Frage von Sarina2407, 199

Wie bekomme ich meine Schlafstörung in den Griff?

Hallo zusammen,

Ich suche dringend positive Erfahrungen die mir mut machen. Ich befinde mich aktuell in der Hölle. Ich habe seit Ca. 6 Monaten Schlafstörungen, der Grund war eine unruhige WG aus der ich aber ausgezogen bin. Trotzdem bekomme ich das nicht mehr in den Griff. Ich habe alles probiert, von Baldrian bis neurexan, bachblüten usw. Heute Nacht werde ich auch mal hoggar Night probieren. Ich hab einfach Angst das das nie wieder weg geht. Der Weg ins Bett ist für mich schon zur Hölle geworden. Unter Stress stehe ich aktuell auch nicht mehr als sonst. Das einzige war, das meine Schlafstörungen schlimmer geworden sind. Früher konnte ich nach 3 unruhigen Nächten dann wieder 2-3 Wochen gut schlafen. Irgendwann wurden aus 3 Nächten 8 Tage. Irgendwann bin ich umgeflogen und wurde vom Notarzt aufgesammelt. Nicht zu schlafen ist einfach so schlimm. Zudem bin ich so extrem müde aber kann trotzdem nicht schlafen. Ich habe Angst um meinen Körper. Ich bin erst 23 und befinde mich im letzen Semester meines Studiums. Beim Arzt war ich schon. Hat jemand Erfahrung mit Schlafmitteln und wie kann ich wieder ein normales Leben führen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Stellwerk, 151

Was hat der Arzt denn gesagt?

Schlafmittel sind nur Symptombehandlung, beseitigen aber nicht das Grundübel. Ich empfehle zum einen viel Sport an der frischen Luft, um Dich körperlich auszupowern. Also richtig auszupowern. Meditation, Yoga, Achtsamkeitsübungen, Tiefenentspannung nach Jacobson (die ist besonders einfach selbst zu erlernen).

Setze Dir angenehme neue Rituale, um mit dem Schlafen wieder schöne Assoziationen zu verknüpfen, also wirklich zwei, drei Stunden vorher weg vom PC oder TV, keine aufregenden Sachen mehr, hör etwas ruhige Musik oder ein Hörbuch, lies ein schönes Buch. Und leg Dich erst wirklich dann hin, wenn Du müde ist. Und denke nicht an dieses "was, wenn ich jetzt wieder nicht schlafe?" Das ist nämlich Dein tatsächlicher Stressfaktor geworden. Wer Angst vor Schlaflosigkeit hat, schläft erst recht nicht. Versuche, anders ranzugehen: dass Dein Körper weiß, wie Schlaf geht. Und dass er sich diesen Schlaf auch wieder holen wird, je weniger Trubel Du um das Thema machen wirst.

Achso, und was die positive Erfahrung angeht: ich hatte jobbedingte Schlafstörungen, nächtliche Panikattacken, Nächte mit 3, 4 Stunden Schlaf über Wochen. Das IST in der Tat die Hölle. Bei mir wurde es besser, als ich den Job gewechselt habe, aber es dauert auch ein paar Wochen, bis ich wieder in ruhigeres Fahrwasser kam.

Wie lange bist Du denn aus der WG jetzt weg?


Kommentar von Sarina2407 ,

Der Arzt wollte mir ein Anti Deppresivum aufschreiben. Allerdings wollte ich das nicht, da ich keine Depressionen habe. Die Schlaflosigkeit macht mir einfach zu schaffen, der hat gesagt ich soll es dann mit pflanzlichen Mitteln probieren, aber das hilft absolut nicht. 

Ich habe alles probiert von neurexan über Baldrian bis hin zu schlaftees, bachblüten Tropfen. Das einzige was ich noch nicht probiert habe ist hoggar Night. Allerdings steht im Internet darüber auch nur schreckliches Zeug. Ich bin einfach mit meinen Nerven Solangsam am Ende. Ich habe zum Glück Semesterferien und aktuell eigentlich kein Stress. 

Bei mir dreht sich alles nur ums schlafen. Ich zieh mich auch von Freunden zurück, da ich mich körperlich nicht im Stande fühle was zu unternehmen. 

Ich hab panische Sorge das nie wieder in den Griff zu kriegen 

Kommentar von Stellwerk ,


Also als erstes: Du kommst da wieder raus. Ich schlafe auch wieder neun Stunden durch, das geht. Du bist nur leider schon in einer bösen, sich selbstverstärkenden Spirale drin.

Es gibt Antidepressiva, die in der Tat beim Einschlafen helfen, aber die sedieren so stark, dass Du auch tagsüber wie ein Zombie in Watte gepackt bist. Sie können helfen, überhaupt wieder in einen Schlafmodus zu finden, aber das sollte das letzte Mittel sein.

Du hast Ferien, das ist perfekt, um Dich umzustellen, weil Du nicht leistungsfähig sein musst. Also machst Du genau das, wozu Du eigentlich keine Kraft hast:  Sport, Unternehmungen, Treffen mit Freunden. Lade Freunde zu Dir nach Hause ein und koche. Mach einen Mädelasabend, trink mal ein, zwei Gläschen Wein, lache, lebe. Du bist auf dem gefährlichem Weg, Dein ganzes Leben dem Schlafmangel unterzuordnen, aber dadurch verleihst Du ihm erst recht eine große Bedeutung und es wird immer gewaltiger.

Dein Schlaf beeinflußt im Moment Dein ganzes Leben - sorge Schritt für Schritt dafür, dass Dein Leben wieder den Schlaf bestimmt!

Es ist wichtig, dass Du diesen Kreislauf der Schlaffixierung durchbrichst.

Mach Dir eine Liste mit all den Sachen, die Du gerne tust, mit all den Freunden, denen Du wegen Schlafmangel schon mal abgesagt hast. Und dann fängst Du an, ab morgen jeden Tag einen Punkt dieser Liste zu machen, sch--ssegal, wie wenig Du geschlafen hast, sch--ssegal, wie fertig Du bist.

Sprich mit Deinen Freunden, hol sie ins Boot und bitte sie um Unterstützung.

Und sag Dir abends ruhig: Was ist so schlimm, wenn Du heute nacht nicht schläfst? Dann bist du morgen müde und fertig. Ist aber egal, Du hast doch Ferien und kannst zur Not tagsüber mal ein Nickerchen machen. Selbst das kann helfen, dem Schlaf weniger Bedeutung aufzuladen.

Kommentar von Sarina2407 ,

Danke für deine wahnsinnig netten Antworten. Das baut mich gerade auf! 

Ich weiß, das ist wirklich furchtbar alles nach dem schlafen zu richten. Ich denke so oft daran. Gestern war ich auf einer Party und habe auch Alkohol getrunken, allerdings bin ich gegen 1 Uhr nach Hause da ich so müde war. Dann lege ich mich ins Bett und kann trotz Alkohol Nicht schlafen. 

Ich fühle mich permanent angespannt und frage mich inzwischen, wie gefährlich das ist ? 

Im Internet lese ich auch Sachen wie, dass man ein Herzinfarkt erleidet und das es so schädlich ist nicht zu schlafen. Das beunruhigt mich nur noch mehr. Ich habe schon richtig Panik. 

Ich hoffe einfach, das es wieder weg geht.

Hast du eventuell Erfahrung mit hoggar Night ? 

Das wollte ich heute mal versuchen, wenigstens um eine Nacht mal gut schlafen zu können. Morgen wollte ich auch mal bei einem Psychiater anrufen. In zwei Wochen muss ich nochmal nach München für 3 Wochen und dort konnte ich leider erst recht nie schlafen. 

Kommentar von Stellwerk ,

Nein, mit Hoggar Night habe ich keine Erfahrung. Ich kenne auch nur so pflanzliche Sachen wie Baldrian oder Sedariston und habe eben auch einmal Antidepressiva bekommen, allerdings eher wegen der Panikattacken. Und klar, die dämpfen sehr runter, aber ich fand die Nachwirkung sehr ungesund; obwohl ich nur die Hälfte der empfohlenen Dosis genommen hatte, bin ich am nächsten Tag in einem Zustand wie besoffen und verkatert zusammen rumgelaufen.

Probier es aus. Aber erwarte nicht zuviel, sonst baust Du nur wieder zusätzlichen, unnötigen Druck auf.

Lies nicht mehr soviel darüber. Das ist auch nur wieder Selbstverstärkung - Du liest, wie schlimm Schlafentzug auf Dauer sein kann und wirst noch unruhiger. Sowas ist absolut nachvollziehbar , aber kontraproduktiv.

Dass Du Dich an einen Psychiater wenden willst, halte ich grundsätzlich für richtig, aber achte darauf, dass er nicht nur einfach Medikamente verschreibt, sondern auch evt. therapeutische Maßnahmen in Betracht zieht und ein ausführliches Gespräch mit Dir führt. Schlafstörungen sind bisweilen nur ein Symptom, die Ursache liegt oft tiefer.

Und an München solltest auch anders rangehen. Sag Dir nicht "ich konnt da noch nie schlafen", sondern: "Ab jetzt kann ich in München schlafen. 1,3 Mio. Menschen wohnen in München und die schlafen auch alle jede Nacht :) "

All diese negativen Annahmen und Erwartungen verstärken den Effekt. Man kann sie aber auch immer in eine positive Aussage umdrehen.

Ich weiß, dass klingt alles so ein bisschen "think pink", aber sowas wie : "Na und, wenn ich heut nacht nicht schlafen kann, hol ich das halt morgen tagsüber wieder nach. Hab ja Zeit" können einiges von dem Druck nehmen.

Ich drück Dir die Daumen, dass Du bald wieder auf die Beine kommst!

Kommentar von Sarina2407 ,

Ich glaube, dass ich auch kein anti Deppresivum möchte. Wenn dann würde ich gerne ein leichtes Schlafmittel nehmen wollen, was mich wieder in einen normalen Rhythmus bringt. 

Vielleicht hilft dieses hoggar Night. Ich habe ganz oben vergessen deine Frage zu beantworten wie lange ich aus der WG weg bin. Aktuell erst seit 2 Wochen, nachdem ich diesen Zusammenbruch hatte nach 8 Tagen wenig Schlaf. Ich konnte zuhause aber auch nicht schlafen, erst als ich so erschöpft war, das ich mal 8 Stunden Tiefschlaf hatte. Danach war ich wie neugeboren und dachte auch das ich geheilt bin, die darauf folgenden Tage habe ich Ca. 5-7 Std geschlafen, was auch voll ok war. Die Probleme kamen erst wieder als ich so ausgeruht war und ich mich nach Nacht 1 schlaflos wieder selbst so unter Druck gesetzt hab. Sport mache ich wirklich viel, bin im Fitnessstudio und auch im tanzen. 

Kann es denn sein das mein Körper sich daran gewöhnt ? Das bilde ich mir nämlich auch die ganze Zeit ein. 

Ich hoffe nur das ich das bevor die Uni anfängt wieder in den Griff bekommen hab und vielen Dank für die netten Tipps ! 

Kommentar von Stellwerk ,

Grundsätzlich kann sich der Körper auch an weniger Schlaf gewöhnen, aber ich glaube, bei Dir ist das eine reine Kopfsache.

Du schreibst oben: "Wenn ich erstmal wieder richtig schlafen kann, kommen auch die positiven Gedanken zurück". Genau da sehe ich das Problem. Ich kenne Dich und Dein Leben nicht, aber vielleicht steckt da doch mehr dahinter als Du Dir selbst bewusst bist?

Du fokussierst alles auf den Schlaf: "wenn der nur erst wieder funktioniert, dann kann ich wieder positiv denken,wieder Freunde treffen, wieder Dinge unternehmen etc. " Das ist eine gefährliche Ablenkungsstrategie unseres Unterbewusstseins. Es kann gut sein, dass Du irgendwelche ungelösten Konflikte mit Dir rumträgst, die Dir vielleicht gar nicht so belstend vorkommen, die Du aber wegschiebst., keine Ahnung, vielleicht noch Nachwehen aus der WG oder so. Um diesen Konflikten nicht begegnen zu müssen, verschiebt sich alles auf die Schlafstörungen, die ja schuld an allem sein müssen. Das legt erstmal die Verantwortung für das eigene Handeln beiseite. Es gibt in der Psychologie auch das Konzept des "Krankheitsgewinns". Klingt erstmal absurd, aber tatsächlich kann eine Krankheit einem etwas geben, was man sonst nicht hätte. Hypochonder bekommen Aufmerksamkeit, z.B. oder man kann sich mit einer Krankschreibung vor einer Rückkehr in die Firma schützen, bei der es einem nicht gutgeht.

Du schreibst, Du habest verlernt positiv zu denken. Das kann auch auf eine leichte Depression hinweisen, was mit der Unruhe in der WG zusammenfällt und sich jetzt in Schlaflosigkeit manifestiert.

Ich spekulier nur rum, das sind nur ein paar Denkanstöße aus eigener Erfahrung und Du musst darauf auch nicht antworten.        Aber vielleicht hilft es, grade in Verbindung mit dem Besuch beim Psychiater, auch in solche Richtungen zu denken.

Kommentar von Sarina2407 ,

Ich hatte letzte Nacht schwere panikattacken und Angstzustände die mich wieder um den Schlaf gebracht haben. Ich war beim Arzt. Der hat mir jetzt das Medikament " obipramol 50mg " verschrieben, das soll anscheinend in meiner Situation helfen und bei den Erfahrungsberichten steht sehr viel positives, was mich auch beruhigt. Ich habe aktuell vor allem Angst. Zudem habe ich am 24. einen Termin bei einer Psychologin und am Freitag einen Termin bei einem Psychiater. 

Ich glaube eigentlich nicht, dass ich depressiv bin. Ich hab keinen wirklichen Grund und habe bis auf die normalen Teenager Schwierigkeiten auch nichts traumatisches erlebt. Die Probleme kamen erst durch die massiven Schlafstörungen mit denen ich in München zu kämpfen hatte, aufgrund der WG die nur gefeiert hat die ganze Woche. Auf mich wurde kaum Rücksicht genommen, trotz das ich um 6 Uhr aufstehen musste. Ich hab über Wochen 3-5 Std geschlafen. Ab und an wieder länger und besser. Aber dann hab ich es irgendwann nicht mehr in den Griff bekommen. 

Ich mache mir einfach wahnsinnige Sorgen um mein Leben. Ich hab zB die Angst nicht mehr glücklich zu werden. Ich geh auch gerade jeglichen Stress aus dem Weg. Ich trau mir aufgrund von meinen schlafproblemen nur noch wenig zu. Wäre am Donnerstag Eigtl auf einem Konzert, habe aber Angst das ich in der Halle kollabiere. Ich weiß nicht was meine Psyche mir für streiche spielt. Ich hoffe einfach das ich da einen Weg rausfinde. Ich versuche auch viel zu trinken sodass mein Kreislauf nicht abkackt und werde nacher ins Fitness gehen. 

Wie lange hat denn dein Panikzustand gedauert und bist du jetzt wieder vollkommen gesund ? Haben dir die Medikamente geholfen und warst du auch in psychologischer Behandlung ? 

Kommentar von Stellwerk ,

Erstmal danke für den Stern :)

Das mit der Panik klingt nicht gut. Wie gesagt, ich kann nicht beurteilen, ob mehr dahintersteckt, Du glaubst gar nicht, was einen im Leben alles so aus der Bahn werfen kann, das man eigentlich gar nicht als so schlimm empfindet.

Wichtig ist, dass Du ein bisschen zur Ruhe kommst. Schlafstörungen sind einfach nervenaufreibend und kosten sehr viel Kraft. Gegen die Panik und die Unruhe ist ein leichter Antidepressivum vielleicht wirklich nicht das schlechteste. Durch den Schlafmangel und den damit verbundenen Stress erhöht sich der Cortisolspiegel. Cortisol ist ein Stresshormon und wird bei bedrohlich empfundenen Situationen ausgeschüttet (früher der Säbelzahntiger, heute die elendig feiernde WG oder Prüfungen etc.). Normalweise senkt sich der Spiegel wieder, wenn die "Gefahr" überstanden ist. Bei Dauerstress bleibt das Cortisol auf einem hohen Level und man befindet sich sozusagen in einem permanenten Alarmzustand. Der raubt einem den Schlaf, macht reizbar und hypersensibel, schwächt das Immunsytem und erschöpft einen. 

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist das Medikament auf jeden Fall gut.

Meine Panikattacken hatte ich eigentlich knapp 3 Jahre, mal weniger, mal schwerer. Ich hatte eine Phase von 2,5 Monaten, in denen ich außer am Wochenende kaum mehr als 4 Stunden die Nacht geschlafen habe - um 11 ins Bett, um 3 wach mit Panik und dann vergeblicher Versuch, mich wieder zu beruhigen und irgendwie wieder einzuschlafen bis zum Aufstehen um 6...

Ich hatte dann auch einen Nervenzusammenbruch und war in Behandlung, weil ich dachte, es stecke eine Depression oder was anderes dahinter. Kurzzeitig bekam ich ein ähnliches Antidepressivum wie Du verschrieben, aber das habe ich schon gesagt nur wenig benutzt, weil die Nachwirkungen so krass waren. Letztlich hab ich das ganze noch elendig in die Länge gezogen, weil ich dachte, ich dürfe meinen Job nicht hinschmeißen. Aber da ich z.B. im Urlaub keine Panikattacken hatte, war ziemlich klar, dass es bei mir nur daran hing.

Ich weiß, wie Du Dich fühlst - das Gefühl, nie wieder zur Ruhe zu kommen, die Angst nicht loszuwerden, diese Schwäche und Unfähigkeit, noch irgendeine Form von Streß zu ertragen - ich hatte auch Angst, dass ich für immer so bleibe.

Letztes Jahr hab ich meinen Job gekündigt und es geht mir viel besser. Der Schlaf hat sich nach ein, zwei Wochen wieder eingependelt, die Panikattacken hatten direkt aufgehört, aber ich habe - durch die lange Zeit, die sich das alles hingezogen hat - auch zwei, drei Monate gebraucht, bis ich wirklich wieder voll belastbar war. Mittlerweile mache ich mich selbständig, fühle mich wohl mit dem, was ich tue und bin wieder voll und ganz auf der Höhe!

Ich hatte Dir ja geraten, auch weiterhin rauszugehen und Sachen zu unternehmen. Jetzt wo ich das mit deiner Angst lese, möchte ich das ein bisschen einschränken. Sport und Freunde und so Sachen auf jeden Fall, aber wenn Dir das mit dem Konzert z.B. zu schwierig scheint, ist es vielleicht doch besser, das zu lassen. In einer Menschenmasse ist das doch nochmal eine andere Sache.

Es ist super, dass Du so schnell einen Termin bei der Psychologin bekommen hast, mitunter wartet man da ja Wochen oder Monate.

Klingt für Dich jetzt wahrscheinlich absurd, aber Du machst alles richtig. Ja, Du hast eine Krise - was auch immer dahinterstecken mag. Aber Du suchst Dir Hilfe und gehst das Problem aktiv an. Und ja: Du wirst da wieder rauskommen. Man kann verdammt viel durchstehen, von dem man lange Zeit denkt, es seit unerträglich :)

Ich wünsch Dir alles Gute!

Kommentar von Sarina2407 ,

Nochmal danke für deine Nachricht. 

Ich hab durch das Opipramol die erste Nacht ganz gut schlafen können, ich bin zwar wieder erst sehr spät eingeschlafen aber ich habe mal 6 Std durchgeschlafen und habe mich sehr gut gefühlt. 

Allerdings war es in der zweiten Nacht nicht mehr so wirksam. Da ich wieder nicht so schnell einschlafen konnte, geriet ich enorm in Panik und das Opipramol hat es irgendwie verstärkt bzw. unterdrückt. Ich hatte Angst aber die konnte nicht ausbrechen, das raubte mir dann den Schlaf. Heute bin ich wie erschlagen, da ich heute morgen aus Panik wieder eine Tablette genommen hab. 

Ich bin so müde, komme trotzdem nicht zur Ruhe. Fühl mich wie ein Roboter. Mein Arzt erreich ich heute nicht. 

Soll ich das medi evtl heute Abend auslassen oder regelt sich das vlt wieder weil mein Körper sich erst dran gewöhnen muss ? Das macht mir alles natürlich wieder Riesen Panik. 

Nebenwirkungen habe ich folgende: Appetitlosigkeit, Schwindel, mundtrocken, Durst, Harndrang 

Wobei ich mir sicher bin das der Harndrang durch die Angst kommt, die hatte ich in der ersten Nacht als ich das medi nahm nämlich nicht. 

Antwort
von pingu72, 117

Wichtig sind Entspannung und Ablenkung, versuche es abends mal mit TaiChi, Meditation oder ähnliches.

Lese im Bett noch ein Buch oder lerne ein Gedicht auswendig, hauptsache du denkst nicht an dein "Problem"! Glaube versetzt Berge, also sage dir Sätze wie "heute werde ich gut schlafen!". Denke positiv, das ist sehr wichtig!!!

Folgende Atemtechnik hilft beim Einschlafen: langsam einatmen, Luft anhalten, langsam ausatmen, Luft anhalten usw. Dabei zähle jeweils bis 3! Das intensive Atmen entspannt den Körper, während das Zählen ablenkt! 

Kommentar von Sarina2407 ,

Danke für deine Antwort ! 

Ich habe schon das Gefühl dass ich verlernt habe positiv zu denken. Solche Probleme hatte ich noch nie. Ich dachte auch vor ner Woche das ich das erfolgreich in den Griff bekommen hätte und jetzt geht alles von vorne los. 

Ich versuche es mit lesen und Tagebuch. hast du zufällig Erfahrung mit hoggar Night ? 

Das habe ich mir in der Apotheke geholt in der Hoffnung, dass es mir vlt hilft einzuschlafen vorübergehend. 

Ich denke wenn ich mal ein paar Nächte gut geschlafen habe, kommen meine positiven Gedanken auch wieder zurück

Kommentar von pingu72 ,

Nein, bis auf Rescue (Bachblüten) habe ich nichts versucht, und die haben nichts gebracht. Ich denke auch nicht dass es auf Dauer hilft. Im Gegenteil! Erst denkst du "ich kann nicht schlafen", und danach denkst du "ohne ... (zB hoggar) kann ich nicht schlafen!". Du musst das Problem angehen, und nicht mit irgendwelchen Mittelchen übergehen. Ich jedenfalls halte nichts davon...

Antwort
von Woropa, 99

Du kannst z.B. vor dem Schlafen gehen ein heisses Bad nehmen, das macht müde. Oder du trinkst ein Glas heisse Milch. Falls dir Geräusche beim Einschlafen helfen: Mach den Fernseher oder das Radio an, leg dich dann in deine übliche Schlafposition und hör solange zu, bis du eingeschlafen bist. Fernseher oder Radio kannst du per Sleeptimer ausschalten.

Antwort
von Melitta61, 60

hallo Sarina,

ich kann Deine Probleme sehr gut nachvollziehen, da ich über 4 Jahre an massiven Schlafstörungen wegen Angstzustände und Panikattacken gelitten habe.

Ich habe mittlerweile eine sehr gut wirkende Alternative zu all den chemischen, ungesunden Mitteln gefunden. Ein wahrer Volltreffer.

Medalin-Forte ist ein natürliches Komplexmittel ( ein Phythopharmaka ) und ist deshalb auch ganz ohne Nebenwirkungen.

Es beruhigt meinen Geist und nimmt mir die Ängste und besänftigt meine innere Unruhe. Medalin entspannt meinen ganzen Körper und lässt mich dann auch nach ca. 30 Minuten sanft einschlafen.

Ich habe sogar miene Durchschlafphasen auf 6 Stunden verbessern können. Medalin hilft sogar bei psychogene Reaktionen, gegen Stress und Nervosität.

Ich habe seit ca. 4 Monaten meine Schlafqualität sehr verbessert und meine Lebensqualität ist wieder so wie früher in guten alten Zeiten.

Ich stehe Morgens auf und bin sofort top fit, keinerlei Anlaufschwierigkeiten und auch keinerlei Wechselwirkungen mit meinen andren Medikamenten, die ich aus gesundheitliche Gründen auch nehmen muss ( Macroma / Vokado )

Medalin kann ich besten Gewissens und uneingeschränkt empfehlen, für alle die auch an massiven Schlafstörungen, Angstzuständen oder Panikattacken leiden.

Endlich mal was aus der Natur was auch wirklich hilft.

Mal was zum lesen: http://medalin-forte.com/wirkungsweise

Ich wünsche Dir und auch allen anderen Lesern beschwerdefreie Tage und vor allem erholsame Nächte.

LG. die Gerdi

Antwort
von Schittlgittl, 80

Mir hat eine "Schlaf-CD" geholfen ( habe nie bis zum Schluss durchgehalten und von der ersten Nacht an wieder durchgeschlafen) und Du musst natürlich Deinen Kopf frei bringen, aber das haben ja schon andere vor mir ganz toll beschrieben was es da für Möglichkeiten gibt...

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