Wie bekomme ich mein Pferd beim Reiten ruhiger und beim longieren schneller?

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11 Antworten

Um Gottes Willen. Einen arabischen Vollblüter mit Ausbindern reiten. Kein Wunder, dass das Pferd wahnsinnig wird. Ich selbst reite nur Vollblutaraber, da ich es mit diesen Pferden am besten kann. Ich würde es nie riskieren, so ein Pferd mit Ausbindern zu reiten.
Araber muss man mehr als alle anderen Pferde loslassend reiten. Wenn man sie festhält, hat man ein Problem. Bei manchen Exemplaren dieser Rasse schaut man dann ins offene Grab.
Ich fürchte, dass dein Pferd von Stümpern leider völlig verritten ist. Es ist ein Korrekturpferd. Such dir eine gute und sanfte Reitlehrerin - eher keinen männlichen Reitlehrer - und bilde mit ihr das Pferd neu aus.
Das arme Pferd. Es muss aber eigentlich sehr duldsam sein, wenn es zulässt, dass du ihm im Zügel hängst oder es mit Ausbindern reitest. Mein Wallach hat bei zu harten Hilfen im Maul einmal, ein einziges Mal hart die Luft eingezogen. Das war die letzte Warnung. Danach wurde er lebensgefährlich. Wenn man ihn loslassend ritt, war er eine Lebensversicherung.
Araber sind nicht hibbeliger, nervöser, unberechenbarer als alle anderen Pferde. Immerhin waren es Kriegspferde. Aber sie sind sensibler als andere Pferde und ertragen festhaltendes Reiten weniger als alle anderen Rassen.
Leider muss ich sagen, dass es nicht ganz einfach ist, für sie gute Reitlehrer zu finden. Die allermeisten Bereiter können diese Pferde nicht reiten.
Man muss einen sehr, sehr reellen und feinen Reiter finden. Von daher ist es wahrscheinlicher, diese unter den Frauen zu finden als unter den Männern.

Ich habe leider viele Vollblutaraber gesehen, die von harten Bereitern völlig ruiniert wurden.

Jedenfalls muss dieses Pferd von Grund auf neu ausgebildet werden, sonst ist es bald kaputt.

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 18:58

Das Pferd wurde nicht wahnsinnig, auch das du mein Pferd hier so darstellst als ob es völlig unreitbar ist finde ich etwas übertrieben.

Ich hatte schon mehrere Reitlehrer/innen.

Am Platz ist das Problem ja auch nicht so schlimm wie im Gelände. Aber ich hätte eigentlich mehr auf Tipps gehofft wie ich sie weglassen kann oder mit etwas andern Austauschen kann. Das es Gefährlich ist weis ich selbst, aber entweder so oder gar nicht ins Gelände. Die Ausbinder sind extra locker damit sie kur spannen wenn er den Kopf auch wirklich hochwirft.

Er muss auch nicht von Grund aus neu ausgebildet werden, sondern brauch meiner Meinung nach nur die Richtigen Hilfen. Die ich hier ein bisschen erhoff hätte.

 

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Kommentar von hupsipu
22.12.2015, 22:06

Ich glaube das grundlegende Mißverständnis ist: die meisten Antwortenden hier glauben, dass bei euch beiden die Grundlagen nicht stimmen. Du suchst aber eigentlich eine "Stückchen-Lösung". Da wird es wohl keine Einigung geben... (ich kann nur sagen: ich hab mit meiner Araber-Mix-Stute den gleichen Mist durch wie Du, hab sie leider komplett verbockt und dann irgendwann eingesehen dass die Basis nicht stimmt. Nach einigen Jahren guter Arbeit habe ich nun einen absoluten Diamanten, aber die Erkenntnis der Probleme musste bei mir auch erstmal kommen).

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im gelände mit ausbindern - das dürfte dein pferd im falle eines sturzes das leben kosten.

lass dir bitte nur diesen einen satz ganz in ruhe im kopf herumlaufen. im falle eines sturzes ist dein pferd aller wahrscheinlichkeit nach so schwer verletzt, dass es getötet werden muss.

allein das sollte genügen, um alles in der welt in bewegung zu setzen, das dies pferd ohne ausbinder reitbar ist.

das pferd ist auch nicht ausgebildet. es macht eigentlich nur das, wozu es lust hat und bei allem andern ist es gelangweilt. es ist an dir, das, was du mit dem pferd erarbeiten möchtest, dem pferd interessant zu machen. er hat dich so gern, dass er auf der koppel angetrabt kommt. mach dir doch das zunutze. fordere ihn auf, deine bewegungen zu imitieren, wenn er neben dir geht.

lade dein pferd zur freiarbeit ein. selbst ganz ungelernte pferde und sogar pferde mit schlechten erfahrungen mit menschen sind eine halbe stunde und mehr von ganz allein begeistert bei der sache. in dem moment, wo dein pferd weiss, was es soll, macht es ihm spass.

übungen: vorwärts, rückwärts, anhalten, seitwärts, hinterhandwendung, spanischer schritt. - ein motiviertes und intelligentes pferd kann das in der freiarbeit innerhalb von zwei stunden lernen.

motivation ist der schlüssel zum lernen.

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 19:04

Wenn du mir jetzt auch noch sagst wie ich ihn motiviere wäre ich die sehr dankbar :)

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Ich möchte nicht wissen, was dein armes Tier für Rückenschmerzen hat und was es alles schon im Maul erdulden musste, wenn du da ständig drin hängst.. Da wird mir schlecht.  

Mit Ausbindern ins Gelände.. aber du weißt, dass das lebensgefährlich ist? Für dich und für dein Pferd?!  

Wenn dein Pferd am Boden kein Interesse an der Arbeit hat - was gerade für einen Araber ungewöhnlich ist - und beim Reiten nur rennt.. ich tippe darauf, dass du völlig uninteressant bist und er beim Reiten höllisch Schmerzen hat.  

Ist ja auch klar, Ausbinder ziehen den Kopf in eine starre Position , das bringt Verspannungen, Blockaden, Halswirbelarthrose und Co.  

Mein Tipp: Runter vom Pferd.  

Schau erstmal, dass du am Boden interessant wirst und das Pferd Lust hat, mit dir zu arbeiten.  

Dann holst du parallel dazu einen manuellen Therapeuten, dein Pferd hat mit Sicherheit Schmerzen - dafür spricht auch das Kopfschlagen.  

Bis du am Boden eine anständige Basis geschaffen hast, wird nicht mehr geritten.  

Dann holst du dir einen Trainer (am besten klassische Reitweise) und fängst unter Anleitung neu an. Und wenn dir wieder Ausbinder und so ein Müll vorgeschlagen wird, dann musst du einen anderen Trainer nehmen. 

Ins Gelände nur Schritt, bist das absolut klappt. 

Anders wird es nichts. 

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Kommentar von Tanja28052012
22.12.2015, 22:35

Bis auf ""am besten klassische Reitweise"" Stimme ich dir voll zu. Es gibt keine Beste Reitweise, jede kann die Beste sein, wenn sie ordentlich ausgeführt wird 

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Lass die Ausbinder weg, die sind für einen Araber noch ungeeigneter als ohnehin schon. Ansonsten klingt Deine Beschreibung leider so, als hättet ihr ganz grundsätzliche Probleme miteinander. Wie lange hast Du das Pferd denn schon? Und hast Du einen guten Trainer, der Dir hilft?
Zur Bodenarbeit: Araber sind eigentlich immer begeistert wenn es um Denksport geht. Versuch herauszufinden, warum er keine Freude daran hat. Macht ihr zu wenig, ist ihm langweilig? Überforderst Du ihn? Bist Du nervös oder inkonsequent? Am Boden liegt der Schlüssel für eure Reiterei, deshalb solltest Du da anfangen. Kann er die Grundlagen, sprich: In allen Gangarten in alle Richtungen an Deiner Seite bleiben, schicken lassen, abstellen lassen, alles möglichst auch auf Distanz? Falls ja schau ob er Spaß an Zirzensik hat, falls nein erarbeite euch eine Basis.
Einen Araber glücklich zu machen ist eine riesige Aufgabe - aber es lohnt sich, deshalb bleib dran!

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 15:06

Ich habe ihn mittlerweile 3 Jahre und wir haben es schon mit verschiedensten Trainern und Lehrern versucht. Die mir fast alle die Ausbinder entfohlen haben. 

Die Vorbesitzerin hat ihn selbst eingeritten und hat ihn wegen seinem ´drang´ zum rennen verkauft. Also er ist nicht nur bei mir so sondern auch bei anderen Reitern. 

Und zur Bodenarbeit, ich habe schon einiges Versucht, allein dafür das er mit hinterherläuft habe ich am Platz ca. ein Viertel Jahr gebraucht. Die Vorbesitzerin hat mit ihm so weit ich weis nie Bodenarbeit gemacht und ich glaube er kennt es nicht wirklich.

Auf der Koppel kommt er immer angetrappt und freut sich mich zu sehen und da klebt er förmlich an mir, aber am Platz ist er dann wieder wie ausgetauscht.

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Kommentar von hupsipu
22.12.2015, 19:47

Das kannst du auch... Aber nur wenn du dich auf die Rasse und ihre Eigenarten einlässt und dir, wenigstens für einmal in zwei Wochen oder wie viel eben möglich ist, einen guten Trainer holst. Klassik oder ähnliches sind da wirklich der richtige Ansatz. Man kann mit diesen Pferden wirklich unglaublich viel Freude haben wenn man sie richtig anfasst... Es ist schade dass du so gefrustet bist (und total verständlich nach dem was du beschreibst), das muss wirklich nicht so bleiben!

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Ich würde dir empfehlen, dir einen guten Trainer vor Ort zu suchen, mit dem du in Einzelstunden an diesen Rittigkeitsproblemen arbeitet. Solche Probleme löst man nicht übers Internet. Der Trainer vor Ort kann sowohl auf das Pferd als auch auf dich eingehen und Lösungs- und Verbesserungsstrategien gemeinsam mit dir erarbeiten. In der Regel liegt sowas ja nicht nur am Pferd, sondern durchaus auch mit am Reiter. 

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 15:15

Am Platz ist das Problem zwar auch da aber da bekomme ich es langsam im Griff. Im Gelände um einiges Schlimmer und im Gelände eine Unterrichtsstunde zu bekommen ist schlecht machbar, vorallem weil bei uns aus dem Stall kein Pferd richtig mit ihm mithalten kann außer 2 andere aber das sind leider Privat Pferde.

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Hey !
Wir haben einen 22 Jährigen Araber . Ja kenne ich nicht . Ich denke wenn du erstmal Longenstunden nimmst , kannst du deinen Sitz um einiges super gut verbessern . Dann kommen die Gewichtshilfen , am besten auch Einzelstunde. Dann trainiert ein professioneller und erfahrener Trainer dein Pferd , alles komplett neu ! Er wird mit dir danach trainieren , mit dem Pferd eins zu seien . Dann könnt ihr einen Neustart machen . Hört sich nämlich so an als ob du und dein Pferdchen nicht zusammen harmoniert . Ein guter Trainer hilft da wirklich !

Lg

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 19:03

An Longenstunden habe ich noch gar nicht gedacht, immerhin reite ich da ja aber er wird gleichzeitig longiert. Dankeschön wird gleich Morgen mal ausprobiert wenn ich jemanden finde der ihn Longiert :)

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Wenn es vom Boden aus nicht klappt, dann auch nicht von oben.
Wenn sich dein Pferd langweilt, beschäftige es.
Bodenarbeit bedeutet nicht das Pferd einfach im Kreis rumlaufen zu lassen.
Probier Übergänge aus. Zb vom Galopp in den Trab , ein paar runden laufen lassen, dann wieder in den Galopp oder mal in den Schritt.
Dein Pferd soll auf deine Anweisungen reagieren. Es soll auf dich achten.
Stangen, Hütchen etc. sind auch mal etwas Abwechslung :-) du kannst doch so viel machen !
Beschäftige dich mit deinem Pferd und habt Spaß :-)

Viel Glück !
Cavallena

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Versuch mal mehr trab/galopp übergänge zu reiten so das er erst garnicht ins rennen kommt.

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 19:10

Das Problem ist das ich ihn Vom Galopp nur schwer wieder in den Trab bekomme, aber ich werde drann bleiben und es weiter versuchen. Danke :)

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Meine alte RB (allerdings kein Araber) hab ich immer, wenn sie rasen wollte, gelassen, aber dann richtig & so lange, bis ICH gesagt habe, dass sie wieder langsamer werden kann. Wir Menschen haben doch auch manchmal das Bedürfnis, einfach nur zu rennen.

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 20:04

Das wäre natürlich auch mal eine Idee, Dankeschön :)

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Kommentar von hupsipu
22.12.2015, 21:03

Rennen lassen bis er nicht mehr kann: viel Spaß im Krankenhaus. Das kannst du mit nem Blüter nicht machen das ist lebensgefährlich!!

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Im Gelände mit Ausbindern?
Na herzlichen Glückwunsch!
Suche dir einen Trainer und lese die Ausbinder weg. Die zerren das Pferd in eine Haltung und das Pferd kommt da nicht raus.bei jedem Schritt reißen sie dem Pferd im Maul. Kann bis zur Halswirbelarthrose führen. Liebe Grüße:)

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Kommentar von honululu12
22.12.2015, 15:11

Ich war bisher bei mehreren wirklich guten Reitlehrern und die haben sie mir fast alle entfohlen, da ich mich ohne Ausbindern,  auf ihm richtig unsicher fühle. Wir haben sie extra zu groß genommen damit er seine Natürliche Haltung behalten kann und nur wenn er seinen Kopf hochwirft mich nicht treffen kann. Am Platz habe ich das mittlerweile unter Kontrolle, allerdings nur wenn ich die ganze Zeit mit den Zügeln paraden gebe, da es ja mit den Schenkeln nicht funktioniert weil er dann sofort angaloppiert.

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Kommentar von Spiky2008
22.12.2015, 17:02

Tja und was ist mit dem Gelände?
Haben dir deine Trainer das etwa auch empfohlen?

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Kommentar von Spiky2008
22.12.2015, 17:03

Lass dir den Satz von Ponyfliege noch 2-3x durch den Kopf gehen.

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Kommentar von Spiky2008
22.12.2015, 19:10

Gar kein Gelände mit Ausbindern. Hol dir einen guten Trainer,mit dem kriegst du das hin.

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Hallo erstmal,

Ich spare mir das Tippen meiner Vorwürfe. Es sind die gleichen wie bei den anderen auch. Und sie haben recht.

Ein paar Tipps habe ich auch:

1. Bevor du irgendwas mit deinem Pferd machst hol einen Osteo für Pferde. 

2. Kauf dir ein paar Bücher zum Thema Bodenarbeit. Meine persönlichen Lieblingsbücher sind

    - Pat Parelli, Natural horsemanship 

   - Bernd Hackl, Basistraining für Pferde

Mit ein wenig Verstand kann man danach ganz gut arbeiten, auch wenn man das noch nie gemacht hat, finde ich zumindest 

3. Longiere dein Pferd RICHTIG; das heißt, es läuft nicht nur doof im Kreis um dich rum, sondern ist ordentlich gestellt und gebogen, tritt ordentlich unter wölbt den Rücken auf und lässt sich fallen. Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich sondern dauert seine Zeit. Am besten arbeitest du hier mit einem Kappzaum. Hier eine gute Website zu dem Thema:

www.wege-zum-pferd.de

Für die Arbeit am Kapzaum solltest du dir unbedingt einen Trainer hinzuholen. Wenn du momentan nicht so viel Geld übrig hast, dann kannst du halt nur alle zwei Wochen eine Stunde machen. Dazwischen kannst du ja das wiederholen was du in der vorigen Stunde gelernt hast.

4. Wenn ihr dann soweit seid (das kann dauern) hol einen Sattler, der den Sattel überprüft ob der überhaupt passt. Wenn dann ein passender Sattel vorhanden ist könnt ihr wieder mit reiten anfangen. 

Allerdings gehe ich, auf Grund deiner Kommentare, eher davon aus,  dass du nicht das Durchhaltevermögen hast, meine Punkte durchziehen. Darum würde ich dir abschließend raten, verkauf dieses Pferd, such ihm einen guten Platz, wo man sich wirklich gut mit Pferden auskennt. Suche für dich ein Pferd, dass von seiner Ausbildung her besser zu dir passt. Somit ersparst du ihm und dir viel Leid.

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Kommentar von ponyfliege
23.12.2015, 00:45

alle vier daumen hoch!!!

buchtipp zum dritten und vierten:

peter pfister - ranchreiten (eine alte reitweise neu entdeckt)

vivian theby - so lernen pferde.

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