn ist in der Lage, selbst kreativ zu sein.  

Wie sonst gäbe es Bilder von Dingen, die nicht existieren, z.B. Gesichter von Aliens oder Göttern. 
Wenn man z.B. allein den Bereich der Science-Fiction ansieht bzw. liest, beruht hier alles auf der reinen Vorstellung im Kopf.  

Normale Romane, die auf menschlichen Begebenheiten basieren, sind schon aus eigenen Erfahrungen (Bildern) nachvollziehbar und das teilweise schon seit der Kindheit des Lesers.

Kommentar von PauIino ,

Also meinst Du, dass wenn jemand den ganzen Tag in seinem Zimmer hockt, und sogut wie nie rausgeht und nicht viel Bilder gesehen hat im Leben, dann kann er trotzdem "normale" Romane lesen und dabei keine Probleme mit den Bilder vorstellen zu haben. ?

Kommentar von JoGerman ,

Naja, kein Mensch hat in der Kindheit nichts erlebt. Jeder weiß, dass z.B. die Sonne rund ist und ein Gemälde viereckig. 
Jeder kennt Farben und Formen, weiß, dass z.B. Blätter am Baum im Normalfall grün sind und die Nacht dunkel ist.  

Wenn der Schreiber jetzt sagt, dass der eine Baum komplett gelbe und der Strauch rote Blätter hat, kann man das sich trotzdem vorstellen, auch wenn man nie einen Gingko oder einen Korkflügelstrauch im Herbst gesehen hat. 

Das Gehirn setzt einfach Farbe und Form zusammen und bekommt somit ein Bild. Kreativität wäre ohne eigene Vorstellungskraft sonst unmöglich. 
Wer sich z.B. eine Computeranimation oder eine Märchenfigur ausdenkt, hat ja auch zuerst ein Bild oder eine Bewegung im Kopf, die es so vorher noch nie gab.

Antwort
von lucymontgomery8, 48

Bei mir kommt die Vorstellungskraft von alleine. Wenn eine Person in einem Buch genau beschrieben ist (Aussehen, Klamotten, Haarfarbe,Charakter), dann ist es leicht sich ein Bild zu machen. Diese Bilder kommen von ganz allein und man muss sie nicht erst "heraufbeschwören". Wenn in einem Buch eine Figur kaum beschrieben ist, dann kann man sich darunter natürlich auch nichts vorstellen :)

Antwort
von Sirlili, 57

Wenn man eine Geschichte liest, dann gibt es einen Hinweis der zum Gehirn geht. Also zum Beispiel wenn du das liest: Der Tag war sehr sonnig und schön und Klara sass im Garten.

Dann bekommt der Gehirn ein Signal und dann kannst du es dir in etwa vorstellen. Ein paar Leute können es sich besser vorstellen, andere aber nicht. Logischerweise können aber nicht alle das gleiche vorstellen.

Kommentar von RoterKiwi ,

Ich könnte es wohl nicht besser erklären. Es IST einfach so. Nehmen wir das Beispiel mit der Sonne und der Klara im Garten. Ich lese den Satz:" Der Tag war sonnig und schön und Klara saß im Garten"- und das Bild ist da. Ich muss mich nicht anstrengen, oder extra an einen Garten denken, es kommt einfach über mich. Wie ein Traum.

Und ich mache auch keine Pausen in den Sätzen, wenn ich Beispielsweise Harry Potter lese, dann könnte ich fast genau so gut einen Kinofilm ansehen. Und komischerweise sieht "meine Version" von Harry oder Professor McGonagall anders auch als im Film. Hast du schon einmal Taggeträumt? Oder dir Vorgestellt, wie du deinen Eltern eine schlechte Note überbringst? Da bilden sich auch automatisch Bilder in deinem Kopf.

Ich weiß auch wirklich nicht, ob es daran liegt, dass ich von klein auf viel gelesen habe, oder viel Tagträume. In beiden Fällen bin ich einfach komplett weg.  Ich "lebe" sozusagen das Leben der Protagonisten in dem Buch.

Antwort
von silberwind58, 41

Wenn ich lese,brauche ich Ruhe. Nur dann kann ich mich in die Handlung hinein versetzen und sehe auch die Bilder!

Antwort
von Schweinsbraten4, 27

Ich vermische meistens Dinge aus der Realität. Wenn die Handlung in einer Wohnung spielt, stell ich mir die Wohnung von Verwandten oder Bekannten vor. Wenn viele Charaltere vorkommen, lass ich sie aussehen wie Schauspieler. 

Ich kann mir auch Orte vorstellen, die ich noch nie gesehen habe. Meistens aber nur detailarm. Wenn ich einen ähnlichen Ort wie den der Handlung kenne, stell ich ihn mir vor. 

Antwort
von Casual1948, 50

Nein, ich mache nichts dafür. Wenn ich eine Geschichte lese und mir dann eine Figur beschrieben wird, habe ich dann ein eigenes Bild im Kopf. Manchmal habe ich aber auch, dass in meiner Vorstellung die Figur ganz anders aussieht, als das sie beschrieben wird, was mich öfters mal durcheinander bringt.

Kommentar von PauIino ,

aber wenn z.b. eine gegend beschrieben wird  oder ein haus oder zimmer usw.

woher hat man dann die bilder dazu?? wenn man immer nur liest und wie gesagt den gleichen arbeitsplatz weg geht usw. dann sieht man ja nicht viele bilder

dann ist das lesen was bilder betrifft ja voll eintoenig

Kommentar von Casual1948 ,

Naja, es ist denke ich mal genauso oder ähnlich wie bei Träumen. Wenn du träumst und eine Person triffst, dann ist das Gesicht nicht eins was dein Gehirn zufällig generiert, sondern das Gesicht einer Person, die du irgendwo schonmal gesehen hast. Vielleicht auch nur so im Vorbeigehen, oder beim Autofahren kurz am Straßenrand. Dein Gehirn nimmt nämlich viele Sachen war, die du gar nicht so beachtest. Wahrscheinlich werden Bilder von z.B. Häusern die du gesehen nicht 1 zu 1 so auch in deiner Vorstellung auftauchen, aber ich denke das der Grundaufbau des Hauses gleich ist. Das Gehirn kann auch verschiedene Bilder kombinieren, sodass es eigentlich nur ein Generator ist, der aus verschiedenen Bildern neue erschafft. Das kann natürlich auch kompletter Blödsinn sein, bin ja kein Experte.

Antwort
von Arri95, 35

Ich bin immer froh, wenn es keinen Film zum Roman gibt, dann kann ich mir eigene Bilder mahcen. Jeder Mensch hat doch schon so viel gesehen in seinem Leben. Und auch im Traum würfelt das Gehirn alles dann immer neu zusammen.

Antwort
von uncutparadise, 5

Reine Fantasie. Wenn man etwas liest, stellt man es sich einfach vor. Wer keine Fantasie hat...

Antwort
von TERMALTAKE, 38

Sowas nennt man Fantasie die hat jeder. Man kann sich etwas vorstellen ohne es je gesehen zu haben.

Kommentar von PauIino ,

wohl kaum, wenn jemand nur liest, und zum Arbeitsplatz staendig denselben weg geht, und ansonsten auch kaum raus geht oder gar nicht, dann sieht dieser jemand so gut wie keine neuen Bilder und er hat nur sehr wenig bilder im kopf mit denen er was anfangen koennte beim romane lesen

irgendwann gehen dann einem die bilder aus, weil der jenige so wenig sieht

Und Fantasie ist nicht grenzenlos, angenommen ein Mann lebt 10 jahre in einer Wohnung ohne jemals rauszukommen ohne Fenster usw. und er sieht immer nur die selben dinge in der wohnung, dann bringt ihm die fantasie auch nicht mehr viel, weil er nur die selben bilder hat

Kommentar von TERMALTAKE ,

Willst du mir also gerade erzählen ein blinder Mensch hat keine Fantasie? Das ist Schwachsinn.

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